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Geld verleihen an Mutter

Pflege zu finanzieren wird vielleicht tatsächlich irgendwann Thema.
Also solltest Du vorsorgen, Dich vorbereiten.

Für die Pflege von von Angehören, insbesondere Eltern gibt es Einkommensfreigrenzen. Seit Anfang 2020 ist der Elternunterhalt neu geregelt. Laut Gesetz haben Kinder nur noch eine Unterhaltspflicht, wenn ihr jeweiliges Jahreseinkommen 100.000 Euro übersteigt.

Insofern ist zumindest nach geltendem Recht nicht zu erwarten, dass ich die Pflege meiner Mutter bezahlen muss.

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit, wird meine Mutter vermutlich ihr verbliebendes Vermögen einsetzen müssen. Sei es das Haus oder in welcher Form noch Vermögen übrig ist.
 
Das Problem für mich war lange Zeit die Frage an mich selber: Ist mein Verhalten fair?

Ja....
- meine Mutter hat mich nicht selber erzogen
- nicht finanziell unterhalten
- und ohne Unterstützung meiner Großmutter, hätte sie mich vielleicht nicht mal auf die Welt gebracht

Aber...
die Argumentation meiner Mutter war immer "sie kann nicht".
- sie konnte sich nicht um ein Kind kümmern
- sie konnte mich nicht finanziell unterstützen
- Sie konnte nicht gleichzeitig arbeiten
- später wurde sie arbeitslos und konnte keinen neuen Job mehr finden
Sie kann nicht mal pünktlich sein. Wenn ich mich mit ihr treffe, kommt sie grundsätzlich mindestens eine halbe Stunde zu spät und fängt die Begegnung mit Ausreden an, warum sie zu spät ist.
Nach dem Tod unserer Großeltern spielte sie dann die Karte, dass sie psychisch krank sei wenn alle anderen Argumente bei mir nicht wirkten.

Und heute? Heute "kann" sie trotz eine Haus, welches mehrere hundert Tausend Euro Wert ist, ihr Leben finanziell nicht selber bestreiten. Über Weihnachten hat sie mir jetzt erzählt, dass sie so viel Angst vorm Umzug hat, dass sie vermutlich nicht umziehen kann.
Ich habe ihr geantwortet, dass ich ihr finanziell nicht helfen kann.

Es ist aber extrem schwer sich zu wehren wenn der Andere immer die Karte spielt "es kann nicht". Und sehr schnell redet man sich ein schlechtes Gewissen ein, wenn man selber nicht hilft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist aber extrem schwer sich zu wehren wenn der Andere immer die Karte spielt "es kann nicht". Und sehr schnell redet man sich ein schlechtes Gewissen ein, wenn man selber nicht hilft.
Du musst Dich einfach an all das erinnern, was Du uns bisher erzählt hast. Dann ist Dein schlechtes Gewissen sowas von schnell weg. Schreib Dir einfach die ganzen negativen Erinnerungen/ Erfahrungen stichpunktartig auf ein paar Karten auf. Die kannst Du dann notfalls auch physikalisch ausspielen.
 
Die einzige sinnvolle Lösung wäre dass deine Mutter dir dieses Haus überschreibt und im Gegenzug kümmerst du dich darum und lässt sie da wohnen. Wenn ihr Geld vom Jobcenter oder Rente nicht reicht gibst du ihr einen Festbetrag dazu.
Wenn das nicht geht kannst du deiner Mutter nicht helfen. Einen Kredit kriegt du nie wieder. Das Haus kommt so oder so zur Versteigerung weil ihr Geld nie er reichen wird. Sie vertut dein Erbe und kann ihr eigenes Leben nicht regeln. Aber du hast ja schon. Ich rate dir dich abzugrenzen.
Alternative ist ihr regelmäßig Geld schenken. Ohne Sicherheit dass deine Mutter damit auskommt oder weiteren Schäden anrichtet. Das können sich nur Wohlhabende leisten. Da gehörst du aber ja nicht dazu.
 
Hallo zusammen. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Ich habe den Fehler gemacht, meine Mutter anzurufen um ihr ein frohes neues Jahr zu wünschen. Es folgte eine Stunde Depri-Talk.

