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Ich habe meine Zukunft ruiniert

Mir ging es die letzten paar Tage einfach schrecklich.
Habe kein Appetit, Lustlosigkeit,Stimmungsschwankungen und Denke immer wieder daran wie sehr ich doch alles versaut habe. Morgens wenn ich aufwache muss ich sofort an meine Lage denken und das verdirbt mir einfach alles.
Ich war auch mal in so einer Studienkrise, die ich dann mit professioneller Hilfe überwunden habe. Ohne diese Krise hätte ich mein Jurastudium vielleicht schon mit 25 abgeschlossen, so bin ich halt 27 darüber geworden. Habe anschließend noch das Referendariat (in dem man ja auch schon etwas Geld verdient) erfolgreich absolviert und war dann mit 30 Jahren Volljuristin.

Nach der Semesterzahl hat mich später - entgegen allen Äußerungen, mit denen mich Neider während meiner Studienkrise wohl nur fertigmachen wollten - keiner mehr gefragt, ich habe dennoch einen sicheren Job im öffentlichen Dienst bekommen.

Aber tun muss man schon was!

Hast du dir inzwischen Unterstützung durch psychologische Beratung gesucht?
 
Schreib Dich noch net ab 🙂, da gibts andere die älter sind und noch weniger erreicht haben.

Ich wünsche Dir alles Gute für eine Ausbildung.
 
Sorry dass ich mich hier nicht mehr so lange gemeldet habe. War mit dem Studium beschäftigt und dann kam noch gleichzeitig Corona.
Zu meiner jetzigen Situation:
Bin inzwischen 28 geworden (bald 29) und im 9 Semester (im nächsten Monat im 10) und werde, sobald die Klausuren, die ich dieses Semester geschrieben habe oder noch schreiben werde, korrigiert sind wahrscheinlich ca 115 bis 120 ECTS haben.
Ich hatte mir für dieses Semester mehr vorgenommen (alle Fächer der ersten 4 Semester bestehen um mit der Bachelorarbeit beginnen zu dürfen) aber daraus wurde wieder nichts da ich immer noch zu sehr prokrastiniere.
Wegen der Prokrastination und Zukunfsängste bin ich auch mehrmals bei der psychotherapeutischen Beratungsstelle gewesen. Das hat zwar ein wenig Besserung gebracht aber hab weiterhin noch ein Problem damit dass ich vieles zu oft aufschiebe. Der nächste Beratungstermin ist aber schon ausgemacht.

Meine größten Ängste zurzeit sind:
1) Befürchtung dass ich keine Stelle für mein Pflichtpraktikum bekommen werde
2) Ängste dass ich es doch nicht mehr schaffe das Studium zu beenden und dann mit 31 und 12 Jahren studieren ohne Abschluss da stehe oder dass ich mit 31 den Bachelor fertig habe mich aber niemand einstellen will.

Die Angst dass ich keine Stelle fürs Pflichtpraktikum bekomme kommt daher dass ich während dem Studium nicht gearbeitet habe, d.h. das wird alles von den Eltern finanziert. Das kommt im Lebenslauf dann supertoll rüber wenn man seit 2011 studiert, keinen Abschluss hat und diese lange Studiendauer auch nicht mit einem Nebenjob mit dem man das Studium finanziert begründen kann.
Meine Noten sind natürlich auch schlecht. Habe zurzeit einen schnitt von 3,1.

Es sei aber auch angemerkt dass ich mich bisher nicht für ein Pflichtpraktikum beworben habe. Sobald ich meine letzte Klausur in diesem Semester geschrieben habe fange ich an Bewerbungen für das Pflichtpraktikum zu schreiben und hoffe dass ich irgendwo genommen werde (muss natürlich relevant fürs Studienfach sein) bevor ich die Studienhöchstdauer erreiche.

Ein Vorteil hat die Pandemie: Die Studienhöchstdauer wurde pauschal von 10 Semester auf 12 Semester angehoben, d.h. ich habe noch 3 Semester mein Pflichtpraktikum + Bachelorarbeit + die restliche ECTS (ca 37) nachzuholen.

Das gibt mir einerseits Hoffnung dass ich es noch schaffen könnte und einerseits mache ich mir Sorgen dass ich es in den 3 Semester doch nicht hinbekomme und dann mit 31 ohne Abschluss da stehe. Ich muss öfters (jetzt vor allem in der Klausurenphase) daran denken ob ich doch nicht abbrechen sollte und mir eine Ausbildung als Fachinformatiker oder Elektroniker suchen soll. Aber auch da habe ich Sorge dass ich wegen meines hohen Alters + Lebenslaufes sehr geringe Chancen habe.
Deswegen mache ich mir, wenn ich wegen solchen Gedanken nicht lernen oder schlafen kann, immer Mut damit, dass ich zumindest den Bachelor durchziehen sollte, damit die letzten 6 Jahre nicht umsonst waren. Und vielleicht habe ich dann eine Chance mit dem Bachelor einen halbwegs guten Job zu finden.

