Dein Freund hat quasi alles: den Status als katholischer Pfarrer, den er offenbar auch nicht aufgeben möchte. Und trotzdem eine liebende Frau, die alles für ihn erträgt. Heimlich.
Nachdem du so offensichtlich unter dieser Konstellation leidest und dir auch noch selbst den Vorwurf machst, ein schlechter Mensch zu sein, frage ich mich doch, ob er als ein liebender "Partner" nicht eine Entscheidung treffen müsste. Oder bleibt ihm verborgen, wie sehr er dein Leben in eine sehr ungute Richtung beeinflusst?
Wurde schon gesagt, aber so hat es keine Zukunft.
Wenn es wirklich von seiner Seite Liebe ist wird er seinen Posten abgeben und eure Gefühle zueinander nicht mehr verbergen. Ich denke, dass der Gott ihm dies verzeiht.
Das andere eher nicht.
Interessant...
Dir scheint es eher um dich zu gehen klar...
In meinem Beitrag schrieb ich aber über ihn und ich denke mich da auch als Mann rein.
Wieso gibt man seiner Partnerin, nach Genesis und Co die Macht?
Ist das wieder dieser katholische Glaube vor dem ich Angst habe?
Ich meine mich bzw. mein Ego heiratet ein gläubiger doch nicht wirklich... dem geht's darum, dass ich und das er/sie/es vor Gott das Ja-Wort hält, treu bleibt etc. Jetzt könnte man sich natürlich streiten, ob die Beziehung zu Gott gemeint ist, ob die Beziehung zum Menschen gemeint ist, oder beides usw...
Ich würde also nochmal hart ins Gericht gehen, aber diesmal mit ihm.
Sorry, dass es so gegen dich rüberkam... also du lobst ihn eht mächtig in den Himmel und dir selber gibst du irgendwie ne Abfuhr... bzw. sagen wir du hattest (vielleicht ist es heute schon anders).
Was sagst du zu ihm? Geht er dir in der Hinsicht nicht auf den Sack mit seinem Heiligenschein?
Will euch nicht gegenseitig aufhetzen, aber wieso hast du überhaupt gefragt?
Zweifel? Unsicherheit? Fühlst du dich nicht mehr richtig?
Dein Ernst?
Du rätst der TE ernsthaft zu einem Leben in Lüge?
Verzicht auf Familiengründung?
Immer erzählen, da wäre niemand?
Bizarr.
Also, so wie ich den Faden gelesen habe, ist die TE keine Haushälterin, sondern hat ihr eigenes Leben, und ist nicht beruflich und finanziell auf ihren Freund angewiesen.
Oder hab ich da etwas übersehen?
Und ich kann es verstehen, daß die beiden sich nicht jetzt schon outen, es ist schließlich ein schwieriger Schritt, und eine Kirche ist kein Fußballverein, den man mal so eben verlässt, weil einem der Trainer nicht passt.
Deshalb kann der Mann hier auch nicht einfach mal evangelisch werden, und dann gleich wieder eine Pfarrstelle in einer ev. Gemeinde bekommen, so funktioniert das nicht....
Und unter "bigott" verstehe ich was Anderes, da würde ich eher jemanden so nennen, der z.B. die beiden beim Bischof verpetzen würde...
Wenn DAS nicht leben in Lüge und Bigotterie bedeutet, dann weiß ich auch nicht.
Natürlich lebt die TE nicht als Haushälterin mit ihm.
Das wäre aber das Maximum, was sie erwarten kann.
Liebe TE, wie kommt der Pfarrer denn damit klar?
Auch damit, dass er dich letztlich zur Lüge antreibt?
Ich weiß nicht, ob es an meiner Schreibweise liegt, aber in meine Aussagen wird ziemlich viel reininterpretiert.
1. Ich bin nicht unglücklich! Das ist das falsche Wort. Mein Leben besteht nicht nur aus meiner Beziehung. Das richtige Wort dafür wäre wohl eher frustriert, weil ich immer lügen muss. Ich will gar nicht mit ihm knutschend durch die Gegend laufen. Das ist nichts, was mir generell irgendwie wichtig wäre. Es muss auch generell nicht jeder wissen, ob ich in einer Beziehung bin oder nicht. Ich würde es nur gerne meinen engsten Vertrauen sagen. Den, die mich dann auch mal fragen, wie es so aussieht, mit Beziehung oder mich sogar verkuppeln wollen. Das ist nur nicht möglich, weil die Gefahr, dass es herauskommt, zu groß ist. Wir haben uns anfangs total eingeschränkt, aber mittlerweile sind wir da zu mindestens etwas lockerer. Zum Anfang haben wir immer darauf geachtet, dass man uns nicht zu oft zusammen sieht, damit man uns die Freundschaft glaubt und keine Gerüchte entstehen. Das ist uns mittlerweile egal. Wenn uns jemand 24/7 zusammen sieht, aber wir nichts machen, was nach Paar aussieht, dann ist da offiziell auch nichts. Ich weiß nicht, welche Gerüchte es so hinter unserem Rücken gibt oder ob es überhaupt welche gibt.
2. Er zwingt mich zu nichts oder redet mir etwas ein. Er setzt mich nicht unter Druck oder stellt seine Gefühle über meine. Wenn man wirklich mal bis ins Detail geht, dann sind die Grenzen zwischen "für ihn ist alles gut," "für mich ist alles gut," "für uns beide ist alles gut" usw. sehr schmal. Es gibt aktuell keine perfekte Lösung, die für uns beide gilt. Das heißt aber wie gesagt, nicht, dass wir mega unglücklich sind oder für ihn alles perfekt ist.
Es ist nur manchmal so, dass ich Phasen habe, in denen ich sehr viel nachdenke. Ich stelle unsere Beziehung oder Liebe nicht in Frage. Ich stelle ihn als Mensch nicht in Frage, weil ich ihn kenne und weiß, wie er ist. Er tut alles, was möglich ist, damit es mir gut geht, uns gut geht und unsere Beziehung gut läuft. Es ist für ihn auch nicht immer einfach. Er hat mir von Anfang an gesagt, dass ich das alles nicht muss. Er sagt mir bis heute, dass ich gehen kann, wenn ich das nicht mehr aushalte. Wieso sollte ich das tun? Ich liebe ihn, er ist der tollste Mann. Meine Gedanken kreisen, und ich komme zu keinem Ergebnis. Ich bin frustriert, weil ich lügen muss. Vielleicht sauer, weil es dieses Zölibat gibt. Ich weiß manchmal nicht, auf wen oder was ich sauer bin oder ob ich überhaupt sauer bin. Ich habe ja keine Person, der ich die Schuld geben kann.
Zu sagen, dass er für mich doch einfach seinen Job aufgeben soll, wäre ziemlich einfach und auch nicht fair. Sein Job ist sein Leben. Er liebt, was er tut, und das zieht sich sogar bis in die Freizeit. Ich muss für ihn nicht mein Leben aufgeben, und das verlangt er auch gar nicht. Ja, wir müssen unsere Beziehung verstecken, aber ich habe doch trotzdem mein Leben noch und kann alles machen wie vorher auch. Das meiste sogar mit ihm, aber offiziell nicht als Paar.
PS: Das Thema heiraten, gemeinsame Wohnung, Kinder etc. ist nicht wichtig und belastet mich auch nicht.