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Beziehung, Verlust, Kinderwunsch, Trennung

Normalerweise kenne ich es, dass man irgendwann darüber redet, ob man Kinder will. Vorallem, wenn man so einen großen Schritt macht, wie zusammen zu ziehen.

Die Idee, dass sie erstmal bei Familie und Freunden unterkommen würde, fände ich auch angebracht. Zum einen um den Verlust des Kindes und den der Beziehung zu verarbeiten.
Da sie derzeit wahrscheinlich nur Schmerz und Trauer wahrnimmt, wird es schwer ihr das vernünftig klar zu machen.
Es wäre vielleicht auch eine andere Situation, wenn die Beziehung auch auf freundschaftlicher Basis laufen würde. Dann könnte man friedlich auseinander und dem anderen Zeit geben.
Aber die Umstände sind leider recht bescheiden.

Was macht man mit einem Menschen der nur noch laut wird und mit dem nicht mehr vernünftig zu reden ist?
Ist sie für dich so labil das sie in die Klinik müsste?
 
Normalerweise kenne ich es, dass man irgendwann darüber redet, ob man Kinder will. Vorallem, wenn man so einen großen Schritt macht, wie zusammen zu ziehen.

Die Idee, dass sie erstmal bei Familie und Freunden unterkommen würde, fände ich auch angebracht. Zum einen um den Verlust des Kindes und den der Beziehung zu verarbeiten.
Da sie derzeit wahrscheinlich nur Schmerz und Trauer wahrnimmt, wird es schwer ihr das vernünftig klar zu machen.
Es wäre vielleicht auch eine andere Situation, wenn die Beziehung auch auf freundschaftlicher Basis laufen würde. Dann könnte man friedlich auseinander und dem anderen Zeit geben.
Aber die Umstände sind leider recht bescheiden.

Was macht man mit einem Menschen der nur noch laut wird und mit dem nicht mehr vernünftig zu reden ist?
Ist sie für dich so labil das sie in die Klinik müsste?
Ist, ist nicht so labil, dass sie in eine Klinik müsste. Ich hatte bis vor wenigen Tagen selber noch gedacht, die Trennung würde ihr psychisch den Rest geben, aber da habe ich meine Meinung geändert. Es sind zu mindestens in meiner Anwesenheit keine Tränen geflossen, und sie schlägt nur verbal um sich. Wenn sie mich sieht, ist sie eigentlich nur noch sauer. Es würde ihr dennoch helfen, mal einzusehen, dass eine Fehlgeburt auch ein Verlust ist und man trauern kann. Es war für sie die ganze Zeit der einzige Weg, ein „neues“ Baby zu machen.
Zu ihrer Familie und ihren Freunden in der Heimat zu gehen, wäre da vielleicht auch hilfreich. Das kann ich ihr nur alles nicht sagen, weil sie nicht zuhört oder nicht zuhören will.
 
Vielleicht hilft es. ihr einen Brief zu schreiben, wenn Eure direkte verbale Kommunikation so schwierig ist. Also alles rein schreiben, was dich so beschäftigt, was du willst und nicht willst, was du dir von ihr wünschst, wie du die derzeitige Situation siehst und welche Konsequenzen du ziehen willst etc.
 
Sie will sich vielleicht auch nicht eingestehen, dass es eine Fehlentscheidung war, Hals über Kopf alles aufzugeben und dann auch noch nicht wirklich zusammenzuziehen, sondern lediglich Unterschlupf bei dir zu finden.
Ich finde es grundsätzlich sehr schwierig, wenn man bei jemandem einzieht. Alles gehört dem anderen und auf ein Wort von demjenigen fliegt man. Das war ein großer Fehler. Das ist nicht einfach, das zuzugeben.
 
Ich vermute auch , dass ihr diese Fehlentscheidung vor den anderen Leuten peinlich ist.
Aber so etwas passiert im Leben.
Da muss sie durch und sie muss sich eine andere Unterkunft suchen.

