_cloudy_
Urgestein
Ich möchte noch etwas erwähnen zu "Gott bitten".
Ich danke zwar lieber und eigentlich jeden Abend für den Tag (außer ich habe alkmäßig zugeschlagen, dann verliere ich die Verbindung),
aber ich habe so oft Angst vor irgendwas, das ich wieder bewältigen muß und stoße dann viele "bitte bitte hilf mir" aus,
das gibt mir ein wenig die Hoffnung, daß Gott mir die Kraft gibt, dies oder jenes zu bewältigen, nicht jedoch, daß ER es für mich richtet!
Natürlich muß ICH putzen vor der Wohnungsbegehung, die mir monatelang im Magen lag, genauso wie die Hochzeit meiner Tochter. Auch das mußte ich selber hinkriegen, daß sie sich nicht schämt für mich sondern jetzt stolz ist auf ihre Mutter. Und dafür empfinde ich die allergrößte Dankbarkeit, die so unbeschreiblich groß ist, weil ich das ganz allein mir niemals zutraute, das so toll zu schaffen, wie ich diesen langen Tag bestanden habe.
Ich bitte Gott, wenn ich nicht gerade selber auf Grundeis liege, jeden Tag, daß er meiner Mutter und meinem Sohn hilft. Und bin oft am Zweifeln, warum er diesen mir so lieben Menschen anscheinend nicht hilft.
Auch frage ich mich natürlich, warum es so schlimmes Leid überhaupt gibt auf der Welt.
Aber darauf bekomme ich keine Antwort, nur, daß das Leben den Menschen zur Selbstbestimmung gegeben wurde, und jeder Mensch in diesem Leben seine persönliche Bürde auferlegt bekommt, und manche Schwerkranke/Behinderte leben es uns vor, daß es in diesem kurzen Intermezzo "Leben" nicht darauf ankommt, schön und reich zu sein, sondern das Leben anzunehmen mit allem, was einem darin passiert.
Ich tue mir auch schwer damit, weiß jedoch, daß es nur so funktioniert.
Wieder ein Beispiel dafür: meine Mutter, 82, 2 kaputte Hüften, 2 kaputte Knie, Schmerzpatient, tanzte ausgelassen auf der Hochzeit meiner Tochter, hat in dem Glück von diesem wundervollen Tag alle Schmerzen vergessen und heißt auf Facebook nun bei den Freunden meiner Kinder Jackson-Oma🙂
Ich habe soviel Grund, dankbar zu sein, das kann mir keiner als Zufälle verkaufen.
Und ich bin dankbar dafür, daß ich jetzt wieder weiß (habe mich mit der Pubertät für viele Jahre auch von Gott verabschiedet, weil die Kirche ihn mir als Kind nur als angstmachenden strafenden Gott fälschlicherweise gelehrt hat), daß Gott gut ist und daß es ihn gibt.
Und wer nicht glaubt, das ist nicht wichtig, es kommt in unserem Leben darauf an, uns selber und auch anderen nichts schlechtes anzutun, sondern dieses Leben mit all den Widrigkeiten, die dazugehören, einfach anzunehmen wie es einen erwischt.
Und das ist wohl die schwerste Lebensaufgabe, aber keine ist unbewältigbar.
Dieses Leben ist wie gesagt, nur ein kurzer Abschnitt, und ich bin fest davon überzeugt, daß wir alle unsere "Toten", die wir so vermissen, wiedersehen
(warum ich das alles überhaupt geschrieben habe? Um den Menschen, die glauben, etwas Mut zu machen und um den Atheisten zu sagen, daß alles möglich ist, das sie so vehement verleugnen, aber jede Meinung akzeptiere solange sie nicht beleidigend wird)
P.S.,
mir ging es mal sauschlecht, als ich in einem Glaubensthread las. Mußte aus dem HF, und habe geweint, war richtig verzweifelt, auch verunsichert. Da hat mein lieber Vater Gott mir gesagt, ich solle toleranter sein, aber darf dabei sein wenn so paar Atheisten von hier im Himmel ankommen.. ( und dann das Gesicht von euch, da freue mich mich jetzt schon darauf, im guten alles natürlich dann..😉)
Ich danke zwar lieber und eigentlich jeden Abend für den Tag (außer ich habe alkmäßig zugeschlagen, dann verliere ich die Verbindung),
aber ich habe so oft Angst vor irgendwas, das ich wieder bewältigen muß und stoße dann viele "bitte bitte hilf mir" aus,
das gibt mir ein wenig die Hoffnung, daß Gott mir die Kraft gibt, dies oder jenes zu bewältigen, nicht jedoch, daß ER es für mich richtet!
