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Bringen Zielvereinbarungen im Job etwas?

In meinem Bereich würde ich Zielvereinbarungen gut heißen.

Wenn: es denn nicht ständige Erweiterungen der Erfassung in Systemen gäbe; der Bürokratie geschuldet.
Zielerfassungen zu vereinbaren bringt es nicht, wenn Personalmangel vorherrscht, somit die Ziele der vergangenen Zeit schon dadurch nicht erreicht werden können aber dennoch so getan wird, als hätte man dasselbe Arbeitsvolumen bei gleichem Personalstand.
**********
Aber gut - grad heute habe ich bemängelt, warum ich keine neuen Vorgänge bekomme.
Antwort:
Es wären zu viele Rückläufer zu erwarten - sprich: Erledigungen begonnener Vorgänge, die mich absehbar überlasten würden.
Ich verstehe es nicht und sehe "uns" als Team.
Was ich weg bekomme kann ich machen, was zu viel ist bleibt eben liegen.

Wo bitte ist das Problem, wenn meine Kollegen oder ich uns einig sind, Vorgänge ab zu arbeiten, jeder Zugriff auf alles hat also tun kann was nötig ist - aber nach Ansicht der Vorgesetzten begonnene Vorgänge ausschließlich dem beginnenden Bearbeiter zu zu ordnen sind?

Das war früher anders - und lief.

Heut hab ich Pause, darf nicht....und das stresst mich, weil ich nämlich nicht einschlafen darf, und empfinde sowas als Folter.
Echt jetzt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich stimme @Pfefferminzdrops in ihren Beiträgen zu.
Zielvereinbarungen können eine sehr gute Sache sein, wenn man sowas vernünftig macht. Beispiel aus meinem eigenen Bereich: Es gibt übergeordnete Unternehmensziele. Diese werden heruntergebrochen. Heißt mein Chef bekommt von seinem Chef Ziele, die in die übergeordneten Unternehmensziele einzahlen. Mein Chef bricht sie wieder auf mich runter und ich auf mein Team. Das sind rein unternehmerische Ziele. Zusätzlich lege ich gemeinsam mit jedem eigenen Teammitglied persönliche Ziele fest. Ein Mitarbeiter von mir hat beispielsweise sehr große Probleme damit vor anderen eine Präsentation zu halten, obwohl er fachlich sehr gut ist. Diese "Schwäche" haben wir in einem gemeinsamen Gespräch besprochen und uns auf ein Ziel geeinigt: Mein Mitarbeiter hat als Ziel bekommen an einem Training teilzunehmen, das ich ihm ermögliche. Außerdem haben wir vereinbart, dass er - quasi als Training - pro Quartal eine Präsentation in einem bestimmten Kreis (in dem er sich wohlfühlt) hält. Hier geht es also darum eine persönliche "Schwachstelle" zu verbessern. Allerdings mit der entsprechenden Unterstützung von mir. Denn ich bin der Meinung, dass ich als Vorgesetzter eben nicht nur sage was gemacht wird, sondern auch für die Entwicklung meiner Mitarbeiter verantwortlich bin. So viel aber nur am Rande.
Bei der TE scheint das ein wenig anders zu liegen. Hier geht es, wenn ich es richtig verstanden habe, nicht um eine Zielvereinbarung, sondern um ein "Zieldiktat". So frei nach dem Motto: Ich gebe ihr jetzt ein Ziel, damit ich was gegen sie in der Hand habe, falls ich es mal brauche. Und dann Attacke!
Fehler, die mehrere Jahre zurück liegen und nicht mehr vorgekommen sind, haben in einem Entwicklungs- oder Zielvereinbarungsgespräch nichts verloren. Bei dem Gespräch würde ich an Deiner Stelle, TE, klar ansprechen, wie Dein Chef Dich denn bei der Erreichung unterstützen kann. Und zwar vernünftig. Warum er bei einer Hospitation dabei sein will, erschließt sich mir nicht. Zieht sich das durch alle Etagen bei euch durch? Oder hast Du das Pech seinen, sagen wir mal, speziellen Chef zu haben?
 
Kollegiale Hospitation, der Chef persönlich spioniert auch mit herum, Fortbildung. Ergo: Deine Fehler werden dokumentiert, es gibt Zeugen. Der Chef tritt als Hauptbelastungszeuge auf. Damit du nicht entrinnen kannst, wird die Kontrollmassnahme als Zielvereinbarung getarnt.

Fortbildung steht in diesem Zusammenhang für bereits feststehende Defizite, die behoben werden sollen. Die Zielvereinbarung sagt also aus, daß die Defizite in der Arbeit bereits vorhanden sind. Die Hospitationen sollen dann belegen, daß sich (trotz Fortbildung) nichts geändert hat.

Ich würde dem Chef sagen, das in der Vereinbarung keine Ziele stehen, sondern Maßnahmen. Und eine Kopie der Vereinbarung an den Personal/Betriebsrat. Du möchtest dich bereits jetzt absichern, wenn Infolge der Vereinbarung gegen dich vorgegangen wird. Vielmehr kann man auch "zur Kenntnis genommen" unter so ein Pamphlet schreiben.

Der Chef muss verstehen, daß er mit der Vereinbarung mehr Probleme bekommt, als er löst.
 
Die Fehler lagen 8, 6 Jahre zurück und werden immer wieder thematisiert

Es klingt einfach nur demotivierend. Fehler abstellen ist doch nichts für eine zielvereinbarung. Aber wenn du nicht konkret wirst, kann man nicht viel dazu sagen.
Es geht um die Korrektur einer Jahre zurück liegenden Arbeit. Ich habe ein zu großzügiges Raster verwendet. Die Kids kamen also zu gut weg. Das eigentliche Problem war, dass ich den Sohn einer Kollegin hatte, die in der Chefetage oben drüber anriefen und forderten, dass die Arbeit gelten sollte. Deshalb sollte dann die Wertung gelten, obwohl der Chef es nicht wollte und neu shcreiben lassen wollte. Seitdem kommt immer wieder dieses Thema auf. Ununterbrüchen in jedem Personalgespräch.
Ich habe seitdem einmal eine Arbeit in einem ganz anderen Fach zu gut bewertet, weil ich einem Kind mit persönlichen Problemen keine 6 geben wollte. Ich musste es vom Chef aus abändern, das KInd hat die schlechtere Note bekommen.
Und seitdem muss ich meine Arbeiten im Vorfeld abgeben, ich musste meine Noten zeigen, etc.
Verallgemeinernd sagt er, dass ich immer Fehler bei der Korrektur geben würde. Das stimmt natürlich nicht, ich mache sehr viele Noten aus verschiedensten Bereichen.
Zuletzt wurde ich zum Gespräch zitiert mit zweitem Chef dabei. Er möchte nicht mehr mit mir allein reden, nachdem ich gesagt hatte, dass er sich mir gegenüber im Ton vergriffen habe und die Beleidigung gerade noch verschluckt habe.
Da ging es um die Bewertung einer Aufgabe, die in einer Vertretungsstunde stattgefunden hat. Der Kollege hat den Schülern aber keine Tablets für die Recherche ausgegeben, was vorgesehen war. Der Chef war mir unprofessionnelles Verhalten vor, ich würde nie korrekt arbeiten und ich würde immer wieder dasselbe machen. Das stimmt aus meiner Sicht so nicht und ich habe widersprochen. Er unterstellte mir, dass ich in allen Gruppen desselben Fachs dieselben Aufgaben machen würde, was natürlich nicht stimmt. Ich gebe mir viel Mühe, Aufgaben zu erstellen, Materialien zu recherchieren, außerschulische Tätigekiten zur Verteifung zu unternehmen. Deshalb gab es Streit, ich fühlte mich auch bedroht, weil er mit geballten Fäusten vor mir stand zuletzt. Zuvor versuchte er noch den ÖPR auf seine Seite zu ziehen. Die Kollegin hielt sich raus.
 
Ohne auf das eigentliche Thema dieses Threads einzugehen, würde ich dir raten: such dir einen anderen Job. Da gibt es zu viel Gemauschel und zu wenig Zusammenarbeit. Alternativ, wenn du es dir zutraust, mal richtig sauer und laut zu werden. Kann natürlich zur Kündigung führen, wäre mir persönlich aber bei so einem Arbeitsverhältnis egal. Das ist unterste Schublade.
Arbeit darf durchaus Spass machen. Dafür braucht es aber auch ein gutes und wertschätzendes Umfeld.
 
Ist das eine staatliche Schule in Deutschland? Wenn ja, kann der Chef soviel erzählen wie er will, er wird damit nicht durchkommen. Das wird notfalls beim Arbeitsgericht oder beamtenrechtlich abgebügelt.

Beim Erstellen von Tests und deren Bewertung geht es ja um den Kern deiner Arbeit. Wenn da sie Sicht herrscht, du kannst das nicht, ist eigentlich alles gesagt. Die sollen ihr Ding machen, und du machst deines, Ende der Durchsage.
 
Ohne auf das eigentliche Thema dieses Threads einzugehen, würde ich dir raten: such dir einen anderen Job. Da gibt es zu viel Gemauschel und zu wenig Zusammenarbeit. Alternativ, wenn du es dir zutraust, mal richtig sauer und laut zu werden. Kann natürlich zur Kündigung führen, wäre mir persönlich aber bei so einem Arbeitsverhältnis egal. Das ist unterste Schublade.
Arbeit darf durchaus Spass machen. Dafür braucht es aber auch ein gutes und wertschätzendes Umfeld.
Laut geworden bin ich ja. Geholfen hat es nicht wirklich, vielleicht hat er auch drauf spekuliert, dass vor Zeugen was fällt, was er verwerten kann.
Ich habe halt Ehrenämter angenommen, für die ich eine Zusatzausbildung/-qualifikation gemacht habe. in der Schule werde ich nie davon überzeugen können, dass ich meinen Job ganz gut mache. Meistens jedenfalls. Aber wenn man sich das anhört, denkt man, es wäre nicht so.
Ohne ÖPR gehe ich in kein Personalgespräch mehr und ansonsten mache ich mein Ding und gehe dem aus dem WEg. ER wird alles, was e rmitbekommt, sofort verwerten.
 
Ist das eine staatliche Schule in Deutschland? Wenn ja, kann der Chef soviel erzählen wie er will, er wird damit nicht durchkommen. Das wird notfalls beim Arbeitsgericht oder beamtenrechtlich abgebügelt.

Beim Erstellen von Tests und deren Bewertung geht es ja um den Kern deiner Arbeit. Wenn da sie Sicht herrscht, du kannst das nicht, ist eigentlich alles gesagt. Die sollen ihr Ding machen, und du machst deines, Ende der Durchsage.
Es ist eine staatliche Schule und ich verbeamtet auf Lebenszeit und seit Ewigkeiten im Schuldienst.
Er hat damit gedroht, es vor den Chef in der Etage drüber zu bringen (dass Arbeiten zu großzügig bewertet wurden).
 
Er hat damit gedroht, es vor den Chef in der Etage drüber zu bringen (dass Arbeiten zu großzügig bewertet wurden).
Angeblich falsch korrigierte Arbeiten oder mangelnde Sorgfalt bei der Erstellung von Tests sind bestimmt kein Grund, beamtenrechtlich gegen dich vorzugehen. Bei Beamten gibt es nur Diziplinarmassnahmen, und die sind eher grobschlächtig gehalten. Da muss schon ganz erheblich was schief laufen, damit das überhaupt greift. Und da müssen die Dinge wirklich nachgewiesen werden. Schlechte Arbeitsmoral etc. ist völlig irrelevant.

Dann soll der Chef doch zum höheren Chef gehen. Als Beamter würde ich gleich sagen, das ich das erst mit meinem Anwalt besprechen muss.
 

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