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Binationale Ehe

Kimiuna22

Neues Mitglied
Liebe Mitglieder,
gern würde ich eure Meinung oder auch eigene Erfahrungen lesen, da ich mir momentan nicht sicher bin bezüglich meiner eigenen Wahrnehmung oder Sicht der Dinge.
Ich bin seit nun fast 20 Jahren mit einem Mann mit türkischem Migrationshintergrund zusammen, verheiratet seit 2008.
Wir haben zwei Kinder im Alter von 19 und 13 Jahren.
Schwierig war es mit seiner Familie, die in Deutschland lebt, von Beginn an. Sie sind zwar nett zu mir, aber wie sie wirklich über mich sprechen, wenn ich nicht dabei bin, weiß ich nicht. Mit einer Schwägerin habe ich ein gutes Verhältnis und wir können über vieles sprechen.
Sein Vater ist nicht zu unserer Hochzeit gekommen, was meinen Mann sehr gekränkt hat, aber er spricht mit mir nicht darüber. Er hat mich nach meinem Empfinden nie als Schwiegertochter akzeptiert.

Alle können Deutsch sprechen, leider reden sie, wenn ich dabei bin, nur türkisch, so dass ich mich nicht gut fühle, weil ich nichts verstehe und nicht mitlachen kann. Mein Mann übersetzt es auch nicht für mich oder die Kinder.

Seit längerer Zeit schon erlebe ich so gut wie alle Handlungen meines Mannes als Machtmittel mir gegenüber. Sicherlich bin ich auch manchmal an einem Machtkampf beteiligt und habe auch Fehler gemacht.
Alles wird kritisiert, oft sind wir einer Meinung, aber er redet trotzdem weiter gegen mich. Jede Anschaffung möchte er bestimmen, wenn ich etwas kaufe, ist es immer falsch oder schlecht.
Er ist ein absolut liebevoller Vater und hat mir sehr viel abgenommen, als die Kinder klein waren.
Leider ist er so gut wie nie mit mir ausgegangen, den Grund dafür habe ich nicht erfahren.
Die Male, die wir zusammen abends unterwegs waren, kann man an einer Hand abzählen (das ist nicht übertrieben, wir waren höchstens fünf Mal in all den Jahren ohne Kinder unterwegs).
Ausflüge mit der ganzen Familie oder auch nur mit den Kindern hat er immer gern gemacht, ich auch.
Also, ich hatte eine Familie, aber keine Zweierbeziehung.
Das habe ich sehr vermisst.
Ich bin dann allein weggegangen (Lesungen, Theater oder mit Freundinnen in Restaurants, Bars oder ins Kino).
Das hat ihn am Anfang zwar gestört, aber er hat sich damit abgefunden.
Er hat mich ständig kritisiert (ich rauche 5 Zigaretten am Abend und trinke ca. zweimal wöchentlich ein Glas Wein, beim Ausgehen auch mal mehr).
Dafür muss ich mich ständig rechtfertigen.
Es geht und ging auch immer um Finanzen. Ich habe mein Konto und verdiene ganz gut, er arbeitet in Vollzeit und verdient deshalb mehr. Wir haben kein gemeinsames Konto.
Bei fast jedem Kauf ( auch Sachen unter 100€) hat mich mein Mann kritisiert.
Den Kindern wird finanziell alles ermöglicht.
Ich habe nun schon oft eine Paarberatung oder eine binationale Beratung vorgeschlagen, aber dies lehnt er ab.
Ich bin für alles verantwortlich, was er verpasst hat: ich habe ihm immer geraten, dass er mit den Kindern von Beginn an türkisch sprechen soll, viele haben ihm dies gesagt.
Nun behauptet er, ich hätte dies nicht befürwortet. Die Kinder bedauern es auch sehr, da sie sich mit seinen Verwandten in der Türkei leider nicht unterhalten können.
Jetzt hat er den Kindern und mir vorgeworfen, dass sie für Bayram nichts vorbereitet hätten. Für Weihnachten habe ich immer alles allein organisiert und von ihm keine Hilfe erwartet.
Er betet nicht, er fastet nicht, er geht nie in die Moschee. Ich hätte es mir früher gewünscht, dass er den Kindern seine Kultur und Religion erklärt.
Er behauptet aber den Kindern gegenüber, er hätte Ärger mit mir bekommen, wenn er dies getan hätte.
Er isst kein Schweinefleisch, das ist eigentlich das Einzige, was ihn mit dem Islam verbindet.
Unsere Kinder sind nicht getauft, weil sie ihren Glauben selber bestimmen sollen.
Ich bin Christin und gehe einige Male im Jahr in die Kirche und bete.
Mein Mann trinkt nicht viel, aber manchmal 1- 2 Bier. Das hat er auch jetzt während des Ramadans gemacht.
Gestern wollten wir Türkisch essen gehen, um Bayram zu feiern, davor sagte er aber, dass es ohne Alkohol sein müsste, was ich nicht ernst nehmen konnte und nicht verstanden habe.
Er war dann beleidigt und hat den Raum verlassen.
Ich bin daraufhin nicht mitgegangen und sagte ihm ab, weil er den Abend damit für mich zerstört hat, er meinte, ich hätte dies getan.
Das war jetzt das aktuellste Ereignis.
Ich fühle mich ständig kritisiert, gemaßregelt und auch bevormundet.
Vielleicht kennt jemand ähnliche Erfahrungen oder kann eine ehrliche objektive Meinung dazu äußern.

