Nordrheiner
Sehr aktives Mitglied
Nice, very nice, Kollege.
Ich werfe dir nicht vor, dass du einen Gott hast. Und ich schätze mal, dass du mir nicht vorwirfst, dass ich keinen habe.
Wohl hatte ich überlegt, das Ganze noch etwas weiter auszuführen. Unabhängig aber der Tatsache, dass ich auf einen spezifischen Beitrag hier im Faden antwortete, schrieb ich 'manchmal'
Zumindest mir persönlich ist die Theodizee-Frage nicht fremd, sonst hätte ich sie nicht erwähnt.
Fair enough. Nur ist Gerechtigkeit niemals eindeutig. Wie du selbst sagst, entscheidet in letzter Instanz nicht der Mensch, sondern Gott.
Ich denke nicht, dass Gott Gerechtigkeit erschaffen kann. Wenn überhaupt, dann muss es meines Erachtens der Mensch tun.
Das ist natürlich sehr weit hergeholt. Zum einen kann es nicht wirklich klar sein, was Gott wirklich will. Zu einem anderen sind Adam und Eva Geschöpfe Gottes.
Da stellt sich meines Erachtens schon die Frage, warum "die Kinder Gottes" nicht erkennen sollen.
Ich schätze mal, dass wir das alle sehr gut kennen. Kindern tun auch und insbesondere das, was ihnen verboten wird. Und ich denke, dass auch Gott das wissen sollte.
Das klingt doch sehr nach Egoismus kontra Gemeinschaftlichkeit. Sagen wir mal, dass "der Vater" nicht besonders gut gelehrt hat, allerdings waren Adam und Eva auch noch recht jung.
Da ich nun mal kein Christ bin, kann ich es nur so verstehen, dass die "Abkehr von Gott" den Egoismus darstellt und das "Heil" die Gemeinschaftlichkeit.
Die obigen Zitate entnahm ich Deiner Antwort, Tsunami, zu meiner Antwort zur Theodizee-Frage. Dies zum besseren Verständnis für jeden Leser. Zu Deinen Antworten folgendes meinerseits.
- Du schreibst: „Ich denke nicht, dass Gott Gerechtigkeit erschaffen kann. Wenn überhaupt, dann muss es meines Erachtens der Mensch tun.“
Deine Antwort verstehe ich nun überhaupt nicht. Menschliche Richter irren sich schonmal. Ich denke, das wissen wir beide. Es sind eben Menschen. Trotzdem denke ich, dass so mancher Richter fallbezogen für Gerechtigkeit sorgt. Ist Gott weniger als ein menschlicher Richter??? Auch scheinst Du zu vergessen, daß Gott lt. Bibel die ganze Welt richtet. Also ich glaube, Er kann das auch. Ob die Gerechtigkeit, für die Gott sorgen wird, im Einklang mit den Meinungen aller Menschen steht, bezweifel ich. Aber welcher Mensch ist so groß, dass er Gott Vorschriften machen könnte? Zum anderen überforderst Du die Menschheit, wenn Du von ihr erwartest, daß sie Gerechtigkeit – weltweit – schaffen soll. Die Menschheit hat bisher trotz immer mehr Wissen und Erkenntnisse auf dem Gebiet „Gerechtigkeit“ versagt. Selbst angesichts eines lebens-bedrohenden Klimawandels gibt es keine Einigkeit.
- Du schreibst: „Es kann nicht wirklich klar sein, was Gott will.“ Meine Antwort: Ich weiß nicht in allen Fragen, was Gott will. Jedoch eröffnen sich dem Leser der Bibel Einsichten und Erkenntnisse, vor allem bezogen auf das eigene Leben, wenn er Gott respektiert und zu verstehen sucht. Viele Skeptiker kritisieren die Bibel und übersehen dabei, dass es (eine) Aufgabe der Bibel ist, uns Menschen zu kritisieren.
- Die Geschichte von Adam und Eva (für mich eine symbolische Geschichte) vermittelt Informationen zur Frage, wieso wir von Gott getrennt leben. Daher ist es müßig jeder möglichen Frage nachzugehen, z.B. der, warum die Menschen (Adam u. Eva) nicht „erkennen“ sollten. Darüber habe ich nachgedacht und kann mir vorstellen, daß es ein Wissen gibt, welches – wenn es in die Hände von Menschen gelangt – schädlich ist. Mir fällt dazu das Stichwort Atombombe ein. Heutzutage lernen Kinder (Kindersoldaten) in einigen afrikanischen Ländern Menschen kaltblütig zu erschießen. Und Erwachsene lernen, wie sie Kinder zu Kindersoldaten formen. Auch das sind für mich Beispiele dafür, dass so manches Wissen bzw. Erkenntnisse in den Händen von Menschen schädlich sind. Ob dieses oder ähnliches Wissen mit dem „Baum der Erkenntnisse“ gemeint ist, weiß ich jedoch nicht.
- Tsunami, Du schreibst: „Ich schätze mal, dass wir das alle sehr gut kennen. Kindern tun auch und insbesondere das, was ihnen verboten wird. Und ich denke, dass auch Gott das wissen sollte.
Das klingt doch sehr nach Egoismus kontra Gemeinschaftlichkeit. Sagen wir mal, dass "der Vater" nicht besonders gut gelehrt hat, allerdings waren Adam und Eva auch noch recht jung.“
Vergiss bitte nicht, Tsunami, dass es sich um eine symbolische Geschichte handelt. Es geht also nicht um die Frage, ob Gott als Erzieher und Lehrer bei Adam und Eva Fehler gemacht hat. Es geht nicht um Didaktik. Andererseits möchte ich Dir mitteilen, dass ich den Eindruck habe, dass es „schon immer“ die freie Wahl gab, Gott den Respekt zu verweigern und gott-los zu leben, mit allen negativen Folgen. Gott lies es in der Vergangenheit geschehen. Warum? … ist eine müßige Frage. Ich spekuliere mal: Die Freiheit das Leben mit Gott zu wählen oder abzulehnen war Ihm immer wichtiger als erzwungener Gehorsam. Beziehe die symb. Geschichte doch auf Dich. Solange der Mensch (Du) „heute“ Gott nicht respektiert, ist er Adam und Eva ähnlich, mit allen negativen Folgen.
- Du schreibst: Da ich nun mal kein Christ bin, kann ich es nur so verstehen, dass die "Abkehr von Gott" den Egoismus darstellt und das "Heil" die Gemeinschaftlichkeit.“ Meine Antwort: Fast richtig – nach meiner Meinung. Die Abkehr von Gott mag verschiedene Gründe haben. Egoismus gehört dazu. Das Heil ist jedoch nicht die Gemeinschaft „ganz allgemein“, sondern beginnt mit meinem Respekt vor Gott, geht dann weiter zu einem Vertrauen zu Gott, wird begleitet von der Erkenntnis dass „Er mich liebt“ und meinem Bekenntnis zu Jesus Christus als Mensch und Gottes Sohn und endet in einem gemeinschaftlichen, harmonischen ewigen Leben mit Gott.
Im Prinzip wird durch die Adam-und-Eva Geschichte die Frage gestellt: Willst Du so wie Adam und Eva leben und gott-los bleiben – mit allen Folgen – oder willst Du Christ werden und am Heil teilhaben?