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28 und ohne Zukunft?

Wie erklärst du dir denn, dass Unternehmen Azubis einstellen, ohne Aussicht auf eine (Fest-)Anstellung danach?

Eine schöne Frage; vor allem da ich die Antwort darauf nicht wirklich weiß, sondern wieder mal spekulieren müsste.
Ich glaube, wenn ich auf alle direkten oder indirekten Fragen von Dir eine Antwort wüsste, wäre ich wohl selbst in solchen Posten eingesetzt.

Aber ich kann mir in der Tat mehrere Möglichkeiten vorstellen, warum das so sein kann.

a) Das Unternehmen hat Geld, reichlich. Dann kann sich das Unternehmen erlauben, 30 Azubis einzustellen und nach der Ausbildung nur 10 zu übernehmen; die Besten aus dem Jahrgang natürlich. In so einem Fall könnte die Aussicht darauf, mit 10 sehr guten Angestellten viel mehr zu verdienen, als 30 Azubis kosten, sehr hoch sein. Klar könnte man nur 10 Azubis einstellen. Müsste dann aber alle übernehmen, um noch "genug" zu verdienen.

b) Das Unternehmen hat 10 Stellen, die nach einer Ausbildung zu besetzen wären. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass nicht alle Azubis die Ausbildung tatsächlich abschließen. Statistiken zeigen dass ein gewisser Prozentsatz geht oder gegangen wird. Also muss das Unternehmen nach diesen Statistiken, sagen wir, 15 Azubis einstellen, damit am Ende auch alle Stellen besetzt werden können. Sollten dann tatsächlich alle bei der Sache bleiben, können eben 5 am Ende nicht übernommen werden. Die Ausbildung der 5 ist aber günstiger, als würden nach der Ausbildungsdauer 4 der 10 Stellen unbesetzt bleiben.

Besonders Kombinationen von a und b sind für mich sehr realistisch denkbar.

c) Das Unternehmen, muss eine bestimmte Anzahl an Azubis aufnehmen, um den Status des Ausbildungsbetriebs zu behalten. Ich kann mir vorstellen, dass es Auflagen gibt, ab wann ein Betrieb ausbilden darf. Ich kann mir weiter vorstellen, dass diese Auflagen nicht mehr erfüllt sind, wenn mehrere Jahre lang keine Ausbildungsstellen ausgeschrieben werden. In so einem Fall könnte ich mir vorstellen, dass ein oder mehrere Azubis "mitgeschleppt" werden, obwohl es aktuell keine spätere Verwendung für sie gäbe.
Gerade bei Klein- oder Kleinstbetrieben könnte ich mir so etwas vorstellen. Mitunter kann dabei eventuell auch die "Qualität" der Ausbildung leiden.

d) Das Unternehmen bildet für andere Unternehmen des selben Zweigs mit aus.
Wieder nur theoretisch aber denkbar wäre, dass 30 Azubis eingestellt werden, obwohl man eigentlich nur wenige oder sogar keinen übernehmen kann. Eventuell gibt es aber in einem spartenverwandten Betrieb/en vakante Stellen. Unter Umständen kann/können der/die aber momentan nicht ausbilden. Dort wäre eine Kooperation denkbar, die ein späteres "Auslösen" der Fachkräfte möglich macht. Auch hier Kombinationen mit a) oder b) denkbar.

e) Das wäre die wirklich schlechteste Option. Das Unternehmen will tatsächlich nur billige Arbeitskräfte und stellt dafür Azubis ein. Lustlos werden diese "rekrutiert" und für niedere Arbeiten heran gezogen.
Ich gebe zu, das ist die utopischste Möglichkeit. In unserer heutigen Welt kann ich mir das aber durchaus vorstellen.

Wenn ich noch länger nachdenke fallen mir bestimmt noch andere Gründe ein, die dafür sprechen mehr Azubis einzustellen, als man tatsächlich übernehmen kann oder will.

Aber: Wir sind damit eigentlich viel zu weit OT. Dem TE ist damit sicher nicht geholfen und wir sollten das daher auch nicht noch weiter breit treten.
 
Mindestens bei Variante c) und e) hätte der Threadersteller nicht unbedingt schlechtere Chancen.

Und wer sagt, dass er nicht auch eine gute Arbeitskraft sein kann, nur, weil er ein paar Mal den Studiengang gewechselt hat? Falls es wieder darum geht, dass man ja mehr aus einem jüngeren Kandidaten herausholen könnte, weil er voraussichtlich dann auch noch länger in dem Unternehmen tätig sein kann - möglich, aber viele werden ja auch wieder nur auf Zeit, also befristet, beschäftigt. Okay... da könnte man auch argumentieren, dass man dort die Besten dann wiederum fest anstellen wird. Aber ich glaube dann doch auch wieder nicht, dass es sooo viele Kandidaten gibt, die den Threadersteller so eindeutig übertreffen. Dann geht es eben auch darum, wie kompetent man die Kandidaten einschätzt. Wie du ja schon sagtest, ein Spitzenmitarbeiter bringt für das Unternehmen mehr Gewinn. Also wäre es ja vielleicht effizienter, einen kompetenten Mitarbeiter mit 30 oder 31 Jahren einzustellen, als einen mit 22, der es aber einfach nicht so "drauf hat".
Und mit Abitur kommt der Threadersteller schon mal gut weg. Wenn er die Studienabbrüche jetzt noch sinnvoll erklären kann, hat er keine schlechteren Chancen als jüngere Kandidaten. Es sei denn die haben auch alle Abitur. Dann werden die natürlich vermutlich vorgezogen. Aber der Threadersteller kann trotzdem auch einfach immer noch unglaublich sympathisch rüberkommen und trotzdem 'nen Ausbildungsplatz bekommen.^^