Danke!
 
Willkommen im Forum 🌻

Nein, mit Erfahrungen kann ich nicht dienen.

Aber eine Frage habe ich.
Du schreibst, dass er seit längerem so ist.
Monate? Jahre? Jahrzehnte?
 
Liebe Mitglieder,
gern würde ich eure Meinung oder auch eigene Erfahrungen lesen, da ich mir momentan nicht sicher bin bezüglich meiner eigenen Wahrnehmung oder Sicht der Dinge.
Ich bin seit nun fast 20 Jahren mit einem Mann mit türkischem Migrationshintergrund zusammen, verheiratet seit 2008.
Wir haben zwei Kinder im Alter von 19 und 13 Jahren.
Schwierig war es mit seiner Familie, die in Deutschland lebt, von Beginn an. Sie sind zwar nett zu mir, aber wie sie wirklich über mich sprechen, wenn ich nicht dabei bin, weiß ich nicht. Mit einer Schwägerin habe ich ein gutes Verhältnis und wir können über vieles sprechen.
Sein Vater ist nicht zu unserer Hochzeit gekommen, was meinen Mann sehr gekränkt hat, aber er spricht mit mir nicht darüber. Er hat mich nach meinem Empfinden nie als Schwiegertochter akzeptiert.

Alle können Deutsch sprechen, leider reden sie, wenn ich dabei bin, nur türkisch, so dass ich mich nicht gut fühle, weil ich nichts verstehe und nicht mitlachen kann. Mein Mann übersetzt es auch nicht für mich oder die Kinder.