Die Idee, ihr Haus zu verkaufen hat sie seit über 2 Jahren, es ging Ende 2019 los. Ich erinnere mich noch und war über ihre Idee und ihren Eifer überrascht.
Ich bezahlte ich eine Rentenberatung, beschaffte ihr einen Makler und bot sie beim Umzug und einer Geldanlage zu unterstützen. Das Thema ruhte ein Jahr.

Sie(!) kam schließlich auf die Idee mir das Haus gegen eine lebenslange Rentenzahlung zu überschreiben. Ich rechnete das für mich aus und schlug ihr eine Zahlung von 1.300 € monatlich vor (zuzüglich zu ihrer kleinen Rente von 600 €). Damit hätte ich ihr je nach dem wie alt sie wird deutlich mehr ausgezahlt als das Haus wert ist, aber das Haus wäre "safe". Das Thema ruhte wieder bis sie aus dem nichts sehr erbost auf mich zukam, dass mein Angebot unfair sei und sie mir nicht vertrauen würde.

Das Hauptproblem ist, dass sie in 2 Jahren sich nicht überwinden konnte, das Haus zu verkaufen und es scheinbar auch immer noch nicht will.

Sie sucht Gründe, warum sie nicht umziehen könne. Mal sind es ihre Haustiere, mal ihre Gesundheit, mal dass sie keine Wohnung findet. Wobei ihre Ansprüche inzwischen bei 70m² plus Garten angekommen sind, vollsaniert und guter Lage natürlich. ja, wir reden immer noch von meiner Mutter, die seit 20 Jahren Hartz 4 bekommt.

Sie will ihr Haus auch nicht vorher verkaufen. Der (gute) Vorschlag kam hier ja, dass sie mit einem Termin in der Zukunft das Haus verkaufen können und dann mit dem Verkaufspreis in der Tasche, eine Wohnung suche kann.
Sie will zuerst die Wohnung haben will, bevor sie ihr Haus verkauft. Daher braucht sie einen Kredit i.H.d. Mietkaution und vielleicht 3 Monatsmieten zzgl. aller Umzugskosten etc. Ich schätze bei ihrem Wohnungswunsch mindestens 5.000 €.

Sie habe mit der Bank gesprochen und diese würde ihr einen Kredit geben wenn ich als Bürge einspringen würde. Ich habe nein gesagt.
Der Kredit sei nur wenige Monate nötig. Ich habe nein gesagt.
Sobald sie das Geld hat, ist der Druck weg und das Thema Umzug wird wieder Jahre ruhen.

Meine Mutter sagte mir dann ganz platt, dass sie am liebsten "die Augen zu machen würde", dann sei auch ich "bestimmt glücklicher". Auch wenn sie mich emotional erpresst, werde ich ihr kein Geld leihen.

Mir ist bewusst, dass jeglicher Kontakt zu meiner Mutter in den nächsten Monaten von diesem Thema bestimmt sein wird. Meine Mutter wird schreien und weinen. Wenn sie nicht in die Pötte kommt, kommt das Haus unter den Hammer oder sie macht was Dummes.

Entsprechend ziehe ich mich wieder von meiner Mutter zurück. Ich hatte mich eine Weile gut distanziert. So gut, dass ich den Kontakt sogar wieder als angenehm empfand. Wir trafen uns im Schnitt vielleicht 1 mal im Monat, telefonierten 4-5 mal. Die Gespräche waren schön.

Jetzt ist meine Mutter wieder in der alten Fahrspur, ruft mich alle 2 Tage an, erzählt mir ihren "Kummer" über das Haus, bittet mich um Geld und droht mit Suizid. Entsprechend werde ich den Kontakt wieder mehr blockieren und maximal ein Telefonat in der Woche führen.
 
