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zeugen jehovas...sekte oder normale religion?

Hallo Diskutanten,
wenn wir uns darauf einlassen, einen Menschen ausschließlich über seine Religion zu identifizieren, fallen wir auf "den Trick" derjenigen herein, die eine so enge Identifikation zwischen einer Idee/Weltanschauung/Religion und Person wünschen. Ähnliches (allerdings meist weniger fanatisch) geschieht auch bei Parteien (da darf man auch nur bei einer Mitglied sein), bei Fußballclubs oder manchmal sogar bei Firmen.

Die Loyalität soll möglichst weit gehen, der Mensch und seine anderen Interessen oder Vorlieben sollen dahinter weit zurück treten. Aus psychologischer Sicht würde ich vermuten, dass diese enge Bindung aus einer Position der Schwächer heraus gefordert wird - man kann keinen Zweifel zulassen, weil man Angst hat, dann bricht alles zusammen.

Ich bin mit 12 aus meiner Kirche ausgetreten und als der Pfarrer fragte warum, meinte ich, wenn ich eines Tages Katholik und Evangelischer sein kann, würde ich wieder eintreten. Heute würde ich das etwas weiter ausdehnen 🙂 - sicher findet sich auch in den Lehren der ZJ etwas Brauchbares und manche Menschen sind bestimmt glücklicher als ZJ wie ohne Religion.

Der Knackpunkt vieler Religionen, auch der ZJ-Lehre, ist aus meiner Sicht jedoch, dass dieser Nutzen und das Positive durch eine massive Drohung und daraus folgender Angst ("Vernichtung", Hölle, Ausschluss aus der Gemeinschaft etc.) erkauft wird - das "Kleingedruckte" sozusagen.

Gruß, Werner
 
Ich bin Krankenschwester, zum Thema Zeugen...... ich kann es nicht verstehen das diese Eltern zb ihrem Kind beim sterben zusehen nur weil bestimmte medizinische Versorgungen nach ihrem Glauben untersagt sind!!!🙁
 
Es gibt natürlich auch Dinge, die ich anders andiskutieren würde (das Gott den Tod eines Menschen bestimmt, z. B., dass er Kenntnis davon hat, sagt noch lange nicht, dass er den Zeitpunkt bestimmt).


Gott bestimmt den Zeitpunkt durchaus. Er hat alles durchgeplant. Bedenke mal Sigi, wie oft es im NT heisst:

"Da suchten sie ihn zu greifen; und niemand legte die Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war."(Joh 7,30)

Joh 8,20; Joh 2,4 etc.

Später heisst es:

"Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis."
(Lk 22,53)

Beachte: Jesus wusste auch genau, wann seine Stunde gekommen war, d.h. wann die Festnahme kommen sollte etc.
Der Vater (Gott) bestimmt den Todeszeitpunkt und kennt alles im Vorraus. Den Tod von Jesus, den Tod eines jeden. Alle Geschehnisse:

"Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat."
(Apg 1,7)

Durch den Geist des verstorbenen Propheten Samuel (den Saul hat anrufen lassen) verkündigt Gott König Saul seinen Tod, der am nächsten Tag stattfinden soll:

"Und der HERR wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben. Morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir
(im Totenreich, Hades) sein. Auch das Heerlager Israels wird der HERR in die Hand der Philister geben.
Da fiel Saul plötzlich seiner Länge nach zur Erde, und er geriet in große Furcht über die Worte Samuels..."
(1.Samuel 28,19-20 vgl. 1.Chronik 10,13-14)


vgl. Mt 24,36; Sacharja 14,7; 2.Petr 1,14; 2.Tim 4,6; etc.
Bedenke auch die Stellen in der Offenbarung die exakte Zeitpunkte für diverse Geschehnisse beschreiben ("...wurde Macht für soundsoviel Stunden gegeben") und viele andere Stellen in der Bibel.


Es gibt im Alten und Neuen Testament Stellen, die sich zum Blut äußern.
Im AT war es strikt untersagt, Blut als Nahrung zu benutzen, dafür gibt es viele viele Hinweise. Als die Juden-Christen sich Gedanken machten, was von altem Gesetz und dem was schon davor gottgläubigen Menschen gesagt wurde, durch Jesu auftreten wegfallen sollte und was nicht, beteten sie unter heiligem Geist (der wurde ja zuvor in und nach Pfingsten reichlich ausgegossen) um einen Standpunkt und studierten dazu die Schriften. Dabei kam man zu dem Schluss, dass das Gebot "sich des Blutes zu enthalten" weiterhin Beachtung finden sollte und auch für Christen gültig ist (ganze Kapitel 15 der Apostelgeschichte).

Zum Thema Blut habe ich jetzt auch für mich neue Erkenntnisse gewonnen, siehe im Folgenden:

Die Stelle aus Apg 15 kenne ich. Es bezieht sich aber auf das Essen von Blut u.s.w., konkret geht es um das Zusammenleben, das "unter einen Hut bringen" von jüdischen (gesetzlichen) und nichtjüdischen (ungesetzlichen) Verhaltensweisen, ohