Tyra
Sehr aktives Mitglied
AW: Borderline....
Hallo,
tja diese dunklen Novembertage...ich mache es dann so dass ich sie mir ausleuchte mit schönen Tätigkeiten...sinnvollen Beschäftigungen...gemütlich lesen, Teestunde, Sofakuscheln mit Freund, Freunde besuchen und gute Gespräche führen etc. Einfache, schlichte Dinge...sich an kleinen Dingen erfreun..sich verbieten zu dunkel ab zu driften...Bei Depressionserkrankung natürlich nicht leicht möglich..da hilft dann nur eine gezielte Therapie...zunächst und dann im stabilen Zustand Denktraining..positives Denken, Körpertraining + Aktivierung körpereigener Glückshormone die das Gehirn stabil halten etc...
Jede Jahreszeit hat immer auch ihre schönen Seiten...man muss aus allem das Beste machen.
Wenn dir einsame Abende zu schaffen machen, sorge dafür an einigen Abenden unter die Leute zu kommen..mach Kurse oder geh in ne Selbsthilfegruppe etc.
Ich würde dir raten zu versuchen vor Ort so peu a peu einige Sozialkontakte auf zu bauen..denn ich bin eher der Meinung dass Internet oft mehr isoliert als hilft..insbesondere wenn man psychische Grundprobleme hat und das Problem sich ab zu isolieren besteht. Als Zusatz ist Internet ggf eine zeitlang ganz gut, aber vermeide es darüberhin das wahre Leben, echte Beziehungen zu vernachlässigen.
Klare Zielsetzungen..z.b zu lernen sich eigenständig auf zu raffen, zu sublimieren (sich ne Grenze in Sachen Niedergeschlagenheit zu setzen) und zu wissen wie man sich gute Laune verschafft wäre wichtig.
Noch wichtig: nicht über die Krankheit identifizieren...Borderline ist nur eine Störung die behandelbar ist und in den Griff zu kriegen.
Bist du in psychologischer Beratung und arbeitet ihr daran?
Notfallkoffer hilft schon viel, reicht natürlich nicht...ich denke um stabil zu werden braucht es einen ganzheitlichen Ansatz...Gute Tagesstruktur, klare Ziele haben/aufbauen, viel Bewegung ...egal wies Wetter ist..raus, raus, raus...die Nüstern in den Sturm halten und auf den fernen Horizont blicken...raus aufs Land etc. Regelmäßige Seelenhygiene...also in Verhaltenstherapie gucken wo die Blockade liegt...alten Seelenmist raus und mal frische Luft und neue Gedanken rein blasen....von nix kommt da nix...um eine gesunde Seele/Psyche muss man sich kümmern wie um nen kranken, blinden Dackel..ständig pflegen....drauf acht geben damit der nicht ständig vorn Schrank läuft etc.
Ich fand deinen ersten Beitrag beeindruckend und gut..dort schilderst du sehr gut deine Ängste ....aber ein wenig zu negativ gedacht an einigen Punkten. Denn du bist ja entwicklungs- und lernfähig. Du solltest nie denken: kein Trost oder keine Antwort und der größte Trick bei der Sache ist dass du anfängst zu denken: ich kann mir den Trost den ich brauche selbst spenden...und oft muss man sich auch nicht trösten sondern einiges schlicht akzeptieren und aushalten und falls man Belastendes erlebt hat, verarbeiten und dann neu anfangen...wer ständig nur rückwärts in die Vergangenheit gerichtet lebt der verpasst Gegenwart und Zukunft.
Alle Menschen haben Ängste..sie sind wichtig...Warner und Mahner...begleiten uns ein Leben lang und daher will der richtige Umgang mit ihnen erst einmal erlernt sein. Mit der Angst ist es ein wenig wie beim Reiten...man muss immer wieder Acht geben dass sie nicht mit einem durchgeht, sondern man ausreichende Kontrolle behält..apropos Reiten = ne exzellente Angsttherapie..baut Selbstbewusstsein auf, gut für die Selbstbeobachtung! MACHEN!
Ich habe immer sehr hart an meinem Selbstbewusstsein gearbeitet...das hat sehr geholfen. Aufgrund von Gewalterfahrungen in der Kindheit hatte ich zunächst auch Angst vor allem...Nähe, dem Leben...ich erinnere mich gut daran und wie ich in der Jugend anfing dagegen an zu gehn (intuitiv mit Sport, Reiten, Kunst, gucken wer ich bin, was ich kann etc.)...eine aufregende Zeit...ich empfand es als Abenteuer und es gab immense Kraft einige Ängste zu besiegen (durch Konfrontation z.B...) Der Wunsch nach Nähe und Liebe war übergroß und daher wagte ich den Schritt nach vorne...mir bliebt ja nix anderes übrig, manchmal muss man halt nach vorne springen..egal wieviel Schiss man auch davor hat.
