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28 und ohne Zukunft?

ich hab nun mal lange Haare, allerdings sehr gepflegt (...) bin Metalfan und absolut kein Anzugmensch

Lange Haare kann man ja zum Zopf zusammenbinden. TE, meinst Du, Du könntest Dich während der Zeit einer Ausbildung mit einem Anzug anfreunden? Das, was Du beschreibst, klingt durchaus so, als ob Du Dir das mit dem Steuerfachangestellten nochmal durch den Kopf gehen lassen solltest. Ja, bei Steuerberaterkanzleien ist die Kleidungsordnung meist sehr "steif", aber Du kannst mit dem Beruf auch in Betrieben in der Buchhaltung arbeiten, und das könnte vielleicht eher Dein Interessensgebiet sein.
 
Und als Studienabbrecher wollen dich ja am liebsten Firmen die dein Wissen zum Sonderpreis bekommen.

Habs auch schon erlebt das man sauer war das ich ein angebot ausgeschlagen habe wegen falschem Beruf (Beschimpfung u.a.), da denke ich mir dann aber auch, wer sauer auf eine absage reagiert passt eh nicht


Du verkennst die Situation total. Es ist leider nicht so, dass Du wählen kannst. Du hast Glück, wenn du ausgewählt wirst und je länger die Zeit voranschreitet, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Du gar keine Auswahl mehr hast bzw. Dich keiner mehr will. Egal wie sich der Job dann am Ende nennt.

ich glaube eher es ist meine "Art" die Kanzleien und Steuerberater eher abschrecken würde,
ich hab nun mal lange Haare, allerdings sehr gepflegt, bin Metalfan und absolut kein Anzugmensch, ich würde sogar sagen ich fühle mich
absolut unwohl in solcher "Berufskleidung" sonnst würde ich mich bei Banken bewerben, die mir schon Angebote mehr oder weniger auf Berufsmessen gemacht haben (Komischerweise obwohl ich im Bandshirt und so unterwegs war, hab ich null verstanden. Muss ich aber auch nicht oder?)

Komischerweise glaubst und vermutest Du nur anstatt Dich ernsthaft zu erkundigen.

Ich bin Steuerfachangestellte und kann Dir versichern schon in einigen Kanzleien gearbeitet zu haben und viele andere zu kennen, die in dem Beruf arbeiten und davon trägt keiner Kostüm oder Anzug. Weil es nämlich völlig egal ist, was Du trägst, wenn du die Buchhaltung erledigst und Steuern bearbeitest.

Hab mir jetzt aber mal die Berufsordnung durchgelesn, schlecht klingt es nicht.
Ist vielleicht ne Idee wert

Dann versuch es doch. Immerhin ist es vielseitig und lässt Dir auch nach der Ausbildung viele Möglichkeiten offen.

Du kannst die fortbilden bis hin zum Steuerberater oder aber in die freie Wirtschaft wechseln oder aber auch im Steuerbüro bleiben, wenn es dir gefällt.

Aber Durchhaltevermögen brauchst Du auf jeden Fall auch dort.
 
Ich denke mir aber schon das ich nicht etwas erlernen sollte, nur weil man mir das Angebot macht, ich den Beruf aber gar nicht erlernen will. Bringt doch niemanden etwas , oder?

Das typische Beispiel ist ja Informatik abgebrochen und die Firmen bieten dir eigentlich nur noch Plätze als Fachinformatiker an. Wenn man aber dann sagt das man diesen Beruf nicht erlernen will, ist dann also in Ordnung wenn die Firmen einen beleidigen? Laut der Meinung einiger hier schon...

Schön und gut, ich weiß aber schon jetzt in einem Betrieb der von seinen angestellten Anzug als berufskleidung will werde ich mich nicht wohl fühlen, von den Kostenfakyoren abgesehen würde ich den Betrieb nach der Ausbildung eh verlassen und die Abzüge nie wieder tragen... umsonnst ausgegebenes Geld effektiv.

Ich hab schon geschaut, hier scheint nicht in dem Beruf der Bedarf da zu sein. Gut es ist noch früh und ich schau jeden Tag Ca 12 Stellenplattformen durch... Aber nun ja...


Was bleibt denn ausser glauben, ich weiß es ja nicht. Wie gesagt ist ja mein großes Glück das ich über die Runden komme, da ich eh keine wirklichen Hobbys habe entstehen da auch keine Kosten für. Depressiv bin ich auch zum Glück nicht. ist halt nur eher ein vegetieren statt leben. Ich verbringe den größten Teil meiner Freizeit damit zu schauen wo ich zusätzlich Geld herbekommen kann um etwas zu sparen können
 
Mich wundert es, dass noch niemand wirklich angesprochen hat wie unmoralisch und verwerflich der hier beschriebene Arbeitsmarkt eigentlich ist. Es fallen immer wieder Schlagwörter/Phrasen wie:
-> Es geht nur um die Wirtschaftlichkeit
-> Es geht um Gewinn
-> Man will nur den Besten Kandidaten
-> Arbeit macht keinen wirklichen Spaß
-> Man muss sich anpassen
-> Man wir nicht angenommen/tolertiert/akzeptiert, weil man mehrere Studiengänge abgebrochen hat
-> Wie kann der Angestellte dem Unternehmen maximal nützen?
-> Man wird schlecht bezahlt
-> Menschen werden auf Grund von Vorurteilen abgeblockt

Hallo? Das ist einfach nur krank und unmoralisch! Ich würde dir raten, dich nicht auf ein Angestelltenverhältnis einzulassen. Diese Art und Weise der Ausbeutung eines Arbeiters ist einfach nur noch pervers. Schmerzensgeld? Dass ich nur lache, lol. Werdet endlich wach und begreift, dass dies nicht nur eine Zukunftsfrage des Einzelnen ist, sondern der gesamten folgenden Generationen. Warum geht es immer nur um das persönlich Wohl? Warum geht es immer nur um das persönliche Wohl des Threaderstellers, des Unternehmens, des Personalers oder was auch immer für eine Organisation!? Kann man nicht mal über den Tellerrand hinausschauen? Wir müssen an dem gemeinschaftlichen Wohl arbeiten, das gesamtheitlich für alle Individuen nützt. Was bringt es uns, wenn es einem besser geht (z.B: sich selbst, oder dem anderen) aber in Zukunft die Hauptproblematik weiterhin besteht. Das ist nur SYMPTOM-BEKÄMPFUNG. Effektiv wäre eine Bekämpfung an den Wurzelproblemen. Wenn die Wurzelprobleme aber bestehen bleiben, werden immer wieder diese Symptome auftauchen. Dieses System, in dem wir leben, ist von einer Krankheit befallen, die immer und immer wieder symptomatisch behandelt wird. Echt schrecklich sich das immer wieder anzusehen.

Wenn ich sowas höre, bin ich stolz darauf nicht diesem menschenverachtenden, beschissenen Arbeitsmarktsystem ausgesetzt zu sein. Sicherlich beeinflusst es auch mich, klar, aber ich versuche, sehr weit davon Abstand zu nehmen.

Es gibt Möglichkeiten selbständig zu werden. Ich denke das könnte ein guter Weg sein, um davon loszukommen. Wenn jeder praktisch selbständig einer Tätigkeit nachgeht, ohne dass dafür eine Organisation gegründet werden muss mit tausenden von Menschen, könnte das womöglich durchaus positive Auswirkungen haben. Zumindest wäre jeder Herr über seine eigene Lage und müsste sich von weniger Chefs etwas vorschreiben lassen, die ja doch eher Sklaventreiber als Humanisten sind.

Du versuchst ja schon durch Umfragen im Internet Geld zu verdienen. Es gibt definitiv noch mehr Möglichkeiten um im virtuellen Netz Geld zu verdienen. Ich denke auch dass, du mit einem geringen Einkommen eine Zukunft hast. Wieso auch nicht? Nur weil andere dem Materialismus verfallen sind, musst du das ja nicht auch, oder? Man könnte zum Beispiel versuchen seine Ausgaben zu verringern und Dinge weglassen, die man nicht braucht. Es geht leider viel zu oft um Maximierung von irgendwelchen Ressourcen. Dass es auch umgekehrt geht und womöglich auch weitaus sinnvoller ist: Sparsam mit Ressourcen umzugehen und sich über die kleinen und auch natürlichen Dinge des Lebens erfreuen, darauf kommen viele gar nicht erst.
 
Mich wundert es, dass noch niemand wirklich angesprochen hat wie unmoralisch und verwerflich der hier beschriebene Arbeitsmarkt eigentlich ist. Es fallen immer wieder Schlagwörter/Phrasen wie:
-> Es geht nur um die Wirtschaftlichkeit
-> Es geht um Gewinn
-> Man will nur den Besten Kandidaten
-> Arbeit macht keinen wirklichen Spaß
-> Man muss sich anpassen
-> Man wir nicht angenommen/tolertiert/akzeptiert, weil man mehrere Studiengänge abgebrochen hat
-> Wie kann der Angestellte dem Unternehmen maximal nützen?
-> Man wird schlecht bezahlt
-> Menschen werden auf Grund von Vorurteilen abgeblockt

Hallo? Das ist einfach nur krank und unmoralisch! Ich würde dir raten, dich nicht auf ein Angestelltenverhältnis einzulassen. Diese Art und Weise der Ausbeutung eines Arbeiters ist einfach nur noch pervers.............

Jaja der unmenschliche Arbeitsmarkt.... klingt so herrlich unpersönlich. Nur stehen hinter dem Arbeitsmarkt auch auf Arbeitgeberseite Menschen, die Familien ernähren, wirtschaftliche Risiken tragen und natürlich auch Träume und Wünsche haben. In diesem Thread geht es ganz konkret um einen jungen Menschen, der sich eine vernünftige Arbeitsstelle wünscht.
Nun können wir vom Thema abweichen und stundenlang über die Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt reden, aber vermutlich kriegt der TE dadurch auch keinen Job.

Meine herzliche Bitte an dich und andere Primechecker: Macht keine Threads mit Grundsatzdiskussionen kaputt.
Wenn es dein Anliegen ist den Arbeitsmarkt als schrecklich dar zu stellen, dann öffne ruhig einen eigenen Thread.

Was ich mal positives aus deinem Beitrag entnehme, ist der Vorschlag die Selbstständigkeit als Option zu sehen. Mit der richtigen Idee und Finanzierung sicher eine Möglichkeit, teilweise wird sowas von Jobcentern sogar gefördert. Nach meiner Erfahrung bedeutet Selbstständigkeit aber eher mehr Arbeit und sehr viel Verantwortung.

Zum Thema Anpassung, Kleidung am Arbeitsplatz und co:
Die meisten Berufe sind in Wirklichkeit ganz anders als man glaubt und man verändert sich im Leben. Man wird erwachsener. Mit 18 bin ich gefühlt in einem Anzug versunken und hab mich unwohl gefühlt. Mein Leben hatte andere Prioritäten als heute und ich wollte einen Traumberuf. Wie die meisten von uns, habe ich keinen Traumberuf, aber ich lerne dass es um mehr geht. Heute sage ich: lieber gute Kollegen und ein sicheres Einkommen als einen Traumberuf. Am allerbesten natürlich beides ^^ Meine Erfahrung ist jedoch, dass vermeintlich mäßige Berufe in der Praxis anders und gut sein können. Man findet dann erst mit der Zeit heraus, was einem wirklich liegt.
Ich finde es deswegen auch nicht ungewöhnlich wenn jemand mit Ende 20 erst seine Stärken entdeckt. Andererseits, wirst du lieber TE in 10 Jahren vielleicht wieder einen anderen Berufswunsch haben. Ich würde daher auch keine Berufe ablehnen weil mir einzelne Elemente (zb Kleidung) nicht gefallen. Vielleicht findest du doch Gefallen an einem solchen Beruf und es hindert dich niemand daran trotz Job weiter links und rechts zu schauen ob du was besseres findest.
 
Du versuchst ja schon durch Umfragen im Internet Geld zu verdienen. Es gibt definitiv noch mehr Möglichkeiten um im virtuellen Netz Geld zu verdienen. Ich denke auch dass, du mit einem geringen Einkommen eine Zukunft hast. Wieso auch nicht? Nur weil andere dem Materialismus verfallen sind, musst du das ja nicht auch, oder? Man könnte zum Beispiel versuchen seine Ausgaben zu verringern und Dinge weglassen, die man nicht braucht. Es geht leider viel zu oft um Maximierung von irgendwelchen Ressourcen. Dass es auch umgekehrt geht und womöglich auch weitaus sinnvoller ist: Sparsam mit Ressourcen umzugehen und sich über die kleinen und auch natürlichen Dinge des Lebens erfreuen, darauf kommen viele gar nicht erst.

ich möchte hier gleich mal ein Missverständnis ausräumen:
- Ich mach das nicht unbedingt so "freiwillig" sondern weil es einfach zur Zeit die einfachste zusätzliche Einahmequelle ist, ich bin auch ziemlich gut eingelesen in Thematiken wie Bitcoin, Passives Einkommen usw.. Ich möchte aber nicht mein Leben lang daraus mein Haupteinkommen ziehen.
Das ist für mich keine Option, auch wenns verlockend ist.

Selbstständigkeit ist sicherlich eine Idee, aber auch dafür möchte ich schon ganz gerne eigentlich zumindestens einen beruflichen Abschluss haben falls das schief geht. Mir ist auch ziemlich egal wie "pervers" der Arbeitsmarkt ist. Ich hab keine Chance nicht weil der Arbeitsmarkt scheiße ist sondern weil ichs selbst verkackt habe. Klar man wird beleidigt, runtergemacht, diskrimmiert usw.. aber dann ist der entsprechende Arbeitgeber halt nicht der richtige so sehe ich das eher. Verzicht bin ich eh gewohnt, aber es ist kein Lebensziel von mir das mein Leben lang zu haben.

Ich möchte hier echt keine Diskussion über Moral oder so... es bringt mir NIX.
Anpassen ist was anderes als das was hier aufgeworfen wird.
 
Ich denke mir aber schon das ich nicht etwas erlernen sollte, nur weil man mir das Angebot macht, ich den Beruf aber gar nicht erlernen will. Bringt doch niemanden etwas , oder?

Gut. Aber so viel Auswahl hast Du nicht und die Auswahl wird mit jedem Tag geringer. Das ist eine Tatsache.


Das typische Beispiel ist ja Informatik abgebrochen und die Firmen bieten dir eigentlich nur noch Plätze als Fachinformatiker an. Wenn man aber dann sagt das man diesen Beruf nicht erlernen will, ist dann also in Ordnung wenn die Firmen einen beleidigen? Laut der Meinung einiger hier schon...

Warum hast Du Dich dann drauf beworben?

Schön und gut, ich weiß aber schon jetzt in einem Betrieb der von seinen angestellten Anzug als berufskleidung will werde ich mich nicht wohl fühlen, von den Kostenfakyoren abgesehen würde ich den Betrieb nach der Ausbildung eh verlassen und die Abzüge nie wieder tragen... umsonnst ausgegebenes Geld effektiv.

Viele kaufmännische Berufe z. B. meiner als Steuerfachangestellter erfordert das nicht und bietet viele Möglichkeiten.

Ich hab schon geschaut, hier scheint nicht in dem Beruf der Bedarf da zu sein. Gut es ist noch früh und ich schau jeden Tag Ca 12 Stellenplattformen durch... Aber nun ja...

Schauen nützt nichts . Handeln wäre besser.


Was bleibt denn ausser glauben, ich weiß es ja nicht. Wie gesagt ist ja mein großes Glück das ich über die Runden komme, da ich eh keine wirklichen Hobbys habe entstehen da auch keine Kosten für. Depressiv bin ich auch zum Glück nicht. ist halt nur eher ein vegetieren statt leben. Ich verbringe den größten Teil meiner Freizeit damit zu schauen wo ich zusätzlich Geld herbekommen kann um etwas zu sparen können


Das wird Dein restliches Leben so bleiben und eher schlimmer statt besser werden, wenn Du nicht irgendwann in die Pötte kommst , Dich entscheidest und durchhälst.
 
Mich wundert es, dass noch niemand wirklich angesprochen hat wie unmoralisch und verwerflich der hier beschriebene Arbeitsmarkt eigentlich ist.

Das hilft dem TE ja auch nicht. DASS es so ist, steht ja außer Frage, aber leider ist dieser Zustand nicht kurzfristig zu ändern.


Lieber TE, es klingt so, als stündest Du Dir selbst im Weg. Das, was Du bekommen könntest, möchtest Du nicht, und das, was Du möchtest, bekommst Du nicht. Keiner sagt, dass Du in einem erlernten Beruf auf ewig festgenagelt bist, man kann eine Ausbildung auch durchziehen und als Sprungbrett nutzen. Ich bin in dem Bereich, den ich mal gelernt habe, auch nicht mehr tätig, aber für die meisten Firmen war wichtig, DASS ich etwas gelernt habe. Es liest sich so, als wärest Du gerade ziemlich orientierungslos. Manchmal muss man einfach mal etwas tun, eine Entscheidung treffen, und die durchziehen.
 
Hallo lieber TE! 🙂

Möchte jetzt auch mal meinen Senft mit dazugeben, nachdem ich schon seit Anfang an hier mitlese. Jeder hier hat recht und dann auch irgendwie wieder nicht. Es kommt auf den Personaler bzw. die an der Bewerbungsphase beteiligten Personen im Unternehmen an. Wollen sie lieber Schulabgänger? Dann hast du verloren. Wollen sie lieber ältere mit etwas Lebenserfahrung? Dann hast du schon deutlich mehr Chancen. Ich selbst habe einen ähnlich verhunzten Lebenslauf wie du: zwei Mal Studium abgebrochen, einmal eine Ausbildung. Die Ausbildung hatte ich damals aus anderen Gründen abgebrochen bzw. musste sie abbrechen, aber das tut bei einem Personaler zunächst ja nichts nur Sache. Er sieht das Blatt Papier und nicht die Gründe dahinter. Hatte also ähnlich "gute" Chancen auf dem Arbeitsmarkt wie du. Aber Einladungen zu Vorstellungsgesprächen flatterten trotzdem ins Haus.

Aus vielen Gesprächen ging hervor, dass die Unternehmen grundsätzlich Abiturienten mit abgebrochenen Studium nehmen. Wieso? Weil nach ihren Erfahrungen Haupt- und Realschüler nach der Ausbildung weiter auf die Schule gehen, ihr Abitur nachholen und studieren. Sprich, ihre ausgebildeten Leute bleiben nicht bei ihnen sondern verziehen sich wieder. Bei einem Abiturienten mit abgebrochenen Studium kann man davon ausgehen, dass er danach nicht einfach wegrennt um auf eine höhere Schule zu gehen oder zu studieren - das hat er ja bereits hinter sich. Er kann sich weiterbilden, aber dazu muss er nicht zwangsläufig das Unternehmen verlassen. So teilte man es mir zumindest sehr sehr oft mit. In einem erklärte man es mir auch so, dass sie lieber Leute nehmen, die vorher sich selbst an verschiedenen Dingen ausprobiert haben und etwas älter sind als 16-jährige Schulabgänger die noch überhaupt gar keine Ahnung haben. Dieses Unternehmen hatte im Übrigen auch eine 32-jährige Auszubildende.

Ganz klar, Fakt ist nunmal: Vom großen Einstieg bei Mega-Firmen kann man sich getrost verabschieden, von der großen Karriere allerdings nicht! Hab damals nach 4 Monaten im Endeffekt nichts tun ein Praktikum begonnen in einem Beruf, der bei uns in der Gegend so gut wie nicht präsent war und somit malte ich mir nicht allzu große Chancen für danach aus. ABER ich konnte während dieser Zeit meine Chefin mehr als überzeugen, sodass man mir nach 3 Monaten einen Nebenjob anbot und kurz darauf eine Ausbildung als Medienkauffrau. Hatte allerdings, ähnlich wie du, zunächst ebenfalls ein dickes Problem. Bei mir war es nicht die Kleidung, sondern die Verkaufsarbeit als wahnsinnig introvertierter und schüchterner Mensch. Heute ist das täglich anfallende Arbeit und sie geht nebenher mit, kurz um, man gewöhnt sich dran. Das wäre auch bei dir der Fall, man gewöhnt sich an alles. Also lass das bitte nicht der ausschlaggebende Punkt sein, wenn du kurz vor einer Ausbildungsstelle stehst, obwohl dir die Arbeit an sich liegt. Auch den ganzen Beruf deswegen auszuschließen wäre schlichtweg falsch: wer sagt dir denn, dass du in einem bestimmten Beruf mit bestimmten Klamotten rumlaufen musst?! Da du dich ja auch für eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann interessierst noch etwas nettes: eine gute Freundin von mir lernte vor 2 Jahren Steuerfachangestellte (im Übrigen ebenfalls Studienabbrecherin) und konnte gepflegt rumlaufen wie sie wollte. Als ich damals ein Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau hatte sagte man mir, dass man mit Jeans und T-Shirt dort gar nicht antanzen bräuchte - die liefen alle mit Anzug und Krawatte durch die Gegend. Also bitte keine ganze Berufsgruppe ausschließen nur weil du glaubst man müsste so oder so rumlaufen. Kommt auch wieder ganz auf das Unternehmen drauf an. Und selbst wenn du es müsstest, ist doch vollkommen schnuppe. Siehs positiv: So trägt jeder das Gleiche und es gibt kein Gemecker über die Klamotten 😀
Grundsätzlich gibt es glaub ich bei jedem im Beruf etwas, dass er/sie nicht mag. Da heißt es dann Augen zu und durch.

Wenn du dir also vorstellen könntest in diesem Beruf eine Ausbildung zu beginnen, mach ein Praktikum und schau ob es dir gefällt. Vielleicht kannst du sie in dieser Zeit ebenfalls von dir überzeugen und das ganze rumbewerben hat sich sowieso erledigt 😉 Aber wie schon jemand sagte: rumschauen alleine wird dich nicht vorwärts bringen. Ruf Unternehmen an oder geh persönlich hin und frag nach. Hab die Erfahrung gemacht, wenn man persönlich hingeht bekommt man i.d.R. ein Praktikum relativ schnell und einfach. Und wenn es nur eine Woche sein sollte, das alleine entscheidet oft schonmal ob man sich a) in dem Unternehmen und b) in dem Beruf wohlfühlt.

Klein anfangen und langsam hocharbeiten.
Also viel Glück bei deiner Suche!!
 

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