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Papa meiner Tochter ist Alkoholiker

Ich war schon bei einer offensichtlich schlechten Beratungsstelle. Die haben mich quasi weggeschickt und meinten sie müssten mit ihm anstatt mit mir reden. Das fand ich sehr komisch. Ich will nochmal zu einer anderen gehen.

Oh je... Aber so was gibt es leider auch... Überall sind nur Menschen, egal wo, man kann Glück haben, oder dann so was erleben. Aber gib bitte nicht auf und probiere es weiter, so lang, bis du Unterstützung bekommst.

Du könntest auch hier einmal anrufen. Es ist nicht nur für die Betroffenen (z. B. Alkoholkranken) selbst, sondern auch für Angehörige u.a. (Sucht & Drogen Hotline, ganz oben auf der Seite):
https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/service/beratungsangebote/

🍀
 
Wenn ich Druck mache, dann macht er zu. Wenn ich mit dem Jugendamt drohe, dann macht er sowieso zu. Es könnte dann auch noch sein, dass entschieden wird, sie wäre aktuell besser bei mir aufgehoben. Dann brauche ich aber Hilfe, weil ich dann die Situation mit ihr bei uns nicht mehr alleine schaffe. Sie wird mich dann außerdem hassen.
Ich lese hier mit großen Bauchschmerzen und habe auch keine Lösung parat. Ich weiß nur, ein 8jähriges Kind sollte nicht alleine mit einem alkoholkranken Vater leben.

Selbstverständlich ist alles easy beim Papa, sie will ja bei ihm leben und bei ihm bleiben. Daher kann es sein, dass sie einige Dinge unter den Tisch fallen lässt, nicht alles erzählt, irgendwann sogar für ihn lügen könnte.

Ideal wäre, wenn sie solange bei dir lebt, bis der Papa wieder gesund ist.
Warum geht es nicht, dass sie eine zeitlang bei dir lebt, schreibst du nicht und musst du auch nicht. Ich als Mutter würde mein Kind da für eine Weile rausziehen. Genauso würde ich es ihm sagen. Ggf. geht das auch ohne Jugendamt und es reicht eine klare Ansprache an ihn.

Ihr seid beide für eure Tochter verantwortlich, deshalb sollte es möglich sein, für sie entsprechend zu entscheiden. Da muss niemand dicht machen oder sich bedrängt fühlen.

Alkohol hat sehr viele Gesichter. Es gibt genug, die ihrer Arbeit nachgehen, peinlichst auf ihren äußerlichen Eindruck achten und perfekte Schauspieler sind. Das würde mich als Mutter nicht beruhigen.

Ich schreibe dir das als Erwachsene, die sich zurückversetzt fühlt in eine 8jährige, die dem Horror einer Alkoholikerfamilie nicht entkommen konnte.
 
Ich lese hier mit großen Bauchschmerzen und habe auch keine Lösung parat. Ich weiß nur, ein 8jähriges Kind sollte nicht alleine mit einem alkoholkranken Vater leben.

Selbstverständlich ist alles easy beim Papa, sie will ja bei ihm leben und bei ihm bleiben. Daher kann es sein, dass sie einige Dinge unter den Tisch fallen lässt, nicht alles erzählt, irgendwann sogar für ihn lügen könnte.

Ideal wäre, wenn sie solange bei dir lebt, bis der Papa wieder gesund ist.
Warum geht es nicht, dass sie eine zeitlang bei dir lebt, schreibst du nicht und musst du auch nicht. Ich als Mutter würde mein Kind da für eine Weile rausziehen. Genauso würde ich es ihm sagen. Ggf. geht das auch ohne Jugendamt und es reicht eine klare Ansprache an ihn.

Ihr seid beide für eure Tochter verantwortlich, deshalb sollte es möglich sein, für sie entsprechend zu entscheiden. Da muss niemand dicht machen oder sich bedrängt fühlen.

Alkohol hat sehr viele Gesichter. Es gibt genug, die ihrer Arbeit nachgehen, peinlichst auf ihren äußerlichen Eindruck achten und perfekte Schauspieler sind. Das würde mich als Mutter nicht beruhigen.

Ich schreibe dir das als Erwachsene, die sich zurückversetzt fühlt in eine 8jährige, die dem Horror einer Alkoholikerfamilie nicht entkommen konnte.

Wenn sie, auch nur vorübergehend, wieder bei bei wohnen würde, dann muss sie die Schule wieder wechseln. Sie hat die Schule gewechselt als sie zu ihm gezogen ist. Jetzt wieder gewechselt, weil sie seit wenigen Wochen in die 5. Klasse geht. Dann müsste sie wieder zu einer Schule hier bei mir wechseln. Und wenn es ihm dann besser geht wieder zurück zu ihrer jetzigen Schule. Sie hat sowieso Probleme sich anzupassen, zurechtzufinden, Freunde zu finden usw. Das wäre die Hölle für sie.

Außerdem gab es bei uns zuhause viele Probleme. Sie akzeptiert meinen Mann absolut gar nicht. Ganz egal auf welcher Ebene. Sie kommt mit ihren Geschwistern nicht klar. Es ist im Alltag generell schwierig gewesen. Wir könnten es zuhause alleine nicht mehr und bräuchten Hilfe.
 
