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Der Sinn des Lebens?

Sinn, das sind so Schlagwörter. Ich kann in vielem keinen Sinn erkennen. Und doch bin ich hier auf der Welt, für ganz kurze unbestimmte Zeit. Zu kurz, um viel Sinn bewirken zu können. Wenn man sein Bestes versucht, dann kommt man vielleicht nahe ran. Daran halt ich mich.
 
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Re: Der Sinn des Lebens?
Komisch ich kann in nahezu allen Dingen einen Sinn erkennen, den andere wohl auch als Grund für ihr Handeln sehen, aber ich kann das nicht als positiv empfinden, der Sinn ist eher negativ .
 
ne, wenn der Sinn des Lebens, für das Leben negativ ist, so dass Leben zerstört wird, ist das Leben überflüssig, so als möge man das Leben nicht, als wäre es etwas schlechtes - deshalb glorifizieren wohl auch so viele Negatives "It's good to be bad " und so .....

Ich denke das das Leben etwas positives ist, nicht weil ich gerne lebe, sondern weil die Möglichkeiten was daraus werden kann, sehr viel größer sind , als das, was aus dem Tod wird.
 
"der Sinn des Lebens", ich habe ihn noch nicht gefunden. Ich glaube auch nicht, dass es objektiv einen Sinn gibt. Man kann natürlich für sich selbst einen Sinn finden, aber was macht das am Ende für einen Unterschied? Ich bin tot und weg, egal wie ich gelebt habe.

Für mich liegt genau darin ein logischer Widerspruch: Die Realität des Todes sagt doch absolut nichts darüber aus, ob ein Leben sinnvoll ist oder sinnvoll gelebt wurde.

Das Ende einer Sache entwertet doch nicht ihren Prozess. Ein gutes Gespräch oder ein schönes Musikstück werden ja auch nicht dadurch sinnlos, dass sie irgendwann aufhören. Der Sinn liegt im Erleben und im Handeln im Hier und Jetzt – der Tod ist einfach nur der Endpunkt, kein rückwirkendes Werturteil über die Qualität des Lebens.

~~~

Um den Gedanken aber mal weiterzuspinnen: Welchen Sinn würdest du denn im Leben sehen, wenn du hypothetisch ewig leben würdest? Würde die unendliche Dauer die Dinge wirklich wertvoller machen?
 
hm bei mir wärs wohl derselbe Sinn ....würde nur länger dauern , wenn's ewig ist.
Wäre aber wohl auch sehr zeitfüllend, wenn man alles verstehen will, vielleicht kommt mir die Ewigkeit deshalb so gelegen , also aus der Sicht eines Sterbenden.

Wenn allerdings, der Tod abgeschafft, die Krankheit geheilt, so denke ich mir, was brauche ich dann noch ne Erkenntnis von Gut und Böse , dann wäre ja sozusagen nix mehr böses da , also könnte ich auch nix böses erschaffen, sondern nur gutes nutzen, ich meine Adam und Eva wussten ja auch nicht was Scham ist , bevor sie die Frucht aßen, im Garten Eden waren sie nackt.

Dreht man das Lebensverständnis mal, so in ne andere Sichtweise ist vielleicht nur in einem sterblichen Leben die Sinnsuche wichtig , weil das Leben ja als solches endet - mach ein gutes draus wenn Du kannst sozusagen ...aber wenn es immer da ist, das Leben, dann könnte ich mir vorstellen ist der Sinn ein anderer, vielleicht eher das Leben selbst
so nach dem Motto

Der Sinn des Lebens ist , es zu leben.
 
Hmm, mal angenommen, es braucht 500 Jahre, um einen Sinn zu erkennen bzw. zu finden - und zu leben -, dann haben wir irgendwie schlechte Karten, aber ich glaube, man braucht gar nicht so lange.
 
Hmm, mal angenommen, es braucht 500 Jahre, um einen Sinn zu erkennen bzw. zu finden - und zu leben -, dann haben wir irgendwie schlechte Karten, aber ich glaube, man braucht gar nicht so lange.

Wenn alle Stricke reißen, wäre vielleicht mein Vorschlag zu gebrauchen:

Ich summiere mal auf: Gutheit, Gerechtigkeit, Liebe, Weisheit = Sinn des Lebens

Muss man nicht so sehen, aber man könnte.

Vielleicht könnte man auch die Probe auf den Willen und das Gegenteil machen, also Schlechtigkeit, Ungerechtigkeit, Hass, Dummheit. Ich meine, wer will das schon?
 
ne, wenn der Sinn des Lebens, für das Leben negativ ist, so dass Leben zerstört wird, ist das Leben überflüssig, so als möge man das Leben nicht, als wäre es etwas schlechtes - deshalb glorifizieren wohl auch so viele Negatives "It's good to be bad " und so .....

Ich denke das das Leben etwas positives ist, nicht weil ich gerne lebe, sondern weil die Möglichkeiten was daraus werden kann, sehr viel größer sind , als das, was aus dem Tod wird.
Aber ist doch so. Wieso sonst gibt es so viele Kriege. Tod und Zerstörung. Welchen Sinn hat das. Keiner hat daraus glernt.
 
Aber ist doch so. Wieso sonst gibt es so viele Kriege. Tod und Zerstörung. Welchen Sinn hat das. Keiner hat daraus glernt.

Das ist aus meiner Sicht relativ einfach erklärt. Das Leben ist kein kompletter Selbstläufer, wo alles nur gut und friedlich ist. Dem Menschen ist die Freiheit gegeben, sich im Grunde für alles zu entscheiden - gut wie schlecht. Und das tut er tagtäglich - ob es nun große oder kleine Dinge sind.

Ein durchaus starker Trend ist der, sehr materialistisch und oberflächlich zu sein - daraus begründen sich viele Kriege und sonstige Feindseligkeiten/Auseinandersetzungen. Wenn Leute sich mehr mit ihrem Geist und dem Gutsein beschäftigen würden, würden sie gar nicht auf diese komischen Ideen mit Krieg und so kommen.

~~~

Assoziativ vielleicht noch ein Zitat von Yeshayahu Leibowitz:

"Der Krieg beginnt im Kopf."
 
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