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Frusttagebuch: Mutter

Heutiges "Comedy" Telefonat mit meiner Mutter.
  • Ich rufe sie an, weil wir i.d.R. Freitag gegen Mittag telefonieren -> Sie geht nicht ran.
  • Ich rufe eine Stunde später an -> Sie geht nicht dran.
  • 2 Stunden später: Sie ruft an gegen 15 Uhr, sie sei "gerade erst aufgestanden", gähnt mir mehrfache ins Telefon und erzählt von dem "A*schloch Nachbarn", der "schon um 10 Uhr Vormittags" rasen mäht. Sofort setzt sie nach, dass dass bereits meine Großmutter kein Verständnis gehabt hätte, dass sie ein Nachtmensch sei.
  • Ich erzähle ca. 5 Minuten davon dass bei mir in dieser Woche eine PV Anlage installiert wurde, dann plötzlich Telefon tot. Ich wäre beunruhigt wenn ich es nicht bereits kennen würde....
-----Pause----
  • 15 Minuten später ruft sie wieder an, "Akku war leer." Es folgt ein allgemeines Meckern gegen Technik.
  • Ich höre sie laut Kaffee ins Telefon schlürfen, nochmal gähnen. Vom Meckern gegen Technik gehts dazu, dass sie ihren "Ebay Zugang" verloren hätte. Ich weiß, sie meint Kleinanzeigen, weil sie mir das auch schon in den letzten 5(!) Telefonaten erzählt hat. Nein, sie ist nicht vergesslich, sie wiederholt Dinge, die sie emotional belasten nur immer und immer wieder.
  • Ich versuche nochmal mein Thema PV Anlage und erzähle, dass ich mittags praktisch mit Solarstrom meine Wäsche waschen kann. Sie fällt mir ins Wort und erzählt wie schlecht ihre Waschmaschine sei weil sie 3 Stunden laufen würden. Davon kommt sie zum Thema Klimaschutz, dann zu Politik, dann auf Migrationspolitik und Ausländer, die uns die Arbeitsplätze wegnehmen.
  • Ich habe ihr neulich geholfen , ihr TV einzurichten und habe 2 Stunden(!) lang mit ihr trainiert wie sie Youtube beim Smart TV ansteuert. Ergebnis: Wochenlang schaute sie politisch radikale Kanäle und wollte mit mir stundenlang darüber diskutieren.
  • Auch beim heutigen Telefonat blocke ich das Thema ab und bekomme als Antwort: "Willst du die Wahrheit nicht sehen?" und "Mit Anderen kann man normal sprechen, nur mit dir nicht".
  • Jetzt wiederholt(!) sie das Kleinanzeigen Thema ....
  • Ich versuche ein anderen Thema, sie beschwert sich sofort, dass ich sie nicht ausreden ließe.
---- Jetzt die heilige Dreifaltigkeit (3 Themen, die immer kommen)----
  • Ihr geht es schlecht und alle Anderen sind Schuld, vor allem die Politik und Ausländer
  • Ich verstehe sie angeblich nicht und Schuld ist meine Großmutter, die mich ihr damals "weggenommen" habe
  • Andere ältere Menschen hätten Hilfe, nur sie nicht. Wenn ich sie nicht genug lieben würde, könnte sie ja gleich Suizid begehen.
Das Gespräch ist an diesem Punkt nicht mehr rettbar.
A) Gehe ich auf die Themen ein, reden wir Stunden über "böse" Politik, meine "böse" Großmutter und dass alle Menschen gemein zu meiner Mutter seien,
B) Versuche ich über irgendwas Anderes zu reden, gibt sie sich beleidigt und versucht mich durch ständige kleine Provokationen zu unterbrechen, sozusagen als Rache dafür, dass ich ich auf Ausländer, Suizid und "Oma war böse" nicht einlasen wollte.
Dennoch versuche ich es nochmal mit einem anderem Thea.....

