Tsunami, Du hast diese Diskussion mit folgenden Fragen eröffnet:
„Was meint ihr, was der Sinn des Lebens ist? Oder meint ihr eher, dass das Leben sinnlos ist? Was meint ihr, was der Sinn des Lebens ist? Oder meint ihr eher, dass das Leben sinnlos ist?“
Und nun meinst Du
„Ja. Manchmal frage ich mich auch, welche wirren Geister den Menschen reiten müssen, um nach einem Sinn zu suchen oder noch besser, sogar einen zu finden.“
Meinst Du wirklich, Tsunami, dass man wirr im Kopfe sein muß, um einen Sinn zu suchen oder gar zu finden?
Die Theodizee-Frage, von Dir, Tsunami gestellt, will ich gerne versuchen zu beantworten. Erstmal will ich für alle verdeutlichen, was mit der Theodizee-Frage gemeint ist. Hierzu zitiere ich die Erklärung lt. Wikipedia:
Theodizee [teodiˈʦeː] (frz.théodicée, altgriech.θεόςtheós ‚Gott‘ und δίκηdíkē ‚Gerechtigkeit‘) heißt „Gerechtigkeit Gottes“ oder „Rechtfertigung Gottes“. Gemeint sind verschiedene Antwortversuche auf die Frage, wie das Leiden in der Welt zu erklären sei vor dem Hintergrund, dass Gott einerseits allmächtig, andererseits gut sei. Konkret geht es um die Frage, warum Gott das Leiden zulässt, wenn er doch die Potenz ("Allmacht") und den Willen ("Güte") besitzen müsste, das Leiden zu verhindern. Der Begriff ‚Theodizee‘ geht auf den Philosophen und frühen AufklärerGottfried Wilhelm Leibniz zurück[SUP][1][/SUP].
Der Hinweis auf das Leid als religiöse oder religionskritische Frage ist aber bereits in Kulturen der Antike, z. B. im alten China, in Indien, Iran, Sumer, Babylonien, Ägypten und Israel zu finden. Ein bekanntes Beispiel aus dem Alten Testament ist das Buch Hiob. Skeptische Philosophen der griechischen Antike argumentierten, dass Gott (wenn er existierte) in der Tat Übel verhindern müsste, und führten teils weitere Argumente zugunsten eines Agnostizismus oder Atheismus an.
Die Frage nach der Rechtfertigung Gottes stellte sich erneut und in besonderer Weise nach den Schrecken des Holocaust (vgl. auch Theologie nach Auschwitz).
Und dazu meine Antwort:
Zunächst unterscheide ich zwischen der Gerechtigkeit aus menschlicher Sicht und Gerechtigkeit aus göttlicher Sicht, wie sie in der Bibel beschrieben wird. Fanatische Moslems töten aus ihrem Verständnis jeden, der nicht ihrer Meinung entspricht. Viele – auch ich – wünschen sich ein Leben, bei dem Ungerechtigkeit ein Fremdwort ist. Jedem soll es gut gehen. Keiner soll leiden müssen.
Lt. der Skeptiker müsste Gott, wenn er denn existiert, das Übel in jeglicher Form verhindern. Ich denke, das ist eine unlösbare Aufgabe, denn Herr Müller, Lieferant der Y-GmbH, sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Nachbarn X, dieser sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Chef (Geschäftsführer der Y-GmbH) und der Chef sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Lieferanten sowie bei Herrn X. Der Towart betet dafür, dass der Fussballspieler den Elfmeter nicht verwandelt und der Fussballspieler betet für den Sieg durch seinen Torschuss. Wer definiert denn nun allgemeingültig was gerecht ist?
Die Bibel, wie ich sie verstehe, beschreibt Gott als den Schöpfer, der alle Ungerechtigkeit beseitigen will und wird. Um zu verstehen, warum es denn Ungerechtigkeit, Not und Leiden jeglicher Art gibt, muss man die Bibel lesen. Ich setze bei meiner Antwort voraus, dass alle Leser die Geschichte von Adam und Eva kennen. Wenn nicht, bitte lesen.
Die Adam- und Evageschichte ist für mich eine symbolische Geschichte. Sie sagt aus, dass die Menschen bei Gott und mit Gott in Harmonie lebten. Sie kannten weder Krankheit noch Tod. Sie sollten nur das eine Gebot respektieren: Nicht die Früchte des einen Baums der Erkenntnis essen.
Dann kam die Schlange und meinte, dass Adam und Eva etwas Tolles verpassen würden und Gott würde ihnen das Erlebnis, „so zu werden wie Gott“ nur nicht gönnen. Ich frage mich, warum Adam und Eva mit diesen Informationen nicht zu Gott gingen undihn fragten, ob sie nicht doch mal von diesem Baum probieren könnten? Von kleinen Kindern wissen wir, dass – wenn die Mama zu etwas „nein“ sagt, dass dann die Kinder rumnörgeln und quengeln, weil sieunbedingt…Von Adam und Eva erfahren wir, dass sie in dieser Situation nicht mit Gott sprachen. Großer Fehler.
Dann entschieden sie alleine. Dabei wollten sie nichts Böses, sondern nur das schöne Lebenschöner und interessanter machen – nur eben ohne Gott.
Und letztendlich respektierten Sie das Gebot Gottes nicht. Und dieses Nicht-respektieren ist das Grundproblem der Trennung von Gott. Ich will es mal so ausdrücken: Wenn eine Mutter ihr Kind liebt und ein Mann seine Frau und ein Sohn seinen Vater und umgekehrt, wenn ein Arbeitskollege seine Kollegen schätzt und eine Frau ihre Freundin etc.– so müssen sich die Menschen nicht von morgens bis abends um den Hals fallen und küssen, damit es zu einem harmonischen Zusammensein kommt. Nein, so übertrieben muss es nicht zugehen, um Harmonie herzustellen. Jedoch die Mindestbasis für ein harmonisches Miteinander ist Respekt. Und die Adam- und Evageschichte sagt uns, dass dieser Respekt eines Tages (durch Verführung der Schlange) verloren ging. Und wenn zwischen Eheleuten, zwischen Freunden, zwischen Arbeitskollegen etc. der Respekt verloren geht, dann kommt es zur Trennung. Und durch die Trennung von einem Leben mit Gott kamen die Menschen in eine gott-lose Welt. Und in dieser gott-losen Welt sind Ungerechtigkeiten, Not und Elend so normal, wie der Regen naß ist.
Alles eine Folge der Respektlosigkeit gegenüber Gott. Menschen entschieden, ohne Gott ihre nicht immer guten Entscheidungen zu treffen und in die Folgen = eine gott-lose Welt, werden alle Menschen, auch kleine Kinder, mit reingezogen.Aber Gott will diese gott-lose Welt mit ihren bösen und ungerechten Folgen nicht. Deshalb ist ja „die ganze Bibel“ voll mit der Einladung Gottes, sich wieder Ihm zuzuwenden und Ihn zu respektieren. Diese Einladung wird oft wiederholt. Es ist eine der Hauptaussagen.
Offenbarung des Johannes Kap. 7 Verse 16+17: „Sie werden keinen Hunger oder Durst mehr haben; weder die Sonne noch irgendeine Glut wird sie versengen. Das Lamm, dasin Mitten des Thrones steht, wird ihrHirt sein und sie an dieQuellen führen, deren Wasser Leben spendet. Und Gott wird alle Tränen abwischen.“
Es war eine dumme und für alle Menschen eine verhängnisvolle Entscheidung, Gott nicht mehr zu respektieren. Auch die Kinder unserer Zeit müssen unter den Folgen leiden. Es ist daher eine kluge Entscheidung, für sich die Einladung Gottes anzunehmen.Jetzt kann jeder für sich entscheiden. Der eine sagt: „Ich mache es wie Adam und Eva und entscheide alleine, ohne Gott, was für mich gut ist oder schlecht.“ Und andere vertrauen sich Gott an. Und um zum Thema dieser Gesamtdiskussion zu führen: Der Sinn (meines) des Lebens sehe ich darin, daß sich der Mensch Gott zuwendet und seine Einladung annimmt. Ich bin sicher, dass es einen Zeitpunkt geben wird, ab dem Gott alle Ungerechtigkeit beseitigen wird.
So denke und glaube ich.
Nice, very nice, Kollege.
Ich werfe dir nicht vor, dass du einen Gott hast. Und ich schätze mal, dass du mir nicht vorwirfst, dass ich keinen habe.
Tsunami, Du hast diese Diskussion mit folgenden Fragen eröffnet:
„Was meint ihr, was der Sinn des Lebens ist? Oder meint ihr eher, dass das Leben sinnlos ist? Was meint ihr, was der Sinn des Lebens ist? Oder meint ihr eher, dass das Leben sinnlos ist?“
Und nun meinst Du
„Ja. Manchmal frage ich mich auch, welche wirren Geister den Menschen reiten müssen, um nach einem Sinn zu suchen oder noch besser, sogar einen zu finden.“
Meinst Du wirklich, Tsunami, dass man wirr im Kopfe sein muß, um einen Sinn zu suchen oder gar zu finden?