Seit längerer Zeit schon erlebe ich so gut wie alle Handlungen meines Mannes als Machtmittel mir gegenüber. Sicherlich bin ich auch manchmal an einem Machtkampf beteiligt und habe auch Fehler gemacht.
Alles wird kritisiert, oft sind wir einer Meinung, aber er redet trotzdem weiter gegen mich. Jede Anschaffung möchte er bestimmen, wenn ich etwas kaufe, ist es immer falsch oder schlecht.
Er ist ein absolut liebevoller Vater und hat mir sehr viel abgenommen, als die Kinder klein waren.
Leider ist er so gut wie nie mit mir ausgegangen, den Grund dafür habe ich nicht erfahren.
Die Male, die wir zusammen abends unterwegs waren, kann man an einer Hand abzählen (das ist nicht übertrieben, wir waren höchstens fünf Mal in all den Jahren ohne Kinder unterwegs).
Ausflüge mit der ganzen Familie oder auch nur mit den Kindern hat er immer gern gemacht, ich auch.
Also, ich hatte eine Familie, aber keine Zweierbeziehung.
Das habe ich sehr vermisst.
Ich bin dann allein weggegangen (Lesungen, Theater oder mit Freundinnen in Restaurants, Bars oder ins Kino).
Das hat ihn am Anfang zwar gestört, aber er hat sich damit abgefunden.
Er hat mich ständig kritisiert (ich rauche 5 Zigaretten am Abend und trinke ca. zweimal wöchentlich ein Glas Wein, beim Ausgehen auch mal mehr).
Dafür muss ich mich ständig rechtfertigen.
Es geht und ging auch immer um Finanzen. Ich habe mein Konto und verdiene ganz gut, er arbeitet in Vollzeit und verdient deshalb mehr. Wir haben kein gemeinsames Konto.
Bei fast jedem Kauf ( auch Sachen unter 100€) hat mich mein Mann kritisiert.
Den Kindern wird finanziell alles ermöglicht.
Ich habe nun schon oft eine Paarberatung oder eine binationale Beratung vorgeschlagen, aber dies lehnt er ab.
Ich bin für alles verantwortlich, was er verpasst hat: ich habe ihm immer geraten, dass er mit den Kindern von Beginn an türkisch sprechen soll, viele haben ihm dies gesagt.
Nun behauptet er, ich hätte dies nicht befürwortet. Die Kinder bedauern es auch sehr, da sie sich mit seinen Verwandten in der Türkei leider nicht unterhalten können.
Jetzt hat er den Kindern und mir vorgeworfen, dass sie für Bayram nichts vorbereitet hätten. Für Weihnachten habe ich immer alles allein organisiert und von ihm keine Hilfe erwartet.
Er betet nicht, er fastet nicht, er geht nie in die Moschee. Ich hätte es mir früher gewünscht, dass er den Kindern seine Kultur und Religion erklärt.
Er behauptet aber den Kindern gegenüber, er hätte Ärger mit mir bekommen, wenn er dies getan hätte.
Er isst kein Schweinefleisch, das ist eigentlich das Einzige, was ihn mit dem Islam verbindet.
Unsere Kinder sind nicht getauft, weil sie ihren Glauben selber bestimmen sollen.
Ich bin Christin und gehe einige Male im Jahr in die Kirche und bete.
Mein Mann trinkt nicht viel, aber manchmal 1- 2 Bier. Das hat er auch jetzt während des Ramadans gemacht.
Gestern wollten wir Türkisch essen gehen, um Bayram zu feiern, davor sagte er aber, dass es ohne Alkohol sein müsste, was ich nicht ernst nehmen konnte und nicht verstanden habe.
Er war dann beleidigt und hat den Raum verlassen.
Ich bin daraufhin nicht mitgegangen und sagte ihm ab, weil er den Abend damit für mich zerstört hat, er meinte, ich hätte dies getan.
Das war jetzt das aktuellste Ereignis.
Ich fühle mich ständig kritisiert, gemaßregelt und auch bevormundet.
Vielleicht kennt jemand ähnliche Erfahrungen oder kann eine ehrliche objektive Meinung dazu äußern.

Danke!
Hallo ich grüße dich

Ich kann dir nur dazu sagen,ich würde es so nicht akzeptieren und mich trennen.

Es wird nicht besser werden und das wäre die einzige Alternative für mich.

Das hilft dir jetzt nicht weiter aber du merkst ja selber an seinem Verhalten wie er ist.
Ob du das weiter dulden möchtest?
Das musst du dich fragen.

Mache dir eine Liste,was gut ist und was dich stört.
Liebe Grüße
 
Hallo Kimiuna,
meine ersten Gedanken nach dem Lesen Deiner Zeilen war, warum seid ihr noch verheiratet?

Für mich liest sich Deine Schilderung nach einem Nebenherleben zweier Menschen, die sich irgendwann auseinander gelebt haben und bei denen nicht mal mehr Achtung und Respekt wirklich wichtig sind und die jetzt nicht mehr viel verbindet.

Kann das bei Euch so sein?

Alle können Deutsch sprechen, leider reden sie, wenn ich dabei bin, nur türkisch, so dass ich mich nicht gut fühle, weil ich nichts verstehe und nicht mitlachen kann. Mein Mann übersetzt es auch nicht für mich oder die Kinder.
Warum hast Du Dir das so gefallen lassen? Das hat auch etwas mit Respekt und Achtung Dir gegenüber zu tun. Von Deinem Mann in erster Linie und von der Familie insgesamt.
 
Ich fühle mich ständig kritisiert, gemaßregelt und auch bevormundet.

Bist du bereit, dich weiter als seine Frau zu sehen, das auch zu sein?
Oder denkst du an Trennung?
Wie ist es bei ihm?
Würde er sich trennen?

