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Gott bitten?

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Es ist dein gutes Recht, einem Zeitzeugen nicht zu glauben, der in diesem Buch aufgezeichnet ist. Deswegen darf dich keiner dumm angucken, du aber den, der nach Prüfung der Angelegenheit dem Zeitzeugen, der von Gott berichtet glaubt, auch nicht. Oder meinst du, so einem Menschen mit deinem obigen Satz nahebringen zu können, dass er deswegen geistig nicht so auf der Höhe ist wie du? Dann würdest du ja das machen, was manche Eu-Frank hier vorwarfen.


Ich mach ja dasselbe mit der Evolutionstheorie, ich traue auch manchen Überlegungen, die nötig sind, um sie aufrechtzuerhalten nicht, während ein anderer darauf sein Weltbild setzt, weil er dieser oder jener Überlegung voll traut. Aber deswegen ist doch keiner von beiden belächelnswert, oder war obiger Satz ein Ausrutscher von dir?

Ist es nicht normal, dass Menschen zu verschiedenen Schlüssen kommen können, außer es handelt sich um allseits anerkannte nacbhweisbare Naturgesetze?

Sigi

Nein,Sigi, obiger Satz war kein Ausrutscher von mir.
Wenn alle immer nur streng am Überlieferten geklebt hätten, hätte es definitiv keine geistige Entwicklung in der Menschheitsgeschichte gegeben.
Du kannst glauben, was du willst, jeder kann glauben, was er will.
Ich respektiere jeden, der sagt : Ich brauche den Glauben daran, daß es ein Weiterleben nach dem Tode gibt, daß mir meine Sünden verziehen werden, daß alles einen höheren Sinn hat ....
Wogegen ich mich wehre, ist die absolutistische und apodiktische Haltung, die von Gläubigen
gerne eingenommen wird. Es ist eben GLAUBEN.
Ich glaube nicht, ich hinterfrage. Für mich gibt es keine verbotenen Gedanken. Ich weiß, daß der Erkenntnis Grenzen gesetzt sind. Ich weiß aber auch, daß der Erkenntnishorizont sich im Laufe der Jahrtausende erheblich erweitert hat.
 

Hallo Wapiti,

schau mal hier: Gott bitten?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Nein,Sigi, obiger Satz war kein Ausrutscher von mir.
Wenn alle immer nur streng am Überlieferten geklebt hätten, hätte es definitiv keine geistige Entwicklung in der Menschheitsgeschichte gegeben.
Du kannst glauben, was du willst, jeder kann glauben, was er will.
Ich respektiere jeden, der sagt : Ich brauche den Glauben daran, daß es ein Weiterleben nach dem Tode gibt, daß mir meine Sünden verziehen werden, daß alles einen höheren Sinn hat ....
Wogegen ich mich wehre, ist die absolutistische und apodiktische Haltung, die von Gläubigen
gerne eingenommen wird. Es ist eben GLAUBEN.
Ich glaube nicht, ich hinterfrage. Für mich gibt es keine verbotenen Gedanken. Ich weiß, daß der Erkenntnis Grenzen gesetzt sind. Ich weiß aber auch, daß der Erkenntnishorizont sich im Laufe der Jahrtausende erheblich erweitert hat.

Aber du willst doch nicht behaupten, dass einer, der an Gott glaubt, an Überliefertes glaubt kein guter Wissenschaftler oder Denker sein kann? Das meinte ich, das implizierte deine Äußerung. Das nicht festhalten an Überlieferten hat nebenbeigesagt ja nicht nur Fortschritt gebracht, sondern auch viel viel Unglück.

Ich rein persönlich, davon war ja hier noch gar keine Rede, wir diskutierten ja nur über reine Weltbilder, halte es so, dass ich das "Überlieferte" also die Bibel erst mal ernstnehme (Vertrauensvorschuss - der aber auf vorherigem Studium beruht) und dann in meinem Leben prüfe, ob sich das auch weiterhin lohnt. Ich finde, das keine verwerfliche geistig umnachtete rückständige Methode, man lernt dabei gnauso, kommt voran und kann vergleichen.

