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Ausweg aus der Pornosucht

Guten Morgen!
Heute bin ich wieder auf Arbeit und habe Zeit mich mit den Kommentaren zu beschäftigen. Gelesen und darüber nachgedacht habe ich auch schon am Wochenende. Es war viel zum nachdenken. Vielen Dank für die vielen Reaktionen.
Zum Thema kann ich sagen, dass ich ein gutes Wochenende hatte. Es wäre gelogen zu sagen, dass die Gedanken an Pornos weg waren. Das wäre auch unlogisch.
Ich hatte ein schönes Wochenende mit viel Entspannung, schöner Zeit mit meiner Partnerin und Freunden, ich war laufen, habe gelesen und ,wie schon geschrieben, viel nachgedacht.

Am Ende bin ich sauber geblieben.
Was nehme ich mit? Ich habe schon viele Dinge, die mir Spaß machen und mir guttun. Ich muss die noch mehr in meinen Alltag integrieren. Ich muss auch noch viel ehrlicher zu mir und vor allem zu anderen werden. Da muss ich noch hart an mir arbeiten und weiß auch an einigen Stellen nicht, wie ich aus der Sch..... raus kommen soll, in die ich mich manövriert habe.
Aber ich speichere das Wochenende als positiv ab und versuche das auszubauen.

Jetzt kommt aber wieder der schwere Part... ich bin wieder auf Arbeit. Aber dank eurer Posts habe ich ja zumindest für heute eine sinnvolle Ablenkung, die mir gut tun wird

Viele Grüße!
Ja, hast du denn gar nix zu tun auf der Arbeit?
 
Aber auch wenn es bestimmt sehr, sehr schwer ist, möchte ich dir gerne ans Herz legen, offen mit deiner freundin zu sprechen. Ja, vielleicht wird sie sauer, gekränkt, verletzt sein und vielleicht entsteht dadurch auch erstmal ein Riss in eurer Beziehung. Aber es ist ein ehrlicher Riss, mit dem ihr hoffentlich einen Umgang finden könnt. Verheimlichung, schlechtes Gewissen, Konflikten aus dem Weg gehen richtet oft den viel größeren Schaden an und führt auch das Verhalten fort, das dir schon über so viele Jahre nicht gut tut und wegen dem du dich dann selbst wieder abwertest.
 
Ja, hast du denn gar nix zu tun auf der Arbeit?
Was soll ich sagen! Die Aufgaben meines 8 Stunden Arbeitstages habe ich je nach Motivation und Tempo nach 2-3 Stunden erledigt... An arbeitsreichen Tagen! 😳🤣
Ich komme aus den neuen Bundesländern und bin oft an den guten alten Sozialismus erinnert. Auch wenn ich in der DDR noch zu jung zum Arbeiten war, stelle ich mir die Zeit genauso vor.....
 
Aber auch wenn es bestimmt sehr, sehr schwer ist, möchte ich dir gerne ans Herz legen, offen mit deiner freundin zu sprechen. Ja, vielleicht wird sie sauer, gekränkt, verletzt sein und vielleicht entsteht dadurch auch erstmal ein Riss in eurer Beziehung. Aber es ist ein ehrlicher Riss, mit dem ihr hoffentlich einen Umgang finden könnt. Verheimlichung, schlechtes Gewissen, Konflikten aus dem Weg gehen richtet oft den viel größeren Schaden an und führt auch das Verhalten fort, das dir schon über so viele Jahre nicht gut tut und wegen dem du dich dann selbst wieder abwertest.
An dem Punkt waren wir schon ein paar Mal. Dass ich erst nach viel zu langer Zeit die Wahrheit bezüglich des Konsums gesagt habe. Ich habe Angst, dass das zu viel verlangt ist. Das schon jetzt zu viel Vertrauen zerstört ist (leider ist das Misstrauen ja auch gerechtfertigt).
Meine Freundin hat auch ein großes Paket aus der Vergangenheit zu tragen. Sie musste jahrelang allein mit einer alkoholkranken Mutter leben. Die Beziehung war immer von Unsicherheit und Angst geprägt.
Die Themen hat sie jetzt auch noch und ich habe genau das schon so oft getrickert. Außerdem hat das dann zu immer mehr Kontrollversuchen (die ja nichts bringen wie man sieht) geführt. Was wiederum zu immer mehr Bevormundung und Einengungsgefühlen bei mir geführt hat. Das ist das toxische was ich meine. Klammern auf der einen Seite und Beklemmung auf der anderen. So das wir jetzt schon wieder so sehr in der Mutter-Kind Dynamik sind....
Ich muss darüber nachdenken. Aktuell würde ich gerne mit aller Härte an mir arbeiten und meine Themen auf die Reihe kriegen. Sie kann da nicht zu beitragen. Ich muss es machen. Auch mit der neuen Therapiegruppe. Und wenn ich dann trocken bin das ganze Vertrauensthema und die Kontrolle mit ihr besprechen. Oh Mann. Das klingt jetzt sehr schräg in der aktuellen Situation von Vertrauensaufbau zu reden.....
Wir reden eigentlich immer sehr offen. Über unsere Gedanken und Gefühle. Über die Kinder und alles. Aber ja. Über das Kernthema wieder nicht. Also zumindest ich nicht. .... Ich weiß nicht! Ich muss darüber nachdenken.....
 
Ich muss darüber nachdenken. Aktuell würde ich gerne mit aller Härte an mir arbeiten und meine Themen auf die Reihe kriegen. Sie kann da nicht zu beitragen. Ich muss es machen. Auch mit der neuen Therapiegruppe. Und wenn ich dann trocken bin das ganze Vertrauensthema und die Kontrolle mit ihr besprechen. Oh Mann. Das klingt jetzt sehr schräg in der aktuellen Situation von Vertrauensaufbau zu reden.....
Ich finde nicht, dass es schräg klingt, aber nach Vermeidung (für die ich viel Verständnis habe, ich vermeide auch oft). Von außen drauf geblickt (aber ich weiß, da lässt sich auch immer leicht urteilen) denke ich, dass es wichtiger wäre, jetzt einen Umgang damit zu finden. Dass du Grenzen setzt, wenn sie versucht, dich zu kontrollieren, dass ihr einen Umgang mit den Themen findet, die bei euch beiden, damit verbunden sind. Alles andere, verschiebt die Auseinandersetzung und du hältst dich an einer fiktiven Zukunft fest, in der du alles im Griff hast, bei der du gar nicht weißt, ob die so eintritt.
Ich würde mir an der Stelle deiner Partnerin Ehrlichkeit wünschen, jetzt, nicht irgendwann in einer ominösen Zukunft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll ich sagen! Die Aufgaben meines 8 Stunden Arbeitstages habe ich je nach Motivation und Tempo nach 2-3 Stunden erledigt... An arbeitsreichen Tagen! 😳🤣
Ich komme aus den neuen Bundesländern und bin oft an den guten alten Sozialismus erinnert. Auch wenn ich in der DDR noch zu jung zum Arbeiten war, stelle ich mir die Zeit genauso vor.....
Schon mal an einen anderen Job, Weiterbildung, etc gedacht damit du diesen Leerlauf gefüllt bekommst?
 
Schon mal an einen anderen Job, Weiterbildung, etc gedacht damit du diesen Leerlauf gefüllt bekommst?
Guten Morgen!
Ja. Ich habe mich schon mit einem Wechsel beschäftigt. Leider ist das, wie schon erwähnt, alternativlos. In einem ähnlichen Job in einer anderen Firma würde ich ca. die Hälfte verdienen. Das hätte so große Auswirkungen, dass ich vor einem Wechsel zu viel Angst habe. Daran würde auch eine Weiterbildung oder so nichts ändern.
Aber ja. Ein Wechsel ist oft Thema in meinem Kopf. Es geht am Ende nichts über die Gesundheit. Und der aktuelle Job tut mir nicht gut. Das ist Fakt.
Ich versuche mir jetzt erstmal hier den Arbeitstag besser zu gestallten. Ich interessiere mich für die Börse und Trading. Deswegen habe ich angefangen Bücher zu digitalisieren und (mit einem Demokonto) zu traden. Naja. Damit habe ich mich zumindest im letzten Jahr beschäftigt. Irgendwie ist das wieder eingeschlafen wie so viele gute Vorsätze. Auf jeden Fall war das eine Sache, die mich gut beschäftigt und von den Pornos fern gehalten hat. Ich sollte da wieder ansetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tag 7

Auch gestern habe ich es geschafft ohne was zu konsumieren. Die Arbeit ist ja ein großes Thema. Gestern lief es allerdings sehr gut, was nicht zuletzt an dem guten Austausch hier lag. Die Diskussion beschäftigt mich immer noch sehr. Aber das ist gut so. Es schafft bei mir Motivation. Vor allem habe ich aktuell das innere Bedürfnis es für mich zu schaffen und nicht Erwartungen von anderen zu erfüllen. Das passiert dann natürlich auch aber es ist nicht das eigentliche Ziel. Gestern bin ich innerlich sehr hin und her geschwankt. Auf der einen Seite war da wieder die Scham und die Schuld und auch die Angst (vor allem was die Offenheit mit meiner Freundin betrifft). Auf der anderen Seite war da aber auch Motivation und so was wie ein inneres Glücksgefühl. Es fühlt sich gut und richtig an.
Der Nachmittag und Abend war dann mit schönen Dingen gefüllt und hat mir keine Probleme gemacht. Natürlich kommen immer wieder Gedanken und Verlangen auf. Aber es war ok.

Grund zum Jubel gibt es noch keinen. Es sind die ersten Schritte und noch ein sehr langer und bestimmt auch anstrengender Weg.

Heute gilt es da weiter zu machen. Auch jetzt spüre ich wieder die innere Motivation und das positive Aufbruchsgefühl. Ich werde mich heute mal gezielt um Notfallstrategien bemühen und mir da Gedanken machen....und mir weiter den Kopf über das Thema mit meiner Partnerin zerbrechen.
Auch auf Arbeit ist heute etwas mehr los. Das schadet auf jeden Fall nicht.

Viele Grüße!
 
...noch ein kleiner Gedanke am Rande.
Der Austausch auf dieser Seite ist sehr gut für mich. Aber die Seite an sich, stellt für mich schon eine Herausforderung dar. Ich habe die kostenlose Version mit Werbung. Selbst die TEMU Werbung, die hier überall angezeigt wird birgt die Gefahr mich zu trickern. Die Bade- und Unterwäschewerbung könnte schon gefährlich werden, wenn ich mir das nicht gezielt bewusst mache und den Faden nicht weiter spinne....
 

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