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Der Sinn des Lebens

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich denke, dass es eine Sache gibt, die wir alle nicht vergessen sollten. Und zwar ist es der Umstand, dass diese Welt intelligent und mächtig gestaltet wurde. Und genau das ist unser Erbe - die Mächtigkeit und die Intelligenz.

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Wir wurden geschaffen, um das Leben zu verteidigen - unser eigenes und das aller.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Welt "gestaltet" worden wäre, müßte es einen "Gestalter" gegeben haben oder geben.
Frage: Wer hat den "Gestalter" gestaltet?
Antwort der Religion: Der Gestalter war schon immer da.......🙂

Unsere Erde ist nicht mächtig. Sondern ein Staubkorn im All, unter einer Milliarde mal einer Milliarde Planeten, Sonnen und allen möglichen Sternen.
 
Mächtigkeit und Intelligenz.

Zwei Dinge die ich absolut nicht mit der Erde in Verbindung bringen würde.

Macht hat nur der, der verfügen kann.
Intelligenz nur der, der es verfügt.

Aber da spalten sich wieder die Geister und wir drehen uns im Kreis, fangen die selbe Diskussion noch einmal an.

Phrasen sind einfach zu sagen, aber schwer zu erklären, bzw dafür einzustehen. Und an sich finde ich "Die Erde ist mächtig und intelligent" ziemlich abgedroschen zu sagen. Wenn sie so mächtig wäre, wieso tut sie dann nichts? Wenn sie intelligent ist, wieso äußert sie sich nicht? Und das läuft darauf hinaus, dass der Mensch Dinge personifizieren muss, damit sie eine Bedeutung für ihn haben. An sich ist das egoistisch. Nicht, dass das negativ sein muss. Es ist nur unwichtig für jeden, wichtig für einen selbst.

Der Mensch ist weder mächtig, noch intelligent. Er verfügt über eine Vielzahl an Ressourcen des eigenen Verstandes und des Bündels mehrerer Verstände, aber die Reichweite ist gering und ohne Ziel. Okay, das Allgemeinwohl der einzelnen Staaten, die Erforschung des Universums. Alles subjektive Jetzt-Situationen, aber wenn der Mensch, die Erde, das Universum, nichtmehr ist, dann wird niemand erkennen, dass die Erde, oder... das Erbe, mächtig und intelligent ist/war.

Man muss sich mit der Jetzt-Situation begnügen, wer das nicht kann, dem steht frei zu tun was er für nötig hält.

Zumindest ist das meine Meinung.
 
Zwei Anmerkungen dazu, ihr 🙂

Ich denke, ein sich teilender Gott in allem was ist, was beseelt ist oder nicht in der Materie, Menschen, Tiere, Pflanzen, und sonstiges, und was im Geistigen denn auch ist, hätte sich da durch nicht selbst zerstört. Sondern durch seine Allwissenheit eine Möglichkeit der Allerfahrung angestossen, die ein Muss gewesen wäre auch für ihn, so er denn ausser Urliebe, Urenergie und was waiss ich auch Urperson gewesen wäre.

Zweitens - da wir nicht wissen können - und wenn "der Weg wirklich das Ziel" ist - ist dieses Ziel evolutionär auch nicht klar definiert. Nur umrissen - liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst. Also - wohin uns die Evolution führt - unklar. Umrissen deshalb, weil Liebe Wegbegleiter sein sollte dahin. Nicht, sich die Erde so untertan machen, wie es heute noch geschieht, aus Profitgier. Angst haben, nicht genug zu kriegen - das ist doch diese Profitgier.

Seien wir gelassen, was den Sinn des Lebens angeht. Unfanatisch und nicht fixiert auf ein "heiliges" Buch. Was nicht heisst, dass man das, was den Menschen vor 2000 Jahren oder mehr gegeben wurde, nicht mit Verstand lesen und sich Gedanken machen sollte.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Und selbst in der Bibel ist ja vom Fälschergriffel der Abschreiber die Rede - schliesslich ist sie vom Aramäischen ins Hebräische, Griechische, Lateinische und letztlich durch Luther ins Deutsche übersetzt worden.

