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Paranoide Persönlichkeitsstörung

Danke Sissy, wahrscheinlich hast Du Recht, es gibt keinen "Ausweg", aber ich werde mein ganzen Leben mit ihm zu tun haben müssen, er ist der Vater meines Kindes...
Es ist alles sehr traurig, da ich auch noch Gefühle habe für Ihn, aber wie jemand hier treffend schrieb: Irgendwann siegt hoffentlich die Vernunft über die Gefühle... jedenfalls wäre es in diesem Falle wirklich gesünder.

Ich wollte auch noch auf einen guten Bericht zur Paranoiden Persönlichkeitsstörung aufmerksam machen, den ich im Netz gefunden habe:

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/pdf/Paranoide(wahnhafte)Persoenlichkeitsstoerung.pdf
 
Hallo 🙂

zufällig bin ich vor ein paar Tagen auf euren Thread gestossen und habe ihn mit großen Interesse gelesen.

Auch ich war 1,5 Jahre mit einem Mann zusammen der genau diese Merkmale einer PPS aufweist.
Momentan hat er sich mal wieder getrennt, da ich ja so böse bin, sein Leben zerstören würde bzw hätte und einfach nur krank im Kopf sei. Für mich gibt es dieses Mal definitiv kein zurück mehr. Ich habe einfach keine Kraft und Nerven mehr, seine spielchen die er mit mir Spielt mit zu machen.

In diesen 1,5 Jahre sind so viele Sachen passiert wo ich manchmal echt einfach nur dachte "ich steh im Wald" oder ich war so Sprachlos, was für ihn dann natürlich ein Eingeständnis war, weil ich ja dazu nichts sagte.
Er hat Sachen verdreht, mir Sachen unterstellt, Sachen erfunden, mich aufs tiefste beleidigt auch vor Anderen Personen, mich schlecht gemacht vor Anderen mir Misstraut, behauptet ich würde nur Lügen und betrügen und wäre Streitsüchtig...manchmal war es echt einfach nur unfassbar und ich hab die Welt nicht mehr verstanden. Fragte ich ihn mal im Streit: bitte begründe doch mal wie du darauf kommst oder nenne mir mal ein Bespiel. Konnte er nichts zu sagen oder es kam: du weisst ganz genau was ich meine, tu bloss nicht so.

An allem war nur ich Schuld, egal was ich tat, wie ich es tat oder was ich sagte. Es war immer Falsch, alles was er tat war immer richtig. Ich musste mich auch immer für meine "Fehler" entschuldigen, tat ich es nicht war er Tagelang beleidigt. Er hingegen hat sich nie für irgendwas entschuldigt oder selber eingesehen das es vielleicht an ihm liegt. Es kam auch ein paar Mal zu körperlichen Attaken, auch daran war ich natürlich selber Schuld am Ende, weil ich so durchgedreht wäre und er mich nur Stoppen wollte. Er schlug mir mit der Fernbedienung auf den Kopf, würgte mich...usw also ich glaube echt, er scheint ein total anderes Bild in seinem Kopf von sich zu haben als er wirklich ist. Es sind so viel Sachen in dieser kurzen Zeit passiert, ich verstehe nicht wie man so sein kann. Ich liebe ihn immer noch überalles und vermisse ihn sehr aber ich möchte ihn nie nie wieder in meinem Leben haben...weil nicht ich habe ihn kaputt gemacht mit meine Art und Weise sondern er mich. Ich war 12 Jahre in einer Beziehnung vorher und das was ich nun mit ihm Erleben durfte kenne ich nicht.

