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Haus verkaufen?

Das regelt in vielen Fällen der Tarifvertrag und da gibts auch bei normalen/seriösen Arbeitgebern nicht jedes Jahr eine Erhöhung.
Das ist richtig, aber in der Tendenz wird die Inflation ausgeglichen. D.h., bei einer fixen Kreditrate wird der Anteil der Rate vom Einkommen immer geringer. In 20 Jahren wird man es möglicherweise „billig“ finden, nur etwas über 2000 Euro fürs Wohnen auszugeben.

Finanzierung über 30 Jahre ist allerdings aauch sehr lange, finde ich.
 
Ich würde auch verkaufen, wenn es finanziell zu eng wird.

Davor solltet Ihr aber ein paar Dinge bedenken:
1. Die Bank wird wahrscheinlich eine Vorfälligkeitsentschädigung fordern.
2. Ihr mietet eine Wohnung und habt das Haus noch nicht verkauft. Können und werden Eure Eltern Euch dann nochmal finanziell unterstützen?
3. Potentielle Käufer erkennen schnell, dass Ihr Euer Haus verkaufen müsst. Sie werden den Preis drücken.
4. Ihr müsst damit rechnen, dass der Verkauf ein großes finanzielles Minus hinterlassen wird.
 
Zuerstmal sollten sich die Partner einig sein in welche Richtung es gehen soll und ob man das Eigentum behalten will oder die damit verbundenen Belastungen auf Dauer zu groß sind und im zweiten Schritt könnte man dann überlegen wie man mit den daraus folgenden Konsequenzen umgeht.
 
Wie habt Ihr Euer Haus finanziert?
Ist ein Wohnriestervertrag Bestandteil, dann solltet Ihr Euch vor einem Verkauf oder einer Vermietung genau informieren.
 
Führt Ihr ein Haushaltsbuch? Dann seht Ihr über die Monate hinweg, wie Einnahmen und Ausgaben zueinander im Verhältnis stehen.
Vielleicht solltet Ihr Euch bei einer Schuldnerberatung Tipps geben lassen, welche Möglichkeiten Ihr habt.
Das Haus ist neu. Da sollten in den ersten 10 Jahren eigentlich keine großen Ausgaben nötig sein.
 
Ein Haus kostet, da muss man anfangs sparen. Ihr möchtet in den Urlaub fahren? Das ist ein Luxusproblem. Wir haben einen Hund aufgenommen, weil wir uns einig waren, die nächsten Jahre auf Urlaub zu verzichten. Bescheidenes Auto, etc. sind im Grunde gesetzt.

Aber: Die Rentenquote sind 49% vom Durchschnittsverdienst von 45 Jahren. Früher nicht eingezahlt (Studium, etc.) und heute über der BBG macht die Quote noch schlechter. Deine 1000€ Miete sind dann 1500€, bei halbem (oder weniger) Geld. Mietfrei wohnen bedeutet im Alter 1500€ netto nicht auszugeben und mehr in der Tasche.

Das Haus ist eine Altersvorsorge zum Vererben. Ich kann nur dazu raten, es zu halten, und nicht wegen Urlaub oder anderem Luxus darauf zu verzichten.
 
Wahnsinn, fast 'ne Million für ein Haus auszugeben.

Wohl mehr, denn es wird sicher einiges zum Verbessern nötig sein, oder um es zu erhalten und auszukosten brauchts auch noch Extras.

Es macht ja nichts, das ist nicht das einzige Haus, das es gibt und geben wird. Nichts ist passiert, man kann in aller Ruhe abwägen, ehrlich, nüchtern, pragmatisch, vernünftig hinschauen.

Als wir nach der Hochzeit noch den Himmel voller Geigen hatten und Kredite nachgeworfen bekamen, dachten wir nicht an die Konsequenzen, wir waren da sehr naiv. Als alles endlich abbezahlt war, kam mir das vor wie Heilung von einer schweren Krankheit.
 
Wir haben das Haus im Herbst 2024 gekauft und insgesamt mit den ganzen Versicherungen Strom Gas und allen was dazu gehört zahlen wir 2350 pro Monat in 30 Jahren.

Bei uns in der Gegend kriegt man für 1200 Euro warm Miete schon sehr schöne und neuwertige Wohnungen mit Balkon und wir hätten einfach 1350 Euro mehr im Monat und wenn was kaputt geht rufe ich einfach den Vermieter an ..
Um eine Entscheidung treffen zu können, mußt Du die finaz. Daten erstmal richtig gegenüber stellen.

1. Bei Deinen Zahlen ergibt sich eine Differenz von 1150 € und nicht 1350 €. Da liegt entweder ein Tipp-oder ein Rechenfehler vor.

2. Wenn in den 2350 € alle Eure monatl. Wohnfixkosten enthalten sind z.B. auch Strom, Versicherungen etc., mußt du einiges davon auch auf die Mietkosten aufschlagen, da diese normalerweise in der angegebenen Warmmiete nicht enthalten sind. Da kommen dann zu der Warmmiete von 1200 € noch einiges drauf, was die Differenz zwischen Haus und Wohnung weiter verkleinert.

Ob sich ein Wechsel von Haus in Mietwohnung rechnet und dies Eure finanzielle Situation dauerhaft entzerrt, läßt sich anhand Deiner Angaben nicht beurteilen.

Die Höhe der reinen Belastung durch den Hauskauf ist an Deinen Angaben nicht erkennbar, da Du offenbar auch alle Neben-/Verbrauchskosten in die monatl. Kosten von 2.350€ einbeziehst.
 

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