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Kein Ausweg aus Isolation

  • Starter*in Starter*in Kräuterhexe
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Ich habe nichts anders gemacht. Diese Person wusste von Anfang an über meine Ängste bescheid. Es liegt an ihr, nicht an mir.

Also hast du doch etwas richtig gemacht - denn
damit diese Person von deinen Ängsten wusste,
musstest du diese ja irgendwie kommuniziert
haben. Insofern mindestens 50/50 was den "Er-
folg" betrifft.

Und hier kommunizierst du ja auch deine Ängste
und findest Verständnis. Es wäre schon interessant
herauszufinden, ob es doch irgendwelche sozialen
Situationen (außer Zahnarzt und Co.) gibt, bei
denen du auf solche "Ausnahmemenschen" tref-
fen kannst und deine Ängste dich nicht hindern,
da hin zu gehen. Wie geht es dir denn, wenn
diese Person mit dabei ist - macht das einen
Unterschied?
 
Ich vermute, dass du vielleicht irgendwann aus irgenwelchem (unbewussten?) Grund diese Teilnahme emotional abgelehnt hattest und sie bis heute (auch unbewusst) verweigerst. Dadaurch wirken auf dich die anderen zunehmend fremd und dadurch bedrohlich.

Ich glaube, dass die soziale Fobie damit zu tun hat, dass wir uns in den anderen Menschen nicht genügend erkennen können, weil wir die natürliche Verbundenheit mit ihnen aus irgendwelchen Gründen verdrängen/verleugnen/ablehnen ..

Ja, mir fallen einige Situationen ein, die dafür gesorgt haben (könnten), dass ich mich zurückgezogen habe. Leider kann ich das Geschehene nicht mehr ändern und dementsprechend fühle ich mich hilflos.
Ich habe diese Erfahrungen nunmal gemacht und möchte mich, wie jeder andere Mensch, einfach selbst schützen. Diese meine Reaktion ist also eigentlich völlig natürlich und wie soll ich dagegen ankommen?
 
Wie geht es dir denn, wenn
diese Person mit dabei ist - macht das einen
Unterschied?

Ja, es macht einen Unterschied, aber ich weiß nicht, ob dieser Unterschied auch wirklich hilfreich für mich ist. Ich fühle mich dann zwar sicherer, aber ich neige dazu, mich hinter dieser Person zu "verstecken"; ich überlasse ihr das Sprechen etc. Ich werde in solchen Situationen zu einem "Kleinkind"...
 
Hallo kraeuterhexe

Sowas kenn ich auch.
War vor 20 jahren mit einer freundin auf interrailtour. Und die freundin musste alles machen. Ueberall fragen. Usw.
Ist ja praktisch wenn jmd.d
abei ist der das uebernimmt weil man sich selbst nicht traut.
Meine mutter hat mir frueher viele unangenehme situationen abgenommen. Arztermine gemacht weil ich nicht telefonieren wollte und mir sogar mit ue 18 noch eine lehrstelle besorgt weil ich nict anrufen wollte...
Heute verstecke ich mich gern hinter meinem mann...
Aber ich habe gemerkt dass es fuer mich besser ist situationen selbst zu meistern. Und dass ich es auch kann wenn mir nix anderes uebrigbleibt.
Zur zeit hilft mir sehr bei rueckschlaegen wenn ich am boden bin (und das kommt oft vor^^) mir selber zu sagen "aufstehen, kroenchen richten (was ich dann auch pantomimisch mache) weitergehen."
 
Hallo Kräuterhexe,

nach all dem was du jetzt geschrieben hast würde ich dir folgende Empfehlung geben aber mir ist klar, dass das nicht einfach ist:

Es muss dir klar werden, warum du solche Angst hast und wovor du genau Angst hast. Was ist da in der Vergangenheit geschehen? Hat mach dich schlecht behandelt oder dir bewusst Angst gemacht? Die Ursachen können durchaus in der Kindheit oder Schulzeit liegen. Du musst diese Zusammenhänge verstehen, was ist passiert und warum reagiere ich so. Vielleicht kann dir da auch jemand helfen und dir das erklären (vielleicht Therapeut?).

Wenn dir das klar ist, solltest du am Besten in Begleitung versuchen dir kleine Aufgaben vorzunehmen. Deine Angst ist erlernt und das Gute ist man kann auch neu lernen. Du musst lernen, dass deine Angst unbegründet ist und dass du viel mehr kannst als du dir zutraust. Du musst dich nicht verstecken wie ein Kleinkind, keiner wird dir was tun oder schlecht über dich denken.

Nur ein Haken hat die Sache, das ist alles nicht einfach. Das ist harte Arbeit und du brauchst einen eisernen Willen. Es wird auch Niederlagen geben und da wäre es gut, wenn dich jemand immer wieder dazu ermutigen würde nicht aufzugeben.

Liebe Grüße
Andreas
 
Ich habe diese Erfahrungen nunmal gemacht und möchte mich, wie jeder andere Mensch, einfach selbst schützen. Diese meine Reaktion ist also eigentlich völlig natürlich und wie soll ich dagegen ankommen?

Logisch und natürlich schon, aber eben unangemessen
übertrieben ausgeprägt. Das ist wie wenn jemand fast
verbrannt ist und dann Ängste vor Streichhölzer ent-
wickelt. Das zu ändern vermag mit gutem Erfolg eine
Verhaltenstherapie, würde ich sagen.

Wenn die Person, hinter der du dich versteckst, nicht
wirklich als Muster für mehr Kontakte taugt, wäre es
nochmal sinnvoll, nachzuschauen, ob es nicht doch
jemand gibt/gab, bei dem du "erwachsen" bleibst und
die Verbindung genießen kannst. Es kann ja fast nicht
sein, dass es dir noch nie gelungen ist, eine "gesunde"
Beziehung aufzubauen.
 
Vielleicht habe ich auch Angst davor, Verantwortung zu übernehmen.
 
Vielleicht habe ich auch Angst davor, Verantwortung zu übernehmen.

Das klingt verständlich. Deine Ängste helfen dir,
keine Fehler zu machen und keine Risiken einzu-
gehen. Was könnte denn im schlimmsten Fall
passieren, wenn du ein bisschen mehr Verant-
wortung übernehmen würdest (und bei welcher
Gelegenheit wäre das)?
 
Gelegenheiten gäbe es einige. Würde ich mich der Angst stellen, könnte im schlimmsten Fall.. schwer zu sagen, was passieren könnte.

Ich habe Angst davor, eine solche angstauslösende Situation nicht verlassen zu können.

Überhaupt lauern doch überall Gefahren. Ich will mich nicht zu Unrecht sicher fühlen.
 
Gelegenheiten gäbe es einige. Würde ich mich der Angst stellen, könnte im schlimmsten Fall.. schwer zu sagen, was passieren könnte.

Ich habe Angst davor, eine solche angstauslösende Situation nicht verlassen zu können.

Überhaupt lauern doch überall Gefahren. Ich will mich nicht zu Unrecht sicher fühlen.

Okay, verstehe. Deshalb wäre es besser, solche
Übungen gemeinsam mit einem Therapeuten zu
unternehmen. Es ist ja auch schwer, sich selbst
einen Zahn zu ziehen, selbst wenn er sehr weh
tut ...
 
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