Es ist soviel passiert, ich kann es eigentlich immer noch nicht wirklich glauben, auch nicht warum ich das alles so lange mitgemacht habe...danke fürs Lesen :-(

Liebe Grüße Van
 
Ich bin nach längerer Zeit mal wieder zu diesem Thread zurückgekehrt, da ich heute Abend mal wieder über das Thema nachgedacht habe und mit meinem Partner darüber gesprochen habe. Vielleicht ausgelöst dadurch, dass ich meinem Ex vor ein paar Tagen im Supermarkt über den Weg gelaufen bin. Ich habe eben Vans Beitrag gelesen, erstmal dazu:

In diesen 1,5 Jahre sind so viele Sachen passiert wo ich manchmal echt einfach nur dachte "ich steh im Wald" oder ich war so Sprachlos, was für ihn dann natürlich ein Eingeständnis war, weil ich ja dazu nichts sagte.

Das hat mich total in die Vergangenheit mit meinem Ex (der eine PPS hat) zurückversetzt. Ich habe wieder dieses Gefühl von Eingezwengtsein bekommen beim lesen, dass diese in-die-Ecke-treib-Logik bei mir ausgelöst hat. Bei meinem Ex war es so, dass er als Eingeständnis deutete, dass ich mich übers eine (unberechtigten) Vorwürfe aufregte. Angeblich würde ich ruhig bleiben, wäre an den Vorwürfen nichts dran. Auch wenn die Argumentationen oft völlig unlogisch waren, hatte ich häufig keine Chance dagegen anzureden.

Und entschuldigen musste ich mich auch regelmäßig bzw. eingestehen, dass er recht hat, oft gab er bis dahin keine Ruhe. Wenn ich so nachdenke, gleicht das einer Gehirnwäsche.



Der Gedanke, der mich heute Abend beschäftigt hat, war, wie lange diese Beziehung noch Nachwirkungen gezeigt hat (und es immer nocht tut). Direkt danach war ich lange ziemlich fertig und leider liebte ich ihn immer noch, auch wenn ich -rational- wusste, dass diese Beziehung keinen Sinn mehr ergab. Ich habe mir dann auch gesagt -auch wenn ich in Artikeln wenig optimistisches las, was das Krankheitsbild angeht und trotz der Warnungen hier in diesem Thread - , dass ich die Hoffnung nicht aufgegeben würde. Ich habe gedacht, ich werde ihn weiter lieben und hoffen, dass er durch die Therapie (in die er sich kurz nach unserer Beziehung wegen Prüfungsangst begeben hatte), vielleicht auf die Störung gestoßen werden würde. Dass er akzeptieren würde, dass mit ihm etwas nicht stimmt und daran arbeiten würde. So dass vielleicht irgendwann wieder eine Beziehung möglich sei.

Ich hatte nach ihm andere Partner, doch im Nachhinein betrachtet, waren das keine wirklich ernsthaften Beziehungen. Jetzt bin ich aber seit einem halben Jahr mit jemand zusammen, mit dem das anders ist. Und ich merke, dass ich mich nun endgültig von meinem Ex lösen muss. Ich halte zwar bewusst nicht mehr an ihm fest, doch es scheint mir, als arbeite mein Beschluß, 'die Hoffnung nicht aufzugeben' immer noch in meinem Unterbewusstsein.

Mein Ex hat tatsächlich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung bekommen, doch sein Verhalten hat sich nicht großartig geändert, so wie ich das in unseren wenigen Gesprächen nach der Trennung erahnen konnte. Außerdem liebe ich ihn nicht mehr, insofern bin ich schon über ihn weg.

Doch auch nach all der Zeit hängt mir diese Beziehung noch nach. Kennt ihr das, dass es euch bei eurem Partner mit PPS besonders schwer fiel, diese Beziehung zu verarbeiten und hinter euch zu lassen?

