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Hochsensibel und Probleme im Job

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135524
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Gelöscht 135524

Gast
Servus zusammen!

Bin neu hier und auf der Suche nach Hilfe und Gleichgesinnten.

Ich habe momentan ziemliche Probleme in meinem Job. Ich arbeite nun schon seit 4,5 Jahren in meinem aktuellen Unternehmen. Bis 2026 war eigentlich alles soweit gut und mochte auch meinen Job. Ich hab mich selber hochgearbeitet und genieße auch ein gewisses "Ansehen" in gewisser Richtung durch meine Leistungen. Allerdings hat sich seit 2026 nun immer mehr eine Sache eingebürgert, die nicht nur lokal begrenzt ist.

Ich bin hochsensibel. Das bedeutet, dass ich viele Reize ungefiltert und feiner wahrnehme. Das ist Fluch und Segen zugleich. Allerdings ist es in der modernen Arbeitswelt nach wie vor immer noch ein großer Fluch, da wir HSP von vielen Menschen umgeben sind, die sowas als Spinnerei abtun. Mein Problem hier ist, dass es einige Kolleginnen und Kollegen gibt, die sich mit Parfüm regelrecht zukleistern. Außerdem nutzen sie Parfüms oder Deos, sie extrem chemisch riechen - so wie dieses blaue Schlumpfeis z.B. schmeckt. Es ist Synthetik pur. Ich führe hier gerade einen Kampf, der mich ziemlich auslaugt. Ich muss mich jeden Tag mit FFP2-Maske hinsetzen, damit ich einigermaßen konzentriert arbeiten kann, da es ein Angriff auf mein Nervensystem ist. Die Maske filtert zumindest den Gestank weg.

Meine Chefs wissen davon und stellen mich mehr oder minder als "Spinner" hin, obwohl ich ihnen ein Attest von meinem Neurologen geliefert habe. Der nächste Schritt ist nun der Betriebsarzt. Die Sache ist nur: Mein nächster Chef kennt meine Problematik und knallt sich nach wie vor mit seinem widerlich süßlich stinkenden Moschusparfüm zu, obwohl ich ihnen erklärt hatte, was dieser synthetische Mist anstellt. Hier zu lüften ist wie ein Tropfen auf einem heißen Stein, da sich der Mist nicht so einfach weglüften lässt.

Die Crux an dem ganzen ist auch: Ich arbeite eigentlich für einen sozialen Arbeitgeber, der nicht nur behinderten Menschen die Kommunikation ermöglicht, sondern auch selber Behinderte anstellt. Allerdings wird hier mit zweierlei Maß gemessen, da man hier nur körperliche Behinderungen, sowie z.B. Aphasie, MS, ALS und Autismus kennt. Andere "Behinderungen" kennen sie nicht und wollen auch nicht verstehen, dass es solche Menschen gibt. Ich kann verstehen, dass sie Überfordert sind, weil sie noch nie sowas wie mich hatten, aber man sieht auch keine Besserung. Die Gespräche mit den Kollegen haben nicht gefruchtet und wenn der Chef auch noch so führungsunfähig ist und sich auch nach wie vor mit Stinkwasser zuknallt, dann kann da nichts draus werden.

Der Betriebsarzt wäre jetzt meine Jokerkarte. Ansonsten gibt es noch das ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) bzw. das Integrationsamt. Man hat schon so angedeutet, dass man nach dem Betriebsarzttermin schauen muss, wie unser Arbeitsverhältnis dann so weitergeht. Das hatte für mich so unterschwellig den faden Beigeschmack von Kündigung. Da ich selber aber schwerbehindert bin und einen Ausweis habe, genieße ich einen vorzüglichen Kündigungsschutz, da der Arbeitgeber dann erst mal am Integrationsamt vorbei muss und wenn das hört, was hier so abgeht, dann bekommt der Arbeitgeber ein riesen Problem! Allerdings wäre das Integrationsamt sowieso meine nächste Stelle, wenn der Betriebsarzt auch so inkompetent ist. Allerdings weiß ich nicht, an welche Stelle ich mich da am besten wenden kann. Einen anderen Platz haben sie auch nicht, wo sie mich hinsetzen könnten, würde aus meiner Sicht aber auch das Problem nur verlagern. In Großraumbüros zu arbeiten ist einfach S****!

Es ist irgendwie allgemein schwer, als HSP in der momentanen Welt zu überleben. Überall Lärm und Reizüberflutungen. Fast alle Leute knallen sich mit diesem Modescheißduftwässern zu und verpesten die ganze Umgebung damit. Dabei gibt es auch natürliche Düfte! Aber man nimmt halt auch keine Rücksicht auf die anderen, was auch so ein Punkt ist. Man fühlt sich extrem hilflos und alleine, weil es irgendwie niemanden gibt, der einen den Rücken stärkt oder sich für einen einsetzt. Ich bin auch drauf und dran den gelben Schein in Erwägung zu ziehen, aber solange ich den Termin beim Betriebsarzt noch nicht hatte, wäre das S****.
 
Es ist irgendwie allgemein schwer, als HSP in der momentanen Welt zu überleben.
Ja, es ist nicht einfach, wenn man hochsensitiv ist.
Deine Schilderungen gehen doch nur irgendwie deutlich darüber hinaus.

Ein Homeoffice Job wäre vermutlich das beste in deinem Fall.
Erwarten, dass die komplette Menschheit in deinem Umfeld sich ändert und an deine Besonderheit anpasst, geht auf jeden Fall gar nicht 🙂
 
Servus zusammen!

Bin neu hier und auf der Suche nach Hilfe und Gleichgesinnten.

Ich habe momentan ziemliche Probleme in meinem Job. Ich arbeite nun schon seit 4,5 Jahren in meinem aktuellen Unternehmen. Bis 2026 war eigentlich alles soweit gut und mochte auch meinen Job. Ich hab mich selber hochgearbeitet und genieße auch ein gewisses "Ansehen" in gewisser Richtung durch meine Leistungen. Allerdings hat sich seit 2026 nun immer mehr eine Sache eingebürgert, die nicht nur lokal begrenzt ist.

Ich bin hochsensibel. Das bedeutet, dass ich viele Reize ungefiltert und feiner wahrnehme. Das ist Fluch und Segen zugleich. Allerdings ist es in der modernen Arbeitswelt nach wie vor immer noch ein großer Fluch, da wir HSP von vielen Menschen umgeben sind, die sowas als Spinnerei abtun. Mein Problem hier ist, dass es einige Kolleginnen und Kollegen gibt, die sich mit Parfüm regelrecht zukleistern. Außerdem nutzen sie Parfüms oder Deos, sie extrem chemisch riechen - so wie dieses blaue Schlumpfeis z.B. schmeckt. Es ist Synthetik pur. Ich führe hier gerade einen Kampf, der mich ziemlich auslaugt. Ich muss mich jeden Tag mit FFP2-Maske hinsetzen, damit ich einigermaßen konzentriert arbeiten kann, da es ein Angriff auf mein Nervensystem ist. Die Maske filtert zumindest den Gestank weg.

Meine Chefs wissen davon und stellen mich mehr oder minder als "Spinner" hin, obwohl ich ihnen ein Attest von meinem Neurologen geliefert habe. Der nächste Schritt ist nun der Betriebsarzt. Die Sache ist nur: Mein nächster Chef kennt meine Problematik und knallt sich nach wie vor mit seinem widerlich süßlich stinkenden Moschusparfüm zu, obwohl ich ihnen erklärt hatte, was dieser synthetische Mist anstellt. Hier zu lüften ist wie ein Tropfen auf einem heißen Stein, da sich der Mist nicht so einfach weglüften lässt.

Die Crux an dem ganzen ist auch: Ich arbeite eigentlich für einen sozialen Arbeitgeber, der nicht nur behinderten Menschen die Kommunikation ermöglicht, sondern auch selber Behinderte anstellt. Allerdings wird hier mit zweierlei Maß gemessen, da man hier nur körperliche Behinderungen, sowie z.B. Aphasie, MS, ALS und Autismus kennt. Andere "Behinderungen" kennen sie nicht und wollen auch nicht verstehen, dass es solche Menschen gibt. Ich kann verstehen, dass sie Überfordert sind, weil sie noch nie sowas wie mich hatten, aber man sieht auch keine Besserung. Die Gespräche mit den Kollegen haben nicht gefruchtet und wenn der Chef auch noch so führungsunfähig ist und sich auch nach wie vor mit Stinkwasser zuknallt, dann kann da nichts draus werden.

