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Papa meiner Tochter ist Alkoholiker

Das klingt wirklich heftig und ich verstehe total, dass dich das beschäftigt. Versuch trotzdem erstmal ruhig zu bleiben und nichts überstürzt zu entscheiden. Wichtig ist jetzt vor allem, dass deine Tochter sich sicher und gut aufgehoben fühlt...
 
Es geh mir eher um mögliche längerfristige Folgen.
Aber um es mal konkret zu benennen.
Meine Mutter war Alkoholikerin und ich lebte bis zum 8 Lebensjahr mit meiner Schwester bei ihr.
Die gravierendsten Schäden erfolgen aus der Vernachlässigung.
Das nächste ist die Verzerrung der Wirklichkeit, diese Welt der Lügen.
Denn nach Außen hin wurde von meiner Mutter erzählt wie gut doch alles bei uns läuft, aber in Wirklichkeit war gar nichts gut.
Die Wohnung war immer tip top sauber. Wir bekamen auch immer riesen Ärger wenn wir etwas schmutzig oder kaputt machten. Der Schein musste mit allen Mitteln aufrecht erhalten werden.

Daher ein riesen Pluspunkt, das der Vater nicht so tut als gäbe es kein Problem, nicht diese Schein und Lügenwelt aufbaut.
Dennoch ein Problem vielleicht wenn er trinkt und sie es mitbekommt. Sie könnte sich dafür verantwortlich und schuldig fühlen.
Hier schon genannt als Co-Abhängigkeit. Ich denke es wäre schon wichtig da ein Auge drauf zu haben, am besten von jemandem der sich damit auskennt, es aber auch nicht dramatisiert.

Zu lernen sich von den Problemen seiner Angehörigen nicht mitreißen zu lassen, kann schon sehr wertvoll für das weitere Leben sein. Mit-fühlen aber nicht mit-leiden.
 
Mein Exmann war....oder ist vermutlich noch....Alkoholiker.

Hat dein Ex sich geäußert, wie er davon loskommen will? Hat er einen Entzug und anschließende stationäre Therapie vor? Dauert, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, 3-4 Monate.

Falls zutreffend, wäre es sicher nicht einfach zu organisieren, was die Schule usw. betrifft.
 
Mein Exmann war....oder ist vermutlich noch....Alkoholiker.

Hat dein Ex sich geäußert, wie er davon loskommen will? Hat er einen Entzug und anschließende stationäre Therapie vor? Dauert, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, 3-4 Monate.

Falls zutreffend, wäre es sicher nicht einfach zu organisieren, was die Schule usw. betrifft.

Er macht eine ambulante Therapie. Stationär geht ja auch gar nicht, wegen unserer Tochter.
 
Nur mal angenommen, er würde nach einigen Wochen feststellen, dass er ambulant nicht weiterkommt - sollte nicht jeder Kranke ein Anrecht auf eine angemessene Behandlung haben?

Ja, natürlich sollte jeder Kranke eine angemessene Behandlung bekommen, aber soll er dann unsere Tochter mitnehmen oder Wochen/Monate alleine zuhause lassen?
 
Man müsste schon wissen, was in welcher Menge in welchen Zeiträumen getrunken wird. Damit kann man eine Gefährdung deiner Tochter schon ganz gut eingrenzen. Denn es gibt Dinge, die dann entsprechend typisch sind und wahrscheinlich vorliegen.

Ein reiner Biertrinker kann sich nicht bewusstlos saufen, und wer immer abends trinkt ist früh vermutlich halbwegs nüchtern. Und wer Sxhnaps konsumiert tut das oft daheim, weil es sonst zu teuer wird in der Kneipe. So in etwa kann man eingrenzen.

Natürlich verheimlicht ein Trinker die genauen Umstände. 2 oder 3 Bier am Abend heisst Eben eher 5 oder 6, aber man muss sowas ungefähr wissen. Ohne dem ist alles Spekulation.
 
Ich finde, dass Du das ein bisschen zu locker siehst.

Mindestens die genaueren Umstände, was er wie viel und wann trinkt - wie sein Alkoholkonsum mit dem Alltag verbunden ist, das würde ich genau wissen wollen, wenn mein Kind dort leben würde.

Gibt es vor Ort weitere Verwandte, die für das Kind da sind?
 
Was weißt du über den Alltag?

Kriegt sie regelmäßig warmes Essen? Ist er in der Lage, die Hausaufgaben zu betreuen? Hat sie soziale Kontakte?

Meine persönliche Erfahrung meinen Exmann betreffend war u. a. so, dass er keinen Anteil genommen hatte....an niemanden. Weder emotional noch ..hm....in Taten.

Wenn er getrunken hatte (Bier) war er vergleichsweise umgänglich - den Pegel, um "besoffen" zu wirken, hat er selten erreicht, aufgrund der Gewöhnung. Ein unmittelbare "Gefahr" während/ nach dem Trinken gab es nicht. Letzteres nur zur Erklärung, weil Außenstehende häufig ein schwarzweiß-Bild von Alkoholabhängigkeit haben.
 
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