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Binationale Ehe

Natürlich ist es respektlos in einer anderen Sprache zu sprechen und natürlich hätte man auch etwas türkisch lernen können.

Es sind aber schon auch härter Dinge gesagt worden,so ist das nicht .

Wenn du damit fertig wirst und das bist du ja immerhin schon sehr lange dann musst du diese Haltung hinnehmen und türkisch lernen,was man in dieser Zeit schon können müsste.

Meine Meinung habe ich dir gesagt,dieser Mann ändert sich nicht...es kann noch schlimmer werden....deine Entscheidung.
 
Na, nix und. Nur gequirlte braune S****.
Mucs nein.

Das einzige, wo Loretta nicht richtig lag, ist der Islamist was der Ehemann natürlich keiner ist.

Und dass der Glaube nicht gleich pseudo ist, wenn man nicht alle Regeln einhält.

Ansonsten ist er natürlich Rosinenpicker was den Islam betrifft.

Man merkt bei dir beim Lesen auch, dass bei euch wenig Humor herrscht und auch wenig vertrautes Miteinander.
 
Schwieriger Fall.
Ihr seid beide unzufrieden und enttäuscht von eurer Ehe und macht alles, was schief lief und läuft, dem anderen zum Vorwurf.
Er ist nichts "so ganz", kein echter Moslem, da er dauernd die Regeln eines Gläubigen bricht. Er ist aber auch kein wirklich integrierter Mann, da er sich nicht gegen seine Herkunftsfamilie behaupten kann und punktuell alles richtig machen will im religiösen Sinne.
Diese Kuh kriegt man nicht mehr vom Eis.
Ich würde ihn behalten, solange das jüngste Kind noch minderjährig ist und ihn dann loswerden.
Für ihn spricht, dass er dich weder zum Religionswechsel bekehren, noch die Kinder dem Islam zuführen wollte. Da hast du im Vergleich mit anderen Freuen noch Glück gehabt.
Wie ist euer soziales Leben so? Habt ihr Freunde? Gemeinsame Interessen?
Vermeide unnötigen Streit, springe nicht über jedes Stöckchen. Beobachte, ob er eventuell in einem "Was-wäre-wenn"-Film gefangen ist. Was wäre, wenn ich die Frau geheiratet hätte, die meine Eltern besser fänden? Was wäre, hätte ich meine Kinder zu stolzen Türken erzogen? Das kann mit den Jahren kommen. Leider bringen solche Gedanken absolut - nichts.
Zum Umgang mit deinem Geld hat er dir nicht reinzureden. Zeige ihm Grenzen, aber tu das freundlich. Du brauchst ihn noch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne zahlreiche 'binationale' Paare, weil ich beruflich in einem Umfeld unterwegs bin, wo viele Nationalitäten zusammen arbeiten und viele Menschen lernen ihre Partner ja bei der Arbeit kennen.

Jedoch ist es nach meiner Erfahrung, ob es langfristig passt, stark davon abhängig, dass die (insbesondere kulturell geprägten) Wertvorstellungen übereinstimmen. Eine andere Sprache kann man lernen und das sollte auch im eigenen Interesse liegen. Selbst wenn ich keinen Partner aus einem anderen Land habe, sondern lediglich regelmäßig meine Ferien in diesem Land verbringe, bemühe ich mich ja, zumindest ein paar Brocken zu lernen und damit Wertschätzung auszudrücken. Es tönt so, dass du dies in den letzten 20 Jahren nicht versucht hast.

Der Knackpunkt bei euch dürfte jedoch nicht in erster Linie die Sprache sondern die Kultur und die unterschiedlichen Wertvorstellungen sein. Dies unterscheidet euch von Paaren, die z. B. deutsch/französisch, deutsch/italienisch, deutsch/portugisisch, etc. sind.

Es liegt auf der Hand, dass sie sich eine Frau für ihn gewünscht haben, die eine Muslima ist und jungfräulich in die Ehe geht. Er hat sich damals darüber hinweg gesetzt und mit dir ein Kind bekommen und dich danach auch zu heiraten. Dennoch scheint ihr kein Team geworden zu sein und offen miteinander zu sprechen, welche Bedürfnisse ihr habt und nach welchen Werten ihr leben und eure Kinder erziehen möchtet.

Für dich schien klar zu sein, dass ihr in Deutschland lebt und dass du alles so machen möchtest, wie es in dieser Gesellschaft 'normal' ist und wie es deiner kulturellen Prägung entspricht. Er 'durfte' mit den Kindern auch türkisch sprechen. Aber seine kulturelle Prägung hast du nie wirklich ernst genommen, da er ja 'nicht so streng gläubig' schien und auch manchmal ein Bier trinkt, etc.

Aber so richtig gesprochen habt ihr nicht über seine Wertvorstellungen.

