Es ist doch normal, dass man in solchen Situationen mal down ist, viel nachdenkt oder frustriert ist. Ohne direkt alles beenden zu wollen und alles schlecht zu reden. Es kann nicht immer alles toll sein, wenn man in einer schwierigen Situation ist, aber deswegen ist man nicht automatisch unglücklich. Auch wenn man mal eine schlechte Phase hat.
Hallo,
vielen Dank für Dein Vertrauen und Deine Worte.
Es beschäftigt Dich und das ist auch gut.
Ja, seine Liebe zu Dir hat sein Leben "durchkreuzt".
Da stimme ich zu.
Er wußte auf was er sich mit seinem Zölibat einläßt; dass es ihm kirchlicherseits
verwehrt wird, gleichzeitig zu seiner Berufung eine Beziehung zu leben.
Wie steht er ehrlicherweise korrekt zu seinem damaligen Einverständnis, dass
er gegenüber der Kirche gegeben hat. Wie ernst und ehrlich wird es von ihm
genommen. Es nun zu "verniedlichen" macht die Gesamtsituation nicht besser
und auch seine Haltung nicht klarer.
Das, was im Leben passiert hat nun einmal damit verbundene Erfahrungen.
Und es braucht Ehrlichkeit und nicht "Verniedlichung dessen, was ernstgemeint
ist".
Überschätze bitte nicht Körper, Geist und Seele.
Es ist und es bleibt das "Verheimlichen" einer gegenseitigen Liebe und sie kann
nicht so ausgelebt werden, wie es normalerweise üblich ist.
Es kann auf die Jahre betrachtet gesundheitliche Auswirkungen haben.
Achte gut auf Dich und sorge liebevoll und fürsorglich für Dich.
Es ist und bleibt Dein Leben mit Deiner Eigenverantwortung.
Das Herz fragt nicht danach, ob es eine Einbindung in ein kirchliches Sein gibt
oder nicht.
Es wird auch für Euch ein Auseinandersetzungsprozess sein.
Und er hat es für sich klar entschieden: Seine Liebe/seine Berufung der Kirche
gegenüber und seine Liebe zu Dir. Er lebt beides. Vermeidet es, mit seiner
Liebe zu Dir zu stehen, da es für ihn sofort Konsequenzen hat.
Vielleicht gelingt es Dir, Dich innerlich langsam damit auseinanderzusetzen, dass
er mit seiner Liebe zur "Kirche" steht und mit seiner Liebe Dir gegenüber sich
in einem Verstecktsein der Öffentlichkeit bewegt. Es kann durchaus sein, dass
es Dir nicht möglich ist, das gedanklich zuzulassen.
In einer für Dich stillen Minute vielleicht.
Schau Dir an, wie er liebevoll und fürsorglich zu seinen Mitmenschen steht, die
kirchlich eingebunden sind.
Wie fühlt sich so ein "Versteckspiel" Dir gegenüber an.
Er meidet die Konsequenzen und steht nicht bedingungslos zu Dir.
Und Du hast Gefühle.
Eine sehr verletzende Lebensweise Dir gegenüber.
Ich kenne einen ehemaligen Priester, der seiner Liebe begegnete.
Es war für ihn ein Auseinandersetzungsprozess.
Er entschied sich für seine Frau.
Also für seine Ehrlichkeit zur Liebe der Beziehung.
Würde er es wirklich wollen, zu Dir liebevoll und fürsorglich zu stehen, würde er
die Konsequenzen leben wollen. Er möchte beides und bekommt es auch.
alles Liebe
flower55