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10 Jährige Beziehung- Trennung oder nicht?

Trau dich doch total du zu sein, mit allen Macken, die du hast, mit aller Offenheit zeig deine Regungen, beschwere dich, wenn es total gegen deine Linie geht, steh dazu und hole, fordere ein, wonach dir ist. Lässt er dann los? Stellt er sich quer? Oder hat er nachher mehr Rücksicht gelernt?
Du kannst nicht erwarten, dass er etwas anders macht, wenn du zwar klagst, aber nicht konsequent bist. Dann meint er, du klagst zwar, aber er darf weiter machen wie bisher.
Was mir aufgefallen ist, er verdreht zu oft die Augen bei dir. Wie wenn er in dir einen Blödmann sieht.
Oft ist es so, dass man zu fühlen bekommt, was man dem anderen fühlen lässt- auch da denke ich, unbewusst kommuniziert man, siehste, so machst du mit mir, als ob ich der größte Depp wäre.
 
Aber genau diese Frage habe ich mir auch schon öfter gestellt. Wo bleibe ich? Ich kann gerne mein eigenes Ding machen, Grenzen ziehen ect, so lange es ihn nicht einschränkt bzw ihm in den Kram passt. Vlt etwas übertrieben formuliert, aber genau dieses Gefühl stellt öfter mal ein bei mir.

Weiß dein Freund das?

Ich würde, wie auch @Hollunderzweig voschlägt, mit ihm sachlich über deine Bedenken sprechen.

Aber bleib bei dir. Dein Freund schafft es ja perfekt, seine Grenzen zu wahren und einfach das zu tun, was ihm gut tut. Dieses Recht hast du genauso.
 
@Hollunderzweig @Geißblatt67
Das was ihr vorschlagt ist zwar nicht schlecht, löst aber gar nicht wirklich unsere Probleme. Erst mal möchte ich nicht ständig für meine Wünsche kämpfen müssen. Darauf läuft das ja hinaus. Mit Hilfe meiner Therapie habe ich in den letzten Jahren schon gelernt genau das zu tun und auch nein zu sagen, aber wie bereits erwähnt: es ändert nichts. Es ist dann trotzdem jedes Mal ein Kampt, oft mit emotionalen Verletzungen.
Ich möchte einen Partner, der respektvoll auf meine Wünsche und Bedürfnisse eingeht. Das heißt nicht, dass ich mich jederzeit durchsetzen will. Ich möchte aber zumindest, dass meine Wünsche eben mit gesehen und einbezogen werden, ohne sie herabzuwerten.
Es gab vor einigen Wochen mal einen riesigen Streit, weil ich ihn darum gebeten hatte, seine vollgerotzten Taschentücher nicht überall liegen zu lassen, wenn er erkältet ist. Er muss ja nicht wegen jedem Taschentuch zum Mülleimer rennen, aber wenigstens 1-2x/ Tag wegräumen wäre schön. Da meinte er irgendwann, dass er die Taschentücher eben mehrfach verwenden würde und ich die Dinger verschwenden würde, wenn ich sie nach einer Benutzung gleich wegschmeiße. Also- Ich habe meine Bedürfnisse klar kommuniziert. Trotzdem hab ich am Ende die Kritik abbekommen und es ist eine riesige Diskussion draus entstanden. Zwar hat er sich einige Monate später für diese Reaktion entschuldigt, aber das bringt dann auch nichts mehr.

Und auch ansonsten bleibt das Problem mit der Kommunikation. Er reagiert weiterhin impulsiv, unfair und teilweise beleidigend. Er wird weiterhin sagen, dass das eben seine Art zu kommunizieren ist und wenn ich damit nicht klar komme- Pech gehabt.
Er wird weiterhin genervt reagieren, wenn es mir nicht gut geht. Er hat sich übrigens später für sein Verhalten im Supermarkt, als es mir so schlecht ging, entschuldigt. Ist zwar schön, aber was bringt es mir, wenn er das nächste Mal wieder so reagiert (war nicht die erste unsensible Reaktion, wenn es mir nicht gut geht).
 
Dieses Recht hast du genauso.

Man ist auch viel "hübscher, viel schöner", man bekommt auch wesentlich mehr Respekt und Rücksichtnahme, wenn man nicht alles mit sich machen lässt.
Jeder mags, wenn er mit wem zusammen ist, auf den er stolz sein kann, weil es kein Duckmäuser ist, kein Krummer- es lohnt sich immer, achtsam zu sein. Wir achten drauf, dass so ein Muster nicht gelebt wird.
Das ist, wie wenn man zulässt, dass schief gebaut wird.
 
Er reagiert weiterhin impulsiv, unfair und teilweise beleidigend.

Wenn dein Freund daran nichts ändern kann oder will, musst du dich entscheiden, ob du damit leben kannst oder nicht.

Ich meinte aber eigentlich was anderes:

Hast du deinem Partner gesagt, dass du an der Beziehung insgesamt zweifelst?

Es geht ja nicht um benutzte Taschentücher, sondern um die Zukunft eurer Beziehung.
 
Wenn ich so hinschaue, dann seid ihr doch bereits wie verheiratet und macht die ganze Zeit über alles mögliche gemeinsam durch, von ganz unten bis hinauf. Wie ein Team, das sich komplett vertraut. Er heuchelt dir nichts vor, auch nicht seinen Unmut, seinen Grant, seine Unzulänglichkeit und du kannst davon ausgehen, dass auch du bei ihm alles sein kannst, es geht immer wieder weiter.

Mein Rat wäre also, dass ihr wirklich aufrichtig zusammen überlegt, woran eure Beziehung scheitern könnte. Du musst dann unbedingt erzählen, dass du schwere Bedenken hast, wegen seiner Respektlosigkeit, die er zeigt immer wieder. Wenn er das weiter so hat, dann machts keinen Sinn, dann wäre gscheiter, er geht alleine weiter. Will er das nicht, dann wird er sich da beweisen müssen.

Probiert mal eine Linie zu erarbeiten, die besser ist, als die vorigen. Man ist nicht in Stein gemeisselt und kann sehr wohl an sich feilen.

Insgesamt sehe ich bei euch eine große Vertrautheit und eigentlich ein Paar, das sich gut verständigen kann. Es ist auch herauszuhören, dass er geliebt wird von dir und du eh gut umgehen kannst mit seinen Eigenheiten.

Mir kommt vor, man muss nur ehrlich hinschauen, geht es bergauf, geht es bergab während wir zusammen sind...fühlen wir uns schlapper oder vitaler, wenn wir neben ihm sind, blühen wir, oder gehen wir gefühlt ein..? Ja oder nein... das kann man doch anhand von allem sehen, was rund um euch ist.

Wenn du eine Entscheidung willst, dann schau mal nur zu und achte auf alle Details in den nächsten Wochen. Dein Unterbewusstsein lässt dann aufleuchten, was du sehen sollst.
So mache ich immer, zb bei einem dringlichen Trennungsgedanken liegt am nächsten Tag ein Liebesbotschafterl am Frühstückstisch, frische Semmelchen, ein herzhaftes Bussi, okay, DAS zählt und nicht meine Fantasien...die oft einen Streich spielen. So geh ich denn und lasse den lieben Herrgott entscheiden, der kennt sich gut aus in Lebensfragen.
In einem langen Gespräch vor ca 1 Monat haben wir über viel gesprochen, auch viel über unsere jeweiligen Sorgen was die Zukunft betrifft. Ich hab ihm gesagt, dass ich mit seiner Art Probleme habe, mich das öfter verletzt usw. Er meinte, dass das eben seine Art ist und er sich damit gut fühlt. Alle möglichen Leute hätten seit seiner Kindheit versucht ihn zu ändern und sozial kompatibel zu machen. Und das möchte er nicht mehr. Er meinte auch, dass er vieles was er sagt gar nicht ernst meint und ich eben versuchen sollte das auch nicht so ernst zu nehmen und eben weniger sensibel zu sein. Ergo- keine Änderungsbereitschaft (mehr).
 
Wenn dein Freund daran nichts ändern kann oder will, musst du dich entscheiden, ob du damit leben kannst oder nicht.

Ich meinte aber eigentlich was anderes:

Hast du deinem Partner gesagt, dass du an der Beziehung insgesamt zweifelst?

Es geht ja nicht um benutzte Taschentücher, sondern um die Zukunft eurer Beziehung.
Ja hab ich, wir hatten ein sehr ehrliches und langes Gespräch über alles erst vor ca 4 Wochen. Siehe meine Antwort gerade an Holunderzweig.
Er selber hat übrigens auch Zweifel, weil es ihm nach 10 Jahren Beziehung etwas an Verliebtheit fehlt und er unsicher ist, ob das so sein sollte.
 
Aber auf Dauer macht mich das kaputt. Mir fehlt Wärme und Geborgenheit, Verständnis und Mitgefühl. Empathie eben.
Jetzt verstehe ich es etwas besser, glaube ich. Ich dachte davor vor allem, dass dich seine manchmal harsche und zu direkte Art stört (was ich auf jeden Fall gut verstehe), aber so klingt es nochmal grundsätzlicher. Ist er für dich insgesamt schlecht emotional erreichbar, gibt es gar keine Momente, in denen er liebevoll mit dir mitfühlt und dir das Gefühl gibt, gesehen zu werden? Oder ist das sehr tages- und phasenabhängig?
Wenn du von ihm gar keine emotionale Zugewandtheit spürst, wäre es für mich auch schwer bis unmöglich, die Beziehung fortzuführen.
Nr 3: genervtes Augenrollen ist für MICH ein No- Go. Nicht für ihn. Dieses Gespräch hatten wir schon mehrfach. Er möchte so reagieren wie er will und entweder ich komme damit klar, oder ich habe Pech. Ein grundlegendes Problem mit ihm.

Hier verstehe ich euch beide. Ich kann gut verstehen, dass es verletzt, wenn er sich so verhält (und würde da eigentlich schon Einsicht von ihm erwarten), aber ich kenne es auch von mir, dass ich mir wünsche, dass bestimmte impulsive Reaktionen da sein dürfen, weil es für mich schwer möglich ist, alles zu unterdrücken (habe auch eine ADHS Diagnose). Das heißt nicht, dass ich denke, mir jeden Mist erlauben zu dürfen, aber es ist für mich kaum möglich, mir emotionale Reaktionen wie Wut, Frust, genervtheit nicht anmerken zu lassen, zumindest im Kontakt mit einer sehr nahen Person, bei wenig vertrauten ist es anders, weil ich da insgesamt oft sehr angespannt und kontrolliert bin. Und ich kenne auch dieses Gefühl "ich will zu dem stehen dürfen, was in mir los ist", gerade wenn man sein Leben lang die Erfahrung gemacht hat, Gefühle unterdrücken zu müssen/ als zu viel und zu stressig wahrgenommen zu werden.
Aber ich finde, hier wären aufrichtige und liebevolle Gespräche nötig, denn eure beiden Gefühle und Bedürfnisse sind gleich wichtig.
 
Ich schwebe also im Endeffekt aktuell zwischen Hochzeit und Trennung.
Wenn ich in Betracht ziehe, mich von jemandem zu trennen, würde ich ihn niemals heiraten.
Denn dann gibt es offensichtlich Dinge, die mich massiv an diesem Menschen stören, und sowas verfestige ich nicht durch eine Heirat. Wenn solche Alternativen zur Auswahl stehen, wäre die Entscheidung für mich also schon klar.
Also Unterstützung, Empathie und Sensibilität gleich 0. Solche Situationen gibt es häufiger. Ich mache zB. auch viele Kleinigkeiten im Alltag für ihn (seine Flasche auffüllen, ihm bei Anrufen helfen, für ihn was googlen, ihm helfen bei der Reparatur seiner Simson ect.), bekomme aber gefühlt nur sehr wenig dafür zurück. Ich bekomme zwar ein Danke und einen Kuss, aber wenn ich ihn mal um etwas bitte, auch wirklich kleine Bitten, ist es ihm oft zu viel Aufwand.
Also eine doppelte Schieflage:
Er ist dir gegenüber ein kalter Brocken, d.h. die Zuwendung, die du (ich würde mal sagen: jeder Mensch, wenn er nicht irgendeine Störung hat) brauchst, gibt er dir nicht. Stattdessen beleidigt er dich noch (für mich ein absolutes NoGo in einer Beziehung, was ich mir nicht 1x gefallen lassen würde, da könnte der Mensch noch so "interessant" sein).
Und auf der anderen Seite spielst du seine Sekretärin bzw seine Mutti. Seine Flasche auffüllen kann man ab dem Kleinkindalter doch wirklich selber, ein Hochbegabter sollte auch zum Googeln in der Lage sein wenn er es denn schon nötig hat, und wie bitte "hilft" man einem Erwachsenen beim Telefonieren?
Du bittest ihn um harmlose Dinge (zB wenigstens nach 2!! Tagen seine Rotztücher aus dem Weg zu räumen) und er kontert mit der großen Keule "Ich mach was ich will, und wenn es dir nicht passt, dann trenn dich halt"?
Ihr seid in keiner Weise auf Augenhöhe. So kenne ich das von Beziehungen mit Narzissten. Da fragt man sich als Außenstehender auch, wie weit die gehen können ohne dass der Partner hinschmeißt..

Er würde halt klar und direkt, aber ehrlich kommunizieren.
Leute, die ihre Unverschämtheit mit Ehrlichkeit rechtfertigen, können mir gestohlen bleiben.
Er wäre einerseits ein toller Vater.
Du hast keine Ahnung, was für ein Vater er wäre, und ich würde dir raten, es lieber nicht auszuprobieren. Er scheint jedenfalls ein manipulativer, kaltschnäuziger Egoist zu sein.
und versucht auch sehr mein Selbstbewusstsein irgendwie zu stärken,
Indem er dir Sprüche mit Elefanten im Porzellanladen drückt? Merkst du gar nichts?
 

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