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Kein Ausweg aus Isolation

  • Starter*in Starter*in Kräuterhexe
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Sorry, aber das ist nicht richtig. Das Leben ist an sich
wertvoll und selbst wenn du der letzte Mensch wärst,
deine Mutter bei deiner Geburt verstorben und du von
Wölfen aufgezogen 🙂 hätte dein Leben einen Wert.

Klar hatte es Robinson schwer ohne Freitag, aber dass
sein Leben deshalb keinen Wert hatte, stimmt einfach
nicht (es sei denn, du willst es für dich so definieren).

Ich denke, wenn du dich zunächst darauf konzentrierst,
was du selbst, in eigener Macht und ohne die Mitwirkung
anderer (auf die du ja nur begrenzten Einfluss hast) aus
deinem Leben machen kannst, bist du wesentlich freier
als mit solchen Glaubenssätzen.

Hattest du schon mal einen Hund oder eine Katze? Auch
eine Mitarbeit im Tierheim könnte ich mir hilfreich vor-
stellen oder die Arbeit in einem Garten, falls Tiere im
Moment noch zu stressend sind. Menschen würde ich
da mal an Platz drei deiner Liste setzen und dich von
diesem Druck befreien.

Gruß, Werner

Welchen Wert hätte es denn?

Natürlich kann Alleinsein etwas Schönes sein - aber doch nur, wenn man sich für sie entscheidet.

Ich entscheide mich durchaus auch mal dafür, allein zu sein; aber wenn man es genau nimmt, habe ich doch nie die Wahl.

Ich brauche nur an eine bestimmte Situation zu denken und Panik steigt in mir hoch, obwohl mir die Vernunft sagt: Das würde ich gerne und sollte ich tun.

Und da liegt mein Leidensdruck. Ich habe keine Kontrolle über meine Angst und somit keine Kontrolle über mein Leben. Ich kann mir kaum Wünsche erfüllen.
 
Möglicherweise wirktest Du auf die anderen allzu abweisend. Das meine ich jetzt nicht negativ oder abwertend, denn ich denke, Du machst das unbewusst und auch deshalb, weil Du viel zu viel Angst vor Ablehnung hast. Trotz allem bist Du damit nicht glücklich. Du bist also kein (überspitzt geschrieben) Misanthrop und hättest gerne Kontakt zu anderen Menschen.

Kennst Du dieses Forum: Forum Soziale Phobie und Schüchternheit ?

Vielleicht wäre das hilfreich für Dich? Für den Anfang?

Ich werde darüber nachdenken, mich dort anzumelden.
 
Welchen Wert hätte es denn?

Das Leben hat den Wert, den du ihm gibst, würde
ich sagen - oder in deinen Worten: du hast die
Kontrolle darüber, ob du ihm Wert zugestehst oder
nicht. Was würdest du denn einem Kind sagen, das
dir diese Frage stellt?

Ich glaube auch nicht, dass es hier um die richtige
oder falsche Antwort geht - sondern darum, eine
zu finden, mit der du gut leben kannst.

Natürlich kann Alleinsein etwas Schönes sein - aber doch nur, wenn man sich für sie entscheidet.

Ich entscheide mich durchaus auch mal dafür, allein zu sein; aber wenn man es genau nimmt, habe ich doch nie die Wahl.

Das Thema war ja hier schon mal in der Diskussion
und ich meine mich zu erinnern, dass du andere
Dinge wichtiger findest und deshalb an der Situa-
tion festhältst, die dich so einsam macht - insofern
ist es schon deine Entscheidung, oder?

Ich brauche nur an eine bestimmte Situation zu denken und Panik steigt in mir hoch, obwohl mir die Vernunft sagt: Das würde ich gerne und sollte ich tun.

Und da liegt mein Leidensdruck. Ich habe keine Kontrolle über meine Angst und somit keine Kontrolle über mein Leben. Ich kann mir kaum Wünsche erfüllen.

Wieso denkst du dann an solche Situationen und
nicht an andere, die dir bessere Gefühle bescheren?
Ich kann mich auch gedanklich in Panik versetzen,
wenn ich will. Kontrolle über seine Gedanken kann
man trainieren, zumindest in gewissem Maße. Und
dass man sich nicht alle Wünsche erfüllen kann, ge-
hört einfach zum Leben dazu. Dein "Leiden" scheint
mir seine Ursache darin zu haben, dass du die im
Leben vorhandenen Realitäten nicht akzeptierst und
gleichzeitig seine Möglichkeiten nicht nutzen willst.

Vor allem scheinst du mir die Möglichkeiten zu
unterschätzen, dein Leben aktiv zu gestalten, etwas
zu tun, um deine Ziele zu erreichen und Nein zu
sagen, dich von Situationen zu lösen, die dir nicht
gut tun. Um das zu ändern wäre aber der erste
Schritt, deine Eigenverantwortung zu übernehmen
und sie nicht anderen, deinen Ängsten oder dem
Schicksal zu überlassen.

Um mal ein praktisches Beispiel zu nennen: Du
kannst dich umgehend entscheiden, für das dank-
bar zu sein, das gut ist in deinem Leben und etwas
zu tun, damit dein Leben ein klein wenig besser
wird. Diese Freiheit hast du, sobald du sie dir zu-
gestehst und sie ausübst. Es liegt jedoch auch in
deiner Freiheit, weiter so zu denken und (nicht) zu
handeln wie bisher ...
 