Ich habe auch andere Beziehungen gehabt, da kenne ich das so nicht. Ich denke, es ist einfach eine traumatische Erfahrung. Und da ich mich ja auf viele Diskussionen einließ und ihn -trotz haarsträubender Ansichten- noch ernstnahm, hat er mich auch beeinflußt. Die Beziehung hat mir ein gutes Stück meiner Selbstachtung genommen und mich an mir zweifeln lassen. Das musste erst wieder 'heilen' und das dauert wohl....hm. *nachdenklich*

Es hat mir geholfen, die Krankheit besonders durch dieses Forum, zu verstehen. Doch leider tat ich das ja erst im Nachhinein. Ich merke, dass diese 2 Jahre mit meinem PPS-Ex schon ziemlich tiefe Wunden hinterlassen haben. Dagegen hilft es auf jeden Fall, eine gesunde Beziehung zu haben, in der ich gut behandelt werde. Ich bin froh, dass ich mich darauf so langsam einlassen kann. 🙂

edit: Irgendwer hat es weiter oben geschrieben, durch so eine Beziehung wird man zerstört. Da man ja bedingungslos eine kranke Sichtweise unterstützen soll und dazu mit teils barbarischen Mitteln getrieben wird, muss man ja Teile von sich selbst aufgeben/in Frage stellen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist das wirklich grausam.

Ich frage mich immer wieder, warum ich das mitgemacht habe und nicht für mich gleich auf der Hand lag, dass seine Reaktionen völlig überzogen sind. Doch er hat es oft eben auch ziemlich intelligent angestellt, mich ins Unrecht zu stellen.

Ich kann es nicht rückgängig machen, bloß das, was durch diese Beziehung zerstört wurde, wieder gut machen. Und ich bin froh, dass ich mich mittlerweile weitgehenst aus seinem 'Bann' befreit habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gast Elisabeth
hoffe du liest das
habe das auch so wie du gedacht das unser Sohn ja seinen Vater braucht und hab versucht unsere Ehe zu retten aber habe jetzt vom Jugendamt und Psychologin (Gutachterin vom Gericht bestellt wegen etliche Verfahren die er anstrebte) gesagt bekommen das das Verhalten von mein Mann Kindeswohl gefährdent ist und Ich soll jetzt zum Psychologen gehen.... Mein Mann ist nach wie vor der Meinung das er keine Probleme hat diese wollen wir ALLE ihn nur einreden und ich bin ja die Böse und er der arme.... aber so soll es oft sein die Leidtragenden (Ehepartner und Kinder) sind in Therapie aber nicht der Erkrankte... habe lange gedacht das er ja krank ist und in seinen Wahn vieles nicht wahr nimmt und immer gehofft das er wieder der alte wird (das erste Jahr war er bis auf ein Paar Macken ganz "Normal").... sogar ein schlechtes gewissen gehabt weil ich mich getrennt hatte... aber es bringt alles nichts solange ER nicht sein Problem erkennt... habe mich jetzt entschieden das mein Mann nicht krank ist so wie er das ständig behauptet und all sein Bloßstellen, Verachtungen, Drohungen, Unterstellungen und Lügen jetzt auch so wahr nehme als Bewusste Handlung die er nicht mehr gut machen kann.....
 
Hallo liebe Betroffene,

ich bin zufällig auf diesen Beitrag gestoßen, da ich in der gleichen Situation steckte und immer noch stecke. Leider habe ich nicht alle Beiträge gelesen, dies werde ich aber demnächst nachholen. Ich wollte einfach meine Erfahrung mit einer PPS Person aufschreiben…es ist keine Diagnose nur eine Vermutung, dass meine noch Exfrau diese Störung hat.
Über diese Störung habe ich erst vor einer Woche erfahren, weil die Trennung, die schon 7 Monaten dauert, mich nicht loslässt. Kein Kontakt, keine Versöhnung nichts…Es ist auch keine Suche nach einer Schuldzuweisung…doch seit dem ich mich mit dieser Störung beschäftige, erkenne ich zu 100% das Verhalten meiner Exfrau wieder.
Ich, der schon immer als ein fröhlicher und hilfsbereiter Mensch gewesen bin, bin innerhalb von nur 6 Monaten(Dauer der Ehe) zu einem Wrack geworden. Ich kann immer noch nicht begreifen, wie ein Mensch einen anderen so psychisch und physisch zerstören kann. Jede neutrale Diskussion oder Unterhaltung führte zu einem Streit...weil keine andere Sichtweise außer ihrer akzeptiert wurde, auch wenn sie mit dieser falsch lag. Dies führe dazu, dass ich mich dann aus allem raus gehalten habe, was wiederum nicht richtig war. Ich weiß ich bin nicht perfekt doch wenn ich meine Fahler sehe, gebe ich diese zu und entschuldige mich dafür, auch verzeihe ich einem Menschen. Von ihrer Seite kam niemals eine Entschuldigung, wie denn sie hatte immer Recht. Auch meine Freunde, die ich schon seit über 20 Jahren kenne, wurden von ihr grundlos auseinander genommen, nach dem Motto „Was hast Du denn für schreckliche Freunde?“
Sie hat in der letzten Zeit oft ihre Arbeitsstelle gewechselt, mit der Begründung sie wird gemobbt. Ich habe immer Verständnis für ihre Entscheidung gezeigt, doch im nach hinein bin ich der festen Überzeugung, sie hat diese Konflikte selbst verursacht. Alle anderen sind schuld. Auch mir wurde die Schuld für alles gegeben…jeder Mensch hat eine gewisse Grenze, ab welcher ein natürlicher Schutz einsetzt und sich zu wehr setzt, denn diese Menschenverachtung hält niemand aus. Dies führt aber ausnahmsweise zur Verstärkung des Symptoms. Das schlimmste aber, ist, dass so eine Person alles verdrehen kann und man glaubt, man hat selbst ein psychisches Problem und ist für die ganze Situation verantwortlich.
Ich hatte genug vom Bloßstellen, Verachtungen und Verdrehung also bin ich aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Ich weiß vielleicht war dies ein Fehler, ich wollte die Ehe nicht aufgeben, doch wie lange kann ein Mensch so was aushalten…2-3 Jahre.
Mir geht es wieder besser…ich lache, bin wieder fröhlich und sehe wieder blendend aus. (In den 6 Monaten bin um 10 Jahre gealtert)
Trotz der Situation, liebe ich meine Noch-Ehefrau immer noch. Hätte ich dieses Wissen über PPS würde ich vielleicht anders handeln. Da sie eine Person ist, die sich weder entschuldigt noch verzeiht geschweige versöhnen will (typisch für PPS), bleibt mir nichts anderes übrig als ein neues Leben mit einer normalen Person aufzubauen
 
Ein kleiner Nachtrag zum meinem Vorpost.

Wow wenn ich mehr und mehr eure Beiträge lese, kann ich nicht fassen, welche Parallelen es gibt. Es ist immer noch schwer zu begreifen wie solche Menschen ticken.

Der Verfolgungswahn, normale Spaziergänge, ständig hat man ein Kommentar gehört „Wieso starren mich alle an“

Das Mobbing Opfer, auch wenn sie schon mehrere Arbeitsstellen gewechselt hat, gab es keine Arbeitsstelle, wo sie nicht gemobbt worden ist. Ich habe es nie verstanden, schließlich habe ich auch mehrere Arbeitsstellen hinter mir und kam immer mit den Mitarbeitern klar. Natürlich gab es Personen, die einem unsympathisch waren, aber man muss miteinander auskommen und zusammen arbeiten. Natürlich in ihrer Situation ist jeder böse.

Park and Ride Parkhaus…Das Personal dort hat das Recht nach einer Fahrkarte zu fragen, wenn der Verdacht besteht, dass Jemand schwarz fährt (Ist als Hinweisschild vor der Einfahrt angebracht)…Sie drehte alles um, als ob dieses Personal sie belästigen würde. (sie fuhr tatsächlich schwarz und das kam mehrmals vor) Gut ich wollte hinter ihr stehen und habe den Service angerufen und mich über die Mitarbeiter wegen Belästigung beschwert…hätte ich das nicht getan, würde sie mir vorwerfen ich halte nicht zu ihr.