Ein krasser Fehler, der aber offensichtlich niemand auffällt und nicht korrigiert wird, findet sich ja im Vaterunser, wo es heisst:
"und führe mich nicht in Versuchung.... "
Wer ist denn laut Bibel der Versucher ? Gott wohl kaum, wird da zum "Teufel" gebetet ? Müsste es nicht heissen: "und führe mich in der Versuchung... ?

Peter

Es wäre kleinlich, die Kommentare von Pete nur wegen einem Schreibfehler zu kritisieren. Das war so von mir nicht gemeint. Was mich wirklich stört, sind Falschaussagen von Peter. Jemand, der die Bibel nicht kennt und sich mit spezifischen Fragen nicht befasst hat, könnte den Eindruck haben, dass Peter neben seiner Meinung auch noch Fachwissen zur Bibel verbreitet. Und genau diesem möglichen falschen Eindruck widerspreche ich.



Nach meinen Kenntnissen ist vielmehr folgendes richtig:

Die Bibel (AT) ist weitgehend in Hebräisch geschrieben worden (einige wenige aramäische Stellen). Der Lutherübersetzung liegen der hebräische Text, aber auch die Übersetzung ins Griechische (Septuaginta) und ins Lateinische (Vulgata) zugrunde. Das NT ist ausschließlich in Griechisch geschrieben worden, wobei Jesus wahrscheinlich Aramäisch (Landessprache), Hebräisch (Bibelsprache, liturgische Sprache) und vermutlich auch Koine-Griechisch (Umgangssprache, Weltsprache wie heute Englisch) gesprochen hat. Der Lutherübersetzung liegt in erster Linie der griechische Text, aber auch der lateinische Text zugrunde.

Zur Bitte im Unser-Vater-Gebet: Die bekannte Übersetzung scheint der Aussage in Jak 1,13 zu widersprechen: "Gott versucht niemanden." Andererseits gibt es Geschichten im AT, die davon erzählen, dass Gott Gläubige (Abraham, Hiob) versucht hat oder Versuchungen zugelassen hat. Mk 1,12-13 wird erzählt, das der Geist Gottes Jesus hinaus in die Wüste trieb, wo er (allerdings von Satan) versucht (auf die Probe gestellt) wurde. Der jüdische Neutestamentlicher Pinchas Lapide versucht eine Rückübersetzung aus dem Griechischen ins Hebräische und kommt zu dem Schluss, dass das zugrunde liegende Verb "bringen" oder "führen" oder "kommen lassen" bedeuten kann. Wenn der letztere Sinn gewählt wird, würde die Übersetzung lauten: "Lass mich nicht in Versuchung kommen" im Sinne von: "Lass mich nicht in der Versuchung unterliegen". - Ein "krasser Fehler" liegt nicht vor, sondern es gibt Deutungsmöglichkeiten, Übersetzungsmöglichkeiten. Und ein hebräisches oder aramäisches Urevangelium existiert leider nicht. Und dass es "offensichtlich niemand auffällt", ist natürlich Quatsch, sondern schon immer hat man sich über diese Stelle Gedanken gemacht. Und das es "nicht korrigiert wird", stimmt auch nicht. Neuere Bibelübersetzungen geben die Stelle so wieder: "Lass uns nicht in Versuchung geraten" (Neue Genfer Übersetzung, 2009) oder "Stelle uns nicht auf die Probe" (Basis-Bibel, 2010).




 
Nordrheiner : Oft finde ich deine Beiträge sehr gut und tiefsinnig ,aber
in diesem Fall gebe ich Pete recht.

Cucaracha, es wäre falsch, Pete nur wegen einem Schreibfehler zu korrigieren. Das war eher ironisch gemeint. Was mich auch nicht stört ist die Äusserung einer Meinung. Was mich stört ist der Umstand, dass Peter den Eindruck erweckt, er verfüge über Fachkenntnisse zur Bibel. Jemand, der die Bibel nicht kennt, könnte den fehlerhaften Eindruck erhalten, Peter hätte Fachkenntnisse und erkennt daher nicht, dass die Äusserungen Peters zur Bibel auf Unwissenheit oder auf Ignoranz der Fakten beruht.