Oh mann, Andreas, das tut mir leid, dass sie Dich so unter Druck setzt. Aber super, dass Du bei Deinem Standpunkt geblieben bist💪💪. Das ist doch auch schon mal ein Erfolg.
Deine Ansatzpunkte sind allesamt vernünfitg und du bist ihr ein gutes Stück entgegen gekommen, hast ihr mehrere Möglichkeiten angeboten (die alle gut und sinnvoll sind) und hast gesagt, wo Deine Grenzen sind: Wenn sie nicht auf einen deiner Vorschläge einsteigen will, hat sie Pech gehabt. Ist leider so.
Du bist mehr als großzügig: Das wird sie nur niemals sehen: Selbst wenn Du ihr eine tolle Wohnung komplett finanzieren würdest und ihr all Dein Geld schenken würdest, wäre sie nicht zufrieden.
Also dann ist es halt so: Irgendwann wird ja mal das Amt oder sonst wer auf sie zukommen und entsprechend Druck machen. Das muss sie dann alleine auslöffeln oder eben eins deiner Angebote annehmen.
Sieh es mal so: So viele Menschen würden sich freuen, wenn sie nur halb so viele gute Optionen hätten wie deine Mutter. Aber sie will weiter Rosinenpicken. Offenbar ist sie es so gewohnt, dass andere die Kohlen aus dem Feuer holen. Hat ja immer geklappt: Sogar ihren Sohn musste sie nicht selbst großziehen.
Also es tut mir echt leid, dass Du da immernoch keinen Frieden finden kannst: Versuch immer ganz bei Dir zu bleiben: Du musst Dir weiter Dein eigenes leben aufbauen: Die Schatten der Vergangenheit lasten nach wie vor auf Dir und Du hast deine eigenen Träume und Wünsche, die Deine Aufmerksamkeit brauchen.
Aber es ist gut, dass Du nicht "umgefallen" bist! Das ist doch schon ein toller Schritt.
 
Sie will zuerst die Wohnung haben will, bevor sie ihr Haus verkauft. Daher braucht sie einen Kredit i.H.d. Mietkaution und vielleicht 3 Monatsmieten zzgl. aller Umzugskosten etc. Ich schätze bei ihrem Wohnungswunsch mindestens 5.000 €.

Sie habe mit der Bank gesprochen und diese würde ihr einen Kredit geben wenn ich als Bürge einspringen würde. Ich habe nein gesagt.
Der Kredit sei nur wenige Monate nötig. Ich habe nein gesagt.
Sobald sie das Geld hat, ist der Druck weg und das Thema Umzug wird wieder Jahre ruhen.
Auch das wäre ggf ... teilweise möglich, Rechtsberatung vorausgesetzt:
Vertraglich wird fest gelegt, dass Du ihr 5000? Euro gegen Eintrag einer Grundschuld? gibst.
Den Betrag bekommt aber nicht sie sondern er landet bei einem Treuhänder, der davon ausschließlich Kaution, einen bestimmten Umzugskostenbetrag etc begleicht.
Sodann steht ihrem Umzug nichts mehr im Wege 🙂
Da es sich danach nicht mehr um selbst genutztes Wohneigentum handelt, fällt allerdings Hartz 4 weg, möglicherweise droht eine Rückzahlung von Bezügen ab Umzug, die dann nur aus dem Hausverkauf beglichen werden kann. Einnahmen hat sie dann ja nicht mehr.

Man könnte mal das Amt anrufen, ob die sich darauf einlassen, der Mutter gegen Grundschuld einen Kredit für Umzug, erste Mieten etc zu gewähren, denn die wären dadurch ja einen Bezugsnehmer los und hätten Zugriff auf den Betrag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch das wäre ggf ... teilweise möglich, Rechtsberatung vorausgesetzt:
Vertraglich wird fest gelegt, dass Du ihr 5000? Euro gegen Eintrag einer Grundschuld? gibst.
Den Betrag bekommt aber nicht sie sondern er landet bei einem Treuhänder, der davon ausschließlich Kaution, einen bestimmten Umzugskostenbetrag etc begleicht.
Sodann steht ihrem Umzug nichts mehr im Wege 🙂
Da es sich danach nicht mehr um selbst genutztes Wohneigentum handelt, fällt allerdings Hartz 4 weg, möglicherweise droht eine Rückzahlung von Bezügen ab Umzug, die dann nur aus dem Hausverkauf beglichen werden kann. Einnahmen hat sie dann ja nicht mehr.

Man könnte mal das Amt anrufen, ob die sich darauf einlassen, der Mutter gegen Grundschuld einen Kredit für Umzug, erste Mieten etc zu gewähren, denn die wären dadurch ja einen Bezugsnehmer los und hätten Zugriff auf den Betrag.

Danke für den Rat 🙂

Ich glaube, dass alle eure und meine Überlegungen am Kernproblem, dass sie nicht umziehen will und keine eigenverantwortlichen Entscheidungen treffen will, vorbeigehen.