Der Betriebsarzt wäre jetzt meine Jokerkarte. Ansonsten gibt es noch das ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) bzw. das Integrationsamt. Man hat schon so angedeutet, dass man nach dem Betriebsarzttermin schauen muss, wie unser Arbeitsverhältnis dann so weitergeht. Das hatte für mich so unterschwellig den faden Beigeschmack von Kündigung. Da ich selber aber schwerbehindert bin und einen Ausweis habe, genieße ich einen vorzüglichen Kündigungsschutz, da der Arbeitgeber dann erst mal am Integrationsamt vorbei muss und wenn das hört, was hier so abgeht, dann bekommt der Arbeitgeber ein riesen Problem! Allerdings wäre das Integrationsamt sowieso meine nächste Stelle, wenn der Betriebsarzt auch so inkompetent ist. Allerdings weiß ich nicht, an welche Stelle ich mich da am besten wenden kann. Einen anderen Platz haben sie auch nicht, wo sie mich hinsetzen könnten, würde aus meiner Sicht aber auch das Problem nur verlagern. In Großraumbüros zu arbeiten ist einfach S****!

Es ist irgendwie allgemein schwer, als HSP in der momentanen Welt zu überleben. Überall Lärm und Reizüberflutungen. Fast alle Leute knallen sich mit diesem Modescheißduftwässern zu und verpesten die ganze Umgebung damit. Dabei gibt es auch natürliche Düfte! Aber man nimmt halt auch keine Rücksicht auf die anderen, was auch so ein Punkt ist. Man fühlt sich extrem hilflos und alleine, weil es irgendwie niemanden gibt, der einen den Rücken stärkt oder sich für einen einsetzt. Ich bin auch drauf und dran den gelben Schein in Erwägung zu ziehen, aber solange ich den Termin beim Betriebsarzt noch nicht hatte, wäre das S****.

Geht es 'nur' um Gerüche, die dich ablenken und nicht mehr klar denken lassen?

Es gibt irgendein Zeugs (kenne den Namen gerade nicht), was z. B. in der Gerichtsmedizin verwendet wird. Das kann man sich an die Nasenlöcher schmieren. Mach dich schlau.
 
Vielleicht kannst du dir für das Büro einen Luftreiniger besorgen?
Damit es wenigstens an deinem Arbeitsplatz nicht stinkt?
Hier ist mal ein Beispiel, damit du weißt, was ich meine.
Es gibt sehr viele und unterschiedliche Geräte, die könntest du mal googeln.IMG_0297.jpeg
 
Da ich selber aber schwerbehindert bin und einen Ausweis habe, genieße ich einen vorzüglichen Kündigungsschutz, da der Arbeitgeber dann erst mal am Integrationsamt vorbei muss und wenn das hört, was hier so abgeht, dann bekommt der Arbeitgeber ein riesen Problem!

Wenn dein Arbeitgeber glaubhaft darlegen kann, dass er für dich keinen leidensgerechten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann, war es das mit dem vorzüglichen Kündigungsschutz.
 
Persönliche Hygiene bleibt jedem selbst überlassen. Wenn jemand argumentieren würde, dass er mein Moschus sch... findet und dann auch noch sich darüber aufregt, wie viel Chemie überall verwendet wird, damit man angenehm riecht, sorry, das geht zu weit.

Es ist klar, dass ein Großraumbüro für dich nicht geeignet ist, aber dann bitte um ein Einzelbüro oder frage, ob du homeoffice machen kannst. Alles andere ist übergriffig und wird dir noch schaden.
 
Es tut mir leid, aber auch ich finde deine Anforderung überzogen und kann verstehen, dass deine Kollegen und Chefs dir wenig entgegen kommen. (Und auch ich kann solche Gerüche nicht leiden und verstehe deinen Ekel und Frust!) Zumal deine Wünsche ins private gehen. Und wenn du das ähnlich aggressiv und deutlich gefordert hast, wie du es hier schilderst, dann find ich das ganz schön unsympathisch.

Ich kenne einen Autisten, der die Farbe gelb nicht ausstehen kann. Und nu? Sollen alle diese Farbe meiden?

Welche Lösungsstrategien gibt es denn:
- andere Arbeitszeiten?
- „Gegengerüche“ aufbauen? Kaffee, Tee usw. daneben stehen haben?
- Abstand?
- Maske ist doch schon mal was.
 
Tut mir leid, das zu lesen, und ich kann gewisse Punkte auch nachvollziehen, aber es ist halt so: Du kannst nicht erwarten dass Menschen was ein Parfüm anbelangt, für dich darauf verzichten, siehst du das auch oder? Es ist natürlich hart für dich, aber so doof es klingt, es ist für sie Lebensqualität.

Homeoffice wäre das eine Option?
 
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