---- Dann mitten in einem Themenversuch von mir wieder Telefonabbruch ----
  • Sie ruft zurück und meint sie wäre "versehentlich an einen Knopf gekommen". Beginnt ohne Atempause darüber zu meckern, dass sie die Schrift auf dem Smartphone nicht lesen kann (Sie hat eine Brille, zieht sie aber nicht an, auch nicht beim Autofahren...)
  • Sie redet wieder von Kleinanzeigen ....
  • Ich weiß: Ich muss das Telefonat beenden. Mittlerweise sind es 2 Stunden Telefonat. Beim Versuch mich zu verabschieden kommt von ihr aus dem nichts: "wäre ja auch nicht schön wenn du mich tot auf dem Küchenboden finden würdest oder?"
  • Ich gehe darauf nicht ein und verabschiede mich. Sie versucht das Gespräch jetzt krampfhaft zu halten: "Moment, ich habe noch eine wichtige Frage!". Diese Columbo Methode von ihr kenne ich. Sie fragt mich, wie ich glaube dass der Iran Krieg weiter geht.
  • Ich sage: Ich lege jetzt auf und beende das Gespräch.
----Telefonat Ende ----

Mein eigentlich immer gleiches Fazit:

Von emotionaler Erpressung (Suizidandeutungen) über klassische Gaslighting-Versuche ("Mit Anderen kann man normal sprechen, nur mit dir nicht"), bis Schuldumkehr und Kontakterzwingung. Mag man ihr Verhalten manipulativ, narzistisch, egozentrisch oder sonstwie nennen, eine echte Beziehung zwischen meiner Mutter und mir ist seit Jahren tot.

Ich weiß nicht wie viel meine Mutter absichtlich macht, die Störversuche, die Schuldumkehr, die zufälligen Telefonabbrüche..... Ich werfe meiner Mutter auch ihre emotionalen Ausbrüche nicht vor, wohl aber wenn ihr auch mit Abstand dazu die Reflektion fehlt und sie meine Großmutter, mich und einfach Alle zu Verbrechern deklariert, die böse zu ihr sind.

Abhaken....weiter gehts...
Auch wenn ich schmunzeln muss, ich weiß, wie das ist. Vieles von dem, was du schreibst, könnte ich unverändert übernehmen. Nur fanden die meisten Telefonate mit meinem Vater nachts statt - jede Nacht! Er schlaflos, ich am Ende wegen permanenter Übermüdung und einem 10-Stunden-Job, der mir viel abverlangte.

Wir lebten hunderte Kilometer entfernt. Wenn er schlecht drauf war, mimte er den sterbenden Schwan, ich müsse sofort kommen. Ein Anruf beim ambulanten Pflegedienst ergab, dass er gerade unterwegs und gut drauf sei. Das Spiel wiederholte sich unzählige Male.

Themen der Telefonate: Alle Menschen sind schlecht, frauenfeindlicher Müll, Krankheiten, Flüchtlinge und was die alle bei uns abgreifen. Letzteres Thema legte sich, als er sich mit Ukrainern anfreundete.

Und überhaupt, was ich für eine Tochter sei, nicht zu ihm zu ziehen (ich arbeitete immer noch) und warum ich nicht jedes Wochenende zu ihm käme (5 Std. Zugfahrt eine Tour) und wieso er nur noch 3 x die Woche mit mir telefonieren darf. Ich hatte kurz vor meinem Nervenzusammenbruch die Telefonate stark eingeschränkt. Von daher richtig, dass du mit deiner Mutter einen festen Telefontermin hast.

Ich hatte mit meinem Vater Jahrzehnte keinen Kontakt. Er war weg, als ich noch Kind war. Durch einen Zufall bekam er meine Telefonnummer und so verbrachten wir noch 3 1/2 aufregende Jahre miteinander, bevor er mit 98 Jahren verstarb.

Ich wünsche dir viel Kraft, Geduld und eine Prise Humor bei deinen Telefonaten!
 
Ich weiß nicht wie ich es aushalte und ich kann jeden verstehen der mir sagt, ich solle den Kontakt abbrechen.