Hallo, ich bin selbst Kind einer alkoholkranken Mutter und mich verwundert ehrlich gesagt, wie problemlos das viele finden, wenn ein Kind bei einem Alkoholiker lebt.
Vorallem lebt sie ja, so wie ich es verstanden habe, alleine dort mit ihm. Oder gibt es noch eine weitere Person im Haushalt, die keine Suchtproblematik hat und deiner Tochter halt geben könnte.

Meine Kindheit wurde durch den Alkohol sehr geprägt und heute noch merke ich viele Auswirkungen. Ich kann zum Beispiel auch heute noch innerhalb von Sekunden die Stimmung von jemandem einschätzen. Gelernt als Kind, denn da war es für mich überlebenswichtig.
Sicherlich gibt es auch nette, weniger aggressive Alkoholiker. Allerdings sind das alles Menschen, die ein Problem haben und mit sich selbst beschäftigt sind. Ich weiß nicht, inwiefern man dann noch der Verantwortung für ein Kind gerecht werden kann. Und ein 8jähriges Kind sollte nicht mit den Problemen der Erwachsenen konfrontiert werden. Deine Tochter sollte nicht auf ihren Vater aufpassen müssen, sondern umgekehrt. Und klar kümmert man sich als Kind, man liebt ja das Elternteil. Ich habe auch viel zu früh Verantwortung übernommen und merke bis heute, dass es mir schwer fällt, Verantwortung abzugeben. Ich habe gekocht und geputzt, wenn meine Mutter zu voll war. Flaschen heimlich entsorgt, in der Hoffnung, daß dann nicht getrunken wird. Gelogen, dass es der Mama nicht so gut geht, wenn sie zu voll war irgendwelchen Pflichten nachzukommen etc.... dazu kommt auch immer die Scham, wenn das Elternteil sich öffentlich nicht konform benimmt.
Ist in einer Familie eine Person alkoholkrank, ist die ganze Familie betroffen. Informiere dich bitte mal über Ko-Abhängigkeit.
Willst du das für dein Kind? Wirklich?
So was prägt ein Kind, oft so sehr, dass es auch später die Beziehungswahl beeinträchtigt. Man ist ja gewohnt, dass Liebe bedeutet, jemandem ständig helfen zu müssen, oder unvorhersehbares Verhalten aushalten zu müssen.

Ich würde auch Kontakt zum Jugendamt aufnehmen. Bei einem alkoholkranken Elternteil besteht automatisch Verdacht auf Kindeswohlgefähdung! Vielleicht ist dein Ex dann sauer auf dich.... aber es geht doch um das Wohl deines Kindes!
 
Hallo, ich bin selbst Kind einer alkoholkranken Mutter und mich verwundert ehrlich gesagt, wie problemlos das viele finden, wenn ein Kind bei einem Alkoholiker lebt.
Vorallem lebt sie ja, so wie ich es verstanden habe, alleine dort mit ihm. Oder gibt es noch eine weitere Person im Haushalt, die keine Suchtproblematik hat und deiner Tochter halt geben könnte.

Meine Kindheit wurde durch den Alkohol sehr geprägt und heute noch merke ich viele Auswirkungen. Ich kann zum Beispiel auch heute noch innerhalb von Sekunden die Stimmung von jemandem einschätzen. Gelernt als Kind, denn da war es für mich überlebenswichtig.
Sicherlich gibt es auch nette, weniger aggressive Alkoholiker. Allerdings sind das alles Menschen, die ein Problem haben und mit sich selbst beschäftigt sind. Ich weiß nicht, inwiefern man dann noch der Verantwortung für ein Kind gerecht werden kann. Und ein 8jähriges Kind sollte nicht mit den Problemen der Erwachsenen konfrontiert werden. Deine Tochter sollte nicht auf ihren Vater aufpassen müssen, sondern umgekehrt. Und klar kümmert man sich als Kind, man liebt ja das Elternteil. Ich habe auch viel zu früh Verantwortung übernommen und merke bis heute, dass es mir schwer fällt, Verantwortung abzugeben. Ich habe gekocht und geputzt, wenn meine Mutter zu voll war. Flaschen heimlich entsorgt, in der Hoffnung, daß dann nicht getrunken wird. Gelogen, dass es der Mama nicht so gut geht, wenn sie zu voll war irgendwelchen Pflichten nachzukommen etc.... dazu kommt auch immer die Scham, wenn das Elternteil sich öffentlich nicht konform benimmt.
Ist in einer Familie eine Person alkoholkrank, ist die ganze Familie betroffen. Informiere dich bitte mal über Ko-Abhängigkeit.
Willst du das für dein Kind? Wirklich?
So was prägt ein Kind, oft so sehr, dass es auch später die Beziehungswahl beeinträchtigt. Man ist ja gewohnt, dass Liebe bedeutet, jemandem ständig helfen zu müssen, oder unvorhersehbares Verhalten aushalten zu müssen.

