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Es zerstört unser Leben...

Dir ist schon klar, wie extrem du tatsächliche Sklaverei verharmlost, wenn du sie mit nem Job Anno 2025 in Deutschland vergleichst?
Ja, das ist mir klar, aber das war nicht die Absicht. Die Absicht war eher klar zu machen, dass viele hart arbeitende Menschen heutzutage lange nicht das bekommen, was sie für ihre Arbeit bekommen könnten und sollten. Weil Andere mitverdienen, denen es eigentlich gar nicht zusteht. Die Arbeiter können sich gerade noch Essen und Unterkunft leisten. Mehr oft nicht. Und da ist der Vergleich mit Sklaven dann nicht so fern, auch die haben Essen und Unterkunft bekommen.
Ich weiß, der Vergleich hinkt trotzdem sehr stark. Aber so verstehen vielleicht mehr Menschen, worauf ich hinaus will.
 
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Re: Es zerstört unser Leben...
dass viele hart arbeitende Menschen heutzutage lange nicht das bekommen, was sie für ihre Arbeit bekommen könnten und sollten

Wer definiert, was jemand bekommen kann oder sollte?
In Deutschland gibt es einen Mindestlohn, alles Weitere ist unter Berücksichtigung von Qualifikation, Verhandlungsgeschick, Durchsetzungsvermögen, Angebot und Nachfrage halt Verhandlungssache.

Die Arbeiter können sich gerade noch Essen und Unterkunft leisten. Mehr oft nicht.

Reden wir von Deutschland oder Indien?
Wer in Deutschland Vollzeit arbeitet, der kann sich schon bisschen mehr leisten als Essen und Unterkunft. Selbst, wenn er bei McDoof an der Kasse steht.

Aber so verstehen vielleicht mehr Menschen, worauf ich hinaus will.

Ich habe durchaus verstanden worauf du hinaus willst.
Aber genau das macht aktuell unser Land kaputt.
Jeden Tag gehen immer mehr Unternehmen vor der die Hunde.
Immer noch mehr Auflagen, immer noch mehr Vorschriften.
Wir sägen selbst an dem Ast, auf dem wir sitzen.
Die globale Konkurrenz hält sich nicht mit linkem Firlefanz auf.
 
Wie kommst du zu dieser Idee?
Erfahrung? Ich arbiete für mein Geld bei Unternehmen? Ich habe bei Unternehmen gearbeitet, die nicht an der Börse waren. Wenn das Unternehmen gute Gewinne gemacht hat, dann gabs auch gute Gehaltssteigerungen. In den Jahren, wo es Verluste gab hatenn wir dann Nullrunden. So war das früher.

Genau, früher war alles es besser...
Ironie an: 'Genau, deswegen ja auch der Vergleich zur Sklaverei' Irnoie aus.
Nein, früher war nicht alles besser. Was ein dämlicher Spruch.

was du "schriebst" sind linke Fantastereien ohne Bezug zur realen Welt.
Findest Du? Ja, vielleicht entspringt das nur meine Depression. Ja, vielleicht bin ich ein Träumer. Aber bin ich wirlich so weit von der Realität entfernt? Haben wir in der Unter- und Mittelschicht so hohe Gehälter, dass es den Menschen richtig gute geht? Gibt es keine Anleger, die nur davon leben, dass sie ihr Geld in Aktien invenstieren und von den Dividenden ein gutes Leben führen? Schon mal überlegt, wo das Geld herkommt?
 
Ich habe bei Unternehmen gearbeitet, die nicht an der Börse waren. Wenn das Unternehmen gute Gewinne gemacht hat, dann gabs auch gute Gehaltssteigerungen

Und warum bist du nicht mehrt dort, wenn es da so super war?🙂

Haben wir in der Unter- und Mittelschicht so hohe Gehälter, dass es den Menschen richtig gute geht?

Ich glaube die "Unterschicht" konnte noch in keiner Phase der Menschheitsgeschichte, gut leben.
Geschweige denn ist es denen "gut gegangen".

Bei der Mittelschicht ist das halt sehr subjektv, was genau "gut gehen" überhaupt ist.
Für den einen:
Schuldenfrei in einer Mietwohnung, mit nem kleinen alten Auto vor der Tür und 2 Wochen Urlaub am Strand.
Für den anderen:
kleines freistehendes Haus, 2 neue Autos (BMW, Mercedes) in der Familie, Markenklamotten, 300.000€ auf der Bank.

Gibt es keine Anleger, die nur davon leben, dass sie ihr Geld in Aktien invenstieren und von den Dividenden ein gutes Leben führen?

