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Gesunder Umgang mit Religion = Hilfe im Leben?

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Und an vielen Sprüchen in Prediger ist was dran.

Ich habe gerade ein Zitat im Buch Kohelet (oder Prediger) gefunden, das wie ich finde sehr schön zu diesem Thread passt (Kapitel 3 Vers 11 in der Gute-Nachricht-Übersetzung):

"Dem Menschen hat er ein Bewusstsein von der Unendlichkeit der Zeit gegeben, aber von dem, was Gott in dieser unendlichen Zeit tut, kann der einzelne Mensch nur ein winziges Stück erkennen."

Das gefällt mir gut - gerade auf dem Hintergrund des religiösen oder weltverstehenden Pluralismus: keiner kann für sich beanspruchen, die ganze Wahrheit zu kennen. Daher lohnt es sich, das "winzige Stück" der anderen genau anzuschauen 🙂 und auch zu respektieren.
 
Hi Werner, du mutierst ja zu einem richtigen Bibelforscher!

Nein Quatsch 😀, aber der Text ist natürlich schon nachdenkenswert.

Für mich beinhaltet er das, was ich schon oft hier sagte, dass es Fragen gibt, die wir nicht beantworten können, können schon, dann aber nur aus unserer kleinen menschlichen Sicht und da sollte man lernen, sich auch mal mit Gotteskritik zurückzuhalten, obwohl sie einem oft auf der Zunge läge (meine jetzt nicht dich, sondern ganz allgemein).

Aber du wirst nicht überrascht sein, wenn ich dem Text einen anderen konträren hinzufüge, um das Bild rund zu machen:

Lutherbibel von 1877, Amos 3:7:

"Denn der Herr Herr (doofe Übersetzung: der Herr Herr 😱- Sigis Kommentar dazu) thut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis den Propheten, seinen Knechten"

Viele Grüße

Sigi
 
Aber du wirst nicht überrascht sein, wenn ich dem Text einen anderen konträren hinzufüge, um das Bild rund zu machen:

Das ist das Schöne an der Bibel (und an allen Texten, die sich mit dem Thema befassen, was heilig, absolut oder "göttlich" ist), dass man immer noch eine Perspektive finden kann, die konträr scheint, aber letztlich das Bild abrundet - wobei ich nicht glaube, das da zwei Texte genügen 😉

In einer Fortbildung malte ein Dozent einmal einen Kreis an die Tafel und schrieb rein: "Die Wirklichkeit". Dann zeichnete er viele Pfeile, die alle bis genau an den Kreis herangingen - das seien unsere Versuche, die Wirklichkeit in Worte zu fassen, zu erkennen, zu verstehen. Keiner davon könne über eine gewisse Grenze hinausreichen und "das Eigentliche" erfassen - aber alle zusammen ergäben ungefähr ein Bild davon, was die Wirklichkeit zumindest nicht ist.

Ich glaube, man könnte auch "Gott" anstatt "Die Wirklichkeit" in diesen Kreis schreiben ...

Zu den "Propheten" eine Frage an dich, Sigi: Denkst du, es gibt sie heute auch noch?
 
Hallo Werner, der vorausgesagte Prophet (neulich angeführt in 5. Mose) ist Jesus. Dieser hat dann nur noch den heiligen Geist verheißen, der dazu beitrug, dass die neue Christenversammlung gegründet wurde und auf die Nichtjuden verbreitert wurde.

Von da an gibt es keine Propheten mehr. Nur noch den "Feind" (wie Jesus sagte) der Unkraut säte und Gott, der beides bis zur Ernte wachsen ließ und Jesus, der bei den wahren Jüngern wäre, bis er wiederkäme, um sie beim Jüngermachen zu unterstützen, um die eingeführten Vorkehrungen, Ältestenschaften, Versammlugnen usw. zu segnen.

Und in dem letzten Bibelbuch, der Offenbarung heißt es, dass niemand dem bisher von Jesus Gesagten etwas hinzuzufügen hat, wer es tut, sei von dem besagten "Feind".

Bis dahin dass, was ich aus der Bibel dazu herauslesen kann. Und das wolltest du doch in dem Fall wissen oder?

Sigi
 
Nein - mich hätte eher interessiert, was du selbst dazu denkst 😉

In diesem Fall, Werner, denke ich das Gleiche, wie das, was ich herausgefunden habe.

Denn wenn ich an neue Propheten glauben sollte, bedeutet das, das die ursprünglichen fehlerhaft waren, wenn sie sagten, dass es keine neuen gibt. Das wiederum hätte zur Folge, dass ich alle in Frage stelle und dann hätte der Glauben an neue auch keinen Sinn mehr.

Sigi
 
Naja, Sigi,

das Alles infrage stellen hat bei mir - nach langem Suchen - erst recht zu einem Glauben geführt - den ihr ja soweit kennt.🙂

Peter
 
Denn wenn ich an neue Propheten glauben sollte, bedeutet das, das die ursprünglichen fehlerhaft waren, wenn sie sagten, dass es keine neuen gibt. Das wiederum hätte zur Folge, dass ich alle in Frage stelle und dann hätte der Glauben an neue auch keinen Sinn mehr.

Eine bestechende Logik!!!! Du hättest im Mittelalter einen hervorragenden Scholastiker abgegeben 🙂)

Würdest du diesen Satz denn auch einem Moslem sagen? Mohammed als "fehlerhafter Prophet"? Klingt ja fast wie bei Benedikt ...

P.S. Pete hat ja schon dazu geschrieben ... falls je mal dein scharfer Verstand logische Gründe findet, an deinem derzeitigen Glaubensgebäude zu zweifeln ... herzlich Willkommen im Club 😉
 
Gesunder Glaube - interessante Frage, die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat.
Für mich ist dies der Glaube an den lebendigen Gott, dessen Nähe ich spüren darf, von dem ich weiß, dass er auch dann da ist, wenn es in mir zu dunkel und zu leer ist, um ihn wahrzunehmen und der auf mich wartet, wenn ich eines Tages sterbe.
Der Gott, der in seinem Sohn zu uns Menschen kam und der immer an meiner Seite ist und trägt, wenn alles andere in mir und um mich herum einstürzt.
 
Für mich ist dies der Glaube an den lebendigen Gott, dessen Nähe ich spüren darf, von dem ich weiß, dass er auch dann da ist, wenn es in mir zu dunkel und zu leer ist, um ihn wahrzunehmen

Hallo Christa, schön, hier von dir zu lesen 🙂
wenn ich an die schlimmsten Krisenzeiten in meinem Leben denke, war es manchmal nur noch der Glaube an "Etwas", von dem ich hoffte, dass es da ist und dass mich mein Gefühl nicht trügt, dass die Welt nicht bodenlos ist. Und dass Licht immer stärker ist als Dunkelheit, dass die Dunkelheit vielleicht selbst gar nicht existiert, sondern nur die Abwesenheit des Lichts darstellt. Schön, wenn für dich dieses "Etwas" einen ungetrübten Namen hat.
Gruß, Werner
 
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