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Kein Ausweg aus Isolation

  • Starter*in Starter*in Kräuterhexe
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Ich habe noch lesen können was da stand und stimme dir zu.

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Eigentlich ahne ich es schon, wie mein Leben in etwa verlaufen wird. Natürlich, man kann nicht alles planen, aber ich als ..Phobikerin werde immer in meiner eigenen kleinen Welt leben. Ich kann doch gar nicht anders.
Mich verbindet zu wenig mit anderen. Mit anderen Phobikern verbindet mich schon etwas mehr, aber wenn Phobiker auf Phobiker zugehen wollen ist das immer ein schwieriges Unterfangen.
Von daher... dass ich mich hier angemeldet habe war nur eine Art letztes Zucken, bevor ich mich endgültig füge.

Jede Art von Handlung (passiv oder aktiv etwas tun) kostet gewisse Energie.
Etwas zu vermeiden kostet Energie, und etwas zu tun ebenfalls.

Oft sind es irgendwelche alten Muster im Kopf, die viel Energie kosten.
Wenn Dein Kontakt zu und mit Menschen oft als ein Zwang empfunden wird, möchtest Du vielleicht lieber bei Dir selber sein?

Hugo van Lawick ist z.B. ein Niederländer gewesen, der über 20 Jahre lang in Afrika lebte, und dort das Leben der Tiere gefilmt hat - fernab von klassischen Stadtmenschen und permanentem Kommunikationszwang.

Kamerafilmer haben oft stundenlang an einem Ort gewartet, bis eine spannende Tierszene sich ergeben hatte.

Ein ganz anderes Leben für viele Menschen. Für Hugo Lawick ist es bestimmt erfüllend gewesen.

Vielleicht ist Dein Leben auch erfüllend, wenn Du ganz andere Maßstäbe und Sichtweisen dafür ansetzen kannst?...
 
Ich wollte soeben einen neuen Thread erstellen, aber dabei fiel mir auf, dass es doch noch immer um dasselbe Problem geht, das ich hier bereits geschildert habe.

Ich kann nicht mit Menschen umgehen; ich fühle mich manchmal wie ein Autist (es gibt aber keine solche Diagnose). Diagnostiziert wurden PTBS, Depressionen und Sozialphobie - von meiner letzten Therapeutin, die damals allerdings noch nicht approbiert hatte.

Alles in dieser Gesellschaft, alles, was für das Leben irgendwie von Wert sein könnte, scheint im Kontakt mit anderen Menschen zu liegen.

Wie soll ich als Sozialphobikerin Karriere machen? Eine Familie will ich noch nicht gründen. Wenn überhaupt.

Ich würde so gerne Kurse besuchen, Vereine, eine Uni, einen Beruf ausüben, der mir Spaß macht und.. nur irgendwas, was mich zu einem Teil einer Gemeinschaft, dieser Gesellschaft, macht.

Ich schaffe es nicht. Ich wollte mich langsam heranwagen, mit VHS-Kursen; fand eine Selbsthilfegruppe für Sozialphobiker. Konnte bis heute nicht hingehen (ist schon fast ein Jahr her).

Ich will so nicht mehr weiterleben, aber mein Wille scheint nicht auszureichen. Ich kann das nicht mehr, ich will das nicht mehr. Ich will keine solche Existenz sein.

Ich nähere mich dem Nullpunkt. Etwas Drastisches könnte bald passieren. Vielleicht ein Nervenzusammenbruch mit Folgen, die ich nicht einschätzen kann. Ich hoffe es sogar fast. Ich will nur ein Ende dieses Zustandes.
 
Du musst Dich öffnen für Andere auch auf die Gefahr hin das Du enttäuscht wirst. Rede, erzähle, berichte, was Dich bedrückt, was Dich freut, was Du tust und machen wirst. Frage auch Andere nach ihrem Leben, was Sie tun, wie sie leben, wie Sie sich fühlen. Kommunikation heißt das Zauberwort welches Dich verbinden wird.
 
fand eine Selbsthilfegruppe für Sozialphobiker. Konnte bis heute nicht hingehen (ist schon fast ein Jahr her).
Das wäre ein erster und sehr wichtiger Schritt. Überwinde Dich... Dort triffst Du Menschen, denen es genau so geht wie Dir (irgendwie logisch - ich weiß 😱); Menschen, die Dich und Deine Ängste verstehen können. Vielleicht triffst Du dort sogar neue Freunde?
 
Ich hatte schonmal an einer Gruppentherapie für Menschen mit Depressionen und Sozialphobie teilgenommen. Danach habe ich nie wieder etwas von den anderen gehört oder gesehen.
 
Hast Du denn Kontakt gesucht oder einfach nur so abgewartet?
 
Ich konnte ja selbst in einer solchen Gruppe kaum sprechen.. selbst da war ich die, die am wenigsten sagte. Zu Anfang begleiteten mich 2 der anderen nachhause (wir waren insgesamt 8); dann war es nur noch 1; und schließlich ging ich jedesmal allein nachhause.
Nach der letzten Sitzung bekam ich mit, dass die anderen noch etwas zusammen trinken gehen wollten. Mich fragte niemand, ob ich mitgehen wolle.
 
Möglicherweise wirktest Du auf die anderen allzu abweisend. Das meine ich jetzt nicht negativ oder abwertend, denn ich denke, Du machst das unbewusst und auch deshalb, weil Du viel zu viel Angst vor Ablehnung hast. Trotz allem bist Du damit nicht glücklich. Du bist also kein (überspitzt geschrieben) Misanthrop und hättest gerne Kontakt zu anderen Menschen.

Kennst Du dieses Forum: Forum Soziale Phobie und Schüchternheit ?

Vielleicht wäre das hilfreich für Dich? Für den Anfang?
 
Alles in dieser Gesellschaft, alles, was für das Leben irgendwie von Wert sein könnte, scheint im Kontakt mit anderen Menschen zu liegen.

Sorry, aber das ist nicht richtig. Das Leben ist an sich
wertvoll und selbst wenn du der letzte Mensch wärst,
deine Mutter bei deiner Geburt verstorben und du von
Wölfen aufgezogen 🙂 hätte dein Leben einen Wert.

Klar hatte es Robinson schwer ohne Freitag, aber dass
sein Leben deshalb keinen Wert hatte, stimmt einfach
nicht (es sei denn, du willst es für dich so definieren).

Ich denke, wenn du dich zunächst darauf konzentrierst,
was du selbst, in eigener Macht und ohne die Mitwirkung
anderer (auf die du ja nur begrenzten Einfluss hast) aus
deinem Leben machen kannst, bist du wesentlich freier
als mit solchen Glaubenssätzen.

Hattest du schon mal einen Hund oder eine Katze? Auch
eine Mitarbeit im Tierheim könnte ich mir hilfreich vor-
stellen oder die Arbeit in einem Garten, falls Tiere im
Moment noch zu stressend sind. Menschen würde ich
da mal an Platz drei deiner Liste setzen und dich von
diesem Druck befreien.

Gruß, Werner
 
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