AW: Borderline....
Manchmal fällt es mir leichter, mich dadurch mitzuteilen, indem ich mich hinsetze, meine momentanen Gefühle aufschreibe und sie in die Form eines Gedichtes fließen lasse....ich hoffe, ich gehe auch nicht auf den Keks damit😉🙂
Gefangene Seele
Von eigenen Mauern umgeben,
führt sie ihr eigenes Leben.
Kaum gibt es jemanden, der sie durchschaut,
als wäre sie aus Beton gebaut.
Sie kommt nicht mehr hinaus, kann kaum noch drin leben,
die Wände zu stark, mit spitzen Dornen umgeben.
Schreie werden nicht gehört,
vielleicht auch, weil es niemanden stört.
Niemand erkennt diese Mauer aus Glasbausteinen,
dabei muss man sie nur von ihrem Schmutz befreien,
den Schmutz, den sie als Last hat zu tragen,
doch durch die Steine kann man niemanden um Hilfe fragen.
Jemand erkennt sie und will zu ihr hin,
bemerkt, da steckt noch Leben drin.
So dringt er in ihre Seele ein,
durchschaut die Mauer aus Glasbaustein.
Überflogen vom Glück, auf Händen getragen,
die das Glas lassen funkeln in Regenbogenfarben.
Plötzlich scheint alles überschallschnell,
das Glas gesprengt in Scherben, alles plötzlich ganz grell.
Geblendet vom Licht,
versucht sie zu halten, was zerbricht,
sitzt nun in einem Berg von Scherben,
Glücksgefühle liegen im sterben.
Trotzdem gibt sie nicht auf, gründet neues Gemäuer aus Stahl und Betonwand auf.
Diese ist größer und stärker,
einsam sitzt sie nun im eigenen Kerker.
Jetzt sieht niemand mehr durch diese Mauer hinein,
und trägt schweren Schmutz in ihre Seele herein.
Kümmerlich erträgt sie ihre graue Welt,
von einer Festung umgeben, die nicht mehr zerfällt.
Aus der Dunkelheit wird sie niemand befreien,
nur sie selbst hört ihr dröhnendes Schreien.
Doch dann geschieht, was sie nicht hat geglaubt,
er hat sie um ihre Befangenheit beraubt.
Sanft hat er sie ihr genommen,
und dabei ihr Herz für sich gewonnen.
Der, der ihr die Freiheit schenkte,
und dabei die Mauer im Treibsand versenkte.
Die Zeit hat ihre Seele vom Staube befreit,
und die Wunden sind fast völlig geheilt.
Doch noch immer bleibt ein Rest,
der sie nie voll aufblühen lässt.
heute führt sie ein normales Leben,
wird jedem ein bisschen Fröhlichkeit geben.
Und legt sie den Sand auf ein feines Sieb,
so sieht sie, das von der Mauer kaum noch etwas übrig blieb.