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Bringen Zielvereinbarungen im Job etwas?

Kollegiale Hospitation, der Chef persönlich spioniert auch mit herum, Fortbildung. Ergo: Deine Fehler werden dokumentiert, es gibt Zeugen. Der Chef tritt als Hauptbelastungszeuge auf. Damit du nicht entrinnen kannst, wird die Kontrollmassnahme als Zielvereinbarung getarnt.

Fortbildung steht in diesem Zusammenhang für bereits feststehende Defizite, die behoben werden sollen. Die Zielvereinbarung sagt also aus, daß die Defizite in der Arbeit bereits vorhanden sind. Die Hospitationen sollen dann belegen, daß sich (trotz Fortbildung) nichts geändert hat.

Ich würde dem Chef sagen, das in der Vereinbarung keine Ziele stehen, sondern Maßnahmen. Und eine Kopie der Vereinbarung an den Personal/Betriebsrat. Du möchtest dich bereits jetzt absichern, wenn Infolge der Vereinbarung gegen dich vorgegangen wird. Vielmehr kann man auch "zur Kenntnis genommen" unter so ein Pamphlet schreiben.

Der Chef muss verstehen, daß er mit der Vereinbarung mehr Probleme bekommt, als er löst.
Ich habe einfach gesagt, dass ich nicht da bin, um mir noch mehr aufhalsen zu lassen und das auch noch zu unterschriebn, sondern mit ihm wegen seines Ausrasters reden wollte.
Ich wurde als Lügnerin hingestellt und Konrektor und ÖPR gaben ihm indirekt noch Recht. Ich habe nicht gelogen, nutzt mir aber herzlich wenig in diesem Zusammenhang.
Ich werde auch keine "Zielvereinbarung" mit ihm unterzeichnen, weil ich das genauso sehe, wie du. Der will schriftlich in Richtung arbeiten, wo er sich ans Ministerium wenden kann. Deshalb auch der Versuch mit dem angeblich gleichen Material in verschiedenen Klassenstufen.
Das stimmt nicht, dass dasselbe gemacht worden wäre, versucht es mir anzuhängen hat er trotzdem.
Einem Lehrer kann man über Leistungsmessung und Vorbereitung beikommen evtl. Genau das versucht er immer wieder.
 
Angeblich falsch korrigierte Arbeiten oder mangelnde Sorgfalt bei der Erstellung von Tests sind bestimmt kein Grund, beamtenrechtlich gegen dich vorzugehen. Bei Beamten gibt es nur Diziplinarmassnahmen, und die sind eher grobschlächtig gehalten. Da muss schon ganz erheblich was schief laufen, damit das überhaupt greift. Und da müssen die Dinge wirklich nachgewiesen werden. Schlechte Arbeitsmoral etc. ist völlig irrelevant.

Dann soll der Chef doch zum höheren Chef gehen. Als Beamter würde ich gleich sagen, das ich das erst mit meinem Anwalt besprechen muss.
Um die Erstellung der Tests ging es nicht, um zu großzügige Punkteverteilung bei der Korrektur in einigen wenigen Fällen.
 
Um die Erstellung der Tests ging es nicht, um zu großzügige Punkteverteilung bei der Korrektur in einigen wenigen Fällen.
Da müßten aber jedes Jahr 10 Lehrer aus jeder Schule an die Schulaufsicht gemeldet werden.

Zu behaupten das du in verschiedenen Klassenstufen die gleichen Arbeiten austeilst ist ja eher Verleumdung. So etwas macht bestimmt kein Lehrer der noch bei Verstand ist. Nur der Sportlehrer darf die 100m in Klasse 8 bis 10 immer wieder neu laufen lassen 😄
 