Tatsächlich hatte ich mal eine sehr nette Arbeitskollegin (Türkin), die auch selbst mit einem Türken verheiratet war und beide waren ein sehr modernes Paar, was in Deutschland gelebt, gearbeitet und sich gekleidet hat, wie Deutsche es tun. Dennoch hat selbst dieses Paar, was sich sehr einig war, wie sie ihr Leben gestalten wollen, teilweise entschieden eine Rolle zu spielen, um unangenehmen Diskussionen mit den Familien aus dem Weg zu gehen.

So haben sie der Familie bei Besuchen vorgespielt, dass sie ihn Zuhause umsorgt und er der Entscheider im Hause ist. Sie hat ihr normales Outfit gegen eines ausgetauscht, dass 'weniger provozierend' für die Familien ist und selbstverständlich wurde gemeinsam traditionell gekocht und auf Alkohol verzichtet. Sie waren immer froh, wenn die Gäste wieder weg waren und sie zurück in dieses Leben wechseln konnten, was sie für sich gewählt hatten.

Du hast scheinbar komplett unterschätzt, unter welchem Druck er steht betreffend seiner anerzogenen Werte und Kultur.

Ich sehe keine Möglichkeit, dass dies nun nach 2 Jahrzehnten noch ändert. Entweder du kannst dich arrangieren wie es ist oder du musst dich trennen, würde ich sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das erste was ich gemacht hätte, ich hätte Türkisch gelernt und hätte das nicht erzählt bzw. erst erzählt, wenn du mitbekommen hättest, was sie über dich sagen, da hätten sie auf Türkisch eine Antwort bekommen. Es ist unhöflich, wenn jemand die Sprache nicht kann, dann in der eigenen Sprache zu sprechen.

Man merkt doch gleich zu Anfang, ob man willkommen ist oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne zahlreiche 'binationale' Paare, weil ich beruflich in einem Umfeld unterwegs bin, wo viele Nationalitäten zusammen arbeiten und viele Menschen lernen ihre Partner ja bei der Arbeit kennen.

Jedoch ist es nach meiner Erfahrung, ob es langfristig passt, stark davon abhängig, dass die (insbesondere kulturell geprägten) Wertvorstellungen übereinstimmen. Eine andere Sprache kann man lernen und das sollte auch im eigenen Interesse liegen. Selbst wenn ich keinen Partner aus einem anderen Land habe, sondern lediglich regelmäßig meine Ferien in diesem Land verbringe, bemühe ich mich ja, zumindest ein paar Brocken zu lernen und damit Wertschätzung auszudrücken. Es tönt so, dass du dies in den letzten 20 Jahren nicht versucht hast.

Der Knackpunkt bei euch dürfte jedoch nicht in erster Linie die Sprache sondern die Kultur und die unterschiedlichen Wertvorstellungen sein. Dies unterscheidet euch von Paaren, die z. B. deutsch/französisch, deutsch/italienisch, deutsch/portugisisch, etc. sind.

Es liegt auf der Hand, dass sie sich eine Frau für ihn gewünscht haben, die eine Muslima ist und jungfräulich in die Ehe geht. Er hat sich damals darüber hinweg gesetzt und mit dir ein Kind bekommen und dich danach auch zu heiraten. Dennoch scheint ihr kein Team geworden zu sein und offen miteinander zu sprechen, welche Bedürfnisse ihr habt und nach welchen Werten ihr leben und eure Kinder erziehen möchtet.

Für dich schien klar zu sein, dass ihr in Deutschland lebt und dass du alles so machen möchtest, wie es in dieser Gesellschaft 'normal' ist und wie es deiner kulturellen Prägung entspricht. Er 'durfte' mit den Kindern auch türkisch sprechen. Aber seine kulturelle Prägung hast du nie wirklich ernst genommen, da er ja 'nicht so streng gläubig' schien und auch manchmal ein Bier trinkt, etc.

Aber so richtig gesprochen habt ihr nicht über seine Wertvorstellungen.

Tatsächlich hatte ich mal eine sehr nette Arbeitskollegen (Türkin), die auch selbst mit einem Türken verheiratet war und beide waren ein sehr modernes Paar, was in Deutschland gelebt, gearbeitet und sich gekleidet hat, wie Deutsche es tun. Dennoch hat selbst dieses Paar, was sich sehr einig war, wie sie ihr Leben gestalten wollen, teilweise entschieden eine Rolle zu spielen, um unangenehmen Diskussionen mit den Familien aus dem Weg zu gehen.

So haben sie der Familie bei Besuchen vorgespielt, dass sie ihn Zuhause umsorgt und er der Entscheider im Hause ist. Sie hat ihr normales Outfit gegen eines ausgetauscht, dass 'weniger provozierend' für die Familien ist und selbstverständlich wurde gemeinsam traditionell gekocht und auf Alkohol verzichtet. Sie waren immer froh, wenn die Gäste wieder weg waren und sie zurück in dieses Leben wechseln konnten, was sie für sich gewählt hatten.