Ich versuche seit meiner Kindheit dieses "alles ist doch gut" Bild zu leben.
  • Wenn ich in meiner Kindheit alleine an der Bushaltestelle stand während alle anderen Kindern von ihren Eltern abgeholt wurden, habe ich mir gesagt "Ist doch nicht so schlimm. Ich lebe halt bei meinen Großeltern und mein Opa kann kein Auto mehr fahren. Ist doch nicht schlimm Bus zu fahren!"
  • Wenn ich aus den Sommerferien kam und jedes Kind von seinem Urlaub erzählte, während ich nie in Urlaub fuhr weil meine Großeltern nicht gut zu Fuss waren, habe ich auch das schön geredet. "Warum in Urlaub fahren, wir haben einen schönen Garten!"
  • Wenn mich beim Elternsprechtag Kinder darauf ansprachen warum meine Oma und nicht meine Mutter kommt, habe ich auch das irgendwie versucht gut zu reden.
  • Und natürlich war die Pflege meines Opas und meiner Oma später auch für mich selbstverständlich.
  • Selbst meine Berufswahl als Beamter war vermutlich unterbewusst der Versuch das Ideal meiner Großeltern eines unkündbaren sicheren Jobs zu erreichen.
Ich wollte immer nach außen ein gutes Bild abgeben aber auch mir selbst gegenüber. Immer alle Erwartungen erfüllen, immer brav sein, niemals meckern. Ich hatte als Kind Jahre lang panische Angst "zu spät erwachsen zu werden". Was wenn meine Großeltern sterben bevor ich eigenes Geld verdiene? Beide gingen auf die 80 zu als ich Abitur machte und mein Opa wurde damals pflegebedürftig.

Ich muss funktionieren! Ich muss stark sein! Ich darf nicht weinen! Darf keinen Streit in der Familie zulassen, keine Konflikte! Alles muss heile Welt sein! Ich muss Geld verdienen! Ich darf von niemanden abhängig sein! Ich darf mich auf niemanden verlassen!

Und so habe ich mein Leben aufgebaut. Ich funktioniere. Meine Beziehung zu meiner Mutter ist gut. Ich brauche niemanden. Alles ist gut.
(das dies so nicht stimmt, weiß ich)
Anscheinend war dein ganzes Leben lang niemand in deinem Umfeld, der dich ganz individuell mit deinen Bedürfnissen wahr- und wichtig genommen hat, oder?
 
Naja , so lange sie nur redet , lass sie reden, wenn sie anfängt, Dir auf der Tasche zu liegen, das meine ich jetzt monetär, dreh den Hahn zu , wenn's geht.
Du siehst das schon richtig denke ich, hake es ab , aber hake nur ab , was Du Dir selbst auch " abhaken " würdest , bleibe halt fair ,mehr kannst Du nicht tun, so weh es auch tut, so schmerzlich es auch ist.
Aus Dir ist ja auch noch was geworden , deshalb , an der Erziehung der Großeltern kanns ja nicht gelegen haben.

Jeder Mensch entscheidet sich doch im Grunde selbst und ich kann Dir weder raten " hart " zu sein noch " klein " beizugeben , den nächsten Versuch der Wiederbelebung zu starten - " Vielleicht ist ja da auch was was nicht tot ist ....????."
Aber das Argument der Kindeswegnahme ist ein beliebtes Argument .
Da ist auf der einen Seite die sprühende Jugend der Mutter und die damit für den Vater verbundenen Reize - das " Aufbegehren " gegen das Establishment , etc......und schon....schwanger .....

dann ist Verantwortung , Kompromissbereitschaft, Fairness, Selbstreflexion und ne gesunde Portion Menschenverstand gefragt , je nach klein beigeben oder hart bleiben, denn Konsequenz ist wichtig.
Deshalb sollte man damit auch immer sehr umsichtig umgehen.
Trifft man für die eigene Selbstbewertung gut eine Konsequenz , lernt man es funktioniert.
Ist die aber aus einer emotionalen Lage heraus getroffen, stellt man sie unter Umständen bei anderer emotionaler Lage wieder in Frage .

Daher besser das Ding mit gesundem Verstand betrachten , die Flucht Deiner Mutter vor ner " lebendigen " Verbindung betrachten oder eben das Unvermögen , das durchaus psychisch bedingt sein kann .....eine zu führen.

Den ersten Schritt machst Du schon, meiner Meinung nach, sehr deutlich und oft genug.

