Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Der Sinn des Lebens?

Alles was Du glaubst und als unumstößliche Realität betrachtest, ist doch im Grunde , solange es unbewiesen ist eine Hypothese, sollte der Glauben Dir da das Wissen verblenden ?
Das wäre sicher kontraproduktiv, wo man als Mensch nur so wenig davon nutzt ?

Also besser Glauben als solchen respektieren und akzeptieren, aber zum Fanatismus konvertieren ? Nein das machen schon so viele , die angeblich an nix glauben.

Das Privileg die Schaale Reis sozusagen geschenkt zu bekommen basiert auf der Unterstützung die die Dorfbewohner früher von den Klöstern bekamen und heute noch bekommen.

Aber beispielsweise damals der Bagwahn typ der mit den 52 Rolls Royce und Millionen Anhängern, die alle meinten, seine Worte wären weise der hat ja die Leute auch glücklich gemacht, viele haben dem gerne ihr Geld gegeben.

War das also jetzt eine gute Religion oder eine gewagte Geschäftsidee ?
 
A

Anzeige

Re: Der Sinn des Lebens?
Also, so ganz allgemein, zumindest in Deutschland haben wir ja sowas wie Religions- und Glaubensfreiheit.

Mir persönlich ist es im Grunde vollkommen wumpe, was ein anderer glaubt oder nicht glaubt, wobei das jetzt auch nicht respektlos sein soll. Ich meine, das mit dem Glauben ist in erster Linie Privatsache, und solange anderen damit kein Schaden zugefügt wird, what shall's?

Vielleicht schränkt der Glaube jemanden unnötiger Weise ein, vielleicht beflügelt der Glaube jemanden auch zu tollen Taten/Handlungen. Kann ja alles sein.

Um weltliche Probleme, also Verbrechen nach dem Gesetzbuch, kümmert sich eben die weltliche Gerichtsbarkeit - in dieser Hinsicht unerheblich, was da jemand glaubt oder nicht glaubt.
 
Also ja, ich würde sagen, dass Religion in gewisser Weise die Implementierung eines Lebenssinns ist. Wie wahr, wichtig oder hilfreich das ist, kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

~~~

Ist Religion nun alternativlos, wenn es um den Sinn des Lebens geht? Das glaube ich nicht. Es mag sich aber unter Umständen schwieriger gestalten, wenn man nun gar keinen Bezug zu Religionen hat. Philosophie wäre vielleicht eine Alternative. Aus meiner Sicht gibt es im Bereich der Religion sowie Philosophie Lehren, Aussagen und Gedankengut, welche du außerhalb nur schwierig oder gar nicht findest - und da mögen wichtige Dinge dabei sein.

Da ich es vor Kurzem auf dem Radar hatte, was von Marcus Aurelius:

"Bis zum Tod ist jede Niederlage reine Kopfsache."

Jede Niederlage ist in deinem Kopf

Er begrub acht seiner dreizehn Kinder. Er schrieb trotzdem jeden Abend in sein Tagebuch.

Marcus Aurelius (121–180 n. Chr.) war der letzte der Fünf Guten Kaiser Roms. Er regierte neunzehn Jahre lang in einer der chaotischsten Perioden der römischen Geschichte. Die Antoninische Pest tötete Millionen. Germanische Stämme fielen in die Nordgrenze ein. Seine eigene Familie wurde durch Tod und Verrat auseinandergerissen.

Er wollte nie den Thron. Er war von Hadrian in die kaiserliche Linie adoptiert und von Kindheit an für eine Rolle ausgebildet worden, die er als erschöpfend empfand. Den größten Teil seiner Regierungszeit verbrachte er in Militärzelten fernab von Rom und führte Kriege, die er nicht begonnen hatte. Es gab Gerüchte, dass seine Frau ihn mit einem General betrogen hatte, der später versuchte, seinen Thron zu besteigen

Während all dem führte er ein privates Tagebuch, das er auf Griechisch und nicht auf Latein verfasste, damit es niemand in seiner Umgebung leicht lesen konnte. Er hatte nie die Absicht, dass es veröffentlicht werden sollte. Es hat trotzdem überlebt. Wir nennen es Die Meditationen.

Dieser Satz ist der Kern seiner Philosophie. Schmerz ist real. Verlust ist real. Verrat ist real. Aber das Gefühl, zerbrochen zu sein, besiegt zu sein, geschieht nur im Kopf. Und bis zum Tod hat man noch die Wahl.

~~~

Was hat das mit dem Sinn des Lebens zu tun? Vielleicht hat's eher was mit dem Sinn des Überlebens zu tun.

Viele wird es vermutlich nicht interessieren, da es ihnen mehr oder weniger gut geht. Aber es kann ja sein, dass man mal in solche Situationen kommt, wo man sich am Boden zerstört fühlt, vollkommen zerbrochen, und da kann so ein kleiner Gedankenansatz oder Einstellung manchmal ein bisschen dabei helfen, sich wieder aufzurappeln oder zumindest dabei, die Dinge vielleicht auch ein bisschen anders zu sehen.
 
Ich denke, man kann sich auch vorher schon darüber Gedanken machen, also der Gläubige eher nicht, denn für den ist es ja eine unumstößliche (?) Lebensrealität. Für den Nicht-Gläubigen wäre es vielleicht interessanter, sich darüber Gedanken zu machen.

Wie kommt man zu einem spezifischen Glauben? Ich denke, das ist zu großen Teilen einfach Zufall. Nehmen wir mal die Inder/Hindus, die haben sich das ja nicht ausgesucht, die sind einfach so geboren und aufgewachsen.

~~~

War ja auch mal bei den Hindus im Ashram, habe mit denen meditiert, gegessen, usw. Käme da irgendwie gar nicht auf die Idee, da groß was zu kritisieren, sie zu was anderem zu bewegen oder so. Insofern ich da nicht was vollkommen Merkwürdiges/Ungesundes/Schädliches sehe, erscheint das gewissermaßen gar nicht weiter groß auf meinem Radar.

~~~

Irgendwas "glaube" ich auch, aber es hat wohl weniger was mit den gängigen Religionen zu tun, vielleicht aber auch mit allen.

Ich meine, während meiner Besuche bei den Christen, Juden, Muslimen, Hindus, Buddhisten, Aleviten, etc., hatte ich so ein immer wiederkehrendes Déjà Vu: Denen ging es allen im Kern um ein gutes und gerechtes Leben, obwohl die Auslegungen und Rituale jeweils etwas unterschiedlich waren.

Und ja, ein gutes und gerechtes Leben. Ist das nicht ein guter Sinn für das Leben?
 
"der Sinn des Lebens", ich habe ihn noch nicht gefunden. Ich glaube auch nicht, dass es objektiv einen Sinn gibt. Man kann natürlich für sich selbst einen Sinn finden, aber was macht das am Ende für einen Unterschied? Ich bin tot und weg, egal wie ich gelebt habe.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
_Tsunami_ Die krassen Kriege und Kämpfe des Lebens Leben 72
G Suche nach Hilfsmittel zum Eincremen des Rückens Leben 25
_Tsunami_ Liebe und weitere Wichtigkeiten des Lebens Leben 135

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben