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Tochter weiß es nicht.

Dadurch war es eher trostlos so allein im Wald.
Liebe Savay, merkst du das nicht? Selbst das Beste wird von einem "Miesepeter" schlecht gemacht.
Dieser Miesepeter ist in uns allen drin, manche nehmen den sehr ernst und wichtig, andere überhören den, mehr oder weniger.

Du musst mal deine Texte durchlesen, die letzten- hier spricht der Miesepeter. Der "Depressive", der "Verregnete", der andere jedenfalls, der alles halt so sieht.

Ich merke bei mir, dass ich halb-halb auslebe. Mal Mundwinkel nach unten, mal nach oben. Unabhängig davon mache ich meine Gemüsesuppe, heize ich mir ein, fülle mein Sudoku aus und vieles mehr.

Du kannst machen, wie dir beliebt, keiner zwingt dich, mit Mundwinkel nach oben zu sein. Die Fähigkeit dazu hättest du aber auch und wie du erzählt hast, nutzt du die ebenso. ( wir scherzen oft, lachen gern, wenn auch nicht den ganzen Tag- ihr seid also meiner Meinung nach komplett normal unterwegs.

Wie in der Werbung lebt keiner.
 
Wer sagt das? Es gibt Naturen, denen fehlt das nicht, sie leben trotzdem.
Der Mensch ist aber keines dieser Naturen. Ich kenne @Savay s Tagebuch und hab einen Überblick. Du auch? Finde ich schädlich was du hier mal wieder abgibst.
Hier ist ein Mensch der wirklich leidet und du sagst: "Ne, ganz normal. Mach mal so weiter"
 
Wenn man denkt, ich war eine schlechte Mutter zb, dann gibts Erinnerungen, die das bestätigen.
Wahr ist auch, dass man durchaus gut war.
Wenn man behauptet, man ist faul, dann ist das durchaus wahr.
Wahr ist auch, dass man sehr fleißig sein konnte usw- jede Medaille hat auch eine Kehrseite.

Ich habe mir gestern noch einen Beitrag angeschaut in ORF-Thek, der handelte von einem sehr alten Weibchen, über neunzig, gebückt bis fast zum Boden, fast blind, die Kamera filmte mit, wie ihr Tagesablauf ist. Mich hat diese Sendung irrsinnig berührt, diese Frau, wie sie war.
Im gleichen Beitrag erzählten sie auch vom komplett einfachen ( bescheidenen) Leben zweier alter Brüder auf einem entlegenen Hof im Gebirge. Nichts da, nur das allernötigste, dennoch, tiefe Zufriedenheit. Ich kann das komplett nachvollziehen. Ich verneige mich vor zufriedenen Seelen, denen nicht einfällt, ihren Tag, auch wenn er irgendwie nicht viel bietet, ständig zu hinterfragen, sie nehmen den an, das wird wohl das Geheimnis von Glück sein. Man gibt sich nicht dem Unglück hin.
 
Hier ist ein Mensch der wirklich leidet und du sagst: "Ne, ganz normal. Mach mal so weiter"
Hab ich das so gesagt?
Genau genommen gibts Unfrieden, weils nie genug ist, weil man nie aufhört zu motzen, zu klagen, zu jammern, zu leiden über alles und das finde ICH schädlich.
Ich sagte, mach so weiter, aber ohne dir ständig Stress zu machen ( ich müsste mehr raus, ich müsste mehr tun, ich müsste mehr Zuneigung zeigen usw.)
Mir fallen solche Gedanken auch ein, wem nicht? Mich beeinträchtigen sie aber nicht. Bei mir verursachen diese nicht Trauer und Schwäche, Kummer und Leidgefühle.
Depressionen sind die Folge von...?? Solchen Ideen nachhängen, diese wahr nehmen. ( ich bin schlecht, ich bin falsch, ich bin unbeliebt, ich bin nicht genügend, ich bin nichts wert, ich bin nicht gut, ich bin schädlich und dergleichen mehr.... ) Genau so wahr ist auch die andere Sicht. ( ich bin gut ich bin richtig, ich bin liebenswert, ich bin genug, ich bin viel wert, ich bin nützlich usw...
Dir geschehe nach deinem Glauben.
 