Ich würde auch Kontakt zum Jugendamt aufnehmen. Bei einem alkoholkranken Elternteil besteht automatisch Verdacht auf Kindeswohlgefähdung! Vielleicht ist dein Ex dann sauer auf dich.... aber es geht doch um das Wohl deines Kindes!
Deine Erfahrungen sind sehr wichtig und ich verstehe sehr gut, dass bei dir alle Alarmglocken klingeln.
Aber es gibt natürlich ganz unterschiedliche Stadien und Auswirkungen von Alkoholismus und auch sehr funktionale Sucht. Das ist von außen schwer einzuschätzen und natürlich ist es sehr, sehr wichtig, die Risiken mitzudenken. Es ist aber auch wichtig mitzudenken, dass Alkoholismus nicht gleich komplette Ausfälle bedeuten muss.
Ich kenne zumindest einige Menschen (zu denen ich sehr nahen Kontakt habe/ hatte, u.a. im Rahmen von Partnerschaft) mit Alkoholproblem, die nie unangenehm oder völlig über den Strich sind und alles wichtige auf die Reihe kriegen.
 
Naja, man spricht ja von einem Alkoholproblem, weil es eben eine Problematik ist. Wenn jemand gerne trinkt, aber alles unter Kontrolle hat... meinentwegen. Allerdings trinkt der Vater jeden Tag und die Tochter spricht davon, dass der Alkohol ihm nicht gut tut und macht sich mit 8 Jahren Gedanken, welches Desert ihr Vater essen darf. Und wer sagt, dass das nicht alles noch schlimmer wird.
Mich wundert immer wieder, wie geduldet Alkoholismus in unserer Kultur ist. Ich wette, wenn der Vater sich jeden Tag eine Line Koks reinziehen würde, wäre der Aufschrei groß.... aber er trinkt ja nur!
Vor allem finde ich, wenn ein Erwachsener eine Beziehung mit einem Alkoholiker führt, kann er selbst entscheiden, ob er sich das antun möchte oder nicht. Aber ein Kind ist abhängig vom Elternteil und somit ausgeliefert .
Deshalb (!)... es sollte unbedingt jemand von außen ein Auge darauf haben.
 
Naja, man spricht ja von einem Alkoholproblem, weil es eben eine Problematik ist. Wenn jemand gerne trinkt, aber alles unter Kontrolle hat... meinentwegen. Allerdings trinkt der Vater jeden Tag und die Tochter spricht davon, dass der Alkohol ihm nicht gut tut und macht sich mit 8 Jahren Gedanken, welches Desert ihr Vater essen darf. Und wer sagt, dass das nicht alles noch schlimmer wird.
Mich wundert immer wieder, wie geduldet Alkoholismus in unserer Kultur ist. Ich wette, wenn der Vater sich jeden Tag eine Line Koks reinziehen würde, wäre der Aufschrei groß.... aber er trinkt ja nur!
Vor allem finde ich, wenn ein Erwachsener eine Beziehung mit einem Alkoholiker führt, kann er selbst entscheiden, ob er sich das antun möchte oder nicht. Aber ein Kind ist abhängig vom Elternteil und somit ausgeliefert .
Deshalb (!)... es sollte unbedingt jemand von außen ein Auge darauf haben.
Das sehe ich auch so, dass es schon alarmierend ist, dass das Kind bereits Bescheid weiß.
Ich möchte nur auch gegen das Stigma von Sucht arbeiten und darauf hinweisen, dass es nicht DIE Sucht gibt, sondern sehr viele verschiedene Gesichter und Dimension davon. Ich habe tatsächlich eigene Erfahrungen mit Sucht und da schätzt du mich tatsächlich falsch ein, ich halte Alkohol nicht für harmloser als andere Suchtmittel/ Drogen.
 
Ich kenne zumindest einige Menschen (zu denen ich sehr nahen Kontakt habe/ hatte, u.a. im Rahmen von Partnerschaft) mit Alkoholproblem, die nie unangenehm oder völlig über den Strich sind und alles wichtige auf die Reihe kriegen.
Ich greife den Gedanken mal auf und schreibe was aus meiner persönlichen Erfahrung dazu (an die TE gerichtet, falls sie noch mitliest).

Als alkoholikabhängiger Vater den Alltags-Anforderungen oberflächlich betrachtet, gerecht zu werden, ist eine Sache -
meiner Erfahrung nach ist der Betroffene aber nur bedingt oder gar nicht in der Lage, zu erspüren, was das Kind emotional braucht.

Ob das allgemein so ist, kann ich nicht beurteilen.
 
Ich greife den Gedanken mal auf und schreibe was aus meiner persönlichen Erfahrung dazu (an die TE gerichtet, falls sie noch mitliest).

Als alkoholikabhängiger Vater den Alltags-Anforderungen oberflächlich betrachtet, gerecht zu werden, ist eine Sache -
meiner Erfahrung nach ist der Betroffene aber nur bedingt oder gar nicht in der Lage, zu erspüren, was das Kind emotional braucht.

Ob das allgemein so ist, kann ich nicht beurteilen.
Das kommt halt dann wirklich auf die Grundpersönlichkeit und die Ausprägung des Konsums an.
 

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