Sie lehnt Mietwohnungen teilweise deswegen ab, weil das Balkongeländer zu niedrig, die Kacheln im Bad zu altmodisch oder es keinen Stellplatz direkt vor der Tür gibt ab. Zuletzt diskutierte sie mir mir darüber, dass bei einer Mietwohnung nur kleine braune Mülltonnen vorhanden seien und sie ja durch ihre Tiere so viel Abfall hätte. Die Wohnung könne sie also nicht nehmen.....

Das ist ja auch ein Grund warum ich ihr kein Geld leihe. Selbst wenn es über einen Treuhänder liefe, müsste meine Mutter sich entscheiden, was sie aber nicht tut.
Deswegen bin ich auch bei meinen Großeltern aufgewachsen. Meine Mutter war nicht in der Lage sich für mich als Kind zu entscheiden und die Verantwortung zu übernehmen. Sie hat mich so lange bei meinen Großeltern geparkt, bis es sich praktisch ergeben hat, dass diese die Rolle meiner Eltern hatten. Heute schimpft sie auf meine Großeltern, die ihr das Kind weggenommen hätten.

Ich stelle mir das immer bildlich vor: Meine Mutter fährt mit einem Auto auf einen Baum zu und hat die Möglichkeit nach rechts oder links auszuweichen. Sie tut aber nichts und fährt gegen den Baum. Damit ist ihr die Entscheidung abgenommen und Schuld hat.... der Baum.
 
Irgendwo hattest Du geschrueben, Du würdest das Haus gerne erben.

Jetzt schreibst Du:

Wenn sie nicht in die Pötte kommt, kommt das Haus unter den Hammer
Entsprechend ziehe ich mich wieder von meiner Mutter zurück.

In Verbindung mit dieser anderen Äußerung vor Kurzem erscheint das wenig logisch für mich.

Wenn Deine Prio Selbstschutz ist, das nötig ist, dann wirst Du den Gedanken an ein Erbe begraben müssen.
Dann sollte das für Dich aber in Ordnung und das Thema abgehakt sein.
Distanz wahren oder kompletter Kontaktabbruch und sie kann machen was sie will.

Das einzig andere, mir logisch erscheinende Szenario wäre ein gut geplanter Versuch, das Erbe zu retten. Mit schriftlicher Übersicht, Zahlen, Fakten.
Willigt sie ein folgt der Notartermin.
Lehnt sie ab, siehe oben.
 
In Verbindung mit dieser anderen Äußerung vor Kurzem erscheint das wenig logisch für mich.

Wenn Deine Prio Selbstschutz ist, das nötig ist, dann wirst Du den Gedanken an ein Erbe begraben müssen.
Dann sollte das für Dich aber in Ordnung und das Thema abgehakt sein.
Distanz wahren oder kompletter Kontaktabbruch und sie kann machen was sie will.

Das einzig andere, mir logisch erscheinende Szenario wäre ein gut geplanter Versuch, das Erbe zu retten. Mit schriftlicher Übersicht, Zahlen, Fakten.
Willigt sie ein folgt der Notartermin.
Lehnt sie ab, siehe oben.

Es macht mich halt kaputt. Das ist das Problem. Meine Mutter lädt seit dem Tod meiner Großmutter alle Probleme bei mir ab - emotionale, gesundheitliche wie finanzielle.

Seit 2 Jahren versuche ich meiner Mutter zu helfen und habe verschiedene Lösungen vorgeschlagen. Die Gespräche zwischen uns waren dabei immer problematisch. Teilweise wurde meine Mutter sehr emotional und griff mich an.

Natürlich würde ich gerne etwas erben. Ich merke aber wie meine Mutter mich mit dem Erbe in "Geiselhaft" nimmt und das belastet unsere wacklige Beziehung nochmal mehr. Ich habe deswegen das Erbe nicht abgehakt, sehe es aber als "es kommt, was kommt".

Sobald ich mich da aktiv reinhänge, komme ich da nie wieder raus.

Ich habe meiner Mutter damals klar gesagt, dass ich diesen "Full Service" (finanzielle Unterstützung, Regelung des Umzugs, Steuern, Notar, Unterstützung im Alltag etc.) nur dann erbringe, wenn wir zum Notar gehen und sie mir im Gegenzug das Haus überschreibt.
Meine Mutter hat mir daraufhin klar gemacht, dass ich von ihr KEINE Gegenleistung erwarten könne und sie mir nicht vertraut.
 

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