Zum letzten Beitrag Peters zur Bibelübersetzung ist nach meinen Kenntnissen folgendes richtig zu stellen:

Die Bibel (AT) ist weitgehend in Hebräisch geschrieben worden (einige wenige aramäische Stellen). Der Lutherübersetzung liegen der hebräische Text, aber auch die Übersetzung ins Griechische (Septuaginta) und ins Lateinische (Vulgata) zugrunde. Das NT ist ausschließlich in Griechisch geschrieben worden, wobei Jesus wahrscheinlich Aramäisch (Landessprache), Hebräisch (Bibelsprache, liturgische Sprache) und vermutlich auch Koine-Griechisch (Umgangssprache, Weltsprache wie heute Englisch) gesprochen hat. Der Lutherübersetzung liegt in erster Linie der griechische Text, aber auch der lateinische Text zugrunde.

Zur Bitte im Unser-Vater-Gebet: Die bekannte Übersetzung scheint der Aussage in Jak 1,13 zu widersprechen: "Gott versucht niemanden." Andererseits gibt es Geschichten im AT, die davon erzählen, dass Gott Gläubige (Abraham, Hiob) versucht hat oder Versuchungen zugelassen hat. Mk 1,12-13 wird erzählt, das der Geist Gottes Jesus hinaus in die Wüste trieb, wo er (allerdings von Satan) versucht (auf die Probe gestellt) wurde. Der jüdische Neutestamentlicher Pinchas Lapide versucht eine Rückübersetzung aus dem Griechischen ins Hebräische und kommt zu dem Schluss, dass das zugrunde liegende Verb "bringen" oder "führen" oder "kommen lassen" bedeuten kann. Wenn der letztere Sinn gewählt wird, würde die Übersetzung lauten: "Lass mich nicht in Versuchung kommen" im Sinne von: "Lass mich nicht in der Versuchung unterliegen". - Ein "krasser Fehler" liegt nicht vor, sondern es gibt Deutungsmöglichkeiten, Übersetzungsmöglichkeiten. Und ein hebräisches oder aramäisches Urevangelium existiert leider nicht. Und dass es "offensichtlich niemand auffällt", wie Peter meint, ist natürlich Quatsch, sondern schon immer hat man sich über diese Stelle Gedanken gemacht. Und das es "nicht korrigiert wird", stimmt auch nicht. Neuere Bibelübersetzungen geben die Stelle so wieder: "Lass uns nicht in Versuchung geraten" (Neue Genfer Übersetzung, 2009) oder "Stelle uns nicht auf die Probe" (Basis-Bibel, 2010).


 
Das ist ein sehr guter bzw. valider Punkt.

Da sind sind wir sehr nahe bei der Theodizee-Frage, die kaum ein Gott bzw. Mensch beantworten kann.

---

Muss allerdings dazu ergänzen, dass ich dazu eine Antwort habe, welche einer der Antworten in der Wikipedia sehr ähnlich ist.

---

Nordrheiner, was ist deine Antwort auf die Theodizee-Frage?



Tsunami, Du hast diese Diskussion mit folgenden Fragen eröffnet:
„Was meint ihr, was der Sinn des Lebens ist? Oder meint ihr eher, dass das Leben sinnlos ist? Was meint ihr, was der Sinn des Lebens ist? Oder meint ihr eher, dass das Leben sinnlos ist?“

Und nun meinst Du
„Ja. Manchmal frage ich mich auch, welche wirren Geister den Menschen reiten müssen, um nach einem Sinn zu suchen oder noch besser, sogar einen zu finden.“
Meinst Du wirklich, Tsunami, dass man wirr im Kopfe sein muß, um einen Sinn zu suchen oder gar zu finden?


Die Theodizee-Frage, von Dir, Tsunami gestellt, will ich gerne versuchen zu beantworten. Erstmal will ich für alle verdeutlichen, was mit der Theodizee-Frage gemeint ist. Hierzu zitiere ich die Erklärung lt. Wikipedia:
Theodizee [teodiˈʦeː] (frz. théodicée, altgriech. θεός theós ‚Gott‘ und δίκη díkē ‚Gerechtigkeit‘) heißt „Gerechtigkeit Gottes“ oder „Rechtfertigung Gottes“. Gemeint sind verschiedene Antwortversuche auf die Frage, wie das Leiden in der Welt zu erklären sei vor dem Hintergrund, dass Gott einerseits allmächtig, andererseits gut sei. Konkret geht es um die Frage, warum Gott das Leiden zulässt, wenn er doch die Potenz ("Allmacht") und den Willen ("Güte") besitzen müsste, das Leiden zu verhindern. Der Begriff ‚Theodizee‘ geht auf den Philosophen und frühen Aufklärer Gottfried Wilhelm Leibniz zurück[SUP][1][/SUP].
Der Hinweis auf das Leid als religiöse oder religionskritische Frage ist aber bereits in Kulturen der Antike, z. B. im alten China, in Indien, Iran, Sumer, Babylonien, Ägypten und Israel zu finden. Ein bekanntes Beispiel aus dem Alten Testament ist das Buch Hiob. Skeptische Philosophen der griechischen Antike argumentierten, dass Gott (wenn er existierte) in der Tat Übel verhindern müsste, und führten teils weitere Argumente zugunsten eines Agnostizismus oder Atheismus an.
Die Frage nach der Rechtfertigung Gottes stellte sich erneut und in besonderer Weise nach den Schrecken des Holocaust (vgl. auch Theologie nach Auschwitz).
Und dazu meine Antwort:
Zunächst unterscheide ich zwischen der Gerechtigkeit aus menschlicher Sicht und Gerechtigkeit aus göttlicher Sicht, wie sie in der Bibel beschrieben wird. Fanatische Moslems töten aus ihrem Verständnis jeden, der nicht ihrer Meinung entspricht. Viele – auch ich – wünschen sich ein Leben, bei dem Ungerechtigkeit ein Fremdwort ist. Jedem soll es gut gehen. Keiner soll leiden müssen.
Lt. der Skeptiker müsste Gott, wenn er denn existiert, das Übel in jeglicher Form verhindern. Ich denke, das ist eine unlösbare Aufgabe, denn Herr Müller, Lieferant der Y-GmbH, sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Nachbarn X, dieser sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Chef (Geschäftsführer der Y-GmbH) und der Chef sieht die Ungerechtigkeit bei seinem Lieferanten sowie bei Herrn X. Der Towart betet dafür, dass der Fussballspieler den Elfmeter nicht verwandelt und der Fussballspieler betet für den Sieg durch seinen Torschuss. Wer definiert denn nun allgemeingültig was gerecht ist?

Die Bibel, wie ich sie verstehe, beschreibt Gott als den Schöpfer, der alle Ungerechtigkeit beseitigen will und wird. Um zu verstehen, warum es denn Ungerechtigkeit, Not und Leiden jeglicher Art gibt, muss man die Bibel lesen. Ich setze bei meiner Antwort voraus, dass alle Leser die Geschichte von Adam und Eva kennen. Wenn nicht, bitte lesen.
Die Adam- und Evageschichte ist für mich eine symbolische Geschichte. Sie sagt aus, dass die Menschen bei Gott und mit Gott in Harmonie lebten. Sie kannten weder Krankheit noch Tod. Sie sollten nur das eine Gebot respektieren: Nicht die Früchte des einen Baums der Erkenntnis essen.
Dann kam die Schlange und meinte, dass Adam und Eva etwas Tolles verpassen würden und Gott würde ihnen das Erlebnis, „so zu werden wie Gott“ nur nicht gönnen. Ich frage mich, warum Adam und Eva mit diesen Informationen nicht zu Gott gingen und ihn fragten, ob sie nicht doch mal von diesem Baum probieren könnten? Von kleinen Kindern wissen wir, dass – wenn die Mama zu etwas „nein“ sagt, dass dann die Kinder rumnörgeln und quengeln, weil sie unbedingt… Von Adam und Eva erfahren wir, dass sie in dieser Situation nicht mit Gott sprachen. Großer Fehler.
Dann entschieden sie alleine. Dabei wollten sie nichts Böses, sondern nur das schöne Leben schöner und interessanter machen – nur eben ohne Gott.
Und letztendlich respektierten Sie das Gebot Gottes nicht. Und dieses Nicht-respektieren ist das Grundproblem der Trennung von Gott. Ich will es mal so ausdrücken: Wenn eine Mutter ihr Kind liebt und ein Mann seine Frau und ein Sohn seinen Vater und umgekehrt, wenn ein Arbeitskollege seine Kollegen schätzt und eine Frau ihre Freundin etc. – so müssen sich die Menschen nicht von morgens bis abends um den Hals fallen und küssen, damit es zu einem harmonischen Zusammensein kommt. Nein, so übertrieben muss es nicht zugehen, um Harmonie herzustellen. Jedoch die Mindestbasis für ein harmonisches Miteinander ist Respekt. Und die Adam- und Evageschichte sagt uns, dass dieser Respekt eines Tages (durch Verführung der Schlange) verloren ging. Und wenn zwischen Eheleuten, zwischen Freunden, zwischen Arbeitskollegen etc. der Respekt verloren geht, dann kommt es zur Trennung. Und durch die Trennung von einem Leben mit Gott kamen die Menschen in eine gott-lose Welt. Und in dieser gott-losen Welt sind Ungerechtigkeiten, Not und Elend so normal, wie der Regen naß ist.

