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Frusttagebuch: Mutter

Seine Mutter ist extrem ähnlich wie meine Mutter.

Ich bin auch bei meinen Großeltern aufgewachsen.
Der Bruder von meiner Mutter auch.

Der Bruder wirkt
psychisch normal .

Ich denke, dass meine Mutter so extrem psychisch schwierig wurde, weil ihr Bruder ständig vorgezogen wurde,
er war der Goldjunge der Mutter,
sie litt unter den Wutausbrüchen ihrer Mutter
sie wurde unterdrückt und sehr verwöhnt .

Sie wurde unselbständig erzogen.

Sie war ein bildschönes Püppchen gewesen.

Ihr Bruder und ich hatten mehr Freiheiten und litten nicht so stark unter den Wutausbrüchen der Oma.
Sie machte nie eine Therapie.


Der Bruder und ich waren die Lieblinge von der Oma...und wurden von ihr sehr geliebt.

Meine Mutter war unfähig ein Kind aufziehen zu können, unselbständig, sie klammerte an mir, war depressiv und extrem egozentriert und narzisstisch.
Ständig musste ich etwas für sie tun, ich war ihr Butler und ihre Sprache war so wirr wie bei deiner Mum.
Sie lebte in ihrer eigenen Welt.

Sie war sehr jung als sie mich bekam....ihre vielen Männerbeziehungen waren schwierig.
Sie konnte wie ein Wasserfall reden ohne den Gesprächspartner wahrnehmen.


Schuld waren für sie nur die Anderen, bei Kritik flippt sie aus ..sie war innerlich sehr einsam und suchtkrank.

Ich weiss nicht ob sie ob sie von meinem Opa sexuell missbraucht wurde.
Ein paar Dinge deuten darauf hin.

Jetzt ist meine Mutter dement, lebt in der Pflege WG und verhält sich besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht wie ich es aushalte und ich kann jeden verstehen der mir sagt, ich solle den Kontakt abbrechen.

Ich versuche seit meiner Kindheit dieses "alles ist doch gut" Bild zu leben.
  • Wenn ich in meiner Kindheit alleine an der Bushaltestelle stand während alle anderen Kindern von ihren Eltern abgeholt wurden, habe ich mir gesagt "Ist doch nicht so schlimm. Ich lebe halt bei meinen Großeltern und mein Opa kann kein Auto mehr fahren. Ist doch nicht schlimm Bus zu fahren!"
  • Wenn ich aus den Sommerferien kam und jedes Kind von seinem Urlaub erzählte, während ich nie in Urlaub fuhr weil meine Großeltern nicht gut zu Fuss waren, habe ich auch das schön geredet. "Warum in Urlaub fahren, wir haben einen schönen Garten!"
  • Wenn mich beim Elternsprechtag Kinder darauf ansprachen warum meine Oma und nicht meine Mutter kommt, habe ich auch das irgendwie versucht gut zu reden.
  • Und natürlich war die Pflege meines Opas und meiner Oma später auch für mich selbstverständlich.
  • Selbst meine Berufswahl als Beamter war vermutlich unterbewusst der Versuch das Ideal meiner Großeltern eines unkündbaren sicheren Jobs zu erreichen.
Ich wollte immer nach außen ein gutes Bild abgeben aber auch mir selbst gegenüber. Immer alle Erwartungen erfüllen, immer brav sein, niemals meckern. Ich hatte als Kind Jahre lang panische Angst "zu spät erwachsen zu werden". Was wenn meine Großeltern sterben bevor ich eigenes Geld verdiene? Beide gingen auf die 80 zu als ich Abitur machte und mein Opa wurde damals pflegebedürftig.

Ich muss funktionieren! Ich muss stark sein! Ich darf nicht weinen! Darf keinen Streit in der Familie zulassen, keine Konflikte! Alles muss heile Welt sein! Ich muss Geld verdienen! Ich darf von niemanden abhängig sein! Ich darf mich auf niemanden verlassen!

Und so habe ich mein Leben aufgebaut. Ich funktioniere. Meine Beziehung zu meiner Mutter ist gut. Ich brauche niemanden. Alles ist gut.
(das dies so nicht stimmt, weiß ich)

Du kannst auch jetzt immer noch aus diesem Muster ausbrechen und mal was anderes probieren.
Vielleicht merkst du ja , dass es dir gut tut, anders damit umzugehen.