Verliere nicht die Geduld und frage Dich weniger nach der Intention, sondern frage Dich mehr nach der Ursache , es kann sein , sie weiß genau was sie macht und als junge Mutter wenn sie Dich und die Eltern besuchte , zog sie sich die Schuhe aus , damit Du sie nicht hörst, aber Dir erzählt sie , die haben Dich mir weggenommen .....es kann genauso sein, da ist einiges verstellt im Kopf , da sind ein paar Kabel an der Solaranlage nicht richtig angeschlossen und eigentlich bräuchte sie ne Therapie , um das zu bewältigen und so viel Selbstreflexion zu besitzen , das sie die Verbindung wieder lebendig macht ....

aber spekulieren ist nicht veboten , hilft nur nicht so weiter - Ursachenforschung schon eher , mach Dir ein Bild von der Kindheit , der Zeit damals , wie es so war , was so als richtig galt und als falsch und so weiter und dann kannst Du umso besser verstehen , warum weshalb wieso .......ganz sicher .

Betrachte es mit der Objektivität und Neutralität des Ratio und wenn Dir klar wird " Achso deshalb haben ...." dann wird es Stück für Stück leichter, auch da hinter die Kulissen zu blicken.

Nimm's also nicht zu schwer......emotional gesehen.
 
Seine Mutter ist extrem ähnlich wie meine Mutter.

Ich bin auch bei meinen Großeltern aufgewachsen.
Der Bruder von meiner Mutter auch.

Der Bruder wirkt
psychisch normal .

Ich denke, dass meine Mutter so extrem psychisch schwierig wurde, weil ihr Bruder ständig vorgezogen wurde,
er war der Goldjunge der Mutter,
sie litt unter den Wutausbrüchen ihrer Mutter
sie wurde unterdrückt und sehr verwöhnt .

Sie wurde unselbständig erzogen.

Sie war ein bildschönes Püppchen gewesen.

Ihr Bruder und ich hatten mehr Freiheiten und litten nicht so stark unter den Wutausbrüchen der Oma.
Sie machte nie eine Therapie.


Der Bruder und ich waren die Lieblinge von der Oma...und wurden von ihr sehr geliebt.

Meine Mutter war unfähig ein Kind aufziehen zu können, unselbständig, sie klammerte an mir, war depressiv und extrem egozentriert und narzisstisch.
Ständig musste ich etwas für sie tun, ich war ihr Butler und ihre Sprache war so wirr wie bei deiner Mum.
Sie lebte in ihrer eigenen Welt.

Sie war sehr jung als sie mich bekam....ihre vielen Männerbeziehungen waren schwierig.
Sie konnte wie ein Wasserfall reden ohne den Gesprächspartner wahrnehmen.


Schuld waren für sie nur die Anderen, bei Kritik flippt sie aus ..sie war innerlich sehr einsam und suchtkrank.

Ich weiss nicht ob sie ob sie von meinem Opa sexuell missbraucht wurde.
Ein paar Dinge deuten darauf hin.

Jetzt ist meine Mutter dement, lebt in der Pflege WG und verhält sich besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht wie ich es aushalte und ich kann jeden verstehen der mir sagt, ich solle den Kontakt abbrechen.

Ich versuche seit meiner Kindheit dieses "alles ist doch gut" Bild zu leben.
  • Wenn ich in meiner Kindheit alleine an der Bushaltestelle stand während alle anderen Kindern von ihren Eltern abgeholt wurden, habe ich mir gesagt "Ist doch nicht so schlimm. Ich lebe halt bei meinen Großeltern und mein Opa kann kein Auto mehr fahren. Ist doch nicht schlimm Bus zu fahren!"
  • Wenn ich aus den Sommerferien kam und jedes Kind von seinem Urlaub erzählte, während ich nie in Urlaub fuhr weil meine Großeltern nicht gut zu Fuss waren, habe ich auch das schön geredet. "Warum in Urlaub fahren, wir haben einen schönen Garten!"
  • Wenn mich beim Elternsprechtag Kinder darauf ansprachen warum meine Oma und nicht meine Mutter kommt, habe ich auch das irgendwie versucht gut zu reden.
  • Und natürlich war die Pflege meines Opas und meiner Oma später auch für mich selbstverständlich.
  • Selbst meine Berufswahl als Beamter war vermutlich unterbewusst der Versuch das Ideal meiner Großeltern eines unkündbaren sicheren Jobs zu erreichen.
Ich wollte immer nach außen ein gutes Bild abgeben aber auch mir selbst gegenüber. Immer alle Erwartungen erfüllen, immer brav sein, niemals meckern. Ich hatte als Kind Jahre lang panische Angst "zu spät erwachsen zu werden". Was wenn meine Großeltern sterben bevor ich eigenes Geld verdiene? Beide gingen auf die 80 zu als ich Abitur machte und mein Opa wurde damals pflegebedürftig.

