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Ausweg aus der Pornosucht

Guten Morgen!
Ja. Ich habe mich schon mit einem Wechsel beschäftigt. Leider ist das, wie schon erwähnt, alternativlos. In einem ähnlichen Job in einer anderen Firma würde ich ca. die Hälfte verdienen. Das hätte so große Auswirkungen, dass ich vor einem Wechsel zu viel Angst habe. Daran würde auch eine Weiterbildung oder so nichts ändern.
Aber ja. Ein Wechsel ist oft Thema in meinem Kopf. Es geht am Ende nichts über die Gesundheit. Und der aktuelle Job tut mir nicht gut. Das ist Fakt.
Ich versuche mir jetzt erstmal hier den Arbeitstag besser zu gestallten. Ich interessiere mich für die Börse und Trading. Deswegen habe ich angefangen Bücher zu digitalisieren und (mit einem Demokonto) zu traden. Naja. Damit habe ich mich zumindest im letzten Jahr beschäftigt. Irgendwie ist das wieder eingeschlafen wie so viele gute Vorsätze. Auf jeden Fall war das eine Sache, die mich gut beschäftigt und von den Pornos fern gehalten hat. Ich sollte da wieder ansetzen.
Es ist nur: Du hattest davor geschrieben, dass du soviel Leerlauf hast im Arbeitsaltag, die Arbeit der 40-Stdwoche schon in 20 std erledigt ist quasi.
Könntest du nicht einfach die 20 Std des Leerlaufs in ne Weiterbildung/Schulungen investieren? Vielleicht steigst du ja dann beruflich noch auf oder wechselst die Abteilung oder etc.?
 
Es ist nur: Du hattest davor geschrieben, dass du soviel Leerlauf hast im Arbeitsaltag, die Arbeit der 40-Stdwoche schon in 20 std erledigt ist quasi.
Könntest du nicht einfach die 20 Std des Leerlaufs in ne Weiterbildung/Schulungen investieren? Vielleicht steigst du ja dann beruflich noch auf oder wechselst die Abteilung oder etc.?
Ja. Mein Job hat keine großen Routinen. Ich bin so ein "Problemlöser". Wenn irgendwo ein Problem auftritt, nehme ich das auf und versuche es zu lösen. Wenn es keine Probleme gibt, gibt es halt nichts zu lösen und dann entsteht der Leerlauf. Der Leerlauf kommt auch aus internen Problemen. Es wird gerade viel umstrukturiert und abgebaut. Deswegen sieht es mit andern internen Stellen schlecht aus. Die ganze Situation ist auch aus diesem Grund gerade eher belastend.
Aber du hast mich auf eine Idee gebracht. Wir haben in internes Onlineschulungsportal. Ich werde mich mal damit beschäftigen. Mal sehen ob mein Chef mir da was ermöglichen kann. Auch wenn das wohl kaum zum Aufstieg oder so führt, kann ich mich so sinnvoll beschäftigen
 
Tag 8

Das positive voran. Ich habe auch gestern keine Pornos geschaut. Weder auf Arbeit oder privat.
Allerdings war es schon sehr anstrengend. Ich hatte oft Gedanken und großes Verlangen. In den komischsten Situation oder bei banalen Aussagen oder Begebenheiten hatte ich Flashbacks oder Fantasien. Mir ist es gelungen die Gedanken los zu lassen und nichts zu machen. Aber es war schon anstrengend. Mental war ich eher niedergeschlagen. Das ist wohl das, aus was ich mich die nächste Zeit einstellen muss. Zum Glück habe ich nächste Woche Urlaub mit Ablenkung und schönen Momenten. Das wird helfen. Bis dahin gilt es von Tag zu Tag zu schauen und durchzuhalten.

Ich hatte gestern auch wieder ein Gespräch mit meiner Freundin zum Thema Sucht. Ich habe mich nicht getraut es ihr zu beichten. Ich war ehrlich und offen, was den Moment betrifft. Also wie es mir gestern ging. Wie die Arbeit war. Wie stark oder schlimm die Gedanken waren. Darüber habe ich mich ehrlich mit ihr ausgetauscht. Ich habe ihr aber nicht gesagt, dass die "Abstinenz" jetzt gerade mal 5 Tage dauert und nicht mehrere Monate, wie sie annimmt.
Ich fühle mich deswegen schlecht und als Heuchler. Ich wiege sie in Sicherheit und zeichne ein Bild von mir was nicht stimmt. Sicher. Für den Moment und den Tag (oder für diese Woche) stimmt es, aber nicht im großen Kontext. Das erhöht wieder meine innere Anspannung und natürlich den Drang.
Ich werde das annehmen und weiter an mir arbeiten. Tag für Tag. Stunde für Stunde und wenn es hart wird Minute für Minute
 
