Hallo Soundso, ich glaube, wir bringen hier zwei Themen zusammen, die nicht zusammen gehören.
In diesem Thread geht es darum, ob die Zeugen gefährlicher sind als die gängigen Religionen. Ich habe versucht, klar zu stellen, dass dies nicht der Fall ist, was bei gerechtem Vergleich auch so ist.
Dass es für jeden persönlich, der Gott so nah wie möglich kommen möchte, nötig wird, sich tiefer mit der Materie zu befassen, ist eine andere Sache. Es spricht für dich, dass du dich intensiv mit den Dingen befasst. Aber dies müsste dann in einen anderen Thread geschehen, in dem es dann nur immer um ein Thema gehen sollte.
In diesem Thread sollte es dann nicht um Religionen gehen, sondern nur um Lehrpunkte, um möglichst niemand zu beleidigen, und dann müsste jeder Punkt einzeln intensiv behandelt werden, bis er klar ist, bis sich jeder überzeugen konnte. Ich frage mich aber immer mehr, ob dies nicht eine Arbeit ist, die persönlich von Mensch zu Mensch geschehen sollte und ob hier der richtige Ort dafür ist, auf dem eine theoretisch große Zuseherschaft wie in einer Arena auf den nächsten Schlag wartet.
Ich finde dein Interesse an meiner Religionszugehörigkeit bemerkenswert, zumal du deine ja auch nicht öffentlich kundtust, was ja sein müsste, wenn du darauf so großen Wert legst.
Auch finde ich es ungerecht, dass du mich angreifst, weil ich zu der Vorherbestimmungslehre nichts beweise, sondern nur meine Meinung eingefügt habe. Du selbst hast danach einige Lehren der Zeugen scharf angegriffen, ohne dies zu beweisen: Klar, geht ja gar nicht auf die Schnelle, sind ja alles Themen für sich. Aber wieso belehrst du mich dann vorher in die Richtung, ich müsste es auch beweisen usw.? Kam jedenfalls ebenso komisch rüber, wie deine Neugier nach meiner Religionszugehörigkeit. Als wenn du dir mit mir leichter tätest, wenn du wüsstest, ob ich Zeuge bin . . .
Was deine Auslegungen des Schrifttextes betrifft, der klar sagt, dass sich Christen des Blutes ENTHALTEN sollten, kann ich nicht in allem zustimmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass man diese Dinge verschieden sehen kann. Auch sehe ich es nicht so, dass das zweite Gebot der Nächstenliebe, dass erste der Gottesliebe quasi aufhebt. Es ist doch eher umgekehrt. Aber jetzt möchte ich wirklich, dass diese Tiefendiskussion hier in diesem Thread aufhört. Dafür wäre ein Studienthread besser, in dem es nur um eine Lehransicht geht und nicht darum, mit dem Gewinn dieser Ansicht gleichzeitig, den Abschuss der Religion des Betreffenden zu feiern. Was dann jeder aus den gewonnen Ansichten macht, wäre jedem zu überlassen. Ich schätze nur, dass diesem Thread dann nur wir beide beiwohnen würden.
Sigi
Ich habe wie Du siehst einige Markierungen gesetzt.
Zur ersten und zweiten:
Darin stimme ich Dir zu. Sie sind
nicht gefährlicher
als die anderen gängigen Religionen, ich nehme mal z.B. die kath. oder lutherische Kirche.
Damit ist natürlich nur die
Relation geklärt, nicht, ob sie gefährlich sind, oder nicht, ob sie korrektes lehren oder nicht.
Es gäbe vieles weiteres, in dem man klar die Zeugen verteidigen könnte, weil vieles einfach ungerechtfertigt gegen sie vorgetragen wird, vor allem überhaupt nicht in Relation zu den Kirchen, in denen die Kritiker oft Mitglied sind.
