Liebe Mitglieder,
gern würde ich eure Meinung oder auch eigene Erfahrungen lesen, da ich mir momentan nicht sicher bin bezüglich meiner eigenen Wahrnehmung oder Sicht der Dinge.
Ich bin seit nun fast 20 Jahren mit einem Mann mit türkischem Migrationshintergrund zusammen, verheiratet seit 2008.
Wir haben zwei Kinder im Alter von 19 und 13 Jahren.
Schwierig war es mit seiner Familie, die in Deutschland lebt, von Beginn an. Sie sind zwar nett zu mir, aber wie sie wirklich über mich sprechen, wenn ich nicht dabei bin, weiß ich nicht. Mit einer Schwägerin habe ich ein gutes Verhältnis und wir können über vieles sprechen.
Sein Vater ist nicht zu unserer Hochzeit gekommen, was meinen Mann sehr gekränkt hat, aber er spricht mit mir nicht darüber. Er hat mich nach meinem Empfinden nie als Schwiegertochter akzeptiert.
Alle können Deutsch sprechen, leider reden sie, wenn ich dabei bin, nur türkisch, so dass ich mich nicht gut fühle, weil ich nichts verstehe und nicht mitlachen kann. Mein Mann übersetzt es auch nicht für mich oder die Kinder.
Seit längerer Zeit schon erlebe ich so gut wie alle Handlungen meines Mannes als Machtmittel mir gegenüber. Sicherlich bin ich auch manchmal an einem Machtkampf beteiligt und habe auch Fehler gemacht.
Alles wird kritisiert, oft sind wir einer Meinung, aber er redet trotzdem weiter gegen mich. Jede Anschaffung möchte er bestimmen, wenn ich etwas kaufe, ist es immer falsch oder schlecht.
Er ist ein absolut liebevoller Vater und hat mir sehr viel abgenommen, als die Kinder klein waren.
Leider ist er so gut wie nie mit mir ausgegangen, den Grund dafür habe ich nicht erfahren.
Die Male, die wir zusammen abends unterwegs waren, kann man an einer Hand abzählen (das ist nicht übertrieben, wir waren höchstens fünf Mal in all den Jahren ohne Kinder unterwegs).
Ausflüge mit der ganzen Familie oder auch nur mit den Kindern hat er immer gern gemacht, ich auch.
Also, ich hatte eine Familie, aber keine Zweierbeziehung.
Das habe ich sehr vermisst.
Ich bin dann allein weggegangen (Lesungen, Theater oder mit Freundinnen in Restaurants, Bars oder ins Kino).
Das hat ihn am Anfang zwar gestört, aber er hat sich damit abgefunden.
Er hat mich ständig kritisiert (ich rauche 5 Zigaretten am Abend und trinke ca. zweimal wöchentlich ein Glas Wein, beim Ausgehen auch mal mehr).
Dafür muss ich mich ständig rechtfertigen.
Es geht und ging auch immer um Finanzen. Ich habe mein Konto und verdiene ganz gut, er arbeitet in Vollzeit und verdient deshalb mehr. Wir haben kein gemeinsames Konto.
Bei fast jedem Kauf ( auch Sachen unter 100€) hat mich mein Mann kritisiert.
Den Kindern wird finanziell alles ermöglicht.
Ich habe nun schon oft eine Paarberatung oder eine binationale Beratung vorgeschlagen, aber dies lehnt er ab.
Ich bin für alles verantwortlich, was er verpasst hat: ich habe ihm immer geraten, dass er mit den Kindern von Beginn an türkisch sprechen soll, viele haben ihm dies gesagt.
Nun behauptet er, ich hätte dies nicht befürwortet. Die Kinder bedauern es auch sehr, da sie sich mit seinen Verwandten in der Türkei leider nicht unterhalten können.
Jetzt hat er den Kindern und mir vorgeworfen, dass sie für Bayram nichts vorbereitet hätten. Für Weihnachten habe ich immer alles allein organisiert und von ihm keine Hilfe erwartet.
Er betet nicht, er fastet nicht, er geht nie in die Moschee. Ich hätte es mir früher gewünscht, dass er den Kindern seine Kultur und Religion erklärt.
Er behauptet aber den Kindern gegenüber, er hätte Ärger mit mir bekommen, wenn er dies getan hätte.
Er isst kein Schweinefleisch, das ist eigentlich das Einzige, was ihn mit dem Islam verbindet.
Unsere Kinder sind nicht getauft, weil sie ihren Glauben selber bestimmen sollen.
Ich bin Christin und gehe einige Male im Jahr in die Kirche und bete.
Mein Mann trinkt nicht viel, aber manchmal 1- 2 Bier. Das hat er auch jetzt während des Ramadans gemacht.
Gestern wollten wir Türkisch essen gehen, um Bayram zu feiern, davor sagte er aber, dass es ohne Alkohol sein müsste, was ich nicht ernst nehmen konnte und nicht verstanden habe.
Er war dann beleidigt und hat den Raum verlassen.
Ich bin daraufhin nicht mitgegangen und sagte ihm ab, weil er den Abend damit für mich zerstört hat, er meinte, ich hätte dies getan.
Das war jetzt das aktuellste Ereignis.
Ich fühle mich ständig kritisiert, gemaßregelt und auch bevormundet.
Vielleicht kennt jemand ähnliche Erfahrungen oder kann eine ehrliche objektive Meinung dazu äußern.
Danke!
gern würde ich eure Meinung oder auch eigene Erfahrungen lesen, da ich mir momentan nicht sicher bin bezüglich meiner eigenen Wahrnehmung oder Sicht der Dinge.
Ich bin seit nun fast 20 Jahren mit einem Mann mit türkischem Migrationshintergrund zusammen, verheiratet seit 2008.
Wir haben zwei Kinder im Alter von 19 und 13 Jahren.
Schwierig war es mit seiner Familie, die in Deutschland lebt, von Beginn an. Sie sind zwar nett zu mir, aber wie sie wirklich über mich sprechen, wenn ich nicht dabei bin, weiß ich nicht. Mit einer Schwägerin habe ich ein gutes Verhältnis und wir können über vieles sprechen.
Sein Vater ist nicht zu unserer Hochzeit gekommen, was meinen Mann sehr gekränkt hat, aber er spricht mit mir nicht darüber. Er hat mich nach meinem Empfinden nie als Schwiegertochter akzeptiert.
Alle können Deutsch sprechen, leider reden sie, wenn ich dabei bin, nur türkisch, so dass ich mich nicht gut fühle, weil ich nichts verstehe und nicht mitlachen kann. Mein Mann übersetzt es auch nicht für mich oder die Kinder.
Seit längerer Zeit schon erlebe ich so gut wie alle Handlungen meines Mannes als Machtmittel mir gegenüber. Sicherlich bin ich auch manchmal an einem Machtkampf beteiligt und habe auch Fehler gemacht.
Alles wird kritisiert, oft sind wir einer Meinung, aber er redet trotzdem weiter gegen mich. Jede Anschaffung möchte er bestimmen, wenn ich etwas kaufe, ist es immer falsch oder schlecht.
Er ist ein absolut liebevoller Vater und hat mir sehr viel abgenommen, als die Kinder klein waren.
Leider ist er so gut wie nie mit mir ausgegangen, den Grund dafür habe ich nicht erfahren.
Die Male, die wir zusammen abends unterwegs waren, kann man an einer Hand abzählen (das ist nicht übertrieben, wir waren höchstens fünf Mal in all den Jahren ohne Kinder unterwegs).
Ausflüge mit der ganzen Familie oder auch nur mit den Kindern hat er immer gern gemacht, ich auch.
Also, ich hatte eine Familie, aber keine Zweierbeziehung.
Das habe ich sehr vermisst.
Ich bin dann allein weggegangen (Lesungen, Theater oder mit Freundinnen in Restaurants, Bars oder ins Kino).
Das hat ihn am Anfang zwar gestört, aber er hat sich damit abgefunden.
Er hat mich ständig kritisiert (ich rauche 5 Zigaretten am Abend und trinke ca. zweimal wöchentlich ein Glas Wein, beim Ausgehen auch mal mehr).
Dafür muss ich mich ständig rechtfertigen.
Es geht und ging auch immer um Finanzen. Ich habe mein Konto und verdiene ganz gut, er arbeitet in Vollzeit und verdient deshalb mehr. Wir haben kein gemeinsames Konto.
Bei fast jedem Kauf ( auch Sachen unter 100€) hat mich mein Mann kritisiert.
Den Kindern wird finanziell alles ermöglicht.
Ich habe nun schon oft eine Paarberatung oder eine binationale Beratung vorgeschlagen, aber dies lehnt er ab.
Ich bin für alles verantwortlich, was er verpasst hat: ich habe ihm immer geraten, dass er mit den Kindern von Beginn an türkisch sprechen soll, viele haben ihm dies gesagt.
Nun behauptet er, ich hätte dies nicht befürwortet. Die Kinder bedauern es auch sehr, da sie sich mit seinen Verwandten in der Türkei leider nicht unterhalten können.
Jetzt hat er den Kindern und mir vorgeworfen, dass sie für Bayram nichts vorbereitet hätten. Für Weihnachten habe ich immer alles allein organisiert und von ihm keine Hilfe erwartet.
Er betet nicht, er fastet nicht, er geht nie in die Moschee. Ich hätte es mir früher gewünscht, dass er den Kindern seine Kultur und Religion erklärt.
Er behauptet aber den Kindern gegenüber, er hätte Ärger mit mir bekommen, wenn er dies getan hätte.
Er isst kein Schweinefleisch, das ist eigentlich das Einzige, was ihn mit dem Islam verbindet.
Unsere Kinder sind nicht getauft, weil sie ihren Glauben selber bestimmen sollen.
Ich bin Christin und gehe einige Male im Jahr in die Kirche und bete.
Mein Mann trinkt nicht viel, aber manchmal 1- 2 Bier. Das hat er auch jetzt während des Ramadans gemacht.
Gestern wollten wir Türkisch essen gehen, um Bayram zu feiern, davor sagte er aber, dass es ohne Alkohol sein müsste, was ich nicht ernst nehmen konnte und nicht verstanden habe.
Er war dann beleidigt und hat den Raum verlassen.
Ich bin daraufhin nicht mitgegangen und sagte ihm ab, weil er den Abend damit für mich zerstört hat, er meinte, ich hätte dies getan.
Das war jetzt das aktuellste Ereignis.
Ich fühle mich ständig kritisiert, gemaßregelt und auch bevormundet.
Vielleicht kennt jemand ähnliche Erfahrungen oder kann eine ehrliche objektive Meinung dazu äußern.
Danke!