Du bist eine erwachsene Frau mit einer an sich erwachsenen Seele die auf Befreiung wartet...darauf wartet, dass du das Kind der Vergangenheit los läßt. Es hieße nun Abschied nehmen von der Kindheit und Kinderseele..ohne Furcht dich dabei selbst zu verlieren. Zu lange schon hast du dich mit Kindlichkeit (und den dazu gehörigen Dingen wie Abhängigkeit etc.) identifiziert. Es sollten neue Dinge als Identitätsgrundlage gesucht und aufgebaut werden. Von dir als Architektin deines Lebens.
Welche Dinge könnten das sein? Beruf? Arbeit, Partnerschaft?
Tyra
betr Bild deiner Seele...du definierst dich schwach und zerbrechlich...nicht so gut...an sich ist die Seele sone Art Gummiball...so stelle ich mir meine Seele jedenfalls vor und es funktioniert. Ich bin davon überzeugt dass in jedem Menschen die zum Leben notwendige Stärke vorhanden ist..bei dir ggf derzeit noch verschüttet..buddel sie aus!
Betr. Therapie: du warst offenbar bei einem Psychiater (wegen der Pillen)? Nie Psychologen? An sich wäre eine Verhaltenstherapie schon sinnvoll.
Bei Depressionsanteilen und Suizidgefahr wäre Kombitherapie wichtig...Depressionen sind ein biochemisches Ungleichgewicht im Gehirn dass einem das Positivdenken erschwert oder ausschaltet...daher sind Medis manchmal zur Stabilisation wichtig.
Zu Therapien:
Therapie - Borderline Persönlichkeitsstörung, psychische Erkrankung - Geschichten, die das Leben schrieb
Borderline: Therapie und Heilung
Therapien bei Borderline-Syndrom
es geht ja an sich darum nicht immer nur end of pipe also wenn du wieder akut wirst Behandlung zu zu lassen, sondern darum wie du dauerhaft stabil wirst und die Störung nicht mehr akut wird, ggf für immer verschwindet. Also aktive Prävention. Ich denke damit kann es ganz gut gehn und die Lebensqualität stark verbessert werden...ich drücke die Daumen dass du es schaffst!
Hallo,
tja diese dunklen Novembertage...ich mache es dann so dass ich sie mir ausleuchte mit schönen Tätigkeiten...sinnvollen Beschäftigungen...gemütlich lesen, Teestunde, Sofakuscheln mit Freund, Freunde besuchen und gute Gespräche führen etc. Einfache, schlichte Dinge...sich an kleinen Dingen erfreun..sich verbieten zu dunkel ab zu driften...Bei Depressionserkrankung natürlich nicht leicht möglich..da hilft dann nur eine gezielte Therapie...zunächst und dann im stabilen Zustand Denktraining..positives Denken, Körpertraining + Aktivierung körpereigener Glückshormone die das Gehirn stabil halten etc...
Jede Jahreszeit hat immer auch ihre schönen Seiten...man muss aus allem das Beste machen.
Wenn dir einsame Abende zu schaffen machen, sorge dafür an einigen Abenden unter die Leute zu kommen..mach Kurse oder geh in ne Selbsthilfegruppe etc.
Ich würde dir raten zu versuchen vor Ort so peu a peu einige Sozialkontakte auf zu bauen..denn ich bin eher der Meinung dass Internet oft mehr isoliert als hilft..insbesondere wenn man psychische Grundprobleme hat und das Problem sich ab zu isolieren besteht. Als Zusatz ist Internet ggf eine zeitlang ganz gut, aber vermeide es darüberhin das wahre Leben, echte Beziehungen zu vernachlässigen.
Klare Zielsetzungen..z.b zu lernen sich eigenständig auf zu raffen, zu sublimieren (sich ne Grenze in Sachen Niedergeschlagenheit zu setzen) und zu wissen wie man sich gute Laune verschafft wäre wichtig.
Noch wichtig: nicht über die Krankheit identifizieren...Borderline ist nur eine Störung die behandelbar ist und in den Griff zu kriegen.
Bist du in psychologischer Beratung und arbeitet ihr daran?
