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10 Jährige Beziehung- Trennung oder nicht?

Was du beschreibst hat nichts mit Beziehung geschweige denn Ehe zu tun.
Das Problem ist, dass Du nichts anderes kennst. Kann das ein?
Oder kannst du wirklich nicht eigene Entscheidungen treffen? Wieso joggst du, wenn du nicht willst?

Ich würde dir empfehlen mal alleine zu wohnen.
Natürlich kann ich eigene Entscheidungen treffen und das tue ich auch. Genau das führt ja eher zu Konflikten. Oft unterstützt er mich auch in meinen eigenen Entscheidungen. Aber genauso oft nervt es ihn auch.
Ich gebe aber zu, dass ich tendenziell eher eine Person bin, die schneller mal nachgibt und sich an die anderen dran hängt (nicht nur in der Beziehung, auch zB. auf Arbeit).

@Binchy @Marisol Danke für eure Beiträge 🙂
 
Möchtest du wirklich mit einem Mann Kinder bekommen, der im normalen Alltag schon bei Kleinigkeiten so gereizt, genervt und unsensibel ist?

Meinst du er hätte Verständnis wenn du in der Schwangerschaft dann körperliche Beschwerden oder Stimmungsschwankungen aufgrund der Hormonumstellung hast?

Würde er damit umgehen können, dass mit Baby und Kleinkind nichts mehr fix geplant werden kann und sich dann alles ums Kind dreht? Dass ein Kind viel Schmutz macht, zB Brösel in der Wohnung, Gläser umgeworfen, Essen am Boden landet, mal ins Bett gekotzt wird oder eine Windel ausläuft?
Da kann er seine Befindlichkeiten dann nicht mehr an 1. Stelle setzen.

Überleg dir das 100 x ob das eine gute Idee wäre.
Exakt das ist ein riesiger Problempunkt für mich. Wenn ich ihn direkt nach diesen Dingen frage, dann meint er immer, dass das mit Kindern ja alles anders wäre und es ihn da überhaupt nicht stören würde, wenn zB Dinge rumliegen. Und dass ihm klar wäre, dass das Kind dann absolut an 1. Stelle steht. Aber ob das dann wirklich so ist, weiß ich eben nicht. Er wäre einerseits ein toller Vater. Er hat definitiv einen Kinderwunsch (größer als ich), wäre verantwortungsvoll, hat vernünftige Ansichten, liebt es mit Kindern zu spielen, sich zum Affen zu machen und vor allem zu erklären. Er kann richtig geduldigt und mit Spaß Dinge erklären. Das Problem ist nur, dass ich nicht weiß, ob ich die Mutter dazu sein möchte. Ich möchte ja nicht nur einen Vater für meine Kinder, sondern auch einen liebevollen Ehemann.
 
Hi @Rotfuchs7 , oh man, ich hatte beim Lesen Deiner Beschreibung so viele Impulse. Wo fang ich bloß an?
Erstmal zu meinem Hintergrund, von dem her dann meine Gedanken dazu kommen.
I leb mit meinem Lebenspartner über 18 Jahre zusammen. In der Zeit hat sich unsere Partnerschaft ein paar Mal verändert und wurde eine andere Beziehungsform auch mal daraus.
Die zentrale Frage in den entscheidenden Schlüsselmomenten ist, passt es jetzt noch, bzw. wie passt es?
Also ich kann einiges sehr gut nachfühlen.
Das sind ein paar Gedanken zu Deiner Beschreibung Deiner / Eurer Situation:
- I hab es so verstanden, dass Eure Beziehung bisher, in den zurück liegenden Jahren das Teilen von Leben war, in dem es viele Veränderungen gab, drunter und drüber ging. Ist das in etwa richtig?
Nu liest es sich so, dass Eure Lebenssituation in ruhigere Fahrwasser kommt.
Für mich ist das ein entscheidender Punkt.
Ihr kennt es, zusammen Krisen zu meistern. Könnt ihr aber auch zusammen ein ruhigeres Leben teilen?
*
Die psychische Krankheit Deines Partners, das kenne ich ziemlich gut, weil ich der psychisch chronisch kranke und dadurch behinderte Mensch in meiner Partnerschaft bin.
Sehr wichtig hier, dass ich dafür, so gut ich kann, die Verantwortung übernehme.
Für meine Verhaltensprobleme, und andere Lasten, die dadurch entstehen, kann ich nicht immer was, aber mein Partner erst recht nicht. Deshalb versuche ich halt möglichst eigenverantwortlich damit umzugehen. Ich darf das nicht auf ihn abwälzen.
*
Wie ist die Zukunftsgestaltung?
Liest sich im Moment bei Euch als eine entscheidene Frage. In unseren Schlüsselmomenten auch. Wie stelle ich mir die (nächste) Zukunft vor? Ist dann die Frage, die sich jeder nur selbst beantworten kann.
Und kommt jeder für sich zu dem Ergebnis, mit dem Anderen zusammen, dann passt es. Wenn nicht, passt es vielleicht nicht...
*
Ich wünsche Dir ein gutes Gelingen.
Was mir noch krass auffällt, Du schreibst, Du stehst zwischen Hochzeit oder Trennung. Das sind für mich 2 Extreme und so zwischen den beiden Endpolen zu stehen, kommt mir krass vor.
Ehrlich nur aus meinem persönlichen Gefühl... wenn es passt, liegt es vielleicht doch eher mehr in Richtung Mitte?
Danke für deinen ausführlichen Beitrag!
- Ja, bisher gab es viele Turbulenzen, die wir alle irgendwie gemeistert haben. Manche besser, manche weniger gut. Genau dadurch, dass wir jetzt in ruhige Wasser kommen, kommen eben auch die Zukunftsgedanken auf. Ob wir ein ruhiges Leben führen können weiß ich nicht.
- Genau da ist ein Knackpunkt. Wenn ich in ruhigen Momenten, in denen er emotional offen ist, mit ihm darüber sprechen kann, dann sieht er schon einiges ein und dass eben sein Verhalten nicht immer ganz fair oder einfach ist. Aber in letzter Zeit geht er eben immer mehr in die Richtung weniger Verantwortung für sein Verhalten (zB verletzende Worte) zu übernehmen. A la "Ich bin eben so". Auf Arbeit kommt er damit auch gut recht, da viele Leute seine ehrliche und direkte Art schätzen. Aber in einer Beziehung ist das was anderes.
- Zukunft und die 2 Extreme: da wir uns beide Hochzeit und Kinder wünschen, gibt es leider nicht wirklich eine Mitte. Entweder wir schaffen diese Ziele gemeinsam, oder wir gehen getrennte Wege.
 
