Und solange muss Deine Tochter warten? Bis es Dir schlecht genug geht?
Naja eigentlich arbeite ich daran dass es mir besser geht.
Und ja. Ich verspreche ihr aber nichts.
Ich musste auch 3 Jahre warten bis sie im Kindergarten war und ich dann mal zur Nachuntersuchung konnte. Drei Jahre war ich nicht bei Zahnarzt oder Friseur. Als sie bei der Eingewöhnung war, wurde meine Mutter schwer krank und ich verbrachte die ersten Tage der Eingewöhnung im Krankenhaus mit Aufklärungsgesprächen zur bevorstehenden Op. Eigentlich wäre die Eingewöhnung anfangs immer nur paar Stunden gewesen, doch sie musste deutlich länger bleiben, weil die Arztgespräche halt doch länger dauerten und ich sie nicht früher abholen konnte.
Das waren ein paar Monate der Tortur und des nicht wahr haben wollens. Bis meine Mutter dann im Pflegeheim mit nur 71 Jahren starb. Um die Auflösung der Wohnung und allem übrigen musste ich mich alleine kümmern.
Trauer oder Trost, da war gar nicht dran zu denken.
Dann kamen die Erzieher auf mich zu, meine Tochter würde Entwicklungsauffälligkeiten zeigen. Dass ich erst mal in eine Kur wollte, wurde eher missbilligend zur Kenntnis genommen.
Anschließend ging es weiter mit Diagnostik und Therapie.
Danach kam auch schon Corona und darauffolgend der alternde kranke Hund. Der ist dann auch mit 15 Jahren gestorben, ich hab ihn einschläfern lassen.
Dazu die Verluste von zwei Freundschaften. Und irgendwie fühle ich mich manchmal wie nach einem langen Schleudergang in der Waschmaschine.
Schon seit Anbeginn habe ich auch Probleme mit der Schule.
Mir scheint es so, sie lernt da kaum etwas. Aber Unterrichtsmaterialien bekommt sie nicht mit nach Hause. Erst jetzt kurz vor dem Test, und beim Üben mit ihr, sieht es so aus, als hätte sie das noch nie gemacht.
Wieso kann nicht wenigstens das gut laufen.
Homeschooling wäre viel sinnvoller. So sitzt sie die Zeit in der Schule ab und nur sehr wenig kommt am Ende bei raus.
Da muss ich also wieder ran, ich war auch schon mal beim Schulamt, aber die stehen natürlich voll auf der Seite ihrer Lehrer.
Ich kann nur sagen, das ist mir alles zuviel. Vor allem machen die anderen ja alles richtig und der Fehler liegt nur bei mir oder meiner Tochter, so wird mir das oft vermittelt.
Aber wie soll ich mit ihr zb Zuhause etwas üben, wenn sie kein Schulmaterial mit nach Hause bringt? Ich weiß oft noch nicht mal was sie in den einzelnen Fächern in der Schule überhaupt macht. Jeder hat da sein Fach und alles bleibt in der Schule.
So Zustände machen mich schier verrückt. Und das ist schon seit Anbeginn so und wurde mehrmals von mir erfolglos angesprochen.
Ich weiß Resignation ist nicht der richtige Weg, aber ich habe es so satt das die scheinbar nicht viel Wert auf eine Zusammenarbeit legen.
Tja. Somit habe ich wohl zu oft erfahren, das ich eigentlich machtlos bin irgendetwas zu beeinflussen.
Ich warte genauso, das andere mit mir machen.
Ja, überhaupt nicht gut.
Schlecht genug geht es mir schon, nur ich habe Angst das mein ganzer Einsatz irgendetwas daran zu ändern überhaupt nichts bringt.
Es gibt nichts schlimmeres als am Ende feststellen zu müssen, das man nichts daran ändern konnte.
Der Vermieter hat zb zwar bei den Nachbarn angerufen, das hat rein gar nichts gebracht. Und ich sehe es schon kommen, am Ende heißt es, das Haus ist halt hellhörig, damit muss ich klar kommen.