Hallo zusammen. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Ich habe den Fehler gemacht, meine Mutter anzurufen um ihr ein frohes neues Jahr zu wünschen. Es folgte eine Stunde Depri-Talk.
Die Idee, ihr Haus zu verkaufen hat sie seit über 2 Jahren, es ging Ende 2019 los. Ich erinnere mich noch und war über ihre Idee und ihren Eifer überrascht.
Ich bezahlte ich eine Rentenberatung, beschaffte ihr einen Makler und bot sie beim Umzug und einer Geldanlage zu unterstützen. Das Thema ruhte ein Jahr.
Sie(!) kam schließlich auf die Idee mir das Haus gegen eine lebenslange Rentenzahlung zu überschreiben. Ich rechnete das für mich aus und schlug ihr eine Zahlung von 1.300 € monatlich vor (zuzüglich zu ihrer kleinen Rente von 600 €). Damit hätte ich ihr je nach dem wie alt sie wird deutlich mehr ausgezahlt als das Haus wert ist, aber das Haus wäre "safe". Das Thema ruhte wieder bis sie aus dem nichts sehr erbost auf mich zukam, dass mein Angebot unfair sei und sie mir nicht vertrauen würde.
Das Hauptproblem ist, dass sie in 2 Jahren sich nicht überwinden konnte, das Haus zu verkaufen und es scheinbar auch immer noch nicht will.
Sie sucht Gründe, warum sie nicht umziehen könne. Mal sind es ihre Haustiere, mal ihre Gesundheit, mal dass sie keine Wohnung findet. Wobei ihre Ansprüche inzwischen bei 70m² plus Garten angekommen sind, vollsaniert und guter Lage natürlich. ja, wir reden immer noch von meiner Mutter, die seit 20 Jahren Hartz 4 bekommt.
Sie will ihr Haus auch nicht vorher verkaufen. Der (gute) Vorschlag kam hier ja, dass sie mit einem Termin in der Zukunft das Haus verkaufen können und dann mit dem Verkaufspreis in der Tasche, eine Wohnung suche kann.
Sie will zuerst die Wohnung haben will, bevor sie ihr Haus verkauft. Daher braucht sie einen Kredit i.H.d. Mietkaution und vielleicht 3 Monatsmieten zzgl. aller Umzugskosten etc. Ich schätze bei ihrem Wohnungswunsch mindestens 5.000 €.
Sie habe mit der Bank gesprochen und diese würde ihr einen Kredit geben wenn ich als Bürge einspringen würde. Ich habe nein gesagt.
Der Kredit sei nur wenige Monate nötig. Ich habe nein gesagt.
Sobald sie das Geld hat, ist der Druck weg und das Thema Umzug wird wieder Jahre ruhen.
Meine Mutter sagte mir dann ganz platt, dass sie am liebsten "die Augen zu machen würde", dann sei auch ich "bestimmt glücklicher". Auch wenn sie mich emotional erpresst, werde ich ihr kein Geld leihen.
Mir ist bewusst, dass jeglicher Kontakt zu meiner Mutter in den nächsten Monaten von diesem Thema bestimmt sein wird. Meine Mutter wird schreien und weinen. Wenn sie nicht in die Pötte kommt, kommt das Haus unter den Hammer oder sie macht was Dummes.
Entsprechend ziehe ich mich wieder von meiner Mutter zurück. Ich hatte mich eine Weile gut distanziert. So gut, dass ich den Kontakt sogar wieder als angenehm empfand. Wir trafen uns im Schnitt vielleicht 1 mal im Monat, telefonierten 4-5 mal. Die Gespräche waren schön.
Jetzt ist meine Mutter wieder in der alten Fahrspur, ruft mich alle 2 Tage an, erzählt mir ihren "Kummer" über das Haus, bittet mich um Geld und droht mit Suizid. Entsprechend werde ich den Kontakt wieder mehr blockieren und maximal ein Telefonat in der Woche führen.