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Es zerstört unser Leben...

Für mich alleine würde das Einkommen reichen, aber da meine Freundin nicht arbeiten kann

Warum kann sie nicht arbeiten?

Aber ich verdiene genug, dass wir zu Essen haben

Also ist doch genug Essen für die Kinder da.

Ich würde auch nicht so gerne Hilfe in Anspruch nehmen

Warum?

Andere können das nicht und die brauchen diese Hilfe viel dringender.

Wenn du dir diese Haltung noch leisten kannst, wo ist das Problem?

Es ärgert mich nur

Ich lese das als Neid.
Die Energie deiner Verärgerung könntest du in andere Kanäle leiten und sinnvoll nutzen
.
Das kann ich nicht ok finden.

Ok. Du findest nicht ok, wie unsere Wirtschaft funktioniert.
Du hättest aber auch gern ein größeres Stück Kuchen.
Und nun?

Ich könnte wahrscheinlich sofort am Aktienmarkt Geld verdienen. Das möchte ich aber nicht.

Wunderbar, wenn das so leicht für dich wäre.
Und du hast eine klare Entscheidung getroffen. Dagegen, dir dein Geld auf Umwegen wiederzuholen (um deine Sicht aufzugreifen).
Willst dich an diesem 'Spiel' nicht beteiligen, damit nichts zu tun haben.
Dazu gehören dann ebenso die Konsequenzen aus der von dir selbst getroffenen Entscheidung.
Ich verstehe nicht, worüber du dich dann beklagst.

Über ein Kleingewerbe nebenbei denke ich gerade nach. Aber es ist nicht einfach, das mit Inahlt zu füllen...

Finde ich nicht, es gibt einige Nischen, die nach Abdeckung rufen.
Märkte muss man aber sehen können und bedienen können.

ich bin selbst sehr schwer krank

Kenne ich.
Vorsorge treffen ist da wichtig.
Möglichst verhindern, sich einkommensmäßig nach unten zu bewegen, rechtzeitig Alternativen finden.

Ich arbeite vollzeit obwohl ich mich auf Grund meine Krankheit ohne Problem verrenten lassen könnte.

Diese Entscheidung ist deine.
Mit zugehörigen Konsequenzen.
Du wirst deine Gründe haben.
Ich traf die auch schon ganz ähnlich.
Beklage mich aber nicht über Folgen.

Aber ich habe dieses Arbeitslosengeld keinen Tag in Anspruch genommen. Eben weil es an Anderer Stelle besser investiert wäre. Bei Menschen, die es dringender brauchen. Denen es schlechter geht als mir.

Dir scheint nicht klar zu sein, was Arbeitslosengeld ist, woher es kommt. Du zahlst Arbeitslosenversicherung.

Ich möchte nicht, dass 'die Allgemeinheit' mein Leben finanziert.

Also bist du gegen Solidarität wo sie angebracht ist?

Entweder hast du genug Einkommen oder du hast Anspruch auf die Solidarität der Gemeinschaft.
 
A

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Re: Es zerstört unser Leben...
Den Eingangspost habe ich als Glosse gelesen, reine Ironie, denn ansonsten würde er von viel Unwissenheit zeugen.
Werte in der Wirtschaft steigen nicht einfach so, sondern durch den allgemeinen Zuwachs an Vermögen, denn sowohl Sachwerte als auch finanzielle Werte (Zinsen) in der Gesamtwirtschaft wachsen ständig im Wert, und das wird normalerweise durch die Inflation ausgeglichen, solange die den Wertzuwachs nicht übersteigt, also im dezenten einstelligen Bereich bleibt ist wirtschaftlich alles in Butter.
Wenn z. B. jemand eine alte Hundehütte abreißt und einen Neubau hinstellt, erhöht sich dadurch der Wert des Grundstücks, logo. Wenn jemand neue Technik anstelle von was kaputtem anschafft, dito. Jemand renoviert seine Wohnung, kauft Rohstoffe und veredelt die in seiner Firma zu was Brauchbarem, überall Wertzuwachs. Grundstücke erhöhen ihren Wert im Lauf der Jahre ganz automatisch wenn jeder dort bauen möchte und entsprechend die Preise für Bauland durch die Decke gehen. Das sind überall ständige Wertzuwächse, und das läuft überall in der ganzen Wirtschaft, im ganzen Land.
Eine der einfachsten Methoden Wert zu schaffen: Farben und Leinwand für billig im Supermarkt kaufen und ein Meisterwerk pinseln, bekannte und nachgesuchte Fantasy-Künstler können schon zu Lebzeiten ein einziges Bild für vierstellige Summen verkaufen, sobald sie aber weggestorben sind wird es echt teuer. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/rekordpreis-fuer-ein-comic-bild-von-frank-frazetta-summe-verdoppelt-accg-110684188.html
Sind nicht nur die alten Meister aus dem Mittelalter oder Picasso, Warhol & Co, die große Summen erzielen! Und auch sowas sind Werte, Sach- und Bestandswerte im Eigentum von Sammlern oder Museen. Auch die steigen im Wert, wenn der Verkaufswert aufgrund viel Nachfrage durch reiche Käufer steigt, allerdings bringen reine Anlagevermögen keine Zinsen, von so einer Leinwand kann man halt nicht Stück um Stück abschneiden und extra verkaufen, deren Wert offenbart sich wirklich erst dann wenn sie im Ganzen verkauft werden.

Unser Land kann deshalb so viele Werte akkumulieren, weil wir halt seit langem keinen Krieg mehr hatten der vieles davon zerstört hätte. Weil wir eine lange sehr gut laufende Wirtschaft hatten die das Anhäufen materieller Güter und Sparguthaben erlaubt hat. Ja, auch weil die Menschen hier überwiegend sehr fleißig waren, schaffe schaffe Häusle baue, statt sich auf den alten Lorbeeren auszuruhen und gleich wieder zu verbrauchen was sie sich erworben haben.

Hungerleider können keine Werte anhäufen, die leben von der Hand in den Mund. Werte entstehen nur da wo Überschüsse erzielt werden, wo man mehr arbeitet oder verdient als man für sich selbst braucht.
Deswegen ist es auch ein Witz, Unternehmen einen Gewinn zu neiden. Denn diese Gewinne werden oft genug gleich wieder investiert, statt in die Tasche des Eigentümers zu wandern. Eine Neuanschaffung von Maschinen etwa gibt es nicht umsonst, das muß bezahlt werden oder die Bank verlangt eine Sicherheit, wenn das ganze über Kredit finanziert wird.
Wer das Prinzip des Investierens nicht begreift, hat keinen blassen Schimmer von Wirtschaft. Aber Investitionen kosten nun mal erst mal Geld, das irgendwoher kommen muß.
 
Und warum bist du nicht mehrt dort, wenn es da so super war?🙂
Weil mich der Job sehr schwer krank gemacht hat. Nach einem üblen Burnout, den ich fast nicht überlebt habe, sollte ich mich verrenten lassen. Wollte ich nicht, aber ich kann den Job halt nicht mehr machen. Wenn man psychisch krank wird, ist man nichts mehr wert, das musste ich erkennen. Wird mich gerade auch wieder immer klarer hier.

Aber es lässt sich halt nicht ändern.
Doch. Aber es gibt zu viele Menschen, die das nicht ändern möchten. Weil sie dann arbeiten müssten. Und leider gehören die Menschen, die es leicht ändern könnten, zu den Plantagenbeitzern.

Das sich das ganz schnell ändern kann hat uns die französische Revolution gezeigt. Aber so weit würde ich hier nicht gehen...
 
Würde meine Gedanken umgesetzt, dann wären wir schlagartig wieder konkurenzfähig und die Menschen könnten gut leben. Denn wenn die Anlegerschmarozer nicht so viel Kapital aus den Unternehmen ziehen würden, die Spekulanten nicht die Rohstoffpreise in epische höhen heben würden, dann würde es nicht nur den Arbeitern besser gehen, sondern auch die Verkaufpreise wäre natürlich deutlich niedriger, weil die Betriebskosten gesenkt würden.

Gerade bei bösrenorientierten Unternehmen werden die Löhne klein gehalten, die Produktionskosten so weit wie möglich gesenkt um Gewinne für die Aktionäre zu erwirtschaften.
Wieso sind die Unternehmen deiner Meinung nach denn so blöd?

Du sagst, die ganzen "Anlegerschmarozer" ziehen nur Geld aus den Unternehmen. Warum gehen die Unternehmen denn dann überhaupt an die Börse? Warum sind die nicht alle so schlau wie du und behalten ihr Kapital für sich selber?