Verschwörungstheorien ohh man jede negative Nachricht auf der Welt wurde als Komplott interpretiert. Es war schon verrückt. 11 September, Wikileaks…vielleicht ist was dran. Doch wenn man jede Folge von Aktenzeichen XY nicht verpassen will, und jeden Fall vielleicht auf seine Umwelt projiziert entwickelt eine Person ein abnormales Verhalten. Die Eingangstür sollte ein Vorhängeschloss bekommen…ahh was, direkt eine Panzertür. Fensterscheiben wurden mit Klarsichtfolie beklebt, damit Niemand reingucken kann (3 Stock). Ich sage euch Paranoia.

Es war nicht genug, also wer ist die nächste Person, von der man bedroht wird. Klar…Der eigene Partner oder die Familie des Partners…Meinem Bruder wurde der Besuch verwehrt, weil er sooooo böse ist. Und die Begründung „Ich will meine Privatsphäre haben“ aber ihre Freundin konnte sie besuchen.

Sie hatte einen chirurgischen Eingriff…da ich wusste, dass es ihr unangenehm war, habe ich es niemandem erzählt (Privatsphäre)…danach wurde alles so umgedreht und zum Vorwurf gemacht, dass sich keiner nach ihrem Wohlbefinden erkundet hat. Wie denn, wenn Niemand davon gewusst hat. Tja hätte ich vielleicht die Information weiter gegeben, wären Anfragen zum Wohlbefinden gekommen, doch dies wäre ein Grund mir einen Vorwurf zu machen, wieso ich ihre Privatsphäre verletzt und über ihre Operation mit anderen Menschen geredet habe

Man dreht sich im Kreis. Viele sagen vielleicht „Hej Typ wieso hast Du keinen Ar… in der Hose“, ohhh den habe ich…doch Konversation oder der Versuche irgendwelche Kompromisse zu machen, führten zum Streit. Irgendwann kommt die Resignation. Der Selbstschutz beginnt. Man sagt nichts mehr, oder reagiert schon genervt weil es wieder irgendwas nicht passt…Dies führte dazu, dass mir vorgeworfen wurde, ich hätte ein Problem und muss zur Therapie. Es kommt der Zeitpunkt und man denkt wirklich mit einem stimmt was nicht. Nun es gab nur einen Ausweg…die Reisleine ziehen…es war ein Befreiungsschlag…denn wäre der Terror weiter gegangen, wäre ich in der Psychiatrie gelandet oder ich hätte ihr eine geknallt… Solche Menschen sind pures Gift. Natürlich in ihren Augen bin ich der Böse...mit welchem Recht habe ich es gewagt auszuziehen, ich bin derjenige mit PPS und bla bla bla. Ich weiß ich bin nicht perfekt aber ich kann mein Verhalten reflektieren, über meine Fehler nachdenken, mich entschuldigen (Habe ich sehr oft gemacht, obwohl ich mir nichts zu Schulden kommen lies), verzeihen, versöhnen, aus Fehlern lernen…Von ihr kam nie eine Entschuldigung, denn alles was sie machte, war richtig.

Naja es tut so gut dies aufzuschreiben. Und von Mitleidenden zu lesen…Es sind nicht nur Männer, die eine paranoide Persönlichkeitsstörung haben, Frauen sind auch betroffen. Diese wird aber den Männern oft schneller angehängt.

Trotz der Erfahrung, liebe ich sie immer noch, und hoffe, dass ihre Therapie ihr hilft.
 
