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Tochter weiß es nicht.

Wie kommst Du auf den Gedanken ? Googel ich hingegen Himmel steht da sowas wie " Alles Gute kommt von oben" ,siebenter Himmel, Wolke sieben,etc. also durchweg positiv besetzte Begriffe.
😂 Ich lach mich schlapp.
Du hast Recht mit der Interpretation. Meine Wortwahl war ungenau mit einem Vergleich den man falsch verstehen kann.
 
Mir fällt es etwas schwer, mich auf Dich zu konzentrieren, fällt mir auf. Weil ich mich frage, wer für Deine Tochter einsteht.
Wo sie da gerade bleibt.
Ich habe den Eindruck, dass Du Deiner Tochter, sicher nicht bewusst!, eine Schuld auflädst. Du konntest jahrelang nicht zum Arzt, Friseur etc.
Sie macht Probleme in der Schule, zu Hause, in Deinem emotionalen Chaos.
Gleichzeitig hat das Kind keine Ahnung, wieso das alles so ist. Hat keine Worte dafür.

Ich befürchte, ich tue Dir Unrecht und dafür entschuldige ich mich. Ich merke, dass mir das Kind furchtbar leid tut, weil es eben auf Dich angewiesen ist und von Dir abhängig. Es hat nicht die Möglichkeiten, die Du als Erwachsene hast.

Wenn Dir das alles zu viel ist, und auch Deine Tochter Dir durch Ihr Verhalten zeigt, dass gerade nichts in Ordnung ist...gäbe es keine Möglichkeit, mit dem Jugendamt zu reden? Vielleicht wäre es eine Entlastung, wenn Deine Tochter vorübergehend in eine Wohngruppe oder Pflegefamilie käme, oder ihr eine Familienhilfe zu Hause habt?
Das hat, für mich, nichts mit Versagen zu tun. Sondern mit der Fokussierung auf das Kind.
 
Da fragte ich mich sofort - wie könnte ich je einen Begriff hassen.
Ja das Wort Hass kommt in meinen Vokabular eigentlich sonst auch nicht vor.
Mir war dies bewusst als ich es schrieb. Hass ist ein mächtiges Gefühl.
Warum ich diesen Begriff Depression nicht mag, liegt wohl daran dass er mir etwas vermittelt, was nicht zu mir passt, oder ich nicht will.
Ein Beinbruch passiert auch nicht einfach so, jede Krankheit hat eine Ursache. Nur bei Depressionen höre ich so oft, das kann jeden mal treffen blablabla. Als wäre das ein Schnupfen den man sich überall einfach mal so einfangen kann. Das meinte ich mit vom Himmel herab fallen, zufällig erwischt einen das nicht. Bzw nur sehr wenige, bei denen die Körperchemie gestört ist.
Demnach ist es wohl so dass ich die Deutung hasse und die damit verbundene Schwäche, auch das krank sein.
Wenn dann denke ich, die Umstände haben mich krank gemacht und die gleichen Umstände finde ich aber immer noch vor.
Naja vielleicht ist das ein Denkfehler.

An der Stelle stelle ich immer die Gegenfrage - was würdest Du denn Dir wünschen hättest Du eine Mutter die denkt der vom Himmel gefallene Begriff Depression , dieses Gottesurteil sei unumstößlich faulmachend und schwächend ?
Ja das hatte ich ja. Eben deshalb will ich es nicht als etwas unumstößliches vermitteln.
Was würde ich tun wenn meine Tochter depressiv wäre. Auch sagen, dass kann jeden wie Bauchweh mal treffen, damit es nicht auf eine Situation zurück fällt?

Sag Deiner Tochter was Du empfindest und warum - erzähle ihr Deine Geschichte, damit sie daraus die Lehren ziehen kann, die sie braucht.
Ja das ist eben nicht leicht, weil das bedeuten würde, ich muss endlich alles was mir nicht gut tut, hinter mir lassen.
Ich müsste hier weg, von all diesen komischen ungesunden gesellschaftlichen Vorgängen.
Ich müsste es wenigstens einmal versuchen.
Ich kann doch nicht immer nur darüber jammern und mich darüber aufregen.
Und ich weiß auch selbst nicht wie ich es ändern soll.
Sie hat ihre Lehre schon gemacht, mit diesem gestörten Vater. Da weiß sie jetzt bescheid warum wir alleine leben.
 
ist...gäbe es keine Möglichkeit, mit dem Jugendamt zu reden? Vielleicht wäre es eine Entlastung, wenn Deine Tochter vorübergehend in eine Wohngruppe oder Pflegefamilie käme, oder ihr eine Familienhilfe zu Hause habt?
Das hat, für mich, nichts mit Versagen zu tun. Sondern mit der Fokussierung auf das Kind.
Das hatte ich schon recht früh mal gemacht.
Wegen mehrere Gespräche musste ich hinfahren und bekam dann eine überarbeitete Familienhilfe die sich als Psychologin und Erzieherin aufspielte. Die hatte nur geredet aber war in keinster Weise eine Unterstützung.

Ich hatte auch schon oft an eine Pflegefamilie oder ähnliches gedacht, aber ich glaub dann kann ich mich gleich selbst aufhängen. Ich habe doch sowieso schon niemanden mehr, dann soll ich auch noch meine Tochter weg geben?
Warum ist denn bloß keiner für uns da?
Ich leide sehr darunter keine Familie mehr zu haben. Mit Freunden ist das etwas anderes, die wollte ich auch nie belasten und die hatten ja ihre eigenen Schwierigkeiten.
Alles was ich bekommen kann ist bezahlte Hilfe von Fremden. Meine Tochter ebenso.
Das vermittelt einem auch kein gutes Gefühl. Ich hatte es erlebt wie mit ihr bei den Therapien umgegangen wurde.

Ich hatte beim Jugendamt nachgefragt ob es sowas wie Pflegegroßeltern gibt. Ich mag meine Tochter auch nicht immer irgendwo abgeben, wie es bei den Therapien war. Nie wurde ich mit einbezogen. Immer nur beiseite geschoben. Als Mutter und Kind wurden wir nie betrachtet.
Ich wünschte mir sowas wie eine Ersatzfamilie und keine Trennung von meiner Tochter.

Eine Ahnung habe ich davon was das sein könnte. Ich muss mich einfach nur mal umschauen wo ich das finde.
 
Ich hatte auch schon oft an eine Pflegefamilie oder ähnliches gedacht, aber ich glaub dann kann ich mich gleich selbst aufhängen.
Aber deshalb kann doch das Kind nicht leiden? Weil Du das Kind brauchst?
Ich verstehe, dass Du Deine Tochter nicht dauernd weggeben willst, und ich verstehe, dass Du Hilfe für das Zusammenleben haben möchtest und nicht, dass Du Deine Tochter dafür überall hinschleppen musst.
Aber ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass Deine Tochter sehr in eine Erwachsenenrolle gedrückt wird von Dir. Du sagst Sachen zum Kind, da blutet mir als Erzieherin echt das Herz für das Kind. Du gibst ihr unterbewusst eine Schuld. Du klärst sie nicht auf, Du resignierst.
Das tut mir alles so leid für Deine Tochter. Und für Dich, weil Du es so unbedingt besser machen willst als es Deine Mutter bei Dir gemacht hat und damit aber ins andere Extrem rutschst und Deine Tochter auch leidet. Sie leidet anders als Du. Und weil sie keine Worte dafür hat, kann sie Dir das nur über rausgebrüllte "Ich wäre lieber woanders als bei dir" mitteilen.

Dass die Familienhilfe keine Hilfe war, ist frustrierend. Und gerade, weil Du ja schon oft die Erfahrung gemacht hast, dass Dir nicht geholfen wird.
Aber...aber bitte versuche es weiter, bis Du jemand Passendes gefunden hast.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut also dann bist Du kein Punk - sondern kannst noch lachen.
Du sagst Du kannst auch mit Deiner Tochter lachen.
Oder hab ich mich verlesen ? Wie ist das wenn sie sagt " Du bist ihr der liebste Mensch den es gibt " ?

Erschwerend ?

Oder redest Du hier von dem äußeren Ansprüchen, Gesellschaft, Kurrikulum ( Schule ) Ärzten , Ämtern , die an Dich angetragen werden ?
 
Liebe Savay,
ich bin neu hier, dein Problem erinnert mich sehr an eine Freundin aus der MuKi-Kur, die ich vor 10 Jahren kennen lernen durfte und immer noch eine intensive Verbindung habe. Sie war damals wegen überstandenem Brustkrebs mit ihrer 5jährigen Tochter dort und ich mit meiner 3jährigen wegen einer festgestellten psychosomatischen Depression. Die Mädels haben sich gefunden und wir dann auch. Sie war allerdings alleinerziehend und musste sich auch immer alleine durchkämpfen. Wir wohnen 600km auseinander, aber versuchen uns 1x im Jahr zu treffen. Solche Tiefs gibt es bei ihr auch immer wieder, dann höre ich tagelang nichts von ihr. Meine Tochter ist jetzt in der 8. Klasse und war vor Corona ganz normal. Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule wurde sie ziemlich verschlossen und rutschte auch in der Schule ab. Obwohl es keine Probleme bei uns daheim gibt (verheiratet, Eigenheim, Haustiere, keine Verbote usw.) waren wir anfangs ziemlich ratlos.
Ich selbst bin seit meinem 16ten Lj. Epileptiker und musste mich damit auch hart auseinander setzen in der Pubertät.
Jedenfalls hab ich bestimmt ein Jahr immer wieder versucht mit ihr zu reden, was denn nun los ist.
Irgendwann kam raus, dass sich einige Freundinnen mit ihrer Geschlechtsidentität bei ihr ausheulen und auch noch jemand dabei war, der ihr etwas anvertraut hat, dass sie selber Bauchweh bekam, wenn sie in die Schule sollte.
Ich war dagegen mit ihr zur Kinderpsychologin zu gehen, da ich ja selbst weiß was die Psyche macht.
Mein Mann wollte es versuchen und ließ nicht locker. Jetzt sind etwa 6 Monate vergangen und sie hat einen Attest bekommen: Nachteilsausgleich wegen leichter Depression und sozialer Angst.
Mittlerweile verbessert sich die schulische Situation, da die Lehrer zu Stillschweigen verpflichtet sind.
Der Tochter meiner Freundin hätte es auch sehr hilfreich sein können, wenn wir früher gewusst hätten, dass es sowas gibt.
Sie muss die 10te Klasse entweder wiederholen oder ein freiwilliges Jahr machen, da sie überhaupt nicht weiß, wie sie ihr Leben gestalten soll.
Ihre Mutter hatte auch nur minimale Möglichkeiten, ist aber sehr oft mit ihr in der Umgebung unterwegs gewesen.
Schulisch konnte sie ihr nicht helfen und die Schule war auch keine Hilfe.
In unserer Schule gibt es die Möglichkeit, dass ältere Schüler Nachhilfe für die jüngeren geben. Seit diesem Jahr bezahlt das aber nicht mehr die Schule.
Aber unsere Tochter findet das so besser.
Ich hoffe, du gibst nie auf und ihr trennt euch nie, denn Kinder wollen im Herzen nie weg von ihren Eltern und ihrem zu Hause egal wie es ist.
Deswegen, nicht aufgeben. Schritt für Schritt. Falls du noch ein paar Tipps möchtest, melde dich gerne.
LG Seelenwasser
 
Du sagst Du kannst auch mit Deiner Tochter lachen.
Oder hab ich mich verlesen ?
Nein das ist schon so. Eigentlich mache ich ständig Witze und sie hängt mit dann auch an den Lippen. Das hilft um ihr was zu erklären. Doch oft lacht sie dann nur und vergisst um was es ging.
Also es herrscht hier keine Stimmung wie auf einem Begräbnis.
Aber so richtig ausgelassen oder voll Tatendrang halt auch nicht.

Wie ist das wenn sie sagt " Du bist ihr der liebste Mensch den es gibt " ?
Als sie das die ersten male sagte, war ich total gerührt.
Doch es hat dann an Bedeutung verloren als sie mehrmals sagte, sie hätte lieber eine andere Mutter. Tage später kommt dann wieder, ich sei die beste Mutter.
 
Dass die Familienhilfe keine Hilfe war, ist frustrierend. Und gerade, weil Du ja schon oft die Erfahrung gemacht hast, dass Dir nicht geholfen wird.
Aber...aber bitte versuche es weiter, bis Du jemand Passendes gefunden hast.
Das wird echt schwer, weil ich schon so eine enorme Abneigung gegen diese Behörden habe. Denen war es nur wichtig, dass alles nach ihren Vorgaben läuft. Man hätte das ganze auch an einem Automaten abwickeln können.

Ich werde mal schauen was es sonst noch gibt, also wo ich noch nicht war.
Letztendlich muss man aber auch sehen, das es viel schlimmere Zustände in Familien gibt, je nach dem an wen man da gerät, wird einem gesagt, das ist alles halb so wild. Das Kind geht ausgeschlafen in die Schule, bekommt regelmäßig Essen, hat saubere Kleidung und erlebt keine Gewalt.
Wenn ich vergleiche was ich die ersten Jahre miterlebt habe bei meiner Mutter, da ist meine Tochter hier wohlbehütet.
Dennoch... eigentlich ist es auch nicht viel was fehlt.
 
Sorry, dass ich mich noch mal einklinke.
Behördenabneigung kann ich sehr gut verstehen, ich denke in deinem Fall ist das nicht unbedingt sinnvoll. Wie gesagt für mich selbst war der beste Weg immer ein Gespräch mit einer mir vertrauten Person. Das habe ich auch meiner Tochter immer wieder beigebracht und jetzt kommt sie mit allem was ihr auf dem Herzen liegt zu mir trotz der Pubertät.
Durch die Depression bekomme ich trotzdem manchmal noch so Verkrampfungen die leider nicht so leicht zu überspielen sind. Ich musste ihr also auch frühzeitig erklären was das ist.
Meine Freundin dagegen lag tagelang im Bett und funktionierte nur noch für Einkäufe und Auto fahren.
Aber es ist wichtig, den Kindern zu sagen, dass es einfach Menschen mit sensiblen Antennen gibt und es verschiedene Möglichkeiten des Körpers gibt damit fertig zu werden. Meine Tochter hat es dann bald selbst gemerkt als es bei ihr mit dem Bauchweh begann wenn ihr was im Kopf rumgeisterte. Sie hatte bestimmt 2 Jahre massiv damit zu tun gehabt, der Kinderarzt hatte sie xMal untersucht. Mit der Kinderpsychologin hat sich das wesentlich verbessert. Die Fehlzeiten in der Schule sind auch runter gegangen.
LG Seelenwasser
 

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