Aber es ist ein nicht einfach zu bewältigender Spagat, sie einerseits zu verteidigen, und andererseits damit nicht ihre Organisation zu unterstützen, was ich nämlich nicht für gerechtfertigt halte, solange ich erkennen kann, daß dort Irrlehren verbreitet werden. Ich unterstütze
keine derartige Kirche oder Organisation, bin diesbzüglich also nicht parteiisch.
In dem Thread geht es aber auch darum, ob sie eine Sekte sind, also auch im negativen Sinne dieses Ausdrucks (der ja nach umgangssprachlichem Gebrauch u.a. Irrlehren verbreitend bedeutet), und deshalb ist es nicht ganz ungerechtfertigt, Lehren anzusprechen, die offenbar nicht der Bibel entsprechend sind.
Du hast also Recht, ich habe aber auch etwas recht, oder? Aber von mir aus machen wir dazu einen neuen Thread auf.
Zur dritten Markierung:
Ich habe in meinem Profil eine Homepage angegeben, das ist meine eigene. Dort lässt sich nachlesen, was ich für Ansichten vertrete, und u.a. unter
Hausgemeinde auch, daß ich zu keiner Kirche oder Organisation gehöre. Ich kann dazu sagen, daß ich
bewusst nicht (mehr) dazu gehöre, sondern einfach nur Christ sein möchte, Jesus nachfolgen und Gottes Willen tun möchte, ohne mich menschengemachten Schubladen (Konfessionen etc.)oder Organisationen zu unterwerfen, die in vielen Punkten von Gott abgefallen sind und dort ihre menschlichen Lehren und Traditionen leben.
Ja, ich fände es wirklich leichter, wenn Du sagst, ob Du Zeuge bist oder nicht. Aber andererseits kann ich auch verstehen, daß derjenige der es zugibt, in ungerechtfertigter Weise von vielen angegriffen wird. Trotzdem wäre ich für Klarheit in dieser Sache.
Entschuldige bitte meine drastische Forderung von Beweisen, Du hast Recht darin, daß man sie nicht immer (sofort) vortragen kann.
Zur vierten Markierung:
Auch ich bin
nicht der Ansicht, daß das Gebot der Nächstenliebe das Gebot der Gottesliebe aufhebt, sondern, daß es ihm
gleich ist. So wie es auch in
Mt 22,39 steht.
Es ist
nicht unter dem Gebot der Gottesliebe angesiedelt, sondern ihm gleich. Es gibt also zwei höchste Gebote Gottes.
Die weiteren Aussagen in Galater, Röm 13, Mt 7,12 etc. (wie genannt) beweisen zusätzlich, wie dieses
"gleich" zu verstehen ist. Nämlich keineswegs so, daß irgendwelche Gebote über dem Gebot der Nächstenliebe stehen und obendrein so, daß tatsächlich
alle Gebote in diesem Gebot zusammengefasst sind. Auch das ist in genannten Stellen nachlesbar, ohne daß dort stände:
"ausgenommen die Gebote, die Noah gegeben wurden." oder dergleichen.
Eigentlich auch logisch, wenn es eines der beiden höchsten Gebote ist, alles andere würde ja bedeuten, daß das eine höchste dem anderen höchsten widerspricht, was Gott gewiß nicht tut, denn er hat keine geteilte Persönlichkeit und möchte auch keine Verwirrung unter den Menschen stiften, sondern vielmehr, daß wir zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Das ist in seinem Wort nachzulesen.