Motto des Tages: heute bin ich mal zufrieden, auch wenn ich nicht allen Erwartungen gerecht werde.
So in etwa mache ich das wohl schon die ganze Zeit. Die Realität ist ja sehr subjektiv zu betrachten. Wenn man sein Leben nicht mit dem anderer vergleicht, könnte man sagen es ist alles gut.
Nur ist ja das Entscheidende ob es einem selbst so gefällt oder man es sich nur schön redet.
Ich rede mir bestimmt zu vieles schön, gehört wohl zur Vermeidungsstrategie. So wachsen dann kleine Probleme oft zu großen heran und in der Summe ist es zum Davonlaufen. Aber ich denke schon gar nicht mehr drüber nach.
So richtig bewusst würde mir das wohl nur werden wenn ich jemanden davon erzähle. Und vielleicht ist es dann insgesamt auch nicht so schlimm, es geht ja immer schlimmer.
Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich recht schnell alle Bereiche verbessern können.
Nur die Zeit bleibt nicht stehen und die Kindheit ist begrenzt.
Ich denke oft wie es sein könnte, wie es schöner und kindgerechter wäre und dazu der Vergleich wie es ist. Es ist mehr schlecht als recht und das nagt an mir.
Aber die Kraft und der Wille sind einfach nicht mehr da.
Ja dass mir jegliche Kontakte fehlen mag sehr dazu beitragen.
Das ist eigentlich alles nur noch ein Knäuel und weil es an der eine Stelle klemmt, klemmt es auch an der anderen. Wie festgefahren.

Ja, man soll sich nicht ständig vor Augen halten, was alles Mist ist. Aber irgendwann ist es wohl auch unmöglich den Deckel noch länger auf dem brodelnden Topf zu drücken.
Erkältet und übermüdet habe ich das jetzt nicht länger geschafft, es brodelt raus.

Meine Tochter weiß schon, dass ich meistens müde und erschöpft bin. Ich bin dabei das anzugehen, weil das an den nächtlichen Geräuschen hier im Haus liegt.

Naja etwas zuversichtlicher bin ich heute.
Die Sonne scheint, wir werden wahrscheinlich wieder nichts unternehmen und mich stört es nicht.
Aber ich weiß dennoch dass es so nicht gut ist.

Manchmal braucht es das wohl, das es einem richtig schlecht geht um etwas verändern zu wollen.
Na mal schauen wie es weiter geht.
 
Manchmal denke ich mir hat es ach etwas mit der Empfindung der eigenen Wahrnehmung zu tun, ich sage den Leuten hier immer die sollen die Beiträge mal lieber langsam lesen und verstehen, bevor sie mit Interpretationen um die Ecke kommen, die auf fehlenden Infos basieren.

Als ich Deinen Beitrag den Eingangsbeitrag gelesen hatte - dachte ich al ersten Gedanken - selten so einen traurigen Post gelesen.

Auf der anderen Seite muss ich dazu sagen verstehe ich da mal wieder vieles nicht wirklich, denke aber es könnte Dir helfen, mal darüber nachzudenken, welche Gedanke es in mir auslöst.

Ich zitiere jetzt auch nicht den ganzen Beitrag , obwohl das für mich in dem ganzen Beitrag so ist, im Grunde bei jedem Satz der da steht.

Ich dachte, mir ich versetze mich mich mal in die Situation in der Du bist und versuche das was Du schreibst mitzufühlen. Das ist der normale Weg den das Mitgefühlbei mir geht.
Jemand erzählt mir etwas was er als Leiden empfindet, was ihm weh tut, seine Not, die Ausweglosigkeit und die eigene Schwäche, die dadurch erst auftritt.

So habe ich auch Deinen Beitrag gelesen.

ZItat Du
Ich hasse ja den Begriff Depression.
Zitat Ende

Da fragte ich mich sofort - wie könnte ich je einen Begriff hassen. Was müsste passieren damit ich sage diesen Begriff hasse ich. Mir fiel nichts ein - denn ein Begriff gibt ja nur eine Bedeutung wieder.
Der ist ja neutral. Ich mag bspw. keine Lügner. Das sind für mich Menschen, die mir absichtlich etwas Unwahres erzählen. Aber den Begriff Lügner hassen ??? für mich völlig emotionsfrei - ist ja nur ein Begriff.....
Mit Hass tu ich mich aber generell sehr schwer, denn das bedeutet ja ich urteile darüber, was ich hassen soll, fälle also das Urteil .....und das traue ich mir nicht zu ......