Was kann dir passieren, wenn du da nicht mehr mitmachst, wenn du findest, jetzt ist genug gemaßregelt, genug kritisiert, das wird jetzt nicht mehr hingenommen..du kaufst, wonach dir ist, du beachtest seine Launen nicht mehr, du diskutierst nicht mehr, du bist nicht mehr die, die sich in diese Rolle drängen lässt... was meinst du, kommt dann auf dich zu?
Du bräuchtest eigentlich nur keine Rücksicht mehr auf dieses Gehabe nehmen, drüber stehen lernen, dich nicht einschüchtern lassen von diesem "Getue".
Sei charmant und mag deinen Mann ( wenn du das nicht willst, dann verlass ihn lieber) und bring ihn dazu, dich zu mögen, obwohl einige Dinge noch geregelt werden müssen.
Sag, das geht nicht, das ist keine gute Ehe, wenn man so umgeht miteinander.

Wieso hast du eigentlich nicht türkisch gelernt? Hole das nach.
 
Es wäre doch okay gewesen keinen Alk beim türkischen Essen zu trinken..

Ich kann es verstehen, dass ihn Zigaretten und Alkohol stören.

Aber er sollte dich nicht so mies behandeln.

Seine Familie würde ich vermeiden.
Sie mögen dich vermutlich nicht
 
Alle können Deutsch sprechen, leider reden sie, wenn ich dabei bin, nur türkisch, so dass ich mich nicht gut fühle, weil ich nichts verstehe und nicht mitlachen kann. Mein Mann übersetzt es auch nicht für mich oder die Kinder.
Warum kannst weder Du noch die Kinder nach all der langen Zeit kein Türkisch, wenigstens auf blabla-Niveau ?
 
eine ehrliche objektive Meinung
Ich kann dir nur eine subjektive Meinung bieten.

Für seine Familie bist du allerhöchstens wie eine Warze am A**** die man gerade noch so duldet, solange sie sich nicht bemerkbar macht. Sie wird nicht gepflegt, nicht eingecremt, immer verdeckt und wenn sie weh tut, dann geht man zum Arzt und lässt sie wegmachen, atmet auf und zwei Minuten später ist sie vergessen. Seine Familie hat dich nie akzeptiert und hat Null Respekt dir gegenüber. Geduldet wirst du nur weil sie ihren Sohn/Bruder nicht verlieren wollen (vermutlich ist er der älteste der Brüder). Wäre es eine Deutsche Familie würde ich mich einfach von ihnen rigoros fern halten und ihnen den Mittelfinger zeigen. Sie sind selber alles Warzen.

Da er Islamist und Türke ist kannst du das aber nicht; dein Mann würde einen Tobsuchtanfall bekommen der sich gewaschen hat und er würde dich künftig noch schlechter behandeln und dich zwingen seine Familie zu ehren und ihnen (bildhaft) die Füsse zu küssen und dann dürftest du allein im Nebenzimmer hocken während die Familie fröhlich plaudert. Für sie bist du nicht existent.

Zu deinem Mann: Er hat dich mal geliebt denn er hat sich gegen seine Familie aufgelehnt um dich zu heiraten. Sie haben es notgedrungen geschluckt, lassen dich aber spüren was sie von dir halten und er hat es zugelassen, hatte nie den Mut wirklich zu dir zu stehen, denn die Familienbanden sind zu stark. Ihr ward nie auf Augenhöhe.

Dein Mann ist ein Pseudo-Islamist. Will heissen, er lebt wie ein Deutscher und geniesst die Vorteile und Freiheiten hier, ist aber nicht religiös. Will er aber was durchsetzen, dann bezieht er sich plötzlich auf den Koran, den er vermutlich nie gelesen hat umd behauptet Allah würde dies und jenes vorschreiben oder verbieten, nur damit er bekommt was er will. Pseudo-Islamisten sind egoistisch und falsch. Und sie lügen wie gedruckt solange sie einen Vorteil daraus ziehen.

Dass er dich immer schlechter behandelt zeigt, dass er sich von dir entfernt und die Macht seiner Familie immer mehr Wirkung zeigt. Je mehr sie auf ihn einreden, desto schlechter behandelt er dich.

Ich würde mich trennen, mich aber vorher genauestens informieren wie das mit dem Sorgerecht eures 13jährigen Kindes rechtlich aussieht. Ich fürchte, dieses Kind wollen sie dir nicht überlassen.

Wie gesagt, dies ist nur meine subjektive Meinung.
 

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