Natürlich muß ICH putzen vor der Wohnungsbegehung, die mir monatelang im Magen lag, genauso wie die Hochzeit meiner Tochter. Auch das mußte ich selber hinkriegen, daß sie sich nicht schämt für mich sondern jetzt stolz ist auf ihre Mutter. Und dafür empfinde ich die allergrößte Dankbarkeit, die so unbeschreiblich groß ist, weil ich das ganz allein mir niemals zutraute, das so toll zu schaffen, wie ich diesen langen Tag bestanden habe.
Ich bitte Gott, wenn ich nicht gerade selber auf Grundeis liege, jeden Tag, daß er meiner Mutter und meinem Sohn hilft. Und bin oft am Zweifeln, warum er diesen mir so lieben Menschen anscheinend nicht hilft.
Auch frage ich mich natürlich, warum es so schlimmes Leid überhaupt gibt auf der Welt.
Aber darauf bekomme ich keine Antwort, nur, daß das Leben den Menschen zur Selbstbestimmung gegeben wurde, und jeder Mensch in diesem Leben seine persönliche Bürde auferlegt bekommt, und manche Schwerkranke/Behinderte leben es uns vor, daß es in diesem kurzen Intermezzo "Leben" nicht darauf ankommt, schön und reich zu sein, sondern das Leben anzunehmen mit allem, was einem darin passiert.
Ich tue mir auch schwer damit, weiß jedoch, daß es nur so funktioniert.
Wieder ein Beispiel dafür: meine Mutter, 82, 2 kaputte Hüften, 2 kaputte Knie, Schmerzpatient, tanzte ausgelassen auf der Hochzeit meiner Tochter, hat in dem Glück von diesem wundervollen Tag alle Schmerzen vergessen und heißt auf Facebook nun bei den Freunden meiner Kinder Jackson-Oma🙂
Ich habe soviel Grund, dankbar zu sein, das kann mir keiner als Zufälle verkaufen.
Und ich bin dankbar dafür, daß ich jetzt wieder weiß (habe mich mit der Pubertät für viele Jahre auch von Gott verabschiedet, weil die Kirche ihn mir als Kind nur als angstmachenden strafenden Gott fälschlicherweise gelehrt hat), daß Gott gut ist und daß es ihn gibt.
Und wer nicht glaubt, das ist nicht wichtig, es kommt in unserem Leben darauf an, uns selber und auch anderen nichts schlechtes anzutun, sondern dieses Leben mit all den Widrigkeiten, die dazugehören, einfach anzunehmen wie es einen erwischt.
Und das ist wohl die schwerste Lebensaufgabe, aber keine ist unbewältigbar.
Dieses Leben ist wie gesagt, nur ein kurzer Abschnitt, und ich bin fest davon überzeugt, daß wir alle unsere "Toten", die wir so vermissen, wiedersehen
(warum ich das alles überhaupt geschrieben habe? Um den Menschen, die glauben, etwas Mut zu machen und um den Atheisten zu sagen, daß alles möglich ist, das sie so vehement verleugnen, aber jede Meinung akzeptiere solange sie nicht beleidigend wird)
P.S.,
mir ging es mal sauschlecht, als ich in einem Glaubensthread las. Mußte aus dem HF, und habe geweint, war richtig verzweifelt, auch verunsichert. Da hat mein lieber Vater Gott mir gesagt, ich solle toleranter sein, aber darf dabei sein wenn so paar Atheisten von hier im Himmel ankommen.. ( und dann das Gesicht von euch, da freue mich mich jetzt schon darauf, im guten alles natürlich dann..😉)
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