Beziehungen können schnell zerbrechen, wenn man sich besser kennenlernt.
 
Es gibt keinen gemeinsamen Mietvertrage, weil sie zu mir in meine Wohnung gezogen ist und die Hälfte der Miete nicht zahlen kann. Ich zahle also mehr als sie, und somit ist es immer nur meine Wohnung geblieben.




Das Gespräch ist genau so gelaufen, wie ich es geahnt hatte. Es war auch eigentlich kein richtiges Gespräch. Nachdem ich einigermaßen ausgesprochen habe, was Sache ist, ist sie ausgerastet und hat nur noch rumgeschrien. Ich bin an allem Schuld. Ich bin Schuld, dass sie unser Kind verloren hat und ihr noch kein neues gemacht habe. Ich bin Schuld, dass unsere Beziehung kaputt ist, weil ich immer arbeite. Ich habe angeblich eine neue usw. usw. Sie will auch nicht ausziehen, weil ich ja zu meiner neuen ziehen kann.
Es war also alles in allem ein sehr schlechtes Gespräch, und bevor ich gegangen bin, habe ich ihr nochmal gesagt, dass sie in einer Woche hier verschwunden ist.
Ich gebe ihr nicht die Schuld an allem, weil ich definitiv auch nicht alles richtig gemacht habe, und ich gebe ihr ja ein paar Tage Zeit. Es ist mir natürlich auch klar, dass sie so schnell keine Wohnung findet, aber eine Woche ist genug Zeit, um eine Übergangslösung zu finden.
Dass Du auch zu Deiner "Neuen" ziehen kannst, ist wirklich frech. Ich würde direkt ein neues Schloss bestellen und sie aussperren.
Nur, wenn Sie sich kooperativ verhält, würde ich ihr noch zwei Wochen gewähren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist jetzt natürlich sehr blöd für sie, weil sie keine Wohnung hat, keine Möbel usw. aber auch das kann ich nicht ändern. Ich kann mir jetzt keine Wohnung aus den Rippen schneiden und ihr keine komplette Wohnungseinrichtung herzaubern. Und jetzt so lange warten, bis sie das alles wieder hat und sich was neues aufgebaut hat, werde ich sicherlich nicht. Das wird noch einige Zeit dauern. Sie muss jetzt schnellstmöglich eine Übergangslösung finden. Ich lasse ihr jetzt ein paar Tage Ruhe und frage Mitte der Woche nochmal, wie es bei ihr aussieht und ob sie eine Lösung gefunden hat, weil sie aktuell mit ihr ja gar nicht reden will.
 
weil sie aktuell mit ihr ja gar nicht reden will.
Interessante Freudsche Fehlleistung. Was meinst du mit diesem Satz?

Willst du mit ihr nicht mehr reden oder sie nicht mit dir?

Ich weiß, sie ist sofort auf 180, aber dein Anteil ist mir nach wie vor nicht klar. Du meinst, es ist dir ja nichts vorzuwerfen, weil du sachlich bleibst, aber bei jemandem in einer psychisch schwierigen Situation (die Fehlgeburt) ist pure Ratio der falsche Weg.
 
Eine Woche ist jetzt nicht so viel. Aber dafür das du quasi ein halbes Jahr ihr trotz Ende gewohnt hast. Aber endlich hast du doch getrennt. Glückwunsch. Schlaf nicht mit ihr. Und vielleicht kann sie in eine WG, was ihr erstmal hilft um weiterzuschauen. Weiß ja nicht wo ihr wohnt. Wohnung sind generell schwierig. Kann sie den bei jemanden unterkommen. Weißt du das? Ich weiß das du glücklich bist, dass ihr das Kind verloren habt. Aber könntest du sie vielleicht in eine Beratungsstelle vorbeibringen? Sie klingt gar nicht gesund.
 

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