Wobei natürlich auch neue Religionen entstehen können im Gegensatz zu "neuen Menschen". Die Anthroposophie ist für mich so ein Beispiel - obwohl aus Bausteinen zusammengesetzt hat sich doch etwas "Eigenes" entwickelt.
Warum ist das so?
Weil viele Menschen zu Eu-Franks Meinung neigen: Ein Gott ist mögich oder auch nicht.
Losgelöst von allen Offenbarungen bauen wir uns unsere Götter (Religionen) selbst.
Wenn es aber einen Gott gäbe, dann muss der die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, was die Menschen da basteln.
Und er muss sich meine Anklage gefallen lassen (sag jetzt meine, damit nicht wieder ein Missverständnis aufkommt):
Seine Offenbarungen sind minderwertig, weil man sich ja scheinbar auf nichts verlassen kann, also entweder er ist nicht in der Lage, sich so zu offenbaren, dass man ihn wirklich wahrnehmen kann, anbeten kann (schwacher Gott, ob ich den will) oder das Ganze ist Absicht, dann will er gar nicht, dass wir ihn kennenlernen (puh, mit so einem tät ich mehr sehr schwer) oder er will sehen, wie wir herumbasteln (auch nicht gerade ein tolles Gefühl). Oder wir sind schuld, nicht die Offenbarungen, weil wir sie nicht wie kleine Kinder aufnehmen (wie Jesus empfahl), sondern meinen, wir müssten sie im Laufe unseres Erwachsenwerdens alle abändern, wie so Kinder in der Pubertät das tun.
Ja was denn nun?
Ach so, es könnte ja auch sein, dass es gar keinen Gott gibt.
Dann, ja dann, basteln wir alle umsonst an unseren persönlichen "Götzen" (Religionen) herum.
Irgenwie eine fatale Lage.
Ich persönlich habe lange versucht, zu glauben, dass man Gott nicht all das Negative zuordnen sollte, sondern, dass er sich sehr wohl verständlich offenbart hat, dass nur wir das nicht annehmen wollen und dass es von Fundamentalisten und Extremisten und unreifen Leuten, die es wie Ketten benutzen, so versaut wurde, dass es wirklich unannehmbar aussieht.
Schwierige Lage, oder?
Hoffentlich versteht das jetzt wer.
Sigi