Alles eine Folge der Respektlosigkeit gegenüber Gott. Menschen entschieden, ohne Gott ihre nicht immer guten Entscheidungen zu treffen und in die Folgen = eine gott-lose Welt, werden alle Menschen, auch kleine Kinder, mit reingezogen. Aber Gott will diese gott-lose Welt mit ihren bösen und ungerechten Folgen nicht. Deshalb ist ja „die ganze Bibel“ voll mit der Einladung Gottes, sich wieder Ihm zuzuwenden und Ihn zu respektieren. Diese Einladung wird oft wiederholt. Es ist eine der Hauptaussagen.
Offenbarung des Johannes Kap. 7 Verse 16+17: „Sie werden keinen Hunger oder Durst mehr haben; weder die Sonne noch irgendeine Glut wird sie versengen. Das Lamm, das in Mitten des Thrones steht, wird ihr Hirt sein und sie an die Quellen führen, deren Wasser Leben spendet. Und Gott wird alle Tränen abwischen.“

Es war eine dumme und für alle Menschen eine verhängnisvolle Entscheidung, Gott nicht mehr zu respektieren. Auch die Kinder unserer Zeit müssen unter den Folgen leiden. Es ist daher eine kluge Entscheidung, für sich die Einladung Gottes anzunehmen. Jetzt kann jeder für sich entscheiden. Der eine sagt: „Ich mache es wie Adam und Eva und entscheide alleine, ohne Gott, was für mich gut ist oder schlecht.“ Und andere vertrauen sich Gott an. Und um zum Thema dieser Gesamtdiskussion zu führen: Der Sinn (meines) des Lebens sehe ich darin, daß sich der Mensch Gott zuwendet und seine Einladung annimmt. Ich bin sicher, dass es einen Zeitpunkt geben wird, ab dem Gott alle Ungerechtigkeit beseitigen wird.

So denke und glaube ich.
 
Der Sinn (meines) des Lebens sehe ich darin, daß sich der Mensch Gott zuwendet und seine Einladung annimmt. Ich bin sicher, dass es einen Zeitpunkt geben wird, ab dem Gott alle Ungerechtigkeit beseitigen wird.

Nordrheiner,

ich frage mich noch, wozu uns Gott einlädt.

Aber noch interessanter scheint mir ausgrechnet Dein letzter Satz zu sein. Ist dieser Glaube an einen punktuellen Zeitpunkt, von dem an alles OK sein soll, wirklich gut und richtig?

Führt dieser Glaube nicht dazu, dass man immer unzufrieden ist mit dem Hier und Jetzt? Und was sollte denn noch geschehen, wenn dieser Zeitpunkt einmal eingetroffen sein sollte? Langweilige ewige Vollkommenheit? Was machen die Menschen dann eigentlich?