Hallo. Ich bin 20 Jahre alt, weiblich und lebe mit meinem Bruder (17 Jahre) bei meinem Vater. Meine Eltern sind schon 12 Jahre getrennt. Aus der Sicht meines Vaters, sei meine Mutter daran Schuld und ein "böser Mensch". (Er hat mittlerweile auch schon seit 10 Jahren eine neue Freundin. Das hält ihn aber nicht davon ab, immernoch seinen Hass gegen meine Mutter zu äußern. Seine Freundin hat selber noch eine eigene Wohnung und beide sehen sich relativ wenig und sie bekommt die Situation hier zu Hause auch nicht in dem Ausmaß mit.)
Bis ich ca. 17/18 war, haben wir noch im Wechsel eine Woche bei meinem Vater gelebt und die andere dann bei meiner Mutter. Die Woche während ich bei meinem Vater war, hat er genutzt, um uns Kinder gegen unsere Mutter regelrecht aufzuhetzten. Leider auch mit Erfolg. Ich ging voller Aggressionen in die Woche, die ich bei meiner Mutter verbrachte. Es artete mit der Zeit immer weiter aus. Bis ich dann vor ca. 3 Jahren ganz zu meinem Vater zog. Ich erkannte bis dahin noch nicht, die manipulative Wirkung meines Vaters. Mittlerweile halte ich es hier kaum noch aus. Habe selber schon Panikattacken entwickelt, zu Hause stets die Angst, dass er gleich wieder um die Ecke kommt und mich "fertig macht".
Ich gehe seid kurzem zu einer Psychotherapeutin..verspreche mir einiges von der Therapie. Merke selber, wie ich oft an mir zweifel, obwohl ich eigentlich weiß, dass die Argumente meines Vaters sinnlos, paradox und widersprüchlich sind.. es berührt mich trotzdem immer wieder.
Das Schlimme ist auch, dass er Menschen die ich liebe, wie Oma und Opa (die nebenan wohnen) und meinen Bruder gegen mich aufbringt. Regelmäßig Schlechtes über mich erzählt und er ist wirklich gut im manipulieren und oft bekomme ich dann auch von den Anderen zu hören, was ich falsch mache. Aber andererseits wissen auch Oma und Opa und mein Bruder, wie ich bin.. Das ich zwar nicht alles "richtig" mache, aber dass sie mir auch zeigen, dass sie mich nicht für einen aktiv bösen Menschen halten. Dennoch kommt es hin und wieder auch vor, dass ich aus ihrem Mund, die Worte meine Vaters höre. Das wiederrum lässt mich ebenfalls an mir selbst zweifeln. Ich kann mein Selbstbild nicht konstant aufrecht halten. Habe manchmal das Gefühl, dass es nicht mehr viel braucht, bis ich "verrückt" werde und eventuell selber die Kontrolle über mich verliere.
Ich habe oft mit meinem Vater geredet, alles versucht..wirklich alles. Immer und immer wieder. Ich wollte nicht wahrhaben, dass er in mir wirklich nicht seine Tochter sieht, sondern eher einen Feind, den es zu bekämpfen gibt. Und selbst jetzt "liebe" ich ihn noch und möchte z.B. umarmt von ihm werden.. Meine Wut, wenn er mich beschuldigt, hält nur sehr kurz an..eher ist es Traurigkeit und Verzweiflung, die sich in mir breit macht. Und irgendwie glaubte ich stets noch daran, dass er sich irgendwann ändern wird/kann.. Aber dann habe ich hier im Forum die ganzen Kommentare gelesen, die besagen, dass das Beste für einen selber, wohl Abstand/Meidung ist und man die Person aufgeben soll. (Um ehrlich zu sein, will das noch nicht ganz in meinen Kopf..)
Ich versuche nun ersteinmal kommendes Jahr auszuziehen..in eine WG mit einer Freundin. Muss mir noch überlegen, wie ich das finanziell anstellen soll. Ich studiere noch, bin nun im 3ten Semester, bekomme kein Barfög. Mein Vater meinte schon vorgestern zu meinem Bruder: "Deine Schwester wird bestimmt gerichtlich gegen mich antreten..will von mir Geld haben, wie ihre Mutter (ein Problem von ihm ist auch, dass er in mir meine Mutter wiedererkennt; Gesten etc. und das er dann ebenfalls annimmt, ich sei charakterlich genauso "böse" wie sie). Soll sie ruhig versuchen, aber dann wird sie mich kennenlernen, so wie sie mich noch nie kennengelernt hat." Er brachte auch schon so Sprüche wie: "Sei froh, dass ich mein Baldrian schlucke, sonst hätte ich euch allen schön die Köpfe eingehaun." Sein unechtes, wirklich widerlich krankhaftes Grinsen/Lachen dabei, lässt meine Angst ihm gegenüber ebenfalls steigen. (Was vielleicht noch erwähnt werden sollte..wir haben auch Waffen zu Hause, ich weiß nicht welche und wie viele.. Wir haben die, weil er seit über einem Jahr in einen Schießverein geht - der Grund ist bezogen auf seine Verschwörungstheorie, die ich weiter untem im Text beschreiben werde). Körperlich hat er eigentlich noch keine Gewalt mir gegenüber angewendet...jedoch frage ich mich..zu was ist so ein Mensch fähig? Wie weit kann es ausarten?!!!
Ich kann nicht bestreiten, dass ich angst vor ihm habe. Für mich ist er unberechenbar. Ich weiß nicht genau, wie ich mich verhalten soll.
Mein 17Jähriger Bruder leidet ebenfalls unter ihm..aber noch nicht so stark wie ich. Ich weiß nicht, ob ich einfach abwarten soll.. Ausziehen irgendwie und regelmäßig meinen Bruder frage, ob er es noch aushält und souzusagen ersteinmal "abzuwarten" ob eventuell mein Bruder dann überhaupt seine neue "Zielscheibe" wird. (Mein Bruder verhält sich aber jetzt schon nicht wie ein "normaler" 17 Jähriger. Er hat keine Freunde. Sitzt direkt nach der Schule an seinem Pc und spielt dort diverse Spiele (Ballerspiele etc.) bis ca. 23 uhr. Also von ca. 15-23 Uhr. Und das nun auch schon ca. 3 Jahre lang. Er ist außerdem sehr schweigsam und beteiligt sich auch an einem Familiengespräch mit z.B. Oma und Opa kaum.) Ich mag die Vorstellung nicht, dass ich eventuell zu spät für ihn "eingreifen" könnte..ich fühle mich verantwortlich für ihn. (Da unsere Mutter ebenfalls keine Hilfe ist. Sie ist mittlerweile selber in starke Depressionen verfallen und meldet sich von selbst bei uns kaum noch.) Oma und Opa versuchen wiederrum zu helfen, aber sind ziemlich konservativ und ziehen eine psychische Erkrankung von meinem Vater eher nicht in Betracht. Sie nehmen zwar seine Verschwörungstheorien (in den kommenden Jahren, wird es hier einen Bürgerkrieg geben oder irgendwann werden alle Kopftücher tragen müssen, weil die Muslime die Oberhand in Deutschland übernehmen werden usw.) wahr, es kommt auch häufig deswegen zum Streit, aber sie glauben mir noch nicht ganz im Bezug auf die "Paranoide Persönlichkeitsstörung".
Es ist eine unglaubliche Belastung für mich, ich weiß, dass ich schon selber eine Störung ausgebildet habe (im Bezug auf Panikattacken und diverse andere plötzlich auftretene "Ekelgefühle", so wie ich sie nenne). Ich bin schon froh, dass ich nun endlich nach Monaten eine Psychotherapeutin gefunden habe.. Jedoch fühle ich mich der Situation trotzdem nicht ganz gewachsen.
 