Ich weiß, dass hier drin einige sind, die eine Stinkwut haben auf wie du schreibst
"absolutistische und apodiktische Haltung". Manchmal kommt diese Wut so deutlich rüber, als hätten die Nichtgläubigen diese Haltung, die sie den Gläubigen vorwerfen. Und mancher hier, ich z. B. leide ungerechterweise unter dem, was manche andere dazu erfahren haben. Denn ich bin kein Glaubenstheseneintrüchterer, ich kenn sie nur, und wäge sie ab spreche darüber. Was ich privat damit mache weiß hier keiner und ich will auch niemand von meiner Handlungsweise überzeugen. Ich wäre froh, wenn das mal richtig verstanden würde und ich nicht alle Wut auf alle "Taliban"-Relgionen dieser Welt auf die Schultern geladen bekomme (das meine ich jetzt allgemein, nicht auf dich bezogen).

Gruß Sigi
 
Zuletzt bearbeitet:
@EuFrank

Das ist der große Unterschied zwischen uns beiden.

Du leitest Religiosität von Vernunft ab.

Ich leite meinen Glauben von meinem Gefühl in meinem Inneren ab.

Geht mir ähnlich ... und dennoch meine ich:

Ich denke mal, der "goldene Mittelweg" ist das Richtige. Da wir mit Verstand geboren wurden, wäre es auch sicher nicht richtig, ihn zu ignorieren, ebenso wie eine Überbetonung des Rationalen zu Einseitigkeit führt. Ich denke, ein Streben nach einer gewissen Harmonisierung der vielen Elemente, die wir in uns tragen, führt uns sicher weiter ........ und manche auch zu Gott.


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@EuFrank

Das ist der große Unterschied zwischen uns beiden.

Du leitest Religiosität von Vernunft ab.

Ich leite meinen Glauben von meinem Gefühl in meinem Inneren ab.

Tschudligung, viel mir nur grad so ein und dann noch zeitgleich mit Angelo: Wenn Vernunft und Gefühl zusammen harmonieren würden, dann wäre es die große Liebe.
 
Darf man Gott um etwas bitten?
- Wenn einem danach ist, warum nicht?

Mein Religionslehrer erklärte einmal, dass es sich im Grunde genommen beim Gebet auch um eine innere Zwiesprache mit sich selbst handelt und beim Bitten würde man sich selbst verdeutlichen, dass einem etwas ganz wichtig ist. Beides hätte auch etwas von Meditation und würde somit entspannen. Auch darum würde es vielen Christen gehen.
Gott sei kein Wunscherfüller sondern ehr eine Chance, sich selbst bewusster zu werden, wofür man selber als Mensch einstehen möchte.
- Hoffe, ich hab´das noch richtig auf die Reihe gekriegt. Schulzeit ist ja schon etwas her. *denk* Ja, so hat er das erklärt.

Fiel mir gerade so zum Thema ein.

LG
Landkaffee
 
Aber du willst doch nicht behaupten, dass einer, der an Gott glaubt, an Überliefertes glaubt kein guter Wissenschaftler oder Denker sein kann? Das meinte ich, das implizierte deine Äußerung. Das nicht festhalten an Überlieferten hat nebenbeigesagt ja nicht nur Fortschritt gebracht, sondern auch viel viel Unglück.

Ich rein persönlich, davon war ja hier noch gar keine Rede, wir diskutierten ja nur über reine Weltbilder, halte es so, dass ich das "Überlieferte" also die Bibel erst mal ernstnehme (Vertrauensvorschuss - der aber auf vorherigem Studium beruht) und dann in meinem Leben prüfe, ob sich das auch weiterhin lohnt. Ich finde, das keine verwerfliche geistig umnachtete rückständige Methode, man lernt dabei gnauso, kommt voran und kann vergleichen.

Ich weiß, dass hier drin einige sind, die eine Stinkwut haben auf wie du schreibst
"absolutistische und apodiktische Haltung". Manchmal kommt diese Wut so deutlich rüber, als hätten die Nichtgläubigen diese Haltung, die sie den Gläubigen vorwerfen. Und mancher hier, ich z. B. leide unter dem, was manche andere dazu erfahren haben. Denn ich bin kein Glaubenstheseneintrüchterer, ich kenn sie nur, und wäge sie ab spreche darüber. Was ich privat damit mache weiß hier keiner und ich will auch niemand von meiner Handlungsweise überzeugen. Ich wäre froh, wenn das mal richtig verstanden würde und ich nicht alle Wut auf alle "Taliban"-Relgionen dieser Welt auf die Schultern geladen bekomme (das meine ich jetzt allgemein, nicht auf dich bezogen).