Ich sehe leider auch nicht, dass es einfacher wird, wenn ihr verheiratet seid, Kinder habt, vielleicht auch Eigentum. Dann wird es noch schwerer, sich zu trennen. Und die möglichen Baustellen vermehren sich. Gerade wenn kleine Kinder da sind, liegen die Nerven auf beiden Seiten schnell mal blank oder wenn man ein Haus baut, vielleicht nebenher schon Kinder hat.
Beim Lesen habe ich das Gefühl, dein Partner behandelt dich nicht besonders gut. Ob es an ADHS + Autismus liegt? Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass er es kann und du als konfliktscheue Person ihm nicht genügend Paroli bietest. Es gibt ja für ihn keine Konsequenzen.
Ich fänd es auch gut, wenn ihr eine Weile alleine lebt, um zu euch zu finden.
Ja eben- es gab noch nie Konsequenzen für ihn. Er kommt überall sonst mit seiner Art gut durch und hat extrem viel im Leben bereits erreicht. Die meisten Menschen sind von ihm total fasziniert und beeindruckt. Er ist unheimlich eloquent, kann sehr charmant sein, ist vielseitig interessiert, handwerklich begabt, sportlich und verdammt schlau. Blöd gesagt- jeder findet ihn toll, nur ich bin am Meckern. Aber in einer Partnerschaft zählen eben auch noch andere Dinge. Das versteht er aber nicht so richtig, hab ich das Gefühl.
 
Ja eben- es gab noch nie Konsequenzen für ihn. Er kommt überall sonst mit seiner Art gut durch und hat extrem viel im Leben bereits erreicht. Die meisten Menschen sind von ihm total fasziniert und beeindruckt. Er ist unheimlich eloquent, kann sehr charmant sein, ist vielseitig interessiert, handwerklich begabt, sportlich und verdammt schlau. Blöd gesagt- jeder findet ihn toll, nur ich bin am Meckern. Aber in einer Partnerschaft zählen eben auch noch andere Dinge. Das versteht er aber nicht so richtig, hab ich das Gefühl.
Apropos, Kinder sind eine übelst starke Belastung für eine Beziehung. Das würde ich mit bedenken. Besonders die Babyzeit. Ich sag mal aus meiner persönlichen Perspektive: Wenn ein paar sich selbst schon zur Last ist, finde ich es unfair, sich einem Kind zur Last zu machen. Mehr sage ich dazu aber auch nicht, wegen eigener Betroffenheit, da bin ich dann raus aus dem Kinderthema.
 
@_vogelfrei natürlich, gerne schreibe ich auch was zu den guten Seiten: erst mal bewundere ich viele Seiten an ihm selber. Er ist unheimlich intelligent, handwerklich begabt (über Probleme/ Reparaturen im Haushalt muss ich mir nie Gedanken machen), sehr vielseitig interessiert und abenteuerlustig, er ist sehr sportlich, kann toll kochen, wir haben 0 Probleme mit Haushalt, Finanzen oder Eifersucht (sind ja oft Konfliktthemen in anderen Beziehungen), wir haben sehr viele Gemeinsamkeiten was Filme, Serien, Hörbücher ect angeht, ich kann mit ihm zu Coldplay Konzerten gehen, aber auch zu einem klassischen Sinfonieorchester, wir können gut gemeinsam Urlaub machen. Er hält mich davon ab zum Stubenhocker zu werden (plant super Ausflüge) und versucht auch sehr mein Selbstbewusstsein irgendwie zu stärken, dass ich zB auf Arbeit stärker für meine Rechte eintrete. Er ist auch grundlegend Psychologisch durchaus interessiert, hat ja auch eine Paar- und Einzeltherapie mitgemacht.

Genau dieser Punkt mit der harmonischen Beziehung ist auch ein großer Wunsch von mir. Und natürlich zählen die letzten 10 Jahre sooo viel!
Meiner Meinung nach hat das ganze aber nur eine Zukunft, wenn er anfängt ehrlich zu sich selber zu sein und an sich zu arbeiten. Und das wiederrum funktioniert nur, wenn ich und meine Gefühle ihm wichtig genug dafür sind.

Ich bin hin und her gerissen. Ich habe schon einen ganzen Vormittag durchgeheult, weil ich mir plötzlcih gar nicht mehr vorstellen konnte ihn zu verlieren. Und dann wieder hab ich beim nächsten Konflikt mit Freude darüber nachgedacht, wie ich meine eigene Wohnung einrichten würde. Es schwank hin und her.
 
Apropos, Kinder sind eine übelst starke Belastung für eine Beziehung. Das würde ich mit bedenken. Besonders die Babyzeit. Ich sag mal aus meiner persönlichen Perspektive: Wenn ein paar sich selbst schon zur Last ist, finde ich es unfair, sich einem Kind zur Last zu machen. Mehr sage ich dazu aber auch nicht, wegen eigener Betroffenheit, da bin ich dann raus aus dem Kinderthema.
Ja das stimmt. Ich habe da auch Bedenken. Besonders sein Egoismus. Gar nicht mal wegen dem Kind selber. Er ist wirklich sehr begeistert von Kindern und freut sich darauf Vater zu werden. Ich denke schon, dass er es schaffen könnte seine Bedürfnisse dem Kind gegenüber zurück zu stellen. Aber was ist mit mir als Mutter? Man muss als Elternpaar zusammen halten und auch sensibel für die Bedürfnisse des Partners sein, damit es nicht einem Partner über den Kopf wächst. Ich weiß nicht, ob er das könnte.
 
Ich sehe leider auch nicht, dass es einfacher wird, wenn ihr verheiratet seid, Kinder habt, vielleicht auch Eigentum. Dann wird es noch schwerer, sich zu trennen. Und die möglichen Baustellen vermehren sich. Gerade wenn kleine Kinder da sind, liegen die Nerven auf beiden Seiten schnell mal blank oder wenn man ein Haus baut, vielleicht nebenher schon Kinder hat.
Beim Lesen habe ich das Gefühl, dein Partner behandelt dich nicht besonders gut. Ob es an ADHS + Autismus liegt? Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass er es kann und du als konfliktscheue Person ihm nicht genügend Paroli bietest. Es gibt ja für ihn keine Konsequenzen.
Ich fänd es auch gut, wenn ihr eine Weile alleine lebt, um zu euch zu finden.
Seiner Meinung nach behandelt er mich tatsächlich sehr gut. Ich glaube, dass er sich als tollen Partner sieht und gar nicht merkt wie viel da eigentlich fehlt. Er hat eine völlig andere Sichtweise auf die Beziehung als ich. Ich würde auch nicht unbedingt sagen, dass er mich wirklich schlecht behandelt. Aber ja, er neigt zu Egoismus und ich fühle mich mit allem, was ich für ihn mache, nicht gewertschätzt. Ich bekomme wenig zurück dafür.
 
Meiner Meinung nach hat das ganze aber nur eine Zukunft, wenn er anfängt ehrlich zu sich selber zu sein und an sich zu arbeiten. Und das wiederrum funktioniert nur, wenn ich und meine Gefühle ihm wichtig genug dafür sind.

Wenn, dann müsst Ihr beide an Euch arbeiten. Es ist schön, dass er Dein Selbstbewusstsein stärkt, aber das ist etwas, wo Du z .B. an Dir arbeiten solltest. Solange Du ein "People Pleaser" bist, kannst Du vielleicht nicht so für Dich und Deine Gefühle einstehen. Um eine Beziehung zu verändern, muss man immer erstmal auch bei sich gucken und da anfangen. Dann ändert sich oft die Dynamik der Beziehung.
 
Wenn, dann müsst Ihr beide an Euch arbeiten. Es ist schön, dass er Dein Selbstbewusstsein stärkt, aber das ist etwas, wo Du z .B. an Dir arbeiten solltest. Solange Du ein "People Pleaser" bist, kannst Du vielleicht nicht so für Dich und Deine Gefühle einstehen. Um eine Beziehung zu verändern, muss man immer erstmal auch bei sich gucken und da anfangen. Dann ändert sich oft die Dynamik der Beziehung.
Natürlich, wobei ich viele meiner Defizite allerdings schon einsehe, daran arbeite und insgesamt 4 Jahre Therapie bereits hinter mir habe. Die letzte Therapie hat vor 1 Jahr mit unserem letzten Umzug geendet und ich muss immer noch permanent an mir arbeiten und auf mich aufpassen. Zwar meint er immer, dass er mir gerne dabei hilft, aber realistisch gesehen kollidieren meine Bedürfnisse auch oft mit seinen, worüber er dann wieder genervt ist.
 

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