Fest steht für mich, ich kann keinen Begriff hassen. Ich bin aber ja auch nicht depressiv, was man mir aber auch schon zu unterstellen versuchte .
Da kommt dann die erste Frage hoch die wäre - Kannst Du den Begriff hassen und wenn Du empfindest den Begriff zu hassen ,ist das eine Folge so wie eine emotionale Syptomatik - bei starkem Depressionsschub hasst Du viele Begriffe , bei weniger starken demzufolge weniger....????

Nun lieferst Du eine Erklärung ......

Zitat Du
Das hört sich für mich immer so an als wäre da etwas vom Himmel auf einen herab gefallen und ansonsten gibt es keinen Grund dafür.
Zitat Ende

Also wenn ich da mal Tante googel frage " Was ist eine Depression " so ist damit meist weniger verbunden das etwas vom Himmel gefallen ist, als das etwas einem besonders schweren Druck ausgesetzt ist, der so stark ist, dass er beschwerend, verlangsamend, funktionseingreifend wirkt.
Es werden auch Gründe genannt , weshalb eine Depression auftritt.
Und da hab ich ebenfalls nicht gelesen das sei etwas vom Himmel.

Wie kommst Du auf den Gedanken ? Googel ich hingegen Himmel steht da sowas wie " Alles Gute kommt von oben" ,siebenter Himmel, Wolke sieben,etc. also durchweg positiv besetzte Begriffe.
Aber es gibt auch , wenn man an die Existenz eines Gottes glaubt so etwas wie ein Gottesurteil, das niemand und nichts abändern kann.

Da fragte ich mich , wie würde ich empfinden oder mich fühlen, wenn ich denken würde eine Depression sei unumstößlich ? Unheilbar ? Dann wäre es glaube ich
Ausweglosigkeit. Dann wäre es aber wohl bei mir keine Trauer, sondern eher Melancholie.

Wenn Du aber den Satz oben so zu Deiner Tochter sagen würdest - könnten bei ihr ja ähnliche Gedanken stattfinden und das wäre für mich eine Diskussionsgrundlage.

Zitat Du
Auch sehe ich es als eine Schwäche an und ich will nicht schwach sein.
Zitat Ende

Warum siehst Du eine Krankheit als Schwäche ? Bist Du wieder gesund bzw. hast die Krankheit im Griff schwächt sie nicht mehr bzw. schwächt in unbedeutendem Maß so wenig das es emotional keinen Einfluss mehr hat.

Zitat Du
Aber ich bin es. Für meine Tochter bin ich faul und komisch.
ZItat Ende

Faul - bedeutet ....keinen Bock , No Future , dann bist Du für Deine Tochter ein Punk ????
Komisch bedeutet - sie versteht Dich nicht ? - ja wie auch ....

Zitat Du
Was soll ich ihr denn auch sagen?
Zitat Ende

An der Stelle stelle ich immer die Gegenfrage - was würdest Du denn Dir wünschen hättest Du eine Mutter die denkt der vom Himmel gefallene Begriff Depression , dieses Gottesurteil sei unumstößlich faulmachend und schwächend ?

Du würdest Dir doch sicher wünschen das Du eine vernünftige Erklärung bekommst keine Fragezeichen mehr, sondern endlich Ausrufezeichen- Antworten !

Deine Tochter kommt von Dir , meinst Du sie will keine ? Ist sie zu faul oder versteht sie die Begriffe nicht ?
Zitat Du
Das ich irgendwo mit dem Leben abgeschlossen habe?
Zitat Ende
Hm- warum hast Du irgendwo mit dem Leben abgeschlossen , wenn DU eigentlich den innerlichen Wunsch verspürst depressionsfrei zu sein, das " Verkackte " soweit es geht wieder gut zu machen.

Denkst Du das Du das nicht hin bekommst ?

Wenn jemand ein Urteil fällt -auch wenn es über sich selbst ist, soll es vorkommen er liegt falsch.