Die Erklärung der Gleichstellung ist vielmehr die, daß eben durch die Erfüllung des einen höchsten Gebotes auch das andere höchste Gebot
erfüllt (nicht aufgehoben) wird. Nämlich die Liebe und Ehre Gott gegenüber, mit ganzem Herzen und aller Kraft und allem, was uns zur Verfügung steht. Jesus bringt dies dadurch auf den Punkt, daß er sein Leben (also alles was er hat, bis zum Maximum) für die Menschen gegeben hat, damit sie errettet werden können. (
Joh 3,16). Und so ist das ja auch in
1.Joh 3,16 von
allen seinen wahren Nachfolgern gefordert.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, uns ans Kreuz nageln zu lassen, aber eben das Kreuz in der Nachfolge Jesu zu tragen, wenn wir eben tatsächlich tun, was er gesagt hat, auch in der Bergpredigt, also ungeteilt, in allen Dingen, denn dann -das wird jeder erfahren der es tut- können wir unser Leben
nicht so leben, daß es uns möglichst gut geht, sondern wir werden viel Verachtung, Unverständnis und Verfolgung (wenigstens psychischer Natur) erfahren, so wie Jesus es ja für
alle seine wahren Nachfolger auch angekündigt hat. In vielen Ländern der Welt wird das neben psychischen auch physische Folgen haben, etwa Inhaftierung, Folter und Tod.
Weltverfolgungsindex. Aber das ist in Deutschland ja auch noch nicht lange her (3.Reich).
Grösseres als unser Leben können wir nicht geben, und damit wird -wenn wir denn danach handeln- auch deutlich, daß wir auch Gott mit ganzem Herzen und ganzer Kraft und ganzem Verstand lieben, denn sonst würden wir kaum entsprechend handeln, sondern vielmehr auf Gott pfeifen, unser eigenes Leben sichern und genießen. So wie es Millionen von
"Christen" tun, die nur Äusserlichkeiten des Christentums praktizieren, aber weiter in Sünde leben und die Wirklichkeit der Nachfolge nie erfasst haben oder erfassen wollten.
Es muß uns auch klar sein, daß es nur
eine Wahrheit geben kann, und nicht mehrere. Auch zwei Wahrheiten sind ausgeschlossen.
Jesus hat in Joh 17 seinen Vater um wahre Einheit für die Christen gebeten (keine Pseudo-Einheit) und Gott hat ihn erhört, so wie
Apg 4,32 auch deutlich zeigt, denn die Christen waren
"ein Herz und eine Seele", auch selbst
los, was sich sehr deutlich darin äußert, daß sie ihren Besitz miteinander teilten, und nicht etwa selbstsüchtig oder eigennützig (dem Fleisch entsprechend) ihren Besitz für sich behielten und sich abgrenzten. Genau so geschieht es heute grösstenteils, genauso wie die Menschen (die sich Christen nennen) eben auch grösstenteils in Sünde leben.
Wer wirklich tut was Jesus gesagt hat (also wirklich, ohne Abstriche) der wird das erfahren was er verkündigt hat:
»Wenn ihr in meinem Wort bleibt (= Hörer und Täter meines Wortes bleibt), so seid ihr in Wahrheit meine Jünger
und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.«
(Johannes 8,31-32)
"Ich habe euch nicht geschrieben, weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und <wißt>, daß keine Lüge aus der Wahrheit ist."
(1.Johannes 2,21)
"Denn Wahrheit verkündet mein Gaumen, und ein Greuel ist meinen Lippen die Gottlosigkeit.
In Gerechtigkeit <ergehen> alle Worte meines Mundes; nichts in ihnen ist verschlagen oder falsch."
(Sprüche 8,7-8)
Es liegt also nicht an Gott und ebensowenig seinem verlässlichen Wort, sondern an uns, wenn wir nicht zur Einheit, und damit gemeinsam zur Wahrheit (die es nur einmal gibt) finden können.
Zur fünften Markierung:
Ich könnte mir schon vorstellen, daß der eine oder die andere daran interessiert ist, wenn es zweifellos auch nicht die breite Masse sein wird. Aufklärung bzw. Diskussionen mit gegensätzlichen Ansichten sind sicher für viele hilfreich, gerade wenn man sich eine nicht einseitige Meinung bilden will.
Ich überlasse es Dir, wir können uns gerne privat unterhalten. Wenn Du Dich denn noch mit mir unterhalten möchtest, und nicht zu sauer bist.🙂