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Der Sinn des Lebens

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Tadaa, ich stelle euch meinen Gott vor. Nein, es ist nur eine kurze Geschichte. Zwar ist es als Antwort auf die Theodizee-Frage durchaus tauglich, aber das hatte ich nicht im Sinn, als ich sie verfasste. Also:

Der rosa Blob


Es gab mal einen großen Blob. Es gibt eigentlich keine allgemein gültige Definition für einen Blob. Also definiere ich es mal nach meinem eigenen Gusto. Stell' dir eine große rosafarbene Wolke vor - das ist der Blob bzw. Gott. Der Blob war allmächtig. Er konnte zwei oder Dutzende von Welten erschaffen und sie im nächsten Moment auch wieder einstampfen. Er konnte die unterschiedlichsten Kreaturen erschaffen, darunter auch Menschen. Zeit spielte keine Rolle. Es war wie ein Film - ein großes Spiel. Der Blob war allmächtig. Er konnte mit Zeit und Raum spielen, Welten erschaffen und Welten vernichten, Kreaturen erschaffen und Kreaturen vernichten. Der Blob war allmächtig, er konnte alles erschaffen und alles vernichten, und allmählich wurde ihm die Bedeutungslosigkeit der ganzen Sache bewußt. Er fühlte sich einsam und gelangweilt. So beschloß der Blob sein größtes Projekt zu erschaffen. Er wußte, dass dieses Projekt nur Sinn haben kann, wenn er dafür seine eigene Existenz aufgibt. Auch das war dem Blob möglich, denn er war allmächtig. So versuchte er, das Beste und das Schlimmste in einer einzigen beschränkten Welt zu vereinen - die Freiheit und die Grenzen, das Gute und das Schlechte. Er gab seine Existenz auf, für Menschen, die sich mit allen Facetten des Lebens konfrontieren müssen, die innerhalb ihrer Grenzen ihre eigenen Entscheidungen treffen und dafür Verantwortung tragen. Das war der Plan. Der Blob befand es für einen guten Plan und gab seine Existenz dafür auf.
 
Das ist fast kongruent mit meiner Denke über "Gott" - Tsunami🙂

Nur gehe ich davon aus, dass Gott, um sich selbst zu erfahren, sich teilen musste, so er im rein geistigen Ursprung wirklich nur eine einzige Person gewesen ist. Auch unsre Mitmenschen spiegeln uns ja, wer wir sind - alleine, ganz alleine, wären wir nicht einmal in der Lage, eine Moral und Ethik zu entwickeln.

Sollte es so gewesen sein, Gott allwissend, seine Geschöpfe "nach seinem Bilde" erschaffen haben, so fehlte allen die Allerfahrung. Leicht einzusehen, denn wie sollte es gehen, im Geistigen Armut und Reichtum, Not und Überfluss, Gesundheit und Krankheit, Macht und Ohnmacht usw, alle diese Dualitäten - zu erfahren ???? Der Gang oder "Fall" in die Materie war natürlich ein Sündenfall, denn wir haben all das ausprobiert. Und sind noch dabei - m.M.n. steckt die Menschheit, als Ganzes gesehen, noch in den Kinderschuhen. Und es ging auch nicht in einem einzelnen Menschenleben.

Aber ich bin Optimist. Irgendwann - die lineare Zeit von uns Menschen spielt dabei keine Rolle, werden wir allerfahren sein, diese Dualitäten nicht mehr brauchen. Und die Materie wird vielleicht überflüssig.

Jetzt könnte man sich fragen: Allwissend, allerfahren, keine Materie mehr - würd das nicht doch wieder langweilig, oder würden wir gar degenerieren ? Ich denke, wir werden uns schon was einfallen lassen🙂

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man nun in "Gottesmaßstäben" denkt, könnte man denken, dass jeder Mensch ein Gedanke Gottes ist.

Und ich glaube nicht, dass Gott in Sachen Sprache bzw. Buchstaben besonders kleinlich ist. Im Religionsunterricht in der Schule - zumindest zu meiner Zeit - wurde gelehrt, dass alle Religionen, Denk- und Sichtweisen einfach nur die verschiedenartigen und partiellen Berührungen eines sehr, sehr großen weißen Elefantes sind. Der Eine berührt den Schwanz, der andere den Rüssel und wieder andere das linke oder rechte Ohr des Elefanten. Die Buddhisten sind da natürlich schon viel weiter und sagen sich: "Was Elefant? Was ist ein Elefant? Alles am Elefanten ist gut."

Nun gut, für viele Menschen ist der Sinn im Leben dann doch etwas schwieriger.
 
So, ganz genauso seh ich es auch, Tsunami. Wir Menschen sind von unterschiedlichen Startlöchern aus gestartet. Um auf deine Metapher einzugehen, der eine bekommt nur ein Körperteil zu fassen, der andre mehr oder den ganzen Elefant. Real gesehen - Anfänger und Fortgeschrittene, und das dazwischen. Das sind wir Menschen.

Im Geistigen werden wir wohl telepathisch statt sprachlich kommunizieren - nur als Anmerkung. Warten wirs ab, und denken vor allem nicht, dass wir errettet werden müssten.

Peter
 
Ein allmächtiger Gott, welcher sich erhält, ist aber nicht unbedingt logischer.

Was ist daran unlogisch? Gott ist (vorausgesetzt er existiert wirklich). Fertig. Als allmächtiges Wesen jedoch seinen Zustand radikal zu verändern - was ja eine Selbstvernichtung wäre - ist widersprüchlich. Selbstvernichtung hieße auch Vernichtigung der Allmacht und damit Vernichtigung des Göttlichen. Wenn das allmächtige Göttliche sich selbst umbrächte, wäre das absoluter Blödsinn. Mal anders ausgedrückt: nur unvollkommene Wesen bringen sich um. Gott ist positiv und positive Wesen haben keine negativen Möglichkeiten. Selbstvernichtung des Positiven ist negativ.

Ich kann's nicht besser ausdrücken.

Hatte Gott einen Sinn im bzw. für das Leben?

---

Noch anders gefragt:

Was will Gott denn eigentlich?

Es geht wohl irgendwie um eine positive Lebenshaltung. Welche Rolle Gott dabei spielt und was ihn eigentlich ausmacht, kann ich auch nicht genau sagen. Ich denke aber, dass sich der Mensch selbst nicht genug ist und dass er so etwas wie Gott zur Ergänzung braucht.

Dieser gewisse "Positivismus", um den es scheinbar im Leben geht, wird vielleicht daran deutlich, dass überhaupt etwas ist. Es könnte ja auch nichts sein 🙂. Und Leiden und Negatives machen für mich alleine keinen Sinn.
 
Götter werden - und das war in der Menschheitsgeschichte sicherlich schon tausendmal so - einfach von den Glaubenden vergessen. Unvergessen oder dauerhaft da, wäre nur ein Gott, der so schnell mit der Zeit ginge, wie die Menschen.
 
Zitat tsunami:

Noch anders gefragt:

Was will Gott denn eigentlich?
---------------------------------

"Gott" will das man an ihn glaubt! Jeder "Gott" will das.
Aber warum bleibt im Dunklen.🙂🙂
 
Am besten leben immer noch die, die sich um solche Sinnfragen gar keine Gedanken machen (müssen).

Ja. Manchmal frage ich mich auch, welche wirren Geister den Menschen reiten müssen, um nach einem Sinn zu suchen oder noch besser, sogar einen zu finden.

---

Es gibt mindestens tausend Ansätze für Sinn, beispielsweise hier:

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