Du sagst dass würde ihre Betriebskosten senken. Wäre doch super für die Unternehmen. Endlich mehr Geld für sich selber statt für Anleger. Echt, dass da noch nie jemand drauf gekommen ist.... 😉

p.s. kleine Bitte an die:
Bitte keine Abwertenden Formulierungen wie "Anlegerschmarozer". Das ist unsachlich und ich glaube auch du möchtest nicht abwertend bezeichnet werden.
 
Und leider gehören die Menschen, die es leicht ändern könnten, zu den Plantagenbeitzern.
viva la revolución

nicht das wir uns falsch verstehen.
Deine grundsätzliche Systemkritik kann nicht nur verstehen, ich bin da teilweise sogar mit dir einer Meinung.
Nur ist halt die "Lösung" die du dir da zusammenreimst, grundlegend falsch.
Ginge es nach dir, führen nicht alle Wege nach Rom, sondern in Richtung Sozialismus und der funktioniert bekanntlich einfach in der Realität nicht.
Ich weiß, ich weiß, das früher war ja gar nicht der richtige Sozialismus und jetzt wird alles besser Genossen..

Und nein, mit deinen Theorien wird dieses Land eben nicht konkurrenzfähig.
Deine Gedankenwelt ist Teil des Problems, an dem dieses Land dieser Tage krankt.

Und wenn jemand, der im öffentlichen Dienst arbeitet, sich mit einem Sklaven gleichsetzt, da bekomme ich echt Schnappatmung.
Geh mal zu nem Paketdienst oder in die Pflege und erzähl uns dann nochmal was vom Sklaven im ÖD.
 
Hallo Nachtwolf.
[.. gekürzt, aber Inhalt berücksichtigt..]

Unsere Wirtschaft funktioniert nur im Team. Es braucht Arbeiter, Arbeitgeber und Geldgeber (Aktionäre). Die besten Unternehmer und die fleißigsten Matrosen können nicht zur See fahren wenn er kein Geld für das Schiff bekommt. Jedes dieser drei Elemente ist unverzichtbar und wertvoll!
Ja, Du beschreibst hier wunderbar, wie Aktien eigentlich gedacht waren. Das System war gut und sinnvoll. Und hat auch funktioniert.
Und ja, Die drei Elemente der Volkswirtschaft sind nach wie vor wichtig und nur so geht es. Das würde ich nie bestreiten.

Es ist nur der Finanzsektor im Moment so außer Kontrolle, dass das Gleichgewicht mit den Sektoren Arbeiter und Arbeitgeber verloren geht.

Beispiel: Der Zweck der Banken im System war eigentlich (und so haben die auch garbeitet lange Zeit):
Die Banken nehmen das Geld der Sparer und geben es den Unternehmen als Kredit. Durch die Kreditzinsen zahlen sie den Sparern ebenfalls Zinsen und behalten den Rest als Gewinn bzw. bezahlen damit auch ihre eigenen Arbeiter.
Das hat gut funkioniert.
Jetzt hat sich das aber geändert. Die Banken geben im wesentlichen nicht mehr Kredite sondern spekulieren mit Aktien oder Rohstoffwerten und ziehen das Geld (idealerweise) aus diesen Spekulationen. Und hier ist die Kontrolle weg. Kredit und Zinsen sind immer kalkulierbar. Unternehmenswerte nicht. Die Aktie gab im eigentlichen, früheren Sinn, den Du angesprochen hast, den Wert des Unternehmen wieder, d.H. das Eigenkapital des Unternehmens entsprach dem Aktienwert. Das ist heute nicht mehr so, die Aktienwert ist so weit vom Eigenkapital entfernt, wie man es sich nicht vorstellen kann. Und genau daraus wird der Gewinn erziehlt.