"Heile Welt" mit so einer Erzeugerin kann es vielleicht einfach nicht geben, und Akzeptanz wäre da vielleicht heilender.
 
Du kannst auch jetzt immer noch aus diesem Muster ausbrechen und mal was anderes probieren.
Vielleicht merkst du ja , dass es dir gut tut, anders damit umzugehen.

"Heile Welt" mit so einer Erzeugerin kann es vielleicht einfach nicht geben, und Akzeptanz wäre da vielleicht heilender.
Das stimmt absolut. Ich kann meine Mutter nicht ändern und entweder ich akzeptiere sie so oder ich vermindere den Kontakt.

Meine beste Strategie bislang ist: Reden + zeitliche Grenzen
Solange ich viel rede und sie nicht in ihre üblichen Gedankenschleifen kommen lasse, kann es funktionieren.
Das ganze am besten mit einem festen Programm und vordefinierten Zeiten. Wir treffen uns für eine Stunde zum Essen (Punkt). Wir reden über das Essen, ich über meine Erlebnisse, ihr bleiben dann noch 10 Minuten zum jammern und ich verabschiede mich (Punkt).
Verfällt sie in alte Muster, sage ich: "Willst du die wenige Zeit jetzt damit verbringen?" Und ja damit fange ich sie manchmal ein.

Das ganze ist aber keine natürliche oder gesunde Beziehung, sondern eher ein ständigen Grenzen stecken. Deswegen darf sie mich auch nur einmal die Woche anrufen. Ohne diese Grenze, würde sie und hat früher jeden Tag angerufen.
Das ist es aber eben auch was sie absolut hasst: Dass ich diese Grenzen setze. Und das lässt sie mich spüren in bester passiv agressiver Art:
  1. Salami Taktik: Sie schaut immer wie weit sie Grenzen überschreiten. Erst kommt sie bei einem Treffen eine halbe Stunde zu spät, dann eine Stunde, beim nächsten Mal zwei Stunden. Es reicht nicht wenn ich nur mein Missfallen ausdrücke, sondern erst wenn ich die Treffen absage, fängt sie an ihr Verhalten anzupassen.
  2. Vergesslichkeit: Sie "vergisst" gesetzte Grenzen, vergisst Vereinbarungen und vergisst ob sie mir etwas schonmal gesagt hat
  3. Gaslighting: "Du bist aber auch extrem empfindlich"
Deswegen:
Akzeptieren dass sie ist wie sie ist -> ja
Grenzüberschreitungen akzeptieren -> nein

Hätte ich ihr nie Grenzen gesetzt, würde sie jetzt bei mir wohnen, von mir finanziert werden, jeden Abend 3 Stunden mit mir reden und mein Leben zur kompletten Hölle machen.
 
Dasselbe hab ich auch gerade gedacht. Niemals würde ich eine Stunde warten, außer es ist ein Notfall passiert und mir wird Bescheid gegeben. Dann kann ich selbst entscheiden, ob ich warten will.
Das Spiel spielt sie halt ^^

Sie ruft mich entgegen jeder Vereinbarung während meiner Arbeitszeit in der Woche an, sagt am Telefon es wäre ein "Notfall" und "etwas schreckliches ist passiert". Und dann erzählt sie mir, dass sie ihr Ebay Kennwort vergessen hat.

Ich gehe darauf nicht ein, aber ernte deswegen eben so Sprüche wie "Wär es dir etwa egal wenn ich sterbe?" oder "warts ab, irgendwann wirst du mich tot auf den Küchenboden finden".

Inzwischen setze ich diese Grenzen, aber es ist kein einmaliges Setzen, es ist ein beständiger und immer erneuter Kampf. Sie hält sich an die Grenzen aber alle paar Wochen testet sie diese wieder aus oder "vergisst" etwas.

Um es in Bildern zu sagen: Sie sägt beständig an meinem Stuhl. Und deswegen fühle ich mich nie wohl in ihrer Gegenwart sondern immer unter Anspannung und Druck ihr ja keinen Millimeter mehr Raum zu lassen, weil jede Schwäche von mir ausnutzt.
 

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