Hallo Kräuterhexe,

du steckst in einem Dilemma, du wünscht dir den Kontakt zu anderen Menschen aber schon der Gedanke daran löst bei dir Panik aus.

Hast du keinen der dich dabei ein bisschen an die Hand nehmen kann und mit dir zusammen die ersten Schritte macht. Ich könnte mir gut vorstellen, wenn die ersten Hürden genommen sind, dass es dann für dich viel einfacher wird.

Der Kontakt zu anderen Menschen ist nicht alles im Leben, man kann auch ohne viele soziale Kontakte ein gutes Leben führen. Setzte dich da nicht zu sehr unter Druck, dadurch wird es nur noch schwerer.

Viele Grüße
Andreas
 
@ Werner

Ich will ganz einfach mehr vom Leben. Das heißt nicht, dass ich nicht dankbar wäre für alles Positive in meinem Leben, wo es doch das ist, was mich noch am Leben hält.

Mir scheint, du unterschätzt diese Panik, die ich in Bezug auf gewisse Situationen empfinde.

Dann sag mir doch einfach mal: Wie lebt ein Mensch, der schon bei bloßer Anwesenheit anderer Panik bekommt, Herzklopfen, Übelkeit, Schwindel? Wie kommt ein solcher Mensch durchs Leben? Wie sichert der sich seinen Lebensunterhalt? Wieviele Menschen kennt er? Hat er Freunde und wenn ja, wieviele wären das wohl?

Und genau das macht mir Sorgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Andreas7

Ich kenne eine Person, die mir schon sehr oft geholfen hat und von der ich weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann.

Aber diese Person ist nicht bereit mich an die Hand zu nehmen als wäre ich ein kleines Kind - was ich auch verstehen kann.

Mir geht es nicht darum, soviele Bekannte und Freunde wie möglich zu haben; ich will doch einfach nur ein selbstbestimmtes Leben führen können.
 
Mir scheint, du unterschätzt diese Panik, die ich in Bezug auf gewisse Situationen empfinde.

Dann sag mir doch einfach mal: Wie lebt ein Mensch, der schon bei bloßer Anwesenheit anderer Panik bekommt, Herzklopfen, Übelkeit, Schwindel? Wie kommt ein solcher Mensch durchs Leben? Wie sichert der sich seinen Lebensunterhalt? Wieviele Menschen kennt er? Hat er Freunde und wenn ja, wieviele wären das wohl?

Und genau das macht mir Sorgen.

Da du bist heute am Leben bist trotz (vermutlich) reichlichem
Kontakt mit anderen Menschen vermute ich, deine Panik hat
keinen realen Grund, sondern basiert auf Einbildung (die dir
natürlich sehr "real" vorkommt).

Ich kann dir nur raten, mit Hilfe eines Therapeuten oder für
dich allein eine Desensibilisierung zu machen und dich den
Auslösern für deine Panik zu stellen, damit dein Unbewuss-
tes realisiert, dass sie unbegründet ist.

Auch wenn das für dich nicht vergleichbar sein mag - ich
hatte seit meiner Kindheit panische Angst vor Spinnen (ich
musste da immer in den Keller und da hingen diese Tiere
an der Decke). Als wir dann ein Gartenhaus kauften und es
renovierten, mussten wir schätzungsweise 300 davon ent-
fernen. Ich habe jede einzelne mit einem Glas gefangen und
sie nach draußen entlassen. Das hat mich massiv desensibi-
lisiert und auch wenn ich heute in den Keller gehe, schaue
ich absichtlich nach ihnen und erschrecke nicht mehr, auch
wenn ich sie nicht schön finde.

Deshalb: geh' auf deine Panikauslöser zu statt vor ihnen
zurückzuweichen - du wirst sehen: es ist wie beim Zwerg
und dem Schatten - je mehr du absichtlich (aus eigenem
aktiven Antrieb) die Anwesenheit anderer Menschen suchst,
desto realistischer wird dein Inneres sie einschätzen und
nicht mehr ohne Anlass Panikreaktionen starten, die ja
wirklich nur für Ausnahmesituationen sinnvoll sind.

Deine Dankbarkeit kannst du ja trotzdem pflegen und ich
finde es auch positiv, dass dich das am Leben erhält!

P.S. Gerade finde ich einen Artikel im STERN, der dir wo-
möglich hilft: http://www.stern.de/gesundheit/sozi...-der-krankhaften-schuechternheit-2117709.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Du musst Dich öffnen für Andere auch auf die Gefahr hin das Du enttäuscht wirst. Rede, erzähle, berichte, was Dich bedrückt, was Dich freut, was Du tust und machen wirst. Frage auch Andere nach ihrem Leben, was Sie tun, wie sie leben, wie Sie sich fühlen. Kommunikation heißt das Zauberwort welches Dich verbinden wird.

Du hast Probleme Kontakte zu entfalten, daran musst Du arbeiten, Deine grundsätzlichen Fehler analysieren und Dich verbessern.
 
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