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Kulturzeit Beitrag "Der Gotteswahn"

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Ich habe auch seit langem Probleme mit den Religionen. Nicht zuletzt die Liebe, auf die man sich in religiösen Kreisen gerne beruft habe ich innerhalb religiöser Gemeinschaften nur selten wirklich authentisch erlebt. Menschenfreundliches bzw. altruistisches Verhalten scheint hier häufig eher aus einem gewissen Eigennutz heraus zu entstehen. Man hilft anderen Menschen, da man sich ja unter der Dauerbeobachtung durch Gott wähnt und ihm gegenüber gut dastehen möchte (um sich letztendlich ein Plätzchen im Himmel zu sichern).

Mir ist auch immer noch nicht klar, wie die Kirchen ihr Gebot der Nächstenliebe mit der Ausgrenzung gewisser Menschenkreise (Geschiedene, Schwule, Andersgläubige, etc.) vereinbaren. Immer wieder erlebe ich insbesondere bei gläubigen Menschen eine ungewöhnlich heftige Ablehnung bis hin zu Hassgefühlen gegenüber diesen Menschen. Warum ist das so? Anscheinend erstreckt sich der Ruf nach Nächstenliebe halt doch nur bis zum "Nächsten", aber nicht bis zum "Übernächsten"...

Möglicherweise handelt es sich da um selektive Wahrnehmung, aber bei atheistisch eingestellten Menschen erlebe ich im Durchschnitt wesentlich weniger Hassgefühle gegenüber andere.

Übrigens, ein typischer Fall war unlängst erst in einem psychotherapeutischen Forum zu lesen: ein Forumsteilnehmer, der sich selbst als sehr religiös bezeichnet, hat dort in einem Beitrag mehr oder weniger unverblümt zur Hatz gegen Schwule aufgerufen. Seiner Ansicht nach sind Schwule (und alle anderen, die nicht gegen Schwule hetzen) Gesellschaftszerstörer, gegen die hart durchgegriffen werden müsse... Zum Glück wurde dieser Beitrag inzwischen von der Forumsmoderation gelöscht.
 
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Einfache Bemerkung dazu: Glauben geht nicht ohne Feindbild. Denn dann müßten sie sich ja nur selber feiern.
 
Man darf nicht den Fehler machen und meinen ein Mensch der aus Liebe handelt, müßte jetzt alles tolerieren! Im Gegenteil, das ist keine Liebe.
Es bedeutet ehr Liebe zum richtigen Zeitpunkt, und wohlgemerkt in rechter (nicht überheblicher Weise) auch mal jemanden auf etwas aufmerksam zu machen was nicht in Ordnung ist.
Heut zu Tage wird so viel über Toleranz geredet - aber ist angebliche Toleranz nicht manchmal vielleicht Feigheit! Feigheit weil man nicht zur Wahrheit stehen will, oder nicht den Mut hat zu sagen das man etwas anders sieht?
Alles was man seinem Nächsten sagt, sollte jedoch immer in Liebe geschehen.Menschen die z.b mit Hass und Verachtung auf Homosexuelle herabschauen, handeln mit Sicherheit nicht in der Liebe und nach dem Willen Gottes.








Ich habe auch seit langem Probleme mit den Religionen. Nicht zuletzt die Liebe, auf die man sich in religiösen Kreisen gerne beruft habe ich innerhalb religiöser Gemeinschaften nur selten wirklich authentisch erlebt. Menschenfreundliches bzw. altruistisches Verhalten scheint hier häufig eher aus einem gewissen Eigennutz heraus zu entstehen. Man hilft anderen Menschen, da man sich ja unter der Dauerbeobachtung durch Gott wähnt und ihm gegenüber gut dastehen möchte (um sich letztendlich ein Plätzchen im Himmel zu sichern).

Mir ist auch immer noch nicht klar, wie die Kirchen ihr Gebot der Nächstenliebe mit der Ausgrenzung gewisser Menschenkreise (Geschiedene, Schwule, Andersgläubige, etc.) vereinbaren. Immer wieder erlebe ich insbesondere bei gläubigen Menschen eine ungewöhnlich heftige Ablehnung bis hin zu Hassgefühlen gegenüber diesen Menschen. Warum ist das so? Anscheinend erstreckt sich der Ruf nach Nächstenliebe halt doch nur bis zum "Nächsten", aber nicht bis zum "Übernächsten"...

Möglicherweise handelt es sich da um selektive Wahrnehmung, aber bei atheistisch eingestellten Menschen erlebe ich im Durchschnitt wesentlich weniger Hassgefühle gegenüber andere.

Übrigens, ein typischer Fall war unlängst erst in einem psychotherapeutischen Forum zu lesen: ein Forumsteilnehmer, der sich selbst als sehr religiös bezeichnet, hat dort in einem Beitrag mehr oder weniger unverblümt zur Hatz gegen Schwule aufgerufen. Seiner Ansicht nach sind Schwule (und alle anderen, die nicht gegen Schwule hetzen) Gesellschaftszerstörer, gegen die hart durchgegriffen werden müsse... Zum Glück wurde dieser Beitrag inzwischen von der Forumsmoderation gelöscht.
 
"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.." tja, Knuddel, den "Übernächsten" auch.

"Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein..." nobody is perfect - aber manche scheinen zu denken: Alle sind gleich, nur wir (aufgrund unsrer Religionszugehörigkeit) sind etwas gleicher. Das Auserwähltsein.

Heut zu Tage wird so viel über Toleranz geredet - aber ist angebliche Toleranz nicht manchmal vielleicht Feigheit! Feigheit weil man nicht zur Wahrheit stehen will, oder nicht den Mut hat zu sagen das man etwas anders sieht?

Lena, du kannst zu DEINER Wahrheit stehen und den Mut haben, etwas anders zu sehen. Wie wir alle es hier in der Diskussion tun. Gestehen wir uns aber doch bitte ein, das keiner von uns im Besitz einer absoluten Wahrheit ist. Sonst wäre logischerweise Glauben = Wissen. Soviel Toleranz muss einfach sein.

Mit Hass und Verachtung auf Minderheiten schauen ? Haben solche Christen nie die Bibel gelesen, nie etwas von "Zöllnern und Sündern", die damals zu den verachteten Minderheiten gehörten, und wie Jesus damit umgegangen ist ?

Peter
 
Kann ich Dir leider nicht sagen, ob sie nicht haben 😕




"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.." tja, Knuddel, den "Übernächsten" auch.

"Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein..." nobody is perfect - aber manche scheinen zu denken: Alle sind gleich, nur wir (aufgrund unsrer Religionszugehörigkeit) sind etwas gleicher. Das Auserwähltsein.



Lena, du kannst zu DEINER Wahrheit stehen und den Mut haben, etwas anders zu sehen. Wie wir alle es hier in der Diskussion tun. Gestehen wir uns aber doch bitte ein, das keiner von uns im Besitz einer absoluten Wahrheit ist. Sonst wäre logischerweise Glauben = Wissen. Soviel Toleranz muss einfach sein.

Mit Hass und Verachtung auf Minderheiten schauen ? Haben solche Christen nie die Bibel gelesen, nie etwas von "Zöllnern und Sündern", die damals zu den verachteten Minderheiten gehörten, und wie Jesus damit umgegangen ist ?

Peter
 
Na, Lena, ich denke schon - diese Sorte Christen wird dir auch nicht behagen. Die sind es, die Jesus als Heuchler bezeichnet hat, die den Splitter im Auge des Mitmenschen, aber nicht den Balken im eigenen Auge wahrnehmen, und die dem Atheismus durch ihre Art die Menschen in die Arme treiben.

Peter
 
Wieso soll jemand zu den Atheisten getrieben werden? Atheisten verstehen den Glauben von allen am besten, weil sie eine nüchterne Sicht auf die Dinge haben. Erst seit ich dieses Zeug nicht mehr glaube, weiß ich über den Glauben Bescheid.

Dietmar sagt dazu folgendes: ( Zitat )

Es gibt verschiedene Arten des Verstehens. Verstehen im Sinne von "gedanklich nachvollziehen" kann man eine Auffassung nur, in dem man sich mit ihr beschäftigt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man diese Auffassung dann auch teilt! Ich kann die Gedankengänge und psychologischen Vorgänge und die Handlungen eines Mörders verstehen, ohne selbst ein Mörder zu sein, und ich kann auch dann darüber urteilen. Es hätte auch keiner Verständnis dafür, wenn ein Mörder vor Gericht sagt, dass der Richter kein Urteil über ihn fällen könne, solange der Richter noch keinen Mord begangen habe!

Teilweise kann man bestimmte Dinge sogar nur verstehen, wenn man darüber nüchtern urteilen kann. Dazu darf man aber nicht zu sehr emotional involviert sein (wie beim Zustand des Glaubens). Deswegen behaupte ich auch, dass ich sehr viel mehr vom Glauben verstehe, seit ich ein Ungläubiger bin! Denn auch das Wissen darum, warum ich geglaubt habe, habe ich immer noch. Ich habe den Glauben verloren, aber nicht das Wissen um den Glauben und die Gründe meiner Gläubigkeit. Ich bin nur nicht mehr betriebsblind.

Wenn man unter "Verstehen" ein "die Auffassung teilen" versteht, dann kann man den Glauben nur als Gläubiger verstehen - aber das ist trivial (zirkuläre Logik). Was einem Gläubige damit eigentlich sagen ist Folgendes: "Du kannst nur glauben, wenn Du glaubst". Es gibt noch eine tiefere Form des Verstehens, wenn man selber eigenständig die Gedanken ergänzen und erweitern kann. Ein noch tieferes Verständnis erlangt man, wenn man die Auffassungen auch lehren kann. Das tiefste Verständnis von den Dingen hat man aber erst, wenn man eigenständig Fehler finden kann (das kritische Denken, Stufe 3 der Erkenntnis). Daran scheint es den Gläubigen zu mangeln - deswegen ist das Verständnis des eigenen Glaubens bei den meisten Gläubigen auch eher gering einzustufen, man kann den Vorwurf also umdrehen: "Du glaubst nur, weil Du Deinen Glauben nicht wirklich verstanden hast" - aber da das ein logischer Zirkel ist (genau wie er Vorwurf andersherum), sollte man diese unredliche Taktik lieber nicht benutzen.
 
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Hast Du es denn mal geglaubt ?😕

Gehören die ersten drei Sätze auch mit zu Dietmars allwissendem Zitat ?







Wieso soll jemand zu den Atheisten getrieben werden? Atheisten verstehen den Glauben von allen am besten, weil sie eine nüchterne Sicht auf die Dinge haben. Erst seit ich dieses Zeug nicht mehr glaube, weiß ich über den Glauben Bescheid.

Dietmar sagt dazu folgendes: ( Zitat )

Es gibt verschiedene Arten des Verstehens. Verstehen im Sinne von "gedanklich nachvollziehen" kann man eine Auffassung nur, in dem man sich mit ihr beschäftigt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man diese Auffassung dann auch teilt! Ich kann die Gedankengänge und psychologischen Vorgänge und die Handlungen eines Mörders verstehen, ohne selbst ein Mörder zu sein, und ich kann auch dann darüber urteilen. Es hätte auch keiner Verständnis dafür, wenn ein Mörder vor Gericht sagt, dass der Richter kein Urteil über ihn fällen könne, solange der Richter noch keinen Mord begangen habe!

Teilweise kann man bestimmte Dinge sogar nur verstehen, wenn man darüber nüchtern urteilen kann. Dazu darf man aber nicht zu sehr emotional involviert sein (wie beim Zustand des Glaubens). Deswegen behaupte ich auch, dass ich sehr viel mehr vom Glauben verstehe, seit ich ein Ungläubiger bin! Denn auch das Wissen darum, warum ich geglaubt habe, habe ich immer noch. Ich habe den Glauben verloren, aber nicht das Wissen um den Glauben und die Gründe meiner Gläubigkeit. Ich bin nur nicht mehr betriebsblind.

Wenn man unter "Verstehen" ein "die Auffassung teilen" versteht, dann kann man den Glauben nur als Gläubiger verstehen - aber das ist trivial (zirkuläre Logik). Was einem Gläubige damit eigentlich sagen ist Folgendes: "Du kannst nur glauben, wenn Du glaubst". Es gibt noch eine tiefere Form des Verstehens, wenn man selber eigenständig die Gedanken ergänzen und erweitern kann. Ein noch tieferes Verständnis erlangt man, wenn man die Auffassungen auch lehren kann. Das tiefste Verständnis von den Dingen hat man aber erst, wenn man eigenständig Fehler finden kann (das kritische Denken, Stufe 3 der Erkenntnis). Daran scheint es den Gläubigen zu mangeln - deswegen ist das Verständnis des eigenen Glaubens bei den meisten Gläubigen auch eher gering einzustufen, man kann den Vorwurf also umdrehen: "Du glaubst nur, weil Du Deinen Glauben nicht wirklich verstanden hast" - aber da das ein logischer Zirkel ist (genau wie er Vorwurf andersherum), sollte man diese unredliche Taktik lieber nicht benutzen.
 
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Wieso soll jemand zu den Atheisten getrieben werden?
Es war bei meiner Frau als junges Mädchen so - damals hat sie sich auch jeder Diskussion verweigert. Heute ist sie eine reife Frau, und wir können wieder diskutieren, z.B. das Menschen die Auslöser waren, und man sich besser eine eigene Ansicht bildet, anstatt diese aus dem Fehlverhalten Andrer abzuleiten.

Das dies ein Einzelfall ist, glaube ich nicht, Mike.

Peter
 
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Sicher habe ich mal geglaubt. Als kleines Kind hat man damals kaum eine andere Möglichkeit gehabt. Man wird ja ( meistens ) in einen Glauben hineingeboren.
Ich bin nicht zu den Atheisten getrieben worden. Der Glauben hat sich bei mir verflüchtigt. Wenn man die Erde und alles was sich drauf abspielt so ansieht, verbietet sich der Gedanke an einen allmächtigen Gott eigentlich von selbst.
 
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