Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Gesunder Umgang mit Religion = Hilfe im Leben?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Und ich denke fortschreitend mit dieser Globalisierung auch des Gemüts der Menschen, wird sich nen relativ einheitliches zusammengemischtes Glaubensverständnis entwickeln.

Wobei natürlich auch neue Religionen entstehen können im Gegensatz zu "neuen Menschen". Die Anthroposophie ist für mich so ein Beispiel - obwohl aus Bausteinen zusammengesetzt hat sich doch etwas "Eigenes" entwickelt.
 
nehmen wir das christentum: während die großen kirchen (kath., ev.) stagnieren, erhalten freikirchen sowie 'sekten' immer mehr zulauf.
vor allem in südamerika.
 
erhalten freikirchen sowie 'sekten' immer mehr zulauf.
vor allem in südamerika.

Das könnte auch mit deren größerer Nähe zum Volk zu tun haben und dass deren Führer nicht mit der gesellschaftlichen Oberschicht identifiziert werden, die als Verantwortliche für die breite Armut gesehen wird. Und durch die strengen Regeln und den Druck, ein moralisch hochwertiges Leben (in deren Interpretation) zu führen, sehen viele dort eine Chance auf Aufstieg, Wohlstand und Befreiung von Drogenabhängigkeit etc. Zudem ist der Zusammenhalt in diesen Gruppen recht hoch und ersetzt die fehlenden Großfamilien.

Ich denke, der Glaube selbst spielt da weniger die Hauptrolle - da könnte auch eine Gruppe wie die Hamas auftreten und soziale Dienste leisten.
 
Wenn wir die Freiheit einfordern, müssen wir auch die Freiheit zugestehen, die Freiheitsoption abzulehnen (solange wir selbst "frei" bleiben dürfen).

Auf genau die Freiheit, frei bleiben zu dürfen, kommt es mir an. Leider würden viele streng religiöse Menschen genau diese Freiheitsoption am liebsten abschaffen wollen. Und sie wird in der Regel auch abgeschafft, wenn eine religiöse Strömung es schafft, die Macht an sich zu ziehen.
 
Ja, stimmt 🙂! Dir kann ich auch oft geistig nicht folgen.
Ohje, Frank 🙂

Ich gehe von einem im Ursprung unentwickelten Jenseits aus, in dem das Bewusstsein herrschte: Ich bin. In welchem aber eine Weiterentwicklung nicht ging. Dazu bedurfte es der Materie, um in Situationen festzustecken, Gut und Böse, Leid und Freude, Liebe und Hass, Täter und Opfer, Herrscher und Untertan - all das und noch mehr zu erfahren, daran zu wachsen oder zu zerbrechen, in mehreren Menschenleben, und so zu Reife und Erkenntnis zu kommen. Jeder auf seine individuelle Art.
Und ich gehe nicht von einer Hierarchie aus, dass das Jenseits oder gar "Gott" uns übergeordnet wäre oder über uns zu richten hätte. Nein. Wie schon gesagt, für mich ist Gott ALLES WAS IST - und das Jenseits uns wohl näher als wir denken - ALLES IST EINS, wenn wir es denn zulassen können.
Für mich gibt es keinen Tod - jeder Tod in der einen Welt ist eine Geburt in der anderen. Das Jenseits verändert sich mit den Erfahrungen, die wir als Menschen machen - allerdings kann niemand für einen andreren Erfahrungen sammeln. Daher hat und entwickelt jeder auf seinem Weg zu Reife und Erkenntnis seine eigene Individualität. Der Weg (dazu) ist das Ziel ? Ich denke, ja.

Peter
 
Muss grad etwas schmunzeln über eure Diskussion 🙂

Eigentlich bin ich doch der mit den komplizierten Gedankengängen, mit dem ganzen Hintergrund warum ich nicht an einen Gott als Person glaube - dazu drück ich mich meist auch noch recht knapp aus.

Naja, mein Fazit zum Thread ist ähnlich wie das von Frank: Nach seinen Erkenntnissen handeln - ist das beste. Selbstständig, und nicht nach den Erkenntnissen von religiösen Vordenkern. Die muss man mit Verstand lesen.

Kann man auch seinen Kindern vermitteln - dass es angstfrei geht, an ein Jenseits zu glauben, egal ob es eine Überperson "Gott" gibt, oder nicht.