Mein Alternativvorschlag dazu:
es ändert sich nichts grundsätzliches. Das Leben geht so wie jetzt endlos weiter. Der Unterschied: es gibt nie die unverlierbare Vollkommenheit. Das Leben schwankt ständig zwischen Negativem und Positivem. In der unvollkommenen Mischung, die sich immer im Kampf mit den negativen Seiten des Lebens erfährt, liegt die wahre Existenz. Mag sein, dass es das auch noch nicht ist. Aber besser als das Theorem vom jüngsten Tage scheint mir das doch zu sein.

Der jüngste Tag wäre das Ende. Und was bleibt noch, wenn sich nichts mehr ändert?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nordrheiner,

ich frage mich noch, wozu uns Gott einlädt.

Aber noch interessanter scheint mir ausgrechnet Dein letzter Satz zu sein. Ist dieser Glaube an einen punktuellen Zeitpunkt, von dem an alles OK sein soll, wirklich gut und richtig?

Führt dieser Glaube nicht dazu, dass man immer unzufrieden ist mit dem Hier und Jetzt? Und was sollte denn noch geschehen, wenn dieser Zeitpunkt einmal eingetroffen sein sollte? Langweilige ewige Vollkommenheit? Was machen die Menschen dann eigentlich?

Mein Alternativvorschlag dazu:
es ändert sich nichts grundsätzliches. Das Leben geht so wie jetzt endlos weiter. Der Unterschied: es gibt nie die unverlierbare Vollkommenheit. Das Leben schwankt ständig zwischen Negativem und Positivem. In der unvollkommenen Mischung, die sich immer im Kampf mit den negativen Seiten des Lebens erfährt, liegt die wahre Existenz. Mag sein, dass es das auch noch nicht ist. Aber besser als das Theorem vom jüngsten Tage scheint mir das doch zu sein.

Der jüngste Tag wäre das Ende. Und was bleibt noch, wenn sich nichts mehr ändert?

Um Deine erste Frage zu beantworten: Gott lädt uns ein, in Harmonie mit Ihm zu leben. Hinsichtlich des Zeitpunktes, ab dem alles OK sein wird, lässt sich gut streiten. Das weiß wohl keiner. Ich meinte, dass Gott ab einem Zeitpunkt anfangen wird, Ungerechtigkeit zu beseitigen. Evt. ist der Zeitpunkt schon längst gekommen.
Ja, dieser Glaube hat auch als Folge, daß Menschen mit dem Hier und Jetzt unzufrieden sind. Dafür habe ich aber Verständnis, solange Krieg und Verfolgung und anderes Leid zum Alltag auf dieser Erde gehören. Man muß aber nicht erst an Gott glauben, um angesichts der weltweiten Katastrophen unzufrieden zu sein. Die Unzufriedenheit ist auch eine Frage der Sensibilität.
Warum machst Du Dir Gedanken über das „Wie“ des ewigen Lebens? Wenn ein Feuerwehrmann eine Person aus einem brennenden Haus retten kann – hättest Du Verständnis für den Feuerwehrmann, wenn dieser die Rettung verzögert, weil er – der Feuerwehrmann – überlegt, ob das Leben des Geretteten interessant oder langweilig verlaufen wird? Dein Alternativvorschlag klingt interessant. Aber ich kann ihm nicht folgen, denn ich finde keine Informationen dazu (in der Bibel). Es ist daher nur eine interessante Spekulation, die nicht wirklich weiter hilft. Im Gegenteil. Das Leben geht lt. Bibel nicht – so wie jetzt – endlos weiter.
 
Ist doch ganz einfach: Seit fruchtbar und mehret Euch. Also unter anderem.

Der ideologische Hintergrund wird in diesem kleinen Filmbeitrag ein wenig genauer betrachtet.

Monty Python - viele Kinder - Verhütungstipps - YouTube

Bitte lieber, guter Modi ;-), nicht gleich wieder zum Opfer der Zensursense machen. Dafür gibt es keinen trifftigen Grund, weil sich dieser Filmbeitrag tatsächlich auch inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzt und keine blose Komik ist.
 
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