Es geht um die Korrektur einer Jahre zurück liegenden Arbeit. Ich habe ein zu großzügiges Raster verwendet. Die Kids kamen also zu gut weg. Das eigentliche Problem war, dass ich den Sohn einer Kollegin hatte, die in der Chefetage oben drüber anriefen und forderten, dass die Arbeit gelten sollte. Deshalb sollte dann die Wertung gelten, obwohl der Chef es nicht wollte und neu shcreiben lassen wollte. Seitdem kommt immer wieder dieses Thema auf. Ununterbrüchen in jedem Personalgespräch.
Ich habe seitdem einmal eine Arbeit in einem ganz anderen Fach zu gut bewertet, weil ich einem Kind mit persönlichen Problemen keine 6 geben wollte. Ich musste es vom Chef aus abändern, das KInd hat die schlechtere Note bekommen.
Und seitdem muss ich meine Arbeiten im Vorfeld abgeben, ich musste meine Noten zeigen, etc.
Verallgemeinernd sagt er, dass ich immer Fehler bei der Korrektur geben würde. Das stimmt natürlich nicht, ich mache sehr viele Noten aus verschiedensten Bereichen.
Zuletzt wurde ich zum Gespräch zitiert mit zweitem Chef dabei. Er möchte nicht mehr mit mir allein reden, nachdem ich gesagt hatte, dass er sich mir gegenüber im Ton vergriffen habe und die Beleidigung gerade noch verschluckt habe.
Da ging es um die Bewertung einer Aufgabe, die in einer Vertretungsstunde stattgefunden hat. Der Kollege hat den Schülern aber keine Tablets für die Recherche ausgegeben, was vorgesehen war. Der Chef war mir unprofessionnelles Verhalten vor, ich würde nie korrekt arbeiten und ich würde immer wieder dasselbe machen. Das stimmt aus meiner Sicht so nicht und ich habe widersprochen. Er unterstellte mir, dass ich in allen Gruppen desselben Fachs dieselben Aufgaben machen würde, was natürlich nicht stimmt. Ich gebe mir viel Mühe, Aufgaben zu erstellen, Materialien zu recherchieren, außerschulische Tätigekiten zur Verteifung zu unternehmen. Deshalb gab es Streit, ich fühlte mich auch bedroht, weil er mit geballten Fäusten vor mir stand zuletzt. Zuvor versuchte er noch den ÖPR auf seine Seite zu ziehen. Die Kollegin hielt sich raus.
Es klingt ja zum Teil fragwürdig mit deiner Benotung. Aber bei euch hakt es gewaltig in der Kommunikation.

Aggression, fast beleidigen hat im Job nichts zu suchen. Geh zum Personalrat und schildere das in Ruhe ohne Vorwürfe rein sachlich.
 
Lass dich lieber versetzen, mit dem Chef kommst du nicht aus. Die Zielvereinbarung ist sinnlos.
 
Das klingt nach Kinkerlitzchen und so, als habe der Chef eher ein persönliches Problem mit dir und sich jetzt zum Ziel gesetzt, dich von der Schule zu puffen.

Ich wusste bisher gar nicht, dass Lehrer ihrerseits immer noch einen weiteren Chef haben, dachte vielmehr, das sei die Schulleitung. Er ist dir also weisungsbefugt? Siehst du für euch hier eine Perspektive? Ich stelle mir das sehr unangenehm vor, da er dich auf dem Kieker zu haben scheint.

Den Plan mit der Zielvereinbarung finde ich daher auch völlig unpassend. Kannst du dich nicht einmal anwaltlich beraten lassen, damit du dich rechtssicher verhalten kannst?

Eine Arbeit zu gut bewertet zu haben dürfte beinahe jedem Lehrer passieren können. Daran finde ich nichts Verwerfliches, vor allem, wenn dir das im Nachgang selber aufgefallen ist und du jetzt kritischer handelst. Nicht ganz so locker sähe ich den Fall mit der Notengebung zur Vermeidung der 6 - menschlich spricht das ja für dich, aber hier kann ich am ehesten nachvollziehen, dass dein Chef das moniert hat.

Alles in allem rechtfertigt es aber nicht sein beinahe schon nachstellendes Verhalten, das ja auch dazu führt, dass du ständig in Hab-Acht-Stellung bist, um weitere Fehler zu vermeiden. Nicht selten passieren sie gerade dann umso häufiger. Angenehm ist eine solche Atmosphäre sicherlich auch nicht.