Sag Deiner Tochter was Du empfindest und warum - erzähle ihr Deine Geschichte, damit sie daraus die Lehren ziehen kann, die sie braucht.
 
Und solange muss Deine Tochter warten? Bis es Dir schlecht genug geht?
Naja eigentlich arbeite ich daran dass es mir besser geht.
Und ja. Ich verspreche ihr aber nichts.
Ich musste auch 3 Jahre warten bis sie im Kindergarten war und ich dann mal zur Nachuntersuchung konnte. Drei Jahre war ich nicht bei Zahnarzt oder Friseur. Als sie bei der Eingewöhnung war, wurde meine Mutter schwer krank und ich verbrachte die ersten Tage der Eingewöhnung im Krankenhaus mit Aufklärungsgesprächen zur bevorstehenden Op. Eigentlich wäre die Eingewöhnung anfangs immer nur paar Stunden gewesen, doch sie musste deutlich länger bleiben, weil die Arztgespräche halt doch länger dauerten und ich sie nicht früher abholen konnte.
Das waren ein paar Monate der Tortur und des nicht wahr haben wollens. Bis meine Mutter dann im Pflegeheim mit nur 71 Jahren starb. Um die Auflösung der Wohnung und allem übrigen musste ich mich alleine kümmern.
Trauer oder Trost, da war gar nicht dran zu denken.

Dann kamen die Erzieher auf mich zu, meine Tochter würde Entwicklungsauffälligkeiten zeigen. Dass ich erst mal in eine Kur wollte, wurde eher missbilligend zur Kenntnis genommen.
Anschließend ging es weiter mit Diagnostik und Therapie.
Danach kam auch schon Corona und darauffolgend der alternde kranke Hund. Der ist dann auch mit 15 Jahren gestorben, ich hab ihn einschläfern lassen.
Dazu die Verluste von zwei Freundschaften. Und irgendwie fühle ich mich manchmal wie nach einem langen Schleudergang in der Waschmaschine.

Schon seit Anbeginn habe ich auch Probleme mit der Schule.
Mir scheint es so, sie lernt da kaum etwas. Aber Unterrichtsmaterialien bekommt sie nicht mit nach Hause. Erst jetzt kurz vor dem Test, und beim Üben mit ihr, sieht es so aus, als hätte sie das noch nie gemacht.

Wieso kann nicht wenigstens das gut laufen.
Homeschooling wäre viel sinnvoller. So sitzt sie die Zeit in der Schule ab und nur sehr wenig kommt am Ende bei raus.
Da muss ich also wieder ran, ich war auch schon mal beim Schulamt, aber die stehen natürlich voll auf der Seite ihrer Lehrer.
Ich kann nur sagen, das ist mir alles zuviel. Vor allem machen die anderen ja alles richtig und der Fehler liegt nur bei mir oder meiner Tochter, so wird mir das oft vermittelt.
Aber wie soll ich mit ihr zb Zuhause etwas üben, wenn sie kein Schulmaterial mit nach Hause bringt? Ich weiß oft noch nicht mal was sie in den einzelnen Fächern in der Schule überhaupt macht. Jeder hat da sein Fach und alles bleibt in der Schule.
So Zustände machen mich schier verrückt. Und das ist schon seit Anbeginn so und wurde mehrmals von mir erfolglos angesprochen.
Ich weiß Resignation ist nicht der richtige Weg, aber ich habe es so satt das die scheinbar nicht viel Wert auf eine Zusammenarbeit legen.

Tja. Somit habe ich wohl zu oft erfahren, das ich eigentlich machtlos bin irgendetwas zu beeinflussen.
Ich warte genauso, das andere mit mir machen.
Ja, überhaupt nicht gut.
Schlecht genug geht es mir schon, nur ich habe Angst das mein ganzer Einsatz irgendetwas daran zu ändern überhaupt nichts bringt.
Es gibt nichts schlimmeres als am Ende feststellen zu müssen, das man nichts daran ändern konnte.

Der Vermieter hat zb zwar bei den Nachbarn angerufen, das hat rein gar nichts gebracht. Und ich sehe es schon kommen, am Ende heißt es, das Haus ist halt hellhörig, damit muss ich klar kommen.
 

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