Ja. Mein Job hat keine großen Routinen. Ich bin so ein "Problemlöser". Wenn irgendwo ein Problem auftritt, nehme ich das auf und versuche es zu lösen. Wenn es keine Probleme gibt, gibt es halt nichts zu lösen und dann entsteht der Leerlauf. Der Leerlauf kommt auch aus internen Problemen. Es wird gerade viel umstrukturiert und abgebaut. Deswegen sieht es mit andern internen Stellen schlecht aus. Die ganze Situation ist auch aus diesem Grund gerade eher belastend.
Aber du hast mich auf eine Idee gebracht. Wir haben in internes Onlineschulungsportal. Ich werde mich mal damit beschäftigen. Mal sehen ob mein Chef mir da was ermöglichen kann. Auch wenn das wohl kaum zum Aufstieg oder so führt, kann ich mich so sinnvoll beschäftigen
Gut mit dem Schulungsportal. Und wenn's eben nur der Abkenkung dient!
 
Guten Morgen,
Ich schaffe es einfach nicht. Ich stecke fest. Ich kann auch gar nicht beschreiben was wirklich in mir los ist. Es ist zu viel. Ich bin enttäuscht von mir und schäme mich. Ich habe ein schlechtes Gewissen und viel Scham meiner Freundin gegenüber. Ich sehe keinen Weg wie ich das alles hin bekommen soll. Es sind so viele Themen, die irgendwie alle zusammen hängen. Wo soll ich anfangen? Wie bekomme ich das Gewirr auseinander? Ich habe mich in eine Scheiß Situation gebracht. Irgendwie habe ich mich mit meiner Sucht über andere Suchtarten erhaben gesehen. Man sieht es mir ja nicht an und mein Leben läuft auch irgendwie. Aber ich mache mir was vor. Ich bin genau wie jeder Süchtige. Ich habe mein Leben nicht im Griff. Ich bin gesteuert von der Sucht. Ich tue oder vermeide alles, was meiner lieben Sucht schaden könnte um sie zu schützen. Dabei bin ich total egoistisch und es kümmert mich nicht, was ich mir aber vor allem auch allen anderen damit antue.

Ich spüre, dass ich an vielen Stellen reinen Tisch oder eine Cut machen müsste. Ich bin aber überzeugt, dass dann mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird. Wenn mir die derzeitigen Umstände allerdings so zusetzen, dass ich mich nicht auf die Reihe bekomme, dann ist vielleicht ein großer Umbruch sinnvoll.
Keine Ahnung

Ich habe es auf jeden Fall gestern wieder nicht geschafft. Ich hatte freie Alleinezeit. Ich war im Netz und habe nach Pornos gesucht und durch die Vorschauen gescrollt. Dann habe ich einen Film geschaut. Anders als sonst wurde mir dann aber bewusst, dass ich das nicht möchte und habe alles wieder ausgeschalten ohne zu masturbieren und habe mir ein Buch genommen. Den Tunnel kann ich sonst nur schwer verlassen.
Trotzdem fühle ich mich wieder schlecht und als Versager. Außerdem ist der Drang im wahrsten Sinne des Wortes nicht befriedigt. Die Gedanken und der Druck sind deswegen nicht weg. Es wird also auch heute ein anstrengender Tag werden zumal die schlechten Gefühle wegen gestern Abend jetzt noch oben drauf kommen. Aber was soll ich sagen. Ich habe alles selbst in der Hand. Den Konsum und auch die ganzen Themen mit deren Lösungsmöglichkeiten, die den Konsum befeuern.

Viele Grüße
 
Anders als sonst wurde mir dann aber bewusst, dass ich das nicht möchte und habe alles wieder ausgeschalten ohne zu masturbieren und habe mir ein Buch genommen. Den Tunnel kann ich sonst nur schwer verlassen.
Von außen wirkt das nach sehr viel, was du geschafft hast, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es trotzdem sehr schwer ist.
Obwohl die Gefahr eines Rückfalls sehr greifbar war, hattest du so viel Selbstbeherrschung und hast dich dagegen entschieden. Das in so einem Moment zu schaffen, ist viel.

Ich wünsche dir auch heute gutes durchhalten und ein paar warme und leichte Gedanken, damit du dich nicht so zermaterst.
 

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