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Gesetzesalter für Strafmündigkeit herabsetzen?

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Für die Familien muss das Horror sein.
Das ist ja eine regelrechte Hexenjagd geworden. Die brauchen sicher Zeugenschutz, weil viele Menschen so abdrehen. Aber den Familien mit irgendwelchen Drohungen kommen, wie die Medien berichtet haben, die es wohl gegeben haben soll?
Hier streitet keiner darüber, dass es moralisch absolut katastrophal ist und gegen jegliche moralische Grundsätze verstößt.
Aber man stelle sich mal vor, die sind 12 und 13.
Für die ist die Zukunft eh gelaufen, weil es kaum noch einen Ort gibt, wo sie in Ruhe eine Ausbildung machen können ohne dass es heißt: Das ist die und die, die das Mädchen ermordet hat.
Ich hab heute Nachmittag selbst wieder mit einer guten Freundin auf eine Gruppe von Kindern aufgepasst.
Darunter auch 12 und 10 Jährige.
Die sind manchmal schräg drauf. Das rechtfertigt keinen Mord. Will ich damit nicht sagen, aber die haben diese Weitsicht, die man mit 20, 25 hat noch nicht.
Das habe ich heute wieder gemerkt. Die sind noch kindlich naiv und sehr, sehr unreif.
 
Es geht darum, wie man so etwas von vornherein nach Möglichkeit verhindern kann.

Genau. Und deshalb ist es wichtig, solche Fälle genau zu analysieren. Es geht bei dieser Ursachenforschung in keiner Weise um Rechtfertigung der Tat, sondern darum, Motive und charakteristische Muster zu erkennen, die es ermöglichen, solche Gefahrensituationen zu erfassen und einschätzen zu können und Taten dieser Art von Grund auf zu verhindern.
 
Von denjenigen, die die bestehende Altersgrenze für zu hoch halten und die Komplexität des Themas verkennen, dürfte nur eine Minderheit eine höhere Schulbildung oder gar ein abgeschlossenes Hochschulstudium haben.
Oh, dann müssten ja Einige von unserer Ampel zustimmen. Das soll jetzt aber kein unpassendes Vorurteil sein.
 
Genau jetzt können ihre Eltern sie wieder verhätscheln.
Sorry diese Kinder haben es nicht verdient bei ihren Eltern zu sein sie haben es verdient bei Wasser und Brot im Gefängnis zu versauern.
Und ihre Eltern gehören mit ins Gefängnis.
 
Was ist mit der These, wenn wirklich beide Mädchen ein gutes Elternhaus hatten?
Ohne Gewalt und Vernachlässigung.
 
Diese Gewaltfantasien gegenüber den beiden Mädchen erschrecken mich. Für mich ist es belastend, mit einem solchen Hass hier konfrontiert zu sein.
DAs geht mir absolut genauso und das erschreckt mich auch extrem.
Eigentlich sollten wir uns doch wenigstens in EINEM Punkt einig sein- also rechststaatlich denkende Demokraten: Nämlich dass jeder Mensch einen fairen Prozess verdient hat und dass es Sache der Justiz ist (und nicht eines aufgebrachten Mobs) für die Verurteilung zu sorgen. Wenigstens in diesem einen Punkt sind wir uns alle einig, die wir in diesem Land leben...dachte ich.
 
Was ist mit der These, wenn wirklich beide Mädchen ein gutes Elternhaus hatten?
Ohne Gewalt und Vernachlässigung.

Das kann nur ein Psychologe beurteilen. Gutes Elternhaus ist dehnbar. Ab wann ist ein Elternhaus ein gutes Elternhaus? Wenn die Kinder materiell versorgt wurden? Wenn sie Liebe haben? Wenn sie in einem großen Haus mit Garten wohnen? Wenn sie eine Nanny haben? Wenn die Eltern arbeiten oder nicht arbeiten?
Es gibt Mädchen, die kommen auf die schiefe Bahn, weil sie vieles übergestülpt bekommen haben und die Eltern Anforderungen stellen, denen sie nicht gerecht werden und dann gibt es Kinder, bei denen nichts davon stimmte und die trotzdem ihren Weg gegangen sind.
Was am Ende wie wird ist doch von vielen Faktoren abhängig. Von den Genen, vom Umfeld.

Ich habe erst kürzlich eine 37 Gradsendung gesehen mit dem Thema was haben wir nur falsch gemacht? Da war die Mutter Richterin und man konnte nur zwischen den Zeilen erkennen, was da falsch gelaufen sein könnte. Nach außen war alles perfekt.

Und zum Thema Mobbing: Ich habe eher das Gefühl noch nie wurde in Sachen Mobbing so viel getan wie jetzt. Wir haben Schulsozialarbeiter an vielen Schulen. Als ich Schülerin war, gab es das alles so noch nicht. Tenor der Lehrer war: Macht das unter euch aus. Ist nicht unsere Aufgabe. Wir vermitteln nur Wissen.
Das Problem heute sehe ich eher, dass Mobbing stark über social media ausgetragen wird. Das gab es damals so bei uns noch nicht. Da blieb das mehr oder weniger in der Schule und wenn man sich zu Hause eingeschlossen hat, hatte man da wenigstens seine Ruhe. Da war das zu Hause ein geschützter Ort. Heute ist es das nicht mehr. Da sind die Computer im Kinderzimmer.

Ob in dem Fall von Mobbing die Rede ist, das ist doch aber noch gar nicht sicher? Wenn ein Streit eskaliert ist das nochmal was anderes als Mobbing, das sich über mehrere Monate zieht.
 
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