Fühlst du dich ansonsten in der Schule denn wohl? Ich würde versuchen, diesem Menschen so gut es eben geht aus dem Weg zu gehen. Gibt es außer von ihm noch von anderer (höherer) Seite die Forderung, dass du etwas aufsetzt und darin selber deine Fehler verschriftlichst? Solch ein Dokument würde er von mir nicht kriegen, da könnte er Purzelbäume schlagen. Und ich würde mich auch nicht kontrollieren lassen wie einen Berufsanfänger. Das würde ich aussitzen und wenn er es eskaliert dann an höherer Stelle dazu sachlich Stellung nehmen. Mein erster Gang wäre allerdings jetzt zu einer anwaltlichen Beratung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht um die Korrektur einer Jahre zurück liegenden Arbeit. Ich habe ein zu großzügiges Raster verwendet. Die Kids kamen also zu gut weg. Das eigentliche Problem war, dass ich den Sohn einer Kollegin hatte, die in der Chefetage oben drüber anriefen und forderten, dass die Arbeit gelten sollte. Deshalb sollte dann die Wertung gelten, obwohl der Chef es nicht wollte und neu shcreiben lassen wollte. Seitdem kommt immer wieder dieses Thema auf. Ununterbrüchen in jedem Personalgespräch.
Ich habe seitdem einmal eine Arbeit in einem ganz anderen Fach zu gut bewertet, weil ich einem Kind mit persönlichen Problemen keine 6 geben wollte. Ich musste es vom Chef aus abändern, das KInd hat die schlechtere Note bekommen.
Und seitdem muss ich meine Arbeiten im Vorfeld abgeben, ich musste meine Noten zeigen, etc.
Verallgemeinernd sagt er, dass ich immer Fehler bei der Korrektur geben würde. Das stimmt natürlich nicht, ich mache sehr viele Noten aus verschiedensten Bereichen.
Zuletzt wurde ich zum Gespräch zitiert mit zweitem Chef dabei. Er möchte nicht mehr mit mir allein reden, nachdem ich gesagt hatte, dass er sich mir gegenüber im Ton vergriffen habe und die Beleidigung gerade noch verschluckt habe.
Da ging es um die Bewertung einer Aufgabe, die in einer Vertretungsstunde stattgefunden hat. Der Kollege hat den Schülern aber keine Tablets für die Recherche ausgegeben, was vorgesehen war. Der Chef war mir unprofessionnelles Verhalten vor, ich würde nie korrekt arbeiten und ich würde immer wieder dasselbe machen. Das stimmt aus meiner Sicht so nicht und ich habe widersprochen. Er unterstellte mir, dass ich in allen Gruppen desselben Fachs dieselben Aufgaben machen würde, was natürlich nicht stimmt. Ich gebe mir viel Mühe, Aufgaben zu erstellen, Materialien zu recherchieren, außerschulische Tätigekiten zur Verteifung zu unternehmen. Deshalb gab es Streit, ich fühlte mich auch bedroht, weil er mit geballten Fäusten vor mir stand zuletzt. Zuvor versuchte er noch den ÖPR auf seine Seite zu ziehen. Die Kollegin hielt sich raus.
Bist Du Lehrerin? Was für eine Schulform ist das? Welche Chefs und Oberschefs sollen das sein? Fachbereichsleitung und Schulleitung?

Grundsätzlich sind Lehrende allein verantwortlich für den von ihnen erteilten Unterricht und ihre Notengebung. Ob eine Arbeit neu geschrieben werden soll, entscheidet die Klassenkonferenz und nicht ein Chef nach Belieben.

Hast Du eine Idee, warum Dein Chef sich so verhält?
 
Fehler von vor ein paar Jahren jetzt noch vorzuwerfen, wenn sonst nichts zu bemängeln wäre, finde ich lächerlich. Dann hat er ein persönliches Problem. Die Zielvereinbarung würde ich in Absprache mit dem Personalrat ablehnen.

Notengebung unterliegt normalerweise gewissen Grundlagen, aber ich erinnere mich auch an meine Schulzeit, als da auch etwas getrickst wurde. Blöd ist halt, wenn das dann rauskommt und solche Wellen schlägt.
 
Meine Fragen haben sich weitgehend beantwortet, ich hatte geschrieben, bevor ich zu Ende gelesen hatte. Soll man ja nicht machen 🙂

Was will er eigentlich von Dir? Alles, was er da aufzählt, lässt sich doch belegen. Es gibt einen Stundenplan, es gibt Erwartungshorizonte und es gibt Klassenbücher, es gibt Stoffverteilungspläne und Anrechnungsstunden ....

Verhält er sich anderen ggü. ähnlich?
 

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