Ich muss funktionieren! Ich muss stark sein! Ich darf nicht weinen! Darf keinen Streit in der Familie zulassen, keine Konflikte! Alles muss heile Welt sein! Ich muss Geld verdienen! Ich darf von niemanden abhängig sein! Ich darf mich auf niemanden verlassen!

Und so habe ich mein Leben aufgebaut. Ich funktioniere. Meine Beziehung zu meiner Mutter ist gut. Ich brauche niemanden. Alles ist gut.
(das dies so nicht stimmt, weiß ich)

Du kannst auch jetzt immer noch aus diesem Muster ausbrechen und mal was anderes probieren.
Vielleicht merkst du ja , dass es dir gut tut, anders damit umzugehen.

"Heile Welt" mit so einer Erzeugerin kann es vielleicht einfach nicht geben, und Akzeptanz wäre da vielleicht heilender.
 
Du kannst auch jetzt immer noch aus diesem Muster ausbrechen und mal was anderes probieren.
Vielleicht merkst du ja , dass es dir gut tut, anders damit umzugehen.

"Heile Welt" mit so einer Erzeugerin kann es vielleicht einfach nicht geben, und Akzeptanz wäre da vielleicht heilender.
Das stimmt absolut. Ich kann meine Mutter nicht ändern und entweder ich akzeptiere sie so oder ich vermindere den Kontakt.

Meine beste Strategie bislang ist: Reden + zeitliche Grenzen
Solange ich viel rede und sie nicht in ihre üblichen Gedankenschleifen kommen lasse, kann es funktionieren.
Das ganze am besten mit einem festen Programm und vordefinierten Zeiten. Wir treffen uns für eine Stunde zum Essen (Punkt). Wir reden über das Essen, ich über meine Erlebnisse, ihr bleiben dann noch 10 Minuten zum jammern und ich verabschiede mich (Punkt).
Verfällt sie in alte Muster, sage ich: "Willst du die wenige Zeit jetzt damit verbringen?" Und ja damit fange ich sie manchmal ein.

Das ganze ist aber keine natürliche oder gesunde Beziehung, sondern eher ein ständigen Grenzen stecken. Deswegen darf sie mich auch nur einmal die Woche anrufen. Ohne diese Grenze, würde sie und hat früher jeden Tag angerufen.
Das ist es aber eben auch was sie absolut hasst: Dass ich diese Grenzen setze. Und das lässt sie mich spüren in bester passiv agressiver Art:
  1. Salami Taktik: Sie schaut immer wie weit sie Grenzen überschreiten. Erst kommt sie bei einem Treffen eine halbe Stunde zu spät, dann eine Stunde, beim nächsten Mal zwei Stunden. Es reicht nicht wenn ich nur mein Missfallen ausdrücke, sondern erst wenn ich die Treffen absage, fängt sie an ihr Verhalten anzupassen.
  2. Vergesslichkeit: Sie "vergisst" gesetzte Grenzen, vergisst Vereinbarungen und vergisst ob sie mir etwas schonmal gesagt hat
  3. Gaslighting: "Du bist aber auch extrem empfindlich"
Deswegen:
Akzeptieren dass sie ist wie sie ist -> ja
Grenzüberschreitungen akzeptieren -> nein

Hätte ich ihr nie Grenzen gesetzt, würde sie jetzt bei mir wohnen, von mir finanziert werden, jeden Abend 3 Stunden mit mir reden und mein Leben zur kompletten Hölle machen.
 

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