Auch hierzu ein (vereinfachtes) Beispiel:
Ein Unternehmen muss jedes Jahr Dividenden erwirtschaften. Es gilt an der Börse als 'pleite', wenn es seine Gewinne im Vergleich zum Vorjahr nicht steigert. D.H. nach dem Börsendenken ist ein Unternehmen, das stabil läuft und jedes Jahr den gleichen Gewinn erwirtschaftet unlukrativ. Daraus folgend werden die Aktien des Unternehmens verkauft, wodurch der Aktienwert immer weiter sinkt, oft weit unter das Eigenkapital (hier verlieren Anleger dann viel Geld). Dann wird die Aktie wieder gekauft und das ganze Spiel geht von vorne los. Hier ist bisher nur Geld von Anlegern verbrannt worden, also nicht so schlimm.
Schlimm wird es jetzt. Denn das Unternehmen möchte nicht, dass das passiert und steigert deshalb jedes Jahr seinen Gewinn. Um mehr Dividenden zahlen zu können. Kann man bei den deutschen Autobauern sehr gut verfolgen. Und das bedeutet, dass der Fianzsektor immer stärker bedient wird und weniger Geld für den Rohstoff und Arbieitssektor übrig ist.
Und da haben wir das Problem.

Kann man übrigens gut bei den deutschen Autobauern verfolgen. Die haben gerade das Problem, dass sie mit ihren Fianzsteigerungen an einem Punkt sind, wo sie versuchen den Rohstoff und Arbeitssektor möglich scheinbar ganz abschaffen zu wollen....

Aber ja, Du hast Recht. Der ursprüngliche Gedanke hinter der Börse war ganz großartig.
 
Ich fürchte, Du hast nicht verstanden, worauf ich hinaus will.

Ja, der Arbeiter bekommt sein Gehalt. Und nein, das Gehalt sind normalerweise nicht, wenn das Unternehmen verlust macht, aber möglich wäre das sogar. Wenn das Unternehmen gewinn macht, dann steigt aber natürlich auch das Gehalt der Arbeiters. Zumindest früher. Bei guten Unternehmen gab es große Gehaltserhöhungen. Früher.
Was heißt hier früher, gibt es heute etwa keine Gewerkschaften mehr die hin und wieder sogar zum Streik aufrufen wenn ihre Forderungen abgelehnt werden? Gehaltserhöhungen gibt es heutzutage auch noch, ist natürlich von der Branche abhängig, und warum diskutiert man Erhöhung von Mindestlöhnen. In den Berufen wo dringend Leute gesucht werden steigen fähige Bewerber gleich mit höheren Tarifen ein, nur Ungelernte und Leute über deren Fähigkeiten sich der AG noch nicht sicher ist, müssen sich erst mal mit dem Grundgehalt zufrieden geben, die können mehr Geld fordern sobald sichergestellt ist, daß sie es auch wert sind.
Verallgemeinern ist hier nicht. Deine Vorstellungen entsprechen nicht der Realität.
 
Wieso sind die Unternehmen deiner Meinung nach denn so blöd?

Du sagst, die ganzen "Anlegerschmarozer" ziehen nur Geld aus den Unternehmen. Warum gehen die Unternehmen denn dann überhaupt an die Börse? Warum sind die nicht alle so schlau wie du und behalten ihr Kapital für sich selber?

Du sagst dass würde ihre Betriebskosten senken. Wäre doch super für die Unternehmen. Endlich mehr Geld für sich selber statt für Anleger. Echt, dass da noch nie jemand drauf gekommen ist.... 😉

p.s. kleine Bitte an die:
Bitte keine Abwertenden Formulierungen wie "Anlegerschmarozer". Das ist unsachlich und ich glaube auch du möchtest nicht abwertend bezeichnet werden.

Ich entschuldige mich für die Formulierung, sie war in der Tat unglücklich gewählt.

Die Unternehmen gehen an die Börse, weil der Börsengang für ein Unternehmen unglaublich lukrativ ist. Denn dann trägt nicht mehr das Unternehmer das sog. unternehmerische Risko sondern der Anleger. Außerdem bekommt das Unternehmen durch den Verkauf von Aktien unfassbar viel Eigenkapital.

Du kannst unmöglich Wirtschaft studiert haben, sonst würdest du die Zusammenhänge verstehen. Tust du aber nicht.
Zumindest wurde mir ein Diplom ausgehändigt, das besagt, dass ich unter anderem Betriebs- und Volkswirtschaft studiert habe. Aber wenn Du besser weißt als ich, ob ich an einer Uni war....

Ich denke schon, dass ich die Zusammenhänge ganz gut verstehe. Wie gesagt, ich mache mir meine eigenen Gedanken und nutze nicht die, die mir vorgegeben werden.

Kann natürlich sein, dass ich mich vollkommen irre. Aber irgendwie gibt mir die gesellschaftliche Situation im Land ja recht.
 

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