Hallo, ich bin es nocheinmal 😉
Gibt es eigentlich im Bezug auf Themen, die die Personen mit paranoider Persönlichkeitsstörung verfolgen, gewisse Übereinstimmungen? Also auch Theorien, die Gruppenartig angenommen werden und wonach gelebt wird. Mir fällt es gerade schwer auszudrücken, was ich meine. Deswegen gebe ich mal Beispiele. Mein Vater z.B. ist der Meinung, dass die Zukunft ganz extrem schlimm aussehen wird. Er sammelt jetzt schon im Keller massenweise Zucker, weil er denkt, dass System hier in Deutschland bald den Bach runter gehen wird. Er ist außerdem sehr sehr sparsam. Im Hinblick auf Stromsparen etc. Desweitere fällt mir seine Verachtung gegenüber seiner Exfrau, meiner Mutter auf. Trotzdem sie seit 12 Jahren getrennt sind und er seit 10 Jahren eine neue Lebenspartnerin hat und auch seit 3 Jahren keinen Unterhalt mehr an meine Mutter zahlen muss, geschweige denn nun auch eigentlich, da mein Bruder und ich ja ganz zu ihm gezogen sind, nichts mehr mit ihr am Hut haben brauch, fängt er regelmäßig an, schlecht über sie zu reden und es geht auch soweit, dass er zu meinem Bruder meinte: "Deine Mutter kann sich auch mal an der Bezahlung von Klassenfahrten beteiligen, findest du nicht auch?! Geh zu ihr hin und sag ihr, sie soll zahlen. Wenn sie nicht zahlen will, dann musst du das von deinem Taschengeld selber zahlen."
Haben Leute mit dieser Störung gewisse ähnliche politische/gesellschaftliche Ansichten? Also nicht nur, dass alles beschissen ist und noch beschissener wird, sondern ganz spezielle Theorien?

