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Wofür lebe ich noch?

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Ich glaube, ich habe das Vertrauen in andere Menschen grundsätzlich verloren. Durch viele negative Erfahrungen vertraue ich nur noch mir selbst. Und alle Versuche, es doch noch umzukehren, sind gescheitert. Das ist dann leider ein trostloses Leben.

Es kann passieren, dass das was du von anderen Menschen hältst, auch von dir gehalten werden kann und sie so wegstoßen könntest, auch wenn du das gar nicht wollen solltest im Inneren. Ganz besonders dann wenn welche nicht in ihrer Mitte bleiben sollten... Angst kann Angst bringen... Verunsicherung kann Verunsicherung bringen.... Versuche die Menschen mal irgendwo ohne deinen erlittenen Vertrauensverlust zu sehen, einfach zu sehen, dass sie da sind, ohne ständige Wertung.
 
Leider schränken mich auch meine Hunde sehr ein. Ich kann sie nicht alleine zu Hause lassen. Sie bellen und jaulen ohne Ende.
Dann hast du ihnen das nie beigebracht. Gerade bei zweien sollte das machbar sein, sie haben sich ja gegenseitig. Stalken sie dich, also laufen dir auch im Haus überall hinterher? Dann solltest du damit schon mal anfangen.
 
Hallo Larissa,
Mir tut deine Situation sehr Leid. Ich bin zwar nicht in der gleichen Situation, sehe aber trotzdem ein paar Gemeinsamkeiten und glaube zu verstehen wie du dich fühlst.

Bezüglich deiner Hunde: Hast du es mal mit HTS Hundetraining probiert? Es gibt da nicht nur die Anita Basler, sondern auch einige ihrer Schüler, die sich abgesetzt haben und nun selber Trainer sind.
Zumindest in meiner Region sind die auf Mehrhundehalter spezialisiert. Vielleicht wäre ein Social Walk bei denen etwas für dich? Vielleicht findest du dort Hilfe und Gleichgesinnte? Das wäre doch toll.

Ich habe meine Gassitruppe über Dogorama gefunden. Es war eine etwas langwierige Suche, viele Leute sind leider nicht zu was regelmäßigem zu gewinnen und manchmal passt es auch einfach nicht zwischen den Tieren oder den Menschen, aber geduldig zu sein, hat sich zumindest für mich gelohnt.
Wir machen nun alles zusammen. Fahren zu Trainings, gehen Gassi mit Picknick, gehen Eis essen mit den Hunden... vielleicht gibst du da mal eine ehrliche Anzeige auf? Wenn deine Damen so schwierig sind, schaust halt mal, dass du Jemanden mit nem jungen, intakten Rüden findest, die knacken Schreckschrauben meist im Sturm (meiner jedenfalls) 😉

Hundekram eignet sich sonst auch als Freizeitbeschäftigung. Es gibt mittlerweile viele Leute, die Leinen oder Halsbänder selber basteln aus Paracord und Biothane. Oder Mäntel und Liegeplätzchen nähen.

Wenn Geld bei dir keine Rolle spielt, wäre es eventuell auch eine Option eine gute Betreuung zu suchen und die Hunde daran zu gewöhnen, damit du einen oder zwei Tage in der Woche für andere Aktivitäten freischaufeln kannst.
Wie machst du das denn aktuell, wenn du mal einkaufen gehst?
 
Guten Morgen. Auch für die weiteren Antworten vielen Dank. Ich werde mich später noch ausführlich mit ihnen beschäftigen.
 
Guten Morgen,
weshalb sind eigentlich von früher her keine guten Freundinnen geblieben? Hattest du nie einen
Freundeskreis? Auch über die vielen Gassirunden mit deinen Hunden kommt man doch mal ins Gespräch mit anderen Hundebesitzern, tauscht Nummern aus und geht zusammen spazieren.
 
Wenn ich mich wiederfinde in so einer Befindlichkeit, dann gilt für mich, diese abzuschütteln können.

Das ist, wie wenn man kalte Füße hat, was tut man da?

Wahrscheinlich reagiert jeder Typ anders.
Einer wird sich dazu entscheiden, das so zu belassen und sehr unglücklich versuchen, mit kalten Füßen zu leben und weil so ein Leben kein Nettes ist, wird er den Tod ersehnen.

Ein anderer wiederum kennt leider niemand, der ihm die Füße wärmt und nimmts auch hin, leidend, klagend und dann gibts welche, die sich was einfallen lassen.

Übrigens, Socken stricken habe ich geliebt, das geht überall, auf dem Balkon, auf einer Parkbank, vor dem Fernseher- wer mit den Händen etwas macht, der schaltet vom Grübeln weg.

Im unglücklichen Grübeln verharren, ist wirklich gleich, wie wenn man kalte Füße hat.
 
Und wenn man sich einfallen lassen kann, was man will in einer Situation und sie lässt sich nicht zum Positiven ändern, was dann?
Dann kann man der Sache noch ein bisschen Zeit geben.
Irgendwie und irgendwann wird es Dinge geben, die einem Freude verschaffen.

Ich glaube, wäre ich in dem Zustand - ich würde versuchen, jeden Tag ganz bewusst für einen schönen Moment zu sorgen.
Montags einen Blumenstrauß kaufen gehen, den lange aussuchen, vielleicht eigens binden lassen und dann mit bewusstem Genuss anschauen.
Dienstags in meinen präferierten mediterranen Supermarkt, zu dem ich eine halbe Stunde mit'm Bus unterwegs bin und dann was richtig Feines aussuchen.
Mittwochs eine bewusste Stunde mit einem Gedichtband zubringen, bei mir wären es Morgensterns Galgenlieder, die haben mir schon in jungen Jahren über so manche schwierige Stunde geholfen.

Für jeden Tag einen kleinen Plan und sich bewusst drauf freuen...und dem ganzen Rest etwas Zeit geben.
Offen bleiben für neue Menschen und/oder neue Erfahrungen.
Die kommen dann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf einen zu.
 
Mir ist bewust, dass die Hunde vielleicht mein grösstes Problem sind. Sie sind nicht als Welpen zu mir gekommen und ich habe sie aufgenommen, als ich noch verheiratet war. Es gab also keine grossen Probleme mit den Tieren. 3 Personen haben sich gekümmert und ich nahm sie mit zur Arbeit. Nur mal so zum Verständnis meiner Situation.

Ich hatte mir fest vorgenommen, sobald ich Rentnerin bin, werde ich ihnen das alleine bleiben geduldig beibringen. Bis heute habe ich es nicht 1 Tag versucht. Warum???

Hundesitter wäre ja auch eine Option. Aber ... Ich traue niemandem, den ich nicht lange kenne. Was, wenn sich an meinem Eigentum, oder noch viel schlimmer, an den Hunden vergriffen wird?

Meine Tochter hat sich in letzter Zeit immer mehr von mir gelöst. Zu ihrem Freund und Freunden und Vergnügen. Sie hat auch nur oberflächliches Verständnis für meine Situation. Verständlich, ich bin introvertiert, sie sehr extrovertiert.

Freundinnen habe ich keine mehr. Hatte viele Jahre eine. Wir hatten vor Jahren auch wieder Kontakt, leider passte es nicht mehr.

Vielleicht bleibe ich auch lieber alleine, weil ich Angst vor neuen Enttäuschungen habe. Der letzte Versuch im vorherigen Jahr eine Freundin zu finden, ging auch schief. Sie wollte nicht, dass man "klammert". Ein Austausch per Whatsapp oder Tel. 2 oder 3 mal die Woche ist für mich nicht klammern. Aber Heiligabend sollte ich unbedingt zu ihr kommen, damit sie nicht alleine ist. Für mich sehe ich das nicht als Freundschaft an.
 
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