Hallo Savay,
das klingt nach einer Riesen Baustelle...mit Therapie dauert das ja auch seine Zeit.
Wenn du nicht Therapiemüde bist, kannst du bei chronischer Depression CBASP ausprobieren.
Hier ein Buch (Die Mauer überwinden) dazu:
https://www.amazon.de/Die-Mauer-überwinden-Therapiebegleitung-Online-Materialien/dp/3621280855
Ansonsten Vitamin-D mal beim Arzt checken lassen und gegebenenfalls Tabletten nehmen.
Omega 3 in die Ernährung aufnehmen, wirkt auch gut gegen Depression z.B. 1 EL Leinöl, Walnussöl oder Hanföl am Tag.
Regelmässiges Essen (3x am Tag), guter Schlaf und einmal am Tag 30 min spazieren hilft auch.
Wenn man z.B. Hobbys ausbaut, dann denkt man mehr über Projekte nach und der Kopf ist damit beschäftigt, statt mit dem depressiven Brei.
Lieben Gruß 🤗
Danke Schwertlilie.
Ich habe mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Vor kurzem kam mir ein ganz anderer Gedanke. Ich will ja wieder zu einer Selbsthilfegruppen für Angehörige bzw Kinder aus Alkoholkranker Familie.
Früher war ich da regelmäßig und mir kam ein Satz wieder in Erinnerung. Irgendwas mit Auswirkungen die es auf die Angehörigen hat, wenn man mit einem suchtkranken Elternteil aufgewachsen ist, suchtkranke Partner dann auch hatte,- und ich denke ja, so kann ich das benennen.
Das blöde ist ja, dass der Vater meiner Tochter auch ein leichtes Alkoholproblem hat. Er trinkt täglich 3-5 Bier. Betrunken hatte ich ihn aber nie erlebt. Nur neigt er zu Aggressivität wenn der Alkohol fehlt, bzw ihn gelockert hat.
Also irgendwo hat meine Tochter da jetzt auch schon einen Schaden. Aber gut, Alkoholismus ist keine Seltenheit in unserer Gesellschaft. Irgendwo trifft jeder mal darauf und sei es nur dass man sich über Co-abhängige wundert.
Auf jeden Fall werde ich mir wohl Erfahrungen und Anleitung bei den Selbsthilfegruppen holen.
Letztendlich wäre das Problem nicht so ausgeprägt vorhanden, wenn ich mich wieder fitt bekomme. Und ich war nach der Geschichte mit dem Vater auch nicht mehr bei einer Gruppe oder arbeite mit diesem Programm.
Das ist vergleichbar mit einem spitzen Dorn der noch nicht gezogen wurde. Es schwelt im Verborgenen, ist aber ständig präsent.
Demnächst habe ich auch wieder mit Alkoholikern zu tun. Nicht dass ich abgeneigt oder verurteilend wäre, mir tun sie nur so leid. Und andererseits muss ich aufpassen, dass mir nicht Unrecht getan wird. Aber sie spinnen schon wieder eine riesen Lüge zusammen und ich soll als die Doofe da stehen. Das ist immer so eine Realitatsverdrehung, aufgrund derer Selbstzweifel aufkommen, ich an meiner Wahrnehmung und Urteilsvermögen zweifel.
Und ich muss eine Rolle spielen, damit sie mich nicht angreifen, bzw damit sie sich wegen meinem Verhalten nicht schlecht fühlen.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich eine Rolle spiele und taktiere und wann ich so handle wie es mir entspricht.
Naja, ich darf auch alles falsch machen jetzt und ich kann auch noch lernen es richtig zu machen.