Klar gibts die.
Das Leben ist verdammt ungerecht.
Ich selbst bin arm wie ne Krirchenmaus geboren und aufgewachsen.
Klamotten aus der Kleiderkammer und Essen von der Tafel.
Zum 18ten gabs weder nen Bausparer, noch ein von den Eltern prall gefülltes Konto oder zumindest eine kleine Starthilfe ins Leben.
Gar nichts.
Nicht mal nen feuchten Händedruck.
Das die Welt ungerecht ist, das habe ich schon im Kindergarten gecheckt.
Aber es lässt sich halt nicht ändern.
 
Ich habe durchaus verstanden worauf du hinaus willst.
Aber genau das macht aktuell unser Land kaputt.
Es macht unser Land kaputt darüber nachzudenken, ob es den Menschen gut gehen könnte? Ok...
Jeden Tag gehen immer mehr Unternehmen vor der die Hunde.
Immer noch mehr Auflagen, immer noch mehr Vorschriften.
Wir sägen selbst an dem Ast, auf dem wir sitzen.
Die globale Konkurrenz hält sich nicht mit linkem Firlefanz auf.
Ich sehe schon... Du redest genau den ganzen Quatsch, den viele Medien gerne propagieren...

Und nein, ich bin kein linker Spinner. Nie gewesen. Ich mache mir meine eigenen Gedanken über Dinge und auch über die volkswirtschaftliche Situation. Meine eigenen. Nicht die, die mir vorgebetet werden. Denk mal eine Minute über das nach, was ich schrieb. Nirgendwo darin ist etwas enthalten, das ein kleines Unternehmen schädigen könnte. Im Gegenteil.
Würde meine Gedanken umgesetzt, dann wären wir schlagartig wieder konkurenzfähig und die Menschen könnten gut leben. Denn wenn die Anlegerschmarozer nicht so viel Kapital aus den Unternehmen ziehen würden, die Spekulanten nicht die Rohstoffpreise in epische höhen heben würden, dann würde es nicht nur den Arbeitern besser gehen, sondern auch die Verkaufpreise wäre natürlich deutlich niedriger, weil die Betriebskosten gesenkt würden.

Gerade bei bösrenorientierten Unternehmen werden die Löhne klein gehalten, die Produktionskosten so weit wie möglich gesenkt um Gewinne für die Aktionäre zu erwirtschaften.
 
Hallo @Nachtwolf ,

es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. 🙁
Ich verstehe deine Kritik an Spekulation, inhaltlich kommt mir manches aber doch auch sehr verkürzt vor, stecke aber selbst nicht tief genug drin, um inhaltlich fundiert argumentieren zu können.

Ich glaube, es wäre wirklich gut, wenn du die finanziellen Hilfen in Anspruch nimmst, die dir zustehen (du hast einen Rechtsanspruch darauf), ich glaube, du hilfst niemandem, wenn du nicht auf "Kosten der Allgemeinheit" leben möchtest, aber schadest dir selbst sehr, wenn du so auf dem Zahnfleisch gehst. Unser Sozialstaat ist dafür da, Menschen zu unterstützen, denen es gerade nicht gut geht und es klingt auch so, als hättest du lange und viel gearbeitet.
Ich gönne dir zumindest jede Unterstützung und hoffe, dir geht's bald wieder besser 💖
 
Hallo Ihr Lieben,

ich habe lange nichts geschrieben aber es gibt da Themen, die mich einfach nur fertig machen. Gerade habe ich soar hier im Forum gelesen, dass es immer mehr Menschen gibt, die mit Aktien spekulieren. Selbst hier. Und damit komme ich nicht wirklich klar.

Jedem, der mit Aktien spekuliert sollte klar, sein, dass er sich etwa auf dem Nieveau eines Sklavenhändlers des 19. Jahrhunderts befindet. Ohje... wie kann ich so etwas sagen. Tja... der Vergleich ist tatsächlich ernst gemeint. Ich erklöre das mal.

Eine Firma geht an die Börse und gibt Aktien mit einem Wert von 100€ aus. Das ist für die Anleger interessant, sie kaufen und dadurch sinkt die Menge der Aktien auf dem Markt, was automatisch ihren Wert erhöht auf 120€. Jetzt verkaufen die Anleger wieder und der Wert sinkt auf 110€, da sich die Aktienmenge auf dem Markt wieder erhöht.

Nun sind drei Dinge passiert. Der Wert des Unternehmens hat sich massiv erhöht, um 10%. Ohne, dass das Unternehmen irgendwas geleistet oder gearbeitet hat. Es muss quasi nur da sein. Das zweite - viel schlimmere - ist, dass sich die Gesamtgeldmenge erhöht hat. Es ist Geld aus dem Nichts generiert worden, was die Gesamtmenge des Geldes im Land erhöht. In unserem kleinen Beispiel sind das 10%, wir haben also in dem kleinen System eine Inflation von 10% geschaffen. Der Wert des Geldes ist um 10% gesunken!