Ja, wir kamen ein bisschen vom Thema ab. 😉
 
[QUOTE
Wie erklärst du dir denn, dass Unternehmen Azubis einstellen, ohne Aussicht auf eine (Fest-)Anstellung danach?

Ich kann deine Überlegungen, dass ein Azubi ja viel mehr Arbeit bedeutet, auf jeden Fall nachvollziehen. Aber ich glaube es ist nicht so. Da gibt es 'ne Menge Aufgaben, die dann kontinuierlich der Azubi übernehmen kann, ungeliebte Aufgaben, er kann auch mal wie eine Aushilfe einspringen (müssen), wenn gerade benötigt, usw.][/QUOTE]
-----------------------------------

Für deine ganzen Überlegungen müsste der TE zuerst eine Ausbildungsstelle finden.
Bei seiner Vorgeschichte sieht es nun mal mau aus. Daran gibt es nichts zu rütteln. Er hat seinen Lebenslauf verkackt und das weiß er selbst.
Er schreibt doch , dass seine Bewerbungen im erstrebten Beruf aussichtslos waren. Ohne sich umzuorentieren, wird er vermutlich nie eine Ausbildung machen können.

Mit deiner sturen Haltung hilfst du ihm nicht weiter.
 
"Mein Interesse liegt halt so in Richtung
Handel- Großhandel, Außenhandel. Ich mag es wenns größer und komplexer ist und verwaltungskram anfällt
Buchhaltung - Zahlen und Rechnen liegen mir, Höhere Mathematik allerdings nicht so wirklich
Dokumentation - Ich kann sehr gut dokumentieren und es macht mir spaß"

Klingt doch eigentlich ziemlich nach dem Beruf eines Steuerfachangestellten, bin selbst in der Ausbildung ;-)

Ich bin selbst Studienabbrecherin und hab die Ausbildung relativ schnell bekommen. Das liegt daran, dass der Beruf sehr viel Lernen und Fortbilden beinhaltet und zu den schwersten Ausbildungen im kaufmännischen Bereich zählt.

Mach ein Praktikum in einer Kanzlei, schau dir die Arbeit dort an, dann bist du schlauer. Mehr als das es dir nicht gefällt kann dabei doch nicht passieren 🙂

Hab mal mehr Mut und vor allem Motivation dich aus dieser Situation (die wirklich noch nicht verloren ist!) herauszuholen! Alternativ mach andere Praktika, schau einfach das du langsam aber sicher auf einen Weg kommst...

Alles Gute 🙂
 
Praktika waren mal ein tolle Lösung, wenn man nicht wusste was man werden möchte, aber seit es den Mindestlohn gibt, kann man diese nicht mehr machen. Das weiß ich persönlich leider nur zu gut 🙁


TS: Bewirbst du dich eigentlich nur in der Heimat?
 
ich bewerbe mich da wo ich hin pendeln kann.
Geld fürn Umzug ist leider nicht da, deswegen muss ich da bisschen schauen.
Das ist aber in sofern schon ok, da im "Pendelbereich von 1 h Zugfahrt" mehrere Großstädte liegen.
einmal so ca. 650k und einmal so ca. 300k in die andere Richtung.
Nur die Gegend hier direkt ist halt sehr ländlich, aber Züge fahren von meiner Stadt aus direkt in
einige Metropolregionen und ich bin auch für meine 13. Klasse auf der Schule sogar ins nächste Bundesland gependelt.

ich glaube eher es ist meine "Art" die Kanzleien und Steuerberater eher abschrecken würde,
ich hab nun mal lange Haare, allerdings sehr gepflegt, bin Metalfan und absolut kein Anzugmensch, ich würde sogar sagen ich fühle mich
absolut unwohl in solcher "Berufskleidung" sonnst würde ich mich bei Banken bewerben, die mir schon Angebote mehr oder weniger auf Berufsmessen gemacht haben (Komischerweise obwohl ich im Bandshirt und so unterwegs war, hab ich null verstanden. Muss ich aber auch nicht oder?)

Hab mir jetzt aber mal die Berufsordnung durchgelesn, schlecht klingt es nicht.
Ist vielleicht ne Idee wert
 
Und als Studienabbrecher wollen dich ja am liebsten Firmen die dein Wissen zum Sonderpreis bekommen

Du hast nicht verstanden um was es eigentlich geht.

In erster Linie willst Du etwas von denen. Das bekommst Du nicht. Der Grund wird in diesem Thread angesprochen!

Ein Unternehmen sieht immer und ausschließlich die Wirtschaftlichkeit. Hat der Unternehmer etwas für den Arbeiter / Angestellten zu bieten, so ist immer die Wirtschaftlichkeit in Hintergrund.

D.h. im Klartext:
Wenn sich ein Unternehmer das Beste aussuchen kann, wird er nicht das Zweitbeste nehmen! Warum denn auch? DU selbst nimmst ja auch nicht das Zweitbeste.

Das Thema mit dem Umzug:

Hast Du dieses Thema mal mit dem Jobcenter besprochen?

https://www.berlin.de/special/jobs-...umzug-auszubildende-haben-anspruch-auf-b.html

Ganz ehrlich?

Ich frage mich gerade, warum Du so Unbeholfen bei der Lösungsfindung bist! Ich bin fast 50 J. und nicht im Zeitalter von Google aufgewachsen! ABER recherchieren habe ich trotzdem gelernt.

Wenn Du Dich im Umkreis Deines Dorfes bewirbst und hier und da Ansprüche stellst...sorry, so jmd braucht kein Unternehmen, der Zeit und Geld in die Ausbildung legt. Es geht bei dem Unternehmen auch immer um Statuserhaltung. Kein Unternehmer will Auszubildene, die den Ansprüchen nicht genügen und wieder abbrechen. Da würde die Handelskammer auch mal leise nachfragen, was da eigentlcih los ist.

Ich bin auch kein Anzug Mensch...muß man auch nicht unbedingt sein. Es gibt durchaus "feine" , dezente Kleidung heutzutage. Wir leben nicht mehr in den 50ziger Jahre.

M. E. nach solltest Du Deine Haltung und Arrangement noch mal selbstkritisch überprüfen.

Hast Du schon in Jobmaschinen geguckt? (unabhängig vom Jobcenter?)
Bewerbung checken lassen?

Und! Nein, es handelt sich nicht NUR um eine Ausbildungsstelle. Wer das behauptet, darf sich in der Tat als naiv bezeichnen, wenn dies nicht ernst genommen wird!

Liebe Grüße

Kolya
 
ich glaube eher es ist meine "Art" die Kanzleien und Steuerberater eher abschrecken würde,
ich hab nun mal lange Haare, allerdings sehr gepflegt, bin Metalfan und absolut kein Anzugmensch, ich würde sogar sagen ich fühle mich
absolut unwohl in solcher "Berufskleidung" sonnst würde ich mich bei Banken bewerben, die mir schon Angebote mehr oder weniger auf Berufsmessen gemacht haben (Komischerweise obwohl ich im Bandshirt und so unterwegs war, hab ich null verstanden. Muss ich aber auch nicht oder?)
Ganz ehrlich, es geht um deine Existenz! An deiner Stelle würde ich über einen Anzug hinwegsehen und so eine Ausbildung annehmen. Ich hab so das Gefühl als suchst du den ultimativen Job, der soviel Spass macht, dass es sich nicht mehr wie arbeiten anfühlt und du absolut du selbst bleiben kannst. Klar sowas wäre traumhaft, aber das gibt es meiner Meinung nach nicht. Du wirst überall etwas haben, was du nicht leiden kannst und du musst dich für die spießige Arbeitswelt verstellen, aber am Ende des Monats bekommst du dafür ja dann dein Schmerzensgeld. 😉

Solltest du doch noch einen Ausbildungsplatz finden, dann kann ich dir nur raten diese Ausbildung auch durchzuziehen, egal wie scheiße du sie findest. Ein Berufsabschluss ist viel wert und erlaubt dir auch als Quereinsteiger in andere Branchen, die dich noch mehr interessieren, einzusteigen.
 
Ja, man muss sich im Arbeitsleben auch anpassen können. Ich bin zwar ich selbst im Job, aber meine privaten Vorlieben spielen erst einmal keine Rolle, wenn ich eine Aufgabe zu erledigen habe.

Ich würde mal deinen Bewerbungsprozess näher analysieren, um auszuschließen, dass die Absagen an anderen Dingen liegen als deine abgebrochenen Studiengänge.

Also,

Wie viele Bewerbungen schreibst du?
Wie sieht dein Anschreiben aus?
Welche Firmen sind es (große/kleine,...)?
Woher hast du die Firmenadressen / wo suchst du nach Stellenangeboten?
Welche Berufsbezeichnungen exakt?
Wirst du zum Test/Gespräch eingeladen?
Wenn ja, woran scheitert es?
Wie knüpfst du Kontakt zu Firmen?
Was sind Reaktionen auf dich?

Allgemeinsätze wie "Damit kriegst du eine Ausbildung" oder "keine Ausbildung" helfen ja nicht weiter.
 

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