Mich wundert es, dass noch niemand wirklich angesprochen hat wie unmoralisch und verwerflich der hier beschriebene Arbeitsmarkt eigentlich ist. Es fallen immer wieder Schlagwörter/Phrasen wie:
-> Es geht nur um die Wirtschaftlichkeit
-> Es geht um Gewinn
-> Man will nur den Besten Kandidaten
-> Arbeit macht keinen wirklichen Spaß
-> Man muss sich anpassen
-> Man wir nicht angenommen/tolertiert/akzeptiert, weil man mehrere Studiengänge abgebrochen hat
-> Wie kann der Angestellte dem Unternehmen maximal nützen?
-> Man wird schlecht bezahlt
-> Menschen werden auf Grund von Vorurteilen abgeblockt
Hallo? Das ist einfach nur krank und unmoralisch! Ich würde dir raten, dich nicht auf ein Angestelltenverhältnis einzulassen. Diese Art und Weise der Ausbeutung eines Arbeiters ist einfach nur noch pervers.............
Jaja der unmenschliche Arbeitsmarkt.... klingt so herrlich unpersönlich. Nur stehen hinter dem Arbeitsmarkt auch auf Arbeitgeberseite Menschen, die Familien ernähren, wirtschaftliche Risiken tragen und natürlich auch Träume und Wünsche haben. In diesem Thread geht es ganz konkret um einen jungen Menschen, der sich eine vernünftige Arbeitsstelle wünscht.
Nun können wir vom Thema abweichen und stundenlang über die Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt reden, aber vermutlich kriegt der TE dadurch auch keinen Job.
Meine herzliche Bitte an dich und andere Primechecker: Macht keine Threads mit Grundsatzdiskussionen kaputt.
Wenn es dein Anliegen ist den Arbeitsmarkt als schrecklich dar zu stellen, dann öffne ruhig einen eigenen Thread.
Was ich mal positives aus deinem Beitrag entnehme, ist der Vorschlag die Selbstständigkeit als Option zu sehen. Mit der richtigen Idee und Finanzierung sicher eine Möglichkeit, teilweise wird sowas von Jobcentern sogar gefördert. Nach meiner Erfahrung bedeutet Selbstständigkeit aber eher mehr Arbeit und sehr viel Verantwortung.
Zum Thema Anpassung, Kleidung am Arbeitsplatz und co:
Die meisten Berufe sind in Wirklichkeit ganz anders als man glaubt und man verändert sich im Leben. Man wird erwachsener. Mit 18 bin ich gefühlt in einem Anzug versunken und hab mich unwohl gefühlt. Mein Leben hatte andere Prioritäten als heute und ich wollte einen Traumberuf. Wie die meisten von uns, habe ich keinen Traumberuf, aber ich lerne dass es um mehr geht. Heute sage ich: lieber gute Kollegen und ein sicheres Einkommen als einen Traumberuf. Am allerbesten natürlich beides ^^ Meine Erfahrung ist jedoch, dass vermeintlich mäßige Berufe in der Praxis anders und gut sein können. Man findet dann erst mit der Zeit heraus, was einem wirklich liegt.
Ich finde es deswegen auch nicht ungewöhnlich wenn jemand mit Ende 20 erst seine Stärken entdeckt. Andererseits, wirst du lieber TE in 10 Jahren vielleicht wieder einen anderen Berufswunsch haben. Ich würde daher auch keine Berufe ablehnen weil mir einzelne Elemente (zb Kleidung) nicht gefallen. Vielleicht findest du doch Gefallen an einem solchen Beruf und es hindert dich niemand daran trotz Job weiter links und rechts zu schauen ob du was besseres findest.