Drittens - und das geht eigentlich gar nicht - muss das Geld ja jetzt irgendwo herkommen. Es wurden 10% Dividende erziehlt, das hätten die Anleger auch irgendwann gerne auf dem Konto. Woher kommt das? Ganz einfach, die Arbeiter im Unternehmen müssen jetzt 10% mehr Geld erwirtschaften. Sie müssen mehr arbeiten und idealerweise werden die Löhne gekürzt, weil es müssen ja die Anleger bezahlt werden.
Hallo Nachtwolf.
Vorweg: Ich bin auch kein Fan von der Spekulation (schnellem Kauf und Verkauf) von Aktien. Dieses Zocken macht private Anleger arm. Ich empfehle hier und in anderen Threads deswegen privaten Anlegern langfristige, breitgestreute Aktien ETFs.

Deine Schlussfolgerungen zu Auswirkungen von Aktienhandel halte ich aber für vollkommen falsch. Die 10 prozentige Werterhöhung in deinem Beispiel zahlt nicht der Arbeiter durch eine Mehrarbeit, sondern es zahlt der Käufer der Aktie. Also jemand, der bereit ist dir 10% mehr für die Aktie zu geben als du sie vorher gekauft hast.

Dadurch erhöht sich nicht die Geldmenge. Der Käufer wird lediglich Kapital umschichten. Also er verkauft vielleicht eine Aktie A um deine Aktie B zu kaufen oder er kauft vom Geld auf seinem Sparkonto.
Sollte der gesamte Aktienmarkt um 10% steigen, könnte man von einer Asset Inflation bei Aktien sprechen, sowie wenn der gesamte Immobilienmarkt teurer wird. Aber selbst das wäre keine Inflation im sprachgebräuchlichen Sinne, weil dadurch weder das Brot an der Kasse noch sonstwas teurer wird.
Es könnte sogar sein, dass z.B. Immobilien und Mieten günstiger werden, eben weil Menschen ihr Kapital vom Immobilienmarkt in den Aktienmarkt umschichten. Steigende Aktienmärkte sind in keinster Weise schlecht für Arbeitnehmer.

10% Dividende heißt nicht, dass das Unternehmen 10% mehr Gewinn erwirtschaften muss. Dividende heißt nur "Ausschüttung". In der Sekunde wo man 10% Dividende erhält, fällt der Aktienwert des Unternehmens um genau diese 10%. Du hast also 10% Dividende aber gleichzeitig 10% weniger Aktienwert. Eine Dividende ist nicht wie ein Zins den man obendrauf bekommt. Eine Dividende ist kein Vermögensvorteil für Anleger!

Solange wir mit dem Aktiengeschäft so weitermachen, wird es immer mehr Menschen immer schlechter gehen. Und es geht nicht in meinen Schädel, dass Menschen, die Aktienhandel betrieben, immer noch so hoch angesehen sind. Denn das sind einfach schlimme Ausbeuter. Jeder, der Aktien besitzt, muss sich darüber im klaren sein, dass die mit dem Blut und Schweiß fleißiger Menschen bezahlt werden, die nur versuchen, ihre Kinder zu ernähren.
Aktien sind Eigenkapital. Das heißt man kauft Anteile an einem Unternehmen und stellt damit der Wirtschaft Geld zur Verfügung. Damit kann das Unternehmen Maschinen kaufen, Mitarbeiter bezahlen und wachsen.
Aktienhandel ist in unserer Welt keine Ausbeutung sondern unverzichtbare wirtschaftliche Grundlage, damit Menschen überhaupt einen Job haben.

Eine kleine Anekdote dazu:
Eine der ersten "Aktien" gab es als Handelsunternehmen Gewürze nach Europa importieren wollten. Ihnen fehlte aber das Geld um Schiffe und Matrosen zu bezahlen. Also hatten sie eine Idee. Sie verkauften Anteile ihres Unternehmens an Aktionäre. Der Aktionär gab 10 Dublonen, bekam im Gegenzug vielleicht 1% des Unternehmens und entsprechend 1% der Gewinne durch die Handelsfahrten. Alle waren Gewinner. Die Aktionäre bekamen Gewinn, die Matrosen hatten Arbeit und die Menschen in Europa erhielten Gewürze.

Unsere Wirtschaft funktioniert nur im Team. Es braucht Arbeiter, Arbeitgeber und Geldgeber (Aktionäre). Die besten Unternehmer und die fleißigsten Matrosen können nicht zur See fahren wenn er kein Geld für das Schiff bekommt. Jedes dieser drei Elemente ist unverzichtbar und wertvoll!
 

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