Gruß Sigi

Ich käme im Traum nicht auf die Idee, daß einer , der an Gott glaubt, kein guter Wissenschaftler oder Denker sein kann. Das wäre in der Tat Anmaßung.
Die kompromißlose Härte und teiweise auch Häme, mit der die Glaubensdiskussionen hier geführt werden, sehe ich auch eher als unerfreulich. Es entwickeln sich auf beiden Seiten Wagenburgmentalitäten, wobei es für mich interessant ist, zuzusehen wie sich die Dinge hochschaukeln. Da gewinnt das Apodiktische auf beiden Seiten die Oberhand und dann wird es persönlich. Manch einer sollte sich argumentativ aber doch ein bißchen besser bestücken, bevor er hier ins Feld zieht. Das gilt für beide Seiten.


Und ja, man darf Gott um etwas bitten. Natürlich. Wenn man an ihn glaubt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin auch überzeugt, dass es nur Gottes Wunsch sein kann, dass Menschen von sich aus, nicht weil es jemand eintrüchtert, zu dem Schluss kommen, dies und das so und so zu tun.

Das ist auch meine Überzeugung.
Es ist ein Unterschied, ob ich ein und dasselbe glaube oder tue, weil andere (wer immer) dies von mir verlangen oder weil ich selbst dies für mich erarbeitet habe und es als mir entsprechend bejahe.




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Zu "Gott bitten" passt diese Evangeliumsstelle (Matthäus):

Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.



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Zu "Gott bitten" passt diese Evangeliumsstelle (Matthäus):

Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.
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Ja, danke 🙂! Du bist nicht der erste, der dieses BergpredigtZitat hier im Thread bringt. 🙂
 
Ich käme im Traum nicht auf die Idee, daß einer , der an Gott glaubt, kein guter Wissenschaftler oder Denker sein kann. Das wäre in der Tat Anmaßung. Danke.

Die kompromißlose Härte und teiweise auch Häme, mit der die Glaubensdiskussionen hier geführt werden, sehe ich auch eher als unerfreulich. Ich bekam oft das Gefühl, dass manch Ungläubiger entweder seinen Spaß daran hat.... oder es nötig hat, die Oberhand zu gewinnen.

Es entwickeln sich auf beiden Seiten Wagenburgmentalitäten, wobei es für mich interessant ist, zuzusehen wie sich die Dinge hochschaukeln. Das ist immer interessant, wenn man selbst nicht in die Mühle hineingerät und sich fragt, was tun? Alles auf sich sitzen lassen, melden oder das Gespräch suchen, was dann aber abgelehnt wird. Ich habe gelernt, dass künftig melden wohl besser ist, als ausdiskutieren wollen, wenn der andere daran gar kein Interesse hat, so ungern ich melde. Da gewinnt das Apodiktische auf beiden Seiten die Oberhand und dann wird es persönlich. Das könnte nur ein gerechter Richter entscheiden.

Manch einer sollte sich argumentativ aber doch ein bißchen besser bestücken, bevor er hier ins Feld zieht. Das gilt für beide Seiten. Schade, dass überhaupt jemand ins Feld zieht oder sich ins Feld gezogen fühlt (ja ich glaube so ist es richtiger). Wäre das nicht der Fall, müsste man nicht argumentativ bestückt sein, muss ja ein Schüler in der Schule auch nicht, weil er sich freut, dass ihm was beigebracht wird. Das ist die Kunst der Lehrer, dass sie anderen was beibringen und die freuen sich, fühlen sich nicht fertig gemacht, weil sie unwissend waren. Und allzuoft sind es ja nur andere Schlüsse, die man zieht und niemand dürfte jemandes Schlussfolgerung verlachen, dann würde sich jeder viel mehr öffenen und man könnt viel mehr voneinander lernen. Mit jeder Verachtung, schließt sich das Gegenüber. Außer Eu-Frank, der ist hartgesotten und erzählt mitten im Gefecht weiter seine glaubnes-intimen Fragen (gratuliere, starke Leistung) die andere so gar nicht verstehen wollen, in der Hoffnung, dass die die mit ihm reden wollen sich finden.

Ein Traum, ein Thread, in dem man sich gegenseitig wohlwollend austauscht, ruhig auch mit völlig anderen Richtungen, wohl auch mit Nichtbestückten und Bestückten. Aber ein Traum ist dazu da aufzuwachen und ihn beiseite zu legen. Na ja, immerhin versuchen die Mods mit Gewalt, das träumerische zu erhalten. 🙂


Und ja, man darf Gott um etwas bitten. Natürlich. Wenn man an ihn glaubt.

Gruß
Sigi
 
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