Notfallkoffer hilft schon viel, reicht natürlich nicht...ich denke um stabil zu werden braucht es einen ganzheitlichen Ansatz...Gute Tagesstruktur, klare Ziele haben/aufbauen, viel Bewegung ...egal wies Wetter ist..raus, raus, raus...die Nüstern in den Sturm halten und auf den fernen Horizont blicken...raus aufs Land etc. Regelmäßige Seelenhygiene...also in Verhaltenstherapie gucken wo die Blockade liegt...alten Seelenmist raus und mal frische Luft und neue Gedanken rein blasen....von nix kommt da nix...um eine gesunde Seele/Psyche muss man sich kümmern wie um nen kranken, blinden Dackel..ständig pflegen....drauf acht geben damit der nicht ständig vorn Schrank läuft etc.
Ich fand deinen ersten Beitrag beeindruckend und gut..dort schilderst du sehr gut deine Ängste ....aber ein wenig zu negativ gedacht an einigen Punkten. Denn du bist ja entwicklungs- und lernfähig. Du solltest nie denken: kein Trost oder keine Antwort und der größte Trick bei der Sache ist dass du anfängst zu denken: ich kann mir den Trost den ich brauche selbst spenden...und oft muss man sich auch nicht trösten sondern einiges schlicht akzeptieren und aushalten und falls man Belastendes erlebt hat, verarbeiten und dann neu anfangen...wer ständig nur rückwärts in die Vergangenheit gerichtet lebt der verpasst Gegenwart und Zukunft.
Alle Menschen haben Ängste..sie sind wichtig...Warner und Mahner...begleiten uns ein Leben lang und daher will der richtige Umgang mit ihnen erst einmal erlernt sein. Mit der Angst ist es ein wenig wie beim Reiten...man muss immer wieder Acht geben dass sie nicht mit einem durchgeht, sondern man ausreichende Kontrolle behält..apropos Reiten = ne exzellente Angsttherapie..baut Selbstbewusstsein auf, gut für die Selbstbeobachtung! MACHEN!
Ich habe immer sehr hart an meinem Selbstbewusstsein gearbeitet...das hat sehr geholfen. Aufgrund von Gewalterfahrungen in der Kindheit hatte ich zunächst auch Angst vor allem...Nähe, dem Leben...ich erinnere mich gut daran und wie ich in der Jugend anfing dagegen an zu gehn (intuitiv mit Sport, Reiten, Kunst, gucken wer ich bin, was ich kann etc.)...eine aufregende Zeit...ich empfand es als Abenteuer und es gab immense Kraft einige Ängste zu besiegen (durch Konfrontation z.B...) Der Wunsch nach Nähe und Liebe war übergroß und daher wagte ich den Schritt nach vorne...mir bliebt ja nix anderes übrig, manchmal muss man halt nach vorne springen..egal wieviel Schiss man auch davor hat.
Du bist eine erwachsene Frau mit einer an sich erwachsenen Seele die auf Befreiung wartet...darauf wartet, dass du das Kind der Vergangenheit los läßt. Es hieße nun Abschied nehmen von der Kindheit und Kinderseele..ohne Furcht dich dabei selbst zu verlieren. Zu lange schon hast du dich mit Kindlichkeit (und den dazu gehörigen Dingen wie Abhängigkeit etc.) identifiziert. Es sollten neue Dinge als Identitätsgrundlage gesucht und aufgebaut werden. Von dir als Architektin deines Lebens.
Welche Dinge könnten das sein? Beruf? Arbeit, Partnerschaft?
Tyra
betr Bild deiner Seele...du definierst dich schwach und zerbrechlich...nicht so gut...an sich ist die Seele sone Art Gummiball...so stelle ich mir meine Seele jedenfalls vor und es funktioniert. Ich bin davon überzeugt dass in jedem Menschen die zum Leben notwendige Stärke vorhanden ist..bei dir ggf derzeit noch verschüttet..buddel sie aus!
Betr. Therapie: du warst offenbar bei einem Psychiater (wegen der Pillen)? Nie Psychologen? An sich wäre eine Verhaltenstherapie schon sinnvoll.
Bei Depressionsanteilen und Suizidgefahr wäre Kombitherapie wichtig...Depressionen sind ein biochemisches Ungleichgewicht im Gehirn dass einem das Positivdenken erschwert oder ausschaltet...daher sind Medis manchmal zur Stabilisation wichtig.
Zu Therapien:
Therapie - Borderline Persönlichkeitsstörung, psychische Erkrankung - Geschichten, die das Leben schrieb
Borderline: Therapie und Heilung
Therapien bei Borderline-Syndrom
es geht ja an sich darum nicht immer nur end of pipe also wenn du wieder akut wirst Behandlung zu zu lassen, sondern darum wie du dauerhaft stabil wirst und die Störung nicht mehr akut wird, ggf für immer verschwindet. Also aktive Prävention. Ich denke damit kann es ganz gut gehn und die Lebensqualität stark verbessert werden...ich drücke die Daumen dass du es schaffst!