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Kein Ausweg aus Isolation

  • Starter*in Starter*in Kräuterhexe
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Hallo Kräuterhexe,

wie ist denn dein Lebensumfeld? Oft findet man auch Freunde in der Arbeit oder bei Nachbarn.

Liebe Grüße
Andreas
 
hallo

Du hast es geschafft zwei mal eine Beziehung aufzubauen als du schon keine Freunde mehr hattest? Wie hast du das geschafft? Das zeigt doch dass du es kannst. Wie fühlst du dich wenn du unter anderen Menschen bist? Wie haben die anderen in der Schule auf dich reagiert? Vielleicht musst du einfach die richtigen Menschen finden. Hast du irgendwelche Hobbies? Dann gibt es auch andere die dein Hobby teilen. Oder geh zu einem Verein.

alles Liebe, nur nicht aufgeben 😉
 
Hm, wie ich das "geschafft" habe? Die erste Beziehung ergab sich, weil ich diese Person noch aus "besseren Tagen" kannte. Die zweite ergab sich im Internet (wäre anders wohl auch kaum möglich gewesen, da ich zu dieser Zeit schon an meiner Sozialphobie gelitten habe - keine Singlebörse).
Unter Menschen fühle ich immer einen enormen Erwartungsdruck; aber auch eine gewisse Fremdartigkeit. Menschen lachen oft über Dinge, die ich nicht lustig finde. Vor allem stört es mich, wenn sie es übertreiben und alles so gespielt wirkt. Als würden sie sich selbst in eine gute Stimmung hineinsteigern wollen...
In der Schule war ich zwar ein Außenseiter, aber ich wurde nicht wirklich gemobbt (jedenfalls nicht bis zur 10. Klasse). Die anderen haben es mehr oder weniger akzeptiert und schon gar nicht mehr erwartet, dass ich mich integriere.
Danach folgte die schlimmste Zeit in der Schule. Ich denke, ich habe damals auch irgendwie die Nerven verloren, wegen meiner Zurückhaltung. Aus dieser Zeit entstand glaube ich die Sozialphobie. Ich stand vor sovielen sozialen Defiziten und Erwartungen, dass ich einfach nicht mehr konnte...
 
Hallo kraeuterhexe🙂
Hmm...raten kann ich dir denk ich auch nicht.
Mir geht es aehnlich. Ich schaffe es zwar in vereine oder zu kursen zu gehen...sogar allein...aber auch bei mir ergibt sich da auf dauer nie was. Keine bleibenden kontakte.
Ich habe eine freundin, die ich seit der ersten klasse habe. Also seit fast 40 jahren. Aber auch da ist das einzige was uns immer wieder verbindet die dauer unserer freundschaft. Zu schul- und jugendzeiten war diese freundschaft anders...
Ansonsten hab ich noch eine handvoll bekannte aus schulzeiten. Und auch da ist das einzig verbindende dass wir regelmaessige termine haben wo wir uns sehen (stammtisch). Ausserhalb dieser termine sehen wir uns auch kaum...
Ansonsten besteht "mein soziales umfeld" aus nachbarn und verwandten meines mannes...
Das hab ich auch immer im hinterkopf, dass bei einer trennung nicht nurnder mann, sondern sozusagen alle meine sozialen komtakte weg waeren...
Es macht mir mittlerweile nicht mehr allzuviele probleme mit leuten smalltalk zu betreiben. Hab aktuelle sogar einen job in einer kneippe am ausschank. Ein bisschen locker plaudern klappt also mehr oder weniger ...aber irgendwas aufzubauen gelingt mir einfach nicht...
Ich weiss aber auch, dass bei mir alles wachsen muss und dafuer zeit braucht.
Nur wenn ich jemanden ueber jahre immmer wieder sehe und positiven kontsakt habe kann sich etwas ergeben...was dann aber auch schnell wieder zuende sein kann...
Vielleicht ist auch das der grund fuer mein "nichtkoennen"...das wissen, dass es ja eh wieder zuende geht...also der muehe nicht wert ist...
In der kindheit geht man noch von freundschaft fuer ewig aus...
Ein anderer aspekt ist, dass icn auch gut und gern allein sein kann und deshalb kaum initiator irgendwelcher gemeinsamer aktivitaeten bin. Allenfalls mache ich eventuell mit, wenn jemand anderes was vorschlaegt...das ist auch nicht freundschaftsfoerderlich.
 
Ich bin in einem Verein, ich arbeite in einem. Ich müsste ja Freunde ohne Ende haben und schon lange verpartnert sein, wenn man dem Glauben schenkt, was man immer so liest. Nee, ich denke, es ist egal, wo man den Weg aus der Isolation sucht. Wenn man auf Menschen zugehen kann, dann lernt man auch auf dem Bahnhofskackhaus Leute kennen. Und wenn man es nicht kann, dann nützen einem auch Vereine und Gruppen und weiss der Kuckuck was nix. Da geh ich auch bloß alleine nach Hause oder fühle mich einsam unter Menschen.
 
Ich habe noch lesen können was da stand und stimme dir zu.

---

Eigentlich ahne ich es schon, wie mein Leben in etwa verlaufen wird. Natürlich, man kann nicht alles planen, aber ich als ..Phobikerin werde immer in meiner eigenen kleinen Welt leben. Ich kann doch gar nicht anders.
Mich verbindet zu wenig mit anderen. Mit anderen Phobikern verbindet mich schon etwas mehr, aber wenn Phobiker auf Phobiker zugehen wollen ist das immer ein schwieriges Unterfangen.
Von daher... dass ich mich hier angemeldet habe war nur eine Art letztes Zucken, bevor ich mich endgültig füge.
 
Es ist aber sowieso nicht leicht Freundschaften zu schließen. Es entstehen nicht so sehr viele Freundschaften im Laufe eines Lebens.

Ich habe oft den Eindruck, daß "menschenscheue" Menschen oder Sozialphobiker glauben, alle anderen hätten jede Menge Freunde und würden ständig neue Freundschaften schließen. So ist das doch gar nicht.

Ich habe einen sehr stabilen Freundeskreis und weiß, daß ich Freundschaften schließen kann. Aber ich habe auch schon Freunde verloren und eine weitere Freundschaft ergibt sich nur alle paar Jahre mal.

Nur weil man in einem Verein ist oder Kurse besucht, ständig andere Hundehalter trifft, den Freunden von Freunden bei Feiern begegnet oder gelegentlich mal was mit den Kollegen zusammen unternimmt, bedeutet das doch nicht, daß man automatisch Freundschaften schließt.

Aber man erhöht die Wahrscheinlichkeit. Und mit viel Glück ergibt sich irgendwann mal wieder eine gute Bekanntschaft, die dann nach vielen gemeinsamen Erlebnissen in eine echte Freundschaft mündet.

Deshalb verzweifele nicht und zweifele nicht ständig an Dir. Empfinde es nicht als Versagen. Das muß gar nicht an Dir oder nur an Dir liegen. Eine Freundschaft ist etwas außergewöhnliches, ein Geschenk, das passiert nunmal nicht so häufig im Leben.

Und ja, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Als unempathisch habe ich Deine Beiträge bisher nicht empfunden.
 
Es geht mir gar nicht so sehr um Freund- oder Bekanntschaften.

Ich kann nicht mal Smalltalk. Einfachsten Smalltalk.

Manchmal bin ich so unsicher, dass ich nichtmal ein Grußwort herausbekomme. Ich fühle mich dabei wie ein Alien.

Berufliche Ziele erreichen kann ich so auch nicht.

Gar nichts kann ich auf diese Weise erreichen.
 
Hallo Kräuterhexe,

das hört sich aber wirklich traurig an, was du schreibst. Ich kann verstehen, dass es nicht so einfach ist, Bekanntschaft oder gar Freundschaften zu finden. Aber so ein bisschen miteinander reden über alltägliche Dinge geht eigentlich immer, zumindest dann, wenn beide Gesprächspartner das auch wollen.

Weiß gar nicht, was man da machen kann, am liebsten würde ich es mal mit dir über. Aber das wird wohl nicht gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das überhaupt nicht kannst.

Alles Gute
Andreas
 
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