Ich werde wahrscheinlich alle paar Monate / jedes Semester hier ein Zwischenfazit meiner Situation posten, vllt hilft es später jemandem der sich in der gleichen Lage wie ich befindet.

PS: Sry dass der Text so unstrukturiert ist
 
Ich bin gerade echt am überlegen ob ich mich nicht für eine Ausbildungsstelle als Fachinformatiker bewerben und das Studium abbrechen soll. Vielleicht liegt es an der Prüfungsphase aber ich habe wirklich keine Lust mehr auf das Studium.
Einerseits will ich den Bachelor durchziehen damit ich einen halbwegs passablen Lebenslauf habe und !10 Jahre! nicht umsonst an der Uni eingeschrieben war, andererseits hab ich von Theorie, Vorlesungen/Übungen und Vor/Nachbereitung dieser bis in die Nacht die Schnauze voll und will mal endlich mit dem Arbeiten und der Praxis anfangen.
Was ratet Ihr mir dazu? Weitermachen auch wenn die Chance besteht, dass ich es nicht hinbekomme oder jetzt schon mal umorientieren Richtung Ausbildung?
 
Hallo,
Keine leichte Entscheidung vor der du stehst! Ich selbst habe nie studiert, hatte nur kurz mal darüber nachgedacht. Aber kenne das Gefühl nur zu gut mich entscheiden zu müssen! Ich mußte dies erst gerade selbst in meinem Beruf machen!
Vielleicht hilft es dir wenn du eine Liste erstellst, mit pro und contra für das Studium. So setzt du dich noch mal intensiv mit dem Thema auseinander, fällst also keine unüberlegte Entscheidung. Vielleicht aus einer Laune heraus. Versuche aber auch nicht krampfhaft die Liste zu erstellen,wenn du nicht weiterkommt lege sie an die Seite und beschäftige dich mit etwas, was dir Spaß macht und dich ablenkt. Du kannst die Liste jederzeit weiterführen und möglicherweise gelangst du so zu einer Entscheidung.
 
Sorry dass ich mich hier nicht mehr so lange gemeldet habe. War mit dem Studium beschäftigt und dann kam noch gleichzeitig Corona.
PS: Sry dass der Text so unstrukturiert ist
Was hat Corona damit zu tun das du seit 10 Jahren rumeierst?
Um Träume zu erreichen sollte man draus erwachen, realistisch einschätzen zu was man in der Lage ist!
Um seinen Gedanken, Emotionen, Bedürfnissen, Werten, Vorlieben und Überzeugungen nach entsprechend zu handeln.
Wer mit sich selbst im Reinen ist, seine >Schwächen akzeptiert, ohne Wert darauf zu legen, was andere über ihn denken, ist authentisch.
Es sind also nicht Einflüsse von außen, die das Handeln eines authentischen Menschen bestimmen.
Die Motivation kommt alleine aus ihm selbst.
Wenn Du Dich immer wieder verstellen musst, Deine Meinung zurückhältst und immer das tust, wovon Du denkst, dass andere es von Dir erwarten, schränkt das Dein Leben enorm ein.
Denn wenn Du nicht der Mensch sein kannst, der Du bist, kannst Du auf die Dauer nicht glücklich werden.
Eine wichtige Grundlage für Authentizität ist die Selbsterkenntnis.
Wer bist Du?
Was fühlst Du?
Was denkst Du?
Erst wenn Du Deine eigenen Werte, Bedürfnisse, Emotionen und Gedanken kennst, kannst Du authentisch sein.
Ebenfalls solltest Du überlegen, in welchen Situationen Du nicht authentisch bist und warum?
Authentizität: Die Kunst authentisch zu sein (karrierebibel.de)
 
Einerseits will ich den Bachelor durchziehen damit ich einen halbwegs passablen Lebenslauf habe und !10 Jahre! nicht umsonst an der Uni eingeschrieben war, andererseits hab ich von Theorie, Vorlesungen/Übungen und Vor/Nachbereitung dieser bis in die Nacht die Schnauze voll und will mal endlich mit dem Arbeiten und der Praxis anfangen.
Was ratet Ihr mir dazu? Weitermachen auch wenn die Chance besteht, dass ich es nicht hinbekomme oder jetzt schon mal umorientieren Richtung Ausbildung?
Hallo,

ich finde die Zeit ist so oder so nicht verschwendet. Du hattest doch eine gute Zeit oder? Ansonsten bin ich von deinem Update überrascht und muss sagen, es freut mich für dich, dass du gut vorangekommen bist! Ich denke, du kannst auch noch den Rest schaffen und das ist auch meine Antwort. Mach das zu Ende und dann schau weiter.
Verständlich, dass du dir so deine Gedanken machst und dass du Sorgen hast. Du wirst vielleicht auf Menschen treffen, die deine Sorgen bestätigen, allerdings auch auf andere die sie zerstreuen werden. Will sagen, das klappt schon bei dir, mach dich nicht verrückt. Vielleicht hilft dir auch die Betrachtungsweise, dass du sicherlich nicht so besonders bist, dass du die Spitze des Eisberges darstellst. Es gibt noch ganz andere Fälle und die haben es auch geschafft. Was bringt es, sich selbst so zu sabotieren wie du es tust? Ich kann´s verstehen, mach das mitunter auch ganz gerne, aber ich verkneife es mir immer öfter.
Vielleicht kennst du den abgedroschenen Spruch: Wenn man bis zum Hals im Mist steckt, macht es keinen Sinn den Kopf hängen zu lassen oder so ähnlich.. kannst du natürlich gerne machen, aber wozu? Davon abgesehen, würde ich deine Situation als viel besser beurteilen. Der Vergleich war hier vielleicht nicht so optimal. Es ging mir auch eher um deine Haltung.
Ich finde du bist gut vorangekommen und du hast gute Chancen auch noch den Rest zu schaffen. Bleib dabei und zweifel nicht zu viel. Sei stolz auf das, was du bisher erreicht hast und lass den Kopf nicht hängen. Das ist oft leichter gesagt als getan und ab und zu hat man sicher auch so Tage wo all das Reden überhaupt nichts bringt. Für den Rest der Zeit versuch den Zweifeln nicht soviel Raum zu geben.
Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg!
 
Setz dich auf deinen Allerwertesten und ziehe es durch. So viel fehlt doch nicht mehr.

Elektrotechniker sind genauso gesucht wie Informatiker. Mit deiner langes Studiendauer und den Noten wirst du zwar nicht mehr bei den Top-Konzernen punkten können, es gibt aber viele Dienstleister und Beraterfirmen, die immer auf der Suche sind. Die haben zwar nicht die besten Arbeitsbedingungen, sind dafür aber auch nicht so wählerisch. Die nehmen dich auch mit schlechtem Bachelor. Gut möglich, dass du mit deinem Studium danach in die hardwarenahe Informatik reinkommst. Und nach 2-5 Jahren bei einem Dienstleister kräht auch anderswo kein Hahn mehr danach, wie lange du studiert hast oder welche Note auf dem Zeugnis steht. Die wollen nur noch wissen, ob ein Bachelorpapier da ist und was du danach so in dem Job getrieben hast.

Also bewirb dich fleißig auf eine Praktikantenstelle. Da dürfte sich schon was finden lassen. Pflichtpraktikanten muss man schließlich keinen Mindestlohn zahlen, weshalb es viele Firmen gibt, die auch (laut Zeugnis) schlechten Kandidaten eine Chance geben (kosten ja quasi nix). Wenn du da gut bist, wirst du mit etwas Glück nach dem Studium gar keine Bewerbung mehr schreiben müssen, weil direkt übernommen. Da du ET studierst, bist du sogar besser dran als Informatiker. Weil man da viel an Hardware bastelt, die Leute daher noch oft ins Büro müssen und man da eher einen Praktikanten einstellt als bei den reinen Softwareentwicklern die alle im Home Office hocken und bei denen sich keiner für den Praktikanten zuständig fühlt.
 
as gibt mir einerseits Hoffnung dass ich es noch schaffen könnte und einerseits mache ich mir Sorgen dass ich es in den 3 Semester doch nicht hinbekomme und dann mit 31 ohne Abschluss da steh

meine Erfahrung als Dozent an der Uni sagt mir, dass es wohl so kommen wird. falls du den eindruck hast, die sache ist realistisch, schreib dem vorsitzenden des Prüfungsausschusses, dass Du um noch ein Semester mehr bittest mit Verweis auf Deinen Studienverlauf mit Gas gegeben am Ende.
du solltest anfangen, Dich für Ausbildungen (Fachinformatiker) oder Arbeit an sich zu bewerben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einerseits will ich den Bachelor durchziehen damit ich einen halbwegs passablen Lebenslauf habe und !10 Jahre! nicht umsonst an der Uni eingeschrieben war, andererseits hab ich von Theorie, Vorlesungen
eigentlich waren es doch gar keine 10 echten jahre, oder?
Du hast ja nicht 10 jahre hausarbeiten etc.. geschrieben...
du warst doch großteils nur eingeschrieben.
 

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