Wohl hatte ich überlegt, das Ganze noch etwas weiter auszuführen. Unabhängig aber der Tatsache, dass ich auf einen spezifischen Beitrag hier im Faden antwortete, schrieb ich
'manchmal'.
Die Theodizee-Frage, von Dir, Tsunami gestellt, will ich gerne versuchen zu beantworten. Erstmal will ich für alle verdeutlichen, was mit der Theodizee-Frage gemeint ist. Hierzu zitiere ich die Erklärung lt. Wikipedia:
Theodizee [teodiˈʦeː] (frz.théodicée, altgriech.θεόςtheós ‚Gott‘ und δίκηdíkē ‚Gerechtigkeit‘) heißt „Gerechtigkeit Gottes“ oder „Rechtfertigung Gottes“. Gemeint sind verschiedene Antwortversuche auf die Frage, wie das Leiden in der Welt zu erklären sei vor dem Hintergrund, dass Gott einerseits allmächtig, andererseits gut sei. Konkret geht es um die Frage, warum Gott das Leiden zulässt, wenn er doch die Potenz ("Allmacht") und den Willen ("Güte") besitzen müsste, das Leiden zu verhindern. Der Begriff ‚Theodizee‘ geht auf den Philosophen und frühen AufklärerGottfried Wilhelm Leibniz zurück[SUP][1][/SUP].
Der Hinweis auf das Leid als religiöse oder religionskritische Frage ist aber bereits in Kulturen der Antike, z. B. im alten China, in Indien, Iran, Sumer, Babylonien, Ägypten und Israel zu finden. Ein bekanntes Beispiel aus dem Alten Testament ist das Buch Hiob. Skeptische Philosophen der griechischen Antike argumentierten, dass Gott (wenn er existierte) in der Tat Übel verhindern müsste, und führten teils weitere Argumente zugunsten eines Agnostizismus oder Atheismus an.
Die Frage nach der Rechtfertigung Gottes stellte sich erneut und in besonderer Weise nach den Schrecken des Holocaust (vgl. auch Theologie nach Auschwitz).
Zumindest mir persönlich ist die Theodizee-Frage nicht fremd, sonst hätte ich sie nicht erwähnt.
Und dazu meine Antwort:
Zunächst unterscheide ich zwischen der Gerechtigkeit aus menschlicher Sicht und Gerechtigkeit aus göttlicher Sicht, wie sie in der Bibel beschrieben wird. Fanatische Moslems töten aus ihrem Verständnis jeden, der nicht ihrer Meinung entspricht. Viele – auch ich – wünschen sich ein Leben, bei dem Ungerechtigkeit ein Fremdwort ist. Jedem soll es gut gehen. Keiner soll leiden müssen.
Fair enough. Nur ist Gerechtigkeit niemals eindeutig. Wie du selbst sagst, entscheidet in letzter Instanz nicht der Mensch, sondern Gott.
Lt. der Skeptiker müsste Gott, wenn er denn existiert, das Übel in jeglicher Form verhindern. Ich denke, das ist eine unlösbare Aufgabe, denn Herr Müller, Lieferant der Y-GmbH, sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Nachbarn X, dieser sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Chef (Geschäftsführer der Y-GmbH) und der Chef sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Lieferanten sowie bei Herrn X. Der Towart betet dafür, dass der Fussballspieler den Elfmeter nicht verwandelt und der Fussballspieler betet für den Sieg durch seinen Torschuss. Wer definiert denn nun allgemeingültig was gerecht ist?
Ich denke nicht, dass Gott Gerechtigkeit erschaffen kann. Wenn überhaupt, dann muss es meines Erachtens der Mensch tun.
Die Bibel, wie ich sie verstehe, beschreibt Gott als den Schöpfer, der alle Ungerechtigkeit beseitigen will und wird. Um zu verstehen, warum es denn Ungerechtigkeit, Not und Leiden jeglicher Art gibt, muss man die Bibel lesen. Ich setze bei meiner Antwort voraus, dass alle Leser die Geschichte von Adam und Eva kennen. Wenn nicht, bitte lesen.
Das ist natürlich sehr weit hergeholt. Zum einen kann es nicht wirklich klar sein, was Gott wirklich will. Zu einem anderen sind Adam und Eva Geschöpfe Gottes.
Die Adam- und Evageschichte ist für mich eine symbolische Geschichte. Sie sagt aus, dass die Menschen bei Gott und mit Gott in Harmonie lebten. Sie kannten weder Krankheit noch Tod. Sie sollten nur das eine Gebot respektieren: Nicht die Früchte des einen Baums der Erkenntnis essen.
Da stellt sich meines Erachtens schon die Frage, warum "die Kinder Gottes" nicht erkennen sollen.
Dann kam die Schlange und meinte, dass Adam und Eva etwas Tolles verpassen würden und Gott würde ihnen das Erlebnis, „so zu werden wie Gott“ nur nicht gönnen. Ich frage mich, warum Adam und Eva mit diesen Informationen nicht zu Gott gingen undihn fragten, ob sie nicht doch mal von diesem Baum probieren könnten? Von kleinen Kindern wissen wir, dass – wenn die Mama zu etwas „nein“ sagt, dass dann die Kinder rumnörgeln und quengeln, weil sieunbedingt…
Ich schätze mal, dass wir das alle sehr gut kennen. Kindern tun auch und insbesondere das, was ihnen verboten wird. Und ich denke, dass auch Gott das wissen sollte.
Von Adam und Eva erfahren wir, dass sie in dieser Situation nicht mit Gott sprachen. Großer Fehler.
Dann entschieden sie alleine. Dabei wollten sie nichts Böses, sondern nur das schöne Lebenschöner und interessanter machen – nur eben ohne Gott.
Das klingt doch sehr nach Egoismus kontra Gemeinschaftlichkeit. Sagen wir mal, dass "der Vater" nicht besonders gut gelehrt hat, allerdings waren Adam und Eva auch noch recht jung.
Und letztendlich respektierten Sie das Gebot Gottes nicht. Und dieses Nicht-respektieren ist das Grundproblem der Trennung von Gott. Ich will es mal so ausdrücken: Wenn eine Mutter ihr Kind liebt und ein Mann seine Frau und ein Sohn seinen Vater und umgekehrt, wenn ein Arbeitskollege seine Kollegen schätzt und eine Frau ihre Freundin etc.– so müssen sich die Menschen nicht von morgens bis abends um den Hals fallen und küssen, damit es zu einem harmonischen Zusammensein kommt. Nein, so übertrieben muss es nicht zugehen, um Harmonie herzustellen. Jedoch die Mindestbasis für ein harmonisches Miteinander ist Respekt. Und die Adam- und Evageschichte sagt uns, dass dieser Respekt eines Tages (durch Verführung der Schlange) verloren ging. Und wenn zwischen Eheleuten, zwischen Freunden, zwischen Arbeitskollegen etc. der Respekt verloren geht, dann kommt es zur Trennung. Und durch die Trennung von einem Leben mit Gott kamen die Menschen in eine gott-lose Welt. Und in dieser gott-losen Welt sind Ungerechtigkeiten, Not und Elend so normal, wie der Regen naß ist.
Alles eine Folge der Respektlosigkeit gegenüber Gott. Menschen entschieden, ohne Gott ihre nicht immer guten Entscheidungen zu treffen und in die Folgen = eine gott-lose Welt, werden alle Menschen, auch kleine Kinder, mit reingezogen.Aber Gott will diese gott-lose Welt mit ihren bösen und ungerechten Folgen nicht. Deshalb ist ja „die ganze Bibel“ voll mit der Einladung Gottes, sich wieder Ihm zuzuwenden und Ihn zu respektieren. Diese Einladung wird oft wiederholt. Es ist eine der Hauptaussagen.
Offenbarung des Johannes Kap. 7 Verse 16+17: „Sie werden keinen Hunger oder Durst mehr haben; weder die Sonne noch irgendeine Glut wird sie versengen. Das Lamm, dasin Mitten des Thrones steht, wird ihrHirt sein und sie an dieQuellen führen, deren Wasser Leben spendet. Und Gott wird alle Tränen abwischen.“
Es war eine dumme und für alle Menschen eine verhängnisvolle Entscheidung, Gott nicht mehr zu respektieren. Auch die Kinder unserer Zeit müssen unter den Folgen leiden. Es ist daher eine kluge Entscheidung, für sich die Einladung Gottes anzunehmen.Jetzt kann jeder für sich entscheiden. Der eine sagt: „Ich mache es wie Adam und Eva und entscheide alleine, ohne Gott, was für mich gut ist oder schlecht.“ Und andere vertrauen sich Gott an. Und um zum Thema dieser Gesamtdiskussion zu führen: Der Sinn (meines) des Lebens sehe ich darin, daß sich der Mensch Gott zuwendet und seine Einladung annimmt. Ich bin sicher, dass es einen Zeitpunkt geben wird, ab dem Gott alle Ungerechtigkeit beseitigen wird.
So denke und glaube ich.
Da ich nun mal kein Christ bin, kann ich es nur so verstehen, dass die "Abkehr von Gott" den Egoismus darstellt und das "Heil" die Gemeinschaftlichkeit.