Er liebt, was er tut, und das zieht sich sogar bis in die Freizeit.
Hallo,
er liebt, was er tut.
Er begegnet gläubigen Menschen, die ihm vertrauen.
Die sich ihm anvertrauen mit dem, was ihnen auf dem Herzen liegt.
Und die daran glauben, dass er sich an sein Zölibat hält.
Und er schaut ihnen ins Gesicht, lächelt und segnet sie.
Ja, er liebt, was er tut.
Menschen gegenüber nicht ehrlich sein.
Und er gibt Dir deutlich zu verstehen, dass Du nicht bei ihm bleiben brauchst,
wird es Dir zuviel.
So hat er auf seine ihm eigene Weise gegenüber gläubigen Menschen und gegenüber
Dir das, was er für sich in Anspruch nimmt.
Das Leben scheint für ihn daraus zu bestehen, dass zu bekommen, wonach es ihm
strebt. Gläubige Menschen an seiner Seite, die ihm vertrauen, die gerne mit ihm
zusammen sind und eine Frau, die untergeben sich an seiner Seite "aushalten" läßt.
Wie bereits erwähnt, ist es für mich schwer vorstellbar, dass Du wirklich glücklich
bist mit ihm.
Gefrustet sein birgt auch ein gewisses Leid in sich.
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Du jeden Tag glücklich jubelnd aufstehst,
Dich ganz herzensglücklich in seiner Nähe fühlst, in der niemand merken darf,
was Euch beide verbindet.
Ich verbinde es eher damit, dass es auch traurige Phasen in Deinem Leben mit ihm
an Deiner Seite gibt. Und dass Dir innerlich daran gelegen ist, es ihn nicht spüren zu
lassen; er soll sich wohl fühlen an Deiner Seite. Das ist Selbstaufgabe.
Deine von Dir mitgeteilten Sichweisen wirken auf mich wie ein absolutes
eigenes Schönreden Deiner Lebenssituation mit ihm.
Vielleicht magst Du auch Deine eigene Traurigkeit nicht fühlen wollen oder dass
es weh tut, so leben zu müssen, da er sich nicht klar und mit seiner ganzen Liebe
in seinem Herzen zu Dir bekennt. Er bekennt sich zu seinem kirchlichen Dasein
und trägt Angst und auch die Gewißheit in sich, dass ihm das seine Existenz
kostet, sobald er seine Liebe zu Dir öffentlich macht und sich zu Dir bekennt.
In einer derartigen Scheinwelt möchte ich nicht leben wollen.
Vielleicht irgendwann in einigen Jahren wird mehr und deutlicher zu spüren sein,
welche gesundheitlichen Auswirkungen mit seiner derartigen Haltung Dir gegenüber
sich bei Dir zeigen.
Das damit seelisch Verbundene läßt sich nicht unterdrücken; evtl. für eine gewisse
Lebensphase jedoch nicht auf die Jahre gesehen.
Es ist und bleibt ein seelisches Bedrücktsein und auch ein Herzensverwundetsein
nicht mit dem Mann zusammen sein zu können, dem das Herz und damit auch die
Liebe gehört.
Es scheint so zu sein, dass es da momentan ganz viel Abwehr in Dir und Schönreden
gibt und es Dein Lebensinhalt ist, bei ihm zu bleiben, ihm nahe zu sein.
Auf den Punkt gebracht: Er kann Dir nicht die Liebe schenken, die der Liebe
gebührt und das ist emotional sehr, sehr verletzend.
Es scheint in der jetzigen Lebensphase so zu sein, dass es "gut verdrängt" oder
"anderweitig verarbeitet" wird.
Vergiss jedoch Deine eigene Seele nicht.
Vielleicht wird es Dir in einigen Jahren bewußter.
Eine Seele leidet, bekommt sie die Liebe nicht, die sie teilen möchte.
Das löst emotionale Verletzungen aus.
Es macht Sinn, sich irgendwann an eine Lebensberatungsstelle zu wenden, irgendwan,
irgendwann, um abzuklären, ob diese Liebe für Dich gesundheitliche Auswirkungen
hat.
Es ist und bleibt keine erfüllte Liebe.
Auch Frust setzt sich in den Lebenszellen des Körpers fest und kann durchaus zu
gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Der Körper ist durchaus in der Lage, gewisse Lebensphase so zu verarbeiten, dass
es nach außen hin nicht deutlich als gesundheitliche Beeinträchtigung spürbar ist.
Vergess Deine Seele, Deine Emotionen nicht. Dein Körper ist keine Maschine.
Und Seele nicht seelenlos. Manche Lebensumstände tragen dazu bei, dass Erlebtes
nicht wahrgenommen werden will und die damit erlebten und gelebten Emotionen
"verdrängt" werden. Diese Letztgenannten sitzen tief in einem und möchten irgendwann
gesehen und wahrgenommen werden.
alles Liebe
flower55