Du hast scheinbar komplett unterschätzt, unter welchem Druck er steht betreffend seiner anerzogenen Werte und Kultur.

Ich sehe keine Möglichkeit, dass dies nun nach 2 Jahrzehnten noch ändert. Entweder du kannst dich arrangieren wie es ist oder du musst dich trennen, würde ich sagen.
Dem Beitrag stimme ich zu.
Er wird durch seine Familie unter einem starken Druck stehen.

Loretta vermutet, dass die Familie extrem abfällig über dich redet.
Dies denke ich auch.
 
Was du schreibst, TE, ist hier leider Alltag. Entrinnen aus dieser Situation - nullkommanichts.
Denn die Migranten sind in keinster Weise bereit, auch nur irgendwas an ihrer Denkweise und ihrem Lebensstil zu ändern - ich werde fast jeden Tag damit konfrontiert.

Was mich nur irritiert in Bezug auf dich: Dass du (erst?) jetzt, nach 20 Jahren, spürst: So geht es nicht.
Wie kommt das?
 
Ihr seid ja nun schon ziemlich lange zusammen.
Würdest du euer Leben als gut beschreiben?
Bist du allgemein zufrieden?
Sachen, die dich schon am.Anfang gestört haben, hast du die angesprochen?
Binationale Ehen können Schwierigkeiten verursachen, die man lösen kann, wenn man darüber spricht.
Nach 20 Jahren zu sagen, es funktioniert nicht, aufgrund der Binationalität , empfinde ich als falsch.

Ob man jetzt ( noch ) etwas ändern kann, was sich über Jahre eingespielt hat?
Vielleicht...
Wenn zwischen euch noch Liebe ist und den Wunsch etwas zu ändern.Von euch beiden, natürlich.
 
Natürlich ist es respektlos in einer anderen Sprache zu sprechen und natürlich hätte man auch etwas türkisch lernen können.

Es sind aber schon auch härter Dinge gesagt worden,so ist das nicht .

Wenn du damit fertig wirst und das bist du ja immerhin schon sehr lange dann musst du diese Haltung hinnehmen und türkisch lernen,was man in dieser Zeit schon können müsste.

Meine Meinung habe ich dir gesagt,dieser Mann ändert sich nicht...es kann noch schlimmer werden....deine Entscheidung.
Ihr seid ja nun schon ziemlich lange zusammen.
Würdest du euer Leben als gut beschreiben?
Bist du allgemein zufrieden?
Sachen, die dich schon am.Anfang gestört haben, hast du die angesprochen?
Binationale Ehen können Schwierigkeiten verursachen, die man lösen kann, wenn man darüber spricht.
Nach 20 Jahren zu sagen, es funktioniert nicht, aufgrund der Binationalität , empfinde ich als falsch.

Ob man jetzt ( noch ) etwas ändern kann, was sich über Jahre eingespielt hat?
Vielleicht...
Wenn zwischen euch noch Liebe ist und den Wunsch etwas zu ändern.Von euch beiden, natürlich.
Ihr seid ja nun schon ziemlich lange zusammen.
Würdest du euer Leben als gut beschreiben?
Bist du allgemein zufrieden?
Sachen, die dich schon am.Anfang gestört haben, hast du die angesprochen?
Binationale Ehen können Schwierigkeiten verursachen, die man lösen kann, wenn man darüber spricht.
Nach 20 Jahren zu sagen, es funktioniert nicht, aufgrund der Binationalität , empfinde ich als falsch.

Ob man jetzt ( noch ) etwas ändern kann, was sich über Jahre eingespielt hat?
Vielleicht...
Wenn zwischen euch noch Liebe ist und den Wunsch etwas zu ändern.Von euch beiden, natürlich.
Ich glaube das wäre sehr einseitig
 
Ich bin seit nun fast 20 Jahren mit einem Mann mit türkischem Migrationshintergrund zusammen, verheiratet seit 2008.
Wir haben zwei Kinder im Alter von 19 und 13 Jahren.
Schwierig war es mit seiner Familie, die in Deutschland lebt, von Beginn an.
Wieso erst nach 20 Jahren? Der Umgang deines Mannes und seiner Familie ist wahrlich nicht nett. Du hättest gegensteuern können, darauf bestehen, dass die Kinder 2sprachig aufwachsen. Für dich die Gelegenheit, die Sprache gleich mitzulernen. Deine Kinder verstehen die Großeltern ebenfalls nicht, wenn sie türkisch sprechen.

Es liegt an dir, das weiterhin "auszuhalten" oder endlich etwas zu ändern.
 

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