Liebe Grüße
 
Hallo, ich bin es nocheinmal 😉
Gibt es eigentlich im Bezug auf Themen, die die Personen mit paranoider Persönlichkeitsstörung verfolgen, gewisse Übereinstimmungen?

bei meinem Ex-Freund war es so, dass er sehr linksradikal drauf war. Wobei er dabei passiv war, er war nicht politisch aktiv, schwang aber ne Menge Reden. Das System ist böse, Schäuble will uns alle überwachen, terroristische Bedrohungen werden inszeniert, um neue Überwachungsmethoden zu rechtfertigen. Also das war im Jahr 2007/2008.

Er umwickelte seine Karten im Geldbeutel mit RFID Chip mit Alufolie. Als ein neues Heizungsablesesystem installiert wurde, das zentral die Daten in einen Kasten im Haus funkte, meinte er, das müsse man auch abkleben, da die sicher noch 'andere Daten' sammeln würden.

Als sein Mitbewohner seine Socken mit 90 Grad wusch und vergas, die Waschmaschine zurück auf 30 Grad zu stellen, meinte mein Ex, das habe er getan, damit die Wäsche von meinem Ex kaputt geht, wenn er es übersieht.

Also alles drehte sich um ihn und wollte ihn schädigen und ausspionieren.

Dabei war er selbst als Hacker aktiv,...

Politisch meinte er auch 9/11 ist eine Lüge und dass die USA selbst dahinter steckt. Bestimmt hing er auch anderen Verschwörungstheorien an, das weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls waren alle böse und die Zukunft bedrohlich.
 
Verhalten sich Personen, die eine paranoide Persönlichkeitsstörung haben, oft auch zwiespätig? Mein Vater war nun zum Beispiel an Weihnachten relativ ruhig und hat keinen richtig Streit angefochten. Hat sogar etwas "Familienmäßiges" uns geschenkt. Werden nächstes Jahr zusammen - mein Bruder, er, seine Freundin und ich - eine Show uns angucken gehen. Machen Menschen, mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung solche Geschenke? Und er hat mich sogar auch dieses mal vor der Familie gelobt...meinte: "Das ist doch eine schöne Geschenkidee von den Kindern?!"

Andererseits erinnere ich mich auch noch gut an die vielen Male, die sich jetzt über Jahre hinwegziehen wo er erst relativ friedlich mir gegenüber war und im Endeffekt dieser scheinbare Frieden nicht lange angedauert hat und er im nächsten Moment mir sozusagen wieder das Messer in den Rücken rammte...

Das ist so paradox..ich bekomme aber schon wieder ein schlechtes Gewissen, dass ich vermute, dass mein Vater eine paranoide Persönlichkeitsstörung haben könnte....
 

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