Peter

Hallo Pete,

da kommen zwar noch soviel Kommentare, aber ich fang mal hier an, weil ich natürlich nicht den Eindruck erwecken will, dass ich für indoktrinierte Religionsausübung bin.

Das beste ist natürlich, wenn man nach seinen Erkenntnissen handelt, alles andere ist sowieso kindlich, halt noch nicht erwachsen.

Es dauert im Leben eines Menschen, bis er soweit ist. Es ist doch auch so, dass viele Indoktrierungen mit nicht religiösen schlechten Dingen stattfinden, nicht nur von Sekten oder Religionen. Um so "kleiner" man ist, um so mehr braucht man Befehle, Muster, und um so älter man wird, um so mehr sollte man diese durchdenken.

Ideal (ist nur meine Meinung) ist es, wenn man religiöse oder göttliche Anweisungen in Übereinstimmung mit seinen eigenen Erfahrungen bringen kann und für nützlich hält, weil man selbst zu dem Schluss gekommen ist. In der Zwischenzeit schwankt man zwischen Besserwisserei Gott gegenüber und Indoktrinierung (huch gewagter Satz, aber ich lass ihn mal stehen).

Letztlich ist es mit dem Gott wie mit den Eltern. Um so mehr wir heranwachsen, um so mehr hinterfragen wir sie früher oder später.
Wer nur nach den Schablonen eines Sechsjährigen läuft, wird früher oder später scheitern (genauso ist es wenn einer indoktriniert ist). Wer aber meint, A L L E S was die Eltern sagten ist schädlich für ihn, ist vielleicht auch noch nicht alt genug, um das zu beurteilen.

So, das nur zu meiner derzeitigen Sicht. Bin nun gespannt auf die deinem Thread folgenden Stellungnahmen. Bis dann.

Sigi
 
Ja, so sehe ich das auch.

Ein passendes Bild ist für mich folgendes: Als Individuum bin ich wie eine Pflanze in einem Gewächshaus bzw. einem großen Topf (die Umgebung, in der ich heranwachse). Nun werde ich erwachsen und muss schauen, in welchem Boden und welcher Gegend im "Freiland" ich meine Wurzeln schlagen und (über)leben kann.

Da geht es nicht darum, was "für alle Pflanzen" richtig oder gut ist - sondern für mich selbst PASSEND. Dieses "passend" scheint mir das Schlüsselwort zu sein - gerade auch in geistigen Dingen. Es gibt sicher viele Menschen, zu denen ein katholischer Glauben passt - sonst würden nicht so viele ihn wählen. Zu anderen passt es besser, an keinen Gott zu glauben, zu wieder anderen, sich darüber überhaupt keine Gedanken zu machen.

Wichtig finde ich daher, dass man sich die Wahl lässt - und natürlich auch seinen Kindern. Glauben als Angebot, also Option, nicht als ein "Muss". Wenn ein Glaubenssystem diese freie Wahl nicht anbietet und stattdessen bei der "falschen Wahl" mit sehr unangenehmen Konsequenzen (im jetztigen und künftigen Leben) droht, verunmöglicht es meiner Meinung nach einen "gesunden" Umgang schon im Ansatz.

Hallo Werner, was du schreibst, klingt natürlich sehr nach jemand, der schlechte Erfahrungen gemacht hat mit dem Überstülpen von Glauben und ist aus dieser Sicht nur folgerichtig.

Wenn ich aber einen lebendigen Gott voraussetze, kann der wohl nicht denken, dass es gut für den Menschen ist, wenn jeder ihn auf andere Weise sieht. Er kann dies bestenfalls aushalten. So wie du auch nicht möchtest, dass dich jeder anders sieht, von deinen Freunden möchtest du schon, dass sie dich annähernd so sehen, wie du dich auch siehst . . .

Sigi
 
Ich erlebe aber gerade bei sehr religiösen Menschen immer wieder, dass sie ausgerechnet diese Wahlfreiheit kritisieren. Ihrer Ansicht nach sei Religion kein Gemischtwarenladen, in dem man sich die passenden Bausteine zusammensuchen könne, sondern Religion wäre eindeutig und verbindlich, ehern und festgezimmert. Und die Bibel (bzw. die jeweilige religiöse Basisschrift) wäre das Korsett; der Maßstab aller Dinge; unveränderlich auf ewig, da Gottes Wort.

Aber genau das macht Religionen aus meiner Sicht so starr und auch unerbittlich.

Nicht zwangsläufig das was in der Bibel steht ist starr und unerbittlich, sondern wie ich schon schrieb, kann es auch sein, dass Menschen vergessen, die Dinge zu hinterfragen, so wie wir als Heranwachsende die Meinungen unserer Eltern hinterfragen und dann nicht mehr gehorchen wollen, weil sie es sagen, sondern weil wir es verstehen. Und manchmal verstehen wir dann sogar sie oder übertragen, irgendwelche Gottesgebote.

Nicht das sture Gebot ist maßgebend, sondern die Liebe der Eltern, die einen damit vor etwas beschützen wollen.

Aber jeder ist natürlich unterschiedlich weit darin . . . jeder, du, ich und andere haben immer wieder noch Schritte vor sich, dies ist keine Anklage, nur ein Versuch, eine Situation aufzuzeigen.

Sigi
 
Wobei natürlich auch neue Religionen entstehen können im Gegensatz zu "neuen Menschen". Die Anthroposophie ist für mich so ein Beispiel - obwohl aus Bausteinen zusammengesetzt hat sich doch etwas "Eigenes" entwickelt.

Warum ist das so?

Weil viele Menschen zu Eu-Franks Meinung neigen: Ein Gott ist mögich oder auch nicht.

Losgelöst von allen Offenbarungen bauen wir uns unsere Götter (Religionen) selbst.

Wenn es aber einen Gott gäbe, dann muss der die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, was die Menschen da basteln.
Und er muss sich meine Anklage gefallen lassen (sag jetzt meine, damit nicht wieder ein Missverständnis aufkommt):

Seine Offenbarungen sind minderwertig, weil man sich ja scheinbar auf nichts verlassen kann, also entweder er ist nicht in der Lage, sich so zu offenbaren, dass man ihn wirklich wahrnehmen kann, anbeten kann (schwacher Gott, ob ich den will) oder das Ganze ist Absicht, dann will er gar nicht, dass wir ihn kennenlernen (puh, mit so einem tät ich mehr sehr schwer) oder er will sehen, wie wir herumbasteln (auch nicht gerade ein tolles Gefühl). Oder wir sind schuld, nicht die Offenbarungen, weil wir sie nicht wie kleine Kinder aufnehmen (wie Jesus empfahl), sondern meinen, wir müssten sie im Laufe unseres Erwachsenwerdens alle abändern, wie so Kinder in der Pubertät das tun.

Ja was denn nun?

Ach so, es könnte ja auch sein, dass es gar keinen Gott gibt.
Dann, ja dann, basteln wir alle umsonst an unseren persönlichen "Götzen" (Religionen) herum.

Irgenwie eine fatale Lage.

Ich persönlich habe lange versucht, zu glauben, dass man Gott nicht all das Negative zuordnen sollte, sondern, dass er sich sehr wohl verständlich offenbart hat, dass nur wir das nicht annehmen wollen und dass es von Fundamentalisten und Extremisten und unreifen Leuten, die es wie Ketten benutzen, so versaut wurde, dass es wirklich unannehmbar aussieht.

Schwierige Lage, oder?

Hoffentlich versteht das jetzt wer.

Sigi
 
Seine Offenbarungen sind minderwertig, weil man sich ja scheinbar auf nichts verlassen kann, also entweder er ist nicht in der Lage, sich so zu offenbaren, dass man ihn wirklich wahrnehmen kann, anbeten kann (schwacher Gott, ob ich den will) oder das Ganze ist Absicht, dann will er gar nicht, dass wir ihn kennenlernen (puh, mit so einem tät ich mehr sehr schwer) oder er will sehen, wie wir herumbasteln (auch nicht gerade ein tolles Gefühl). Oder wir sind schuld, nicht die Offenbarungen, weil wir sie nicht wie kleine Kinder aufnehmen (wie Jesus empfahl), sondern meinen, wir müssten sie im Laufe unseres Erwachsenwerdens alle abändern, wie so Kinder in der Pubertät das tun.

Ja was denn nun?
Suchet, so werdet ihr finden, Sigi 🙂
Wenn wir wüssten, was Wahrheit ist, könnten wir uns das Menschsein wohl ersparen.
Das wir unsren Verstand ein wenig beim Suchen benutzen müssen, und nicht irgendwelchen Vordenkern blind folgen - ist das wirklich eine fatale Lage ? 🙂

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben