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Der Sinn des Lebens?

Ich denke, wir hatten hier verschiedene Ansätze bzgl. dem, was der Sinn des Lebens sein könnte oder sein sollte.

Bewege mich da gewissermaßen auf Glatteis, aber ja, ergibt sich der Sinn des Lebens, alle Mühe und Anstrengung nicht aus dieser einzigen Frage:

"Was möchte ich in diesem Leben sein?"
 
Theoretisch finde ich Humanisten besser
Weil sie dieselben ethischen humanen Werte vertreten, aber ohne das, woran ich eben nicht glaube. Ich finde es auch nicht gut, sich einem höheren Wesen so demütig unterzuordnen..
Aber in der Praxis bemerkte ich schon, dass es oft die Religiösen sind, die die humanistischen Themen aufgreifen..
Dieser Zwiespalt gefällt mir nicht^^

Dazu fällt mir was ein:

 
Hm, ist schon lang her der Beitrag, aber ich meinte, eine Verbindung aus den Beiden..
Mir gefällt der Satz - Schnitze dein Leben aus dem Holz, aus dem du bist
Das individuelle Holz wäre die Natur und das Schnitzen man selbst
Oft spürt man ja gar nicht, was eigentlich an Talenten, Bedürfnissen,.. ( die eigene Natur) in einem drin wäre (ist), vor lauter Anforderungen des Alltags, Verdrängung, Ängsten, weil man schon so früh daran gewöhnt wurde, einfach nur äußeren Plänen zu folgen
Wenn man dann lernen könnte, mehr in sich zu hören und das zu entdecken, könnte man es vielleicht auch fördern.. - in dem Sinn dann etwas aus sich machen.

Also das mit der letztgenannten Angst meine ich - dass man das im Laufe des Lebens lernt zu werden und aus sich wieder rauszuholen und rauszuschälen, aus all den dicken Schichten, die das Leben mit der Zeit drumherum gelegt hat

Wenn man es genau nimmt, gibt es zumindest für viele von uns Menschen sehr viele Möglichkeiten, uns zu entscheiden, Wege zu wählen und unser Leben zu gestalten. Ob du richtig liegst oder nicht, verrät dir das Licht?

~~~

Man kann bspw. seinen Körper stählen und seinen Geist stählen. Das hat normalerweise keinen Nachteil und man kann damit vielleicht den Rahmen der Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten erhöhen.

Was auch immer man tut, welchen Weg auch immer man geht, im Zweifel bleibt vielleicht nur, sich auf sein Gefühl zu verlassen. Also nicht so ein schwammiges/flüchtiges Gefühl, welches heute mal da ist und morgen nicht mehr, sondern ein tiefes und beständiges Gefühl, welches wie ein innerer Kompass funktioniert, der Kern deines Wesens ist - wer möchte, nennt das gottgegeben oder naturgegeben.

Äußere Pläne/Umstände oder die Aussagen anderer Personen sind aus meiner Sicht nur bedingt bzw. weniger aussagekräftig, ob sie nun zustimmend oder ablehnend sind. In letzter Instanz und eigentlich für das ganze Leben muss man selbst mit sich und seinem Weg klarkommen, nicht wirklich die anderen, die einen womöglich auch nur für einen begrenzten Abschnitt des Lebens begleiten.
 
Ich würde sagen, dass ganz allgemein manche Dinge richtiger erscheinen als andere. Ob man das dann auch tut?

Das Richtige zu tun, ist nicht immer einfach, mag sogar eines ganzen Lebens bedürfen, aber es ergibt für gewöhnlich einen Sinn.
 
Dazu fällt mir was ein:

Ja, das ist genau das, was ich gemeint hab! Ist echt ein riesengroßes Manko in der Gesellschaft, find ich..

Allerdings glaub ich nicht, dass, wenn sich der Kapitalismus der emotionalen Bedürfnisse annehmen würde (so wie er sagt), dass die dann dadurch befriedigt werden würden..
Solche Bedürfnisse erfüllen ist ja nicht einfach, und wenn es dann im Grunde eigentlich gar nicht mal darum geht sondern eigentlich nur um Gewinnmaximierung, glaub ich nicht, dass das funktionieren würde..
 
was soll dazwischen sein ?
Das, was da als Demut beschrieben wird, verstehe ich eigentlich unter dem 'dazwischen' - also sich weder größer noch kleiner machen als man ist..
Mit Demut assoziiere ich eigentlich mehr das, was da unter Herkunft des Wortes Demut steht:
Herkunft:
Der Begriff stammt vom althochdeutschen thiomuoti ab, was „dienstwillig“ bedeutet und eine Abstraktbildung zu þewa- („Sklave, Knecht“) ist.
Ist halt mein Zugang..
Im Duden steht das so:
"in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit"
Aber diese Ergebenheit schließt ja quasi aus, dass man die Gegebenheiten vielleicht auch ändern können wollte (statt sie einfach hinzunehmen) und dass man sich überlegt, ob sie wirklich notwendig sind..
 
Ja ,ich denke auch das Du da ein falsches Verständnis von Demut hast , das Gegenteil der Demut ist der Hochmut.

Das ist das was der Mensch macht, er ändert die Gegebenheiten, begradigt die Flüsse , rottet die Tiere und Pflanzen aus und versklavt andere Menschen , was im Grunde bedeutet , der Frieden wird nicht gewahrt.
Der Sinn des Lebens wird dann nicht der Friede sein und die Nachhaltigkeit , sondern der Krieg und die Zerstörung, die Täuschung , die Lüge und das Nichthalten von Versprechen.
Oft kommt dazu dann noch die Machtgeilheit und die Geldgier.

in der Demut ist nicht die Religion begründet , sondern das Verständnis dessen was ist.

Um zu verstehen, muss man aber erkennen, wenn der Mensch also etwas ändert , ist es mit Hochmut etwas negatives - für den Menschen selbst , wie für alle anderen Lebewesen, denn er ist das Gesetz das Maß aller Dinge .

Geschieht es in Demut - so versucht der Mensch sich in das Gefüge einzuleben , dass er vorfindet.

Beispiel- etliche Naturvölker leben seit tausenden von Jahren - ohne die Natur auszurotten oder ihr nachhaltig zu schaden.
Das ging lange gut - bis das System der Habgier und der Profitgier den Menschen die Einstellung diktierte sich daran anpassen zu müssen.
Also die Gesetze dieses von Menschen künstlich erschaffenen Systems zu respektieren.

Anstatt den gegebenen Regeln der Natur zu folgen.

Hier kommt für mich die Religion ins Spiel. Nach der Bibel ist es bspw. so, dass eine Natur in der kein Frieden herrscht, sondern der stärkere den Schwächeren frisst eigentlich für den Menschen nicht angedacht war.
Hätte der Mensch im Garten Eden nicht den Sündenfall begangen, so würde er dort noch leben.
Sein Leben wäre ewig und friedlich .

Für mich ist das eine tolle Vorstellung, viel besser als ständiger Krieg und Kampf ums Überleben der immer im Tode endet.

Von daher , wenn die Löwen Gras fressen und mit meinen Kindern spielen, ich kein Schloss mehr auf meiner Türe brauche , die Anleitung vom Chef ( Schöpfer ) klar ist und ich durch Pflanzen und Blätter die Heilung erfahre . die ich als Mensch brauche, dann der Tod abgeschafft wird , ist das für mich eine gute Vorstellung, denn sie schadet keinem.

Wenn aber die Selbstbestimmung des Menschen, die Gegebenheiten nicht achtet endet sie in hochmütiger Zerstörung dessen , was der Mensch wahrscheinlich gut gebrauchen könnte .

Keiner muss einem Hai die Flossen abschneiden, damit der im Meer verreckt .
Aber es wird gerne praktiziert , weil so ne Flosse viel Geld bringt.
Das ist nur ein Beispiel einer Tierart.

Es zeigt aber die Hochmütigkeit und nicht die Demut, in der es wie gesagt erst einmal gar nicht um Religion oder Glauben geht, sondern darum das Wasser nicht zu vergiften, die Luft nicht zu vergiften , die Erde nicht zu verdrecken.
Der Mensch erfindet Grenzen , warum - weil er denkt, ein Schloss auf der Türe zu brauchen.

Aber als Mensch muss man da nicht mit machen, man kann sich davon abgrenzen und eine demütige Haltung einnehmen und das ist eben nicht blinder Gehorsam, wie bspw. in den ganzen Kirchen und Religionsorganisationen, die ebenso zerstörerisch sind , weil sie demselben System der Habgier und Zerstörung folgen wollen , anstatt es nicht zu tun.

Eigentlich ganz einfach - na und da liegt es nahe , das Demut zu verteufeln sei und die Liebe und der Friede als langweilig betitelt werden, na und ich denke , wenn das System den Menschen in der Religion belügt, warum sollte es in der Politik oder im "Bestimmungsrecht" des Systems selbst anders sein.....
Fazit - der Mensch ist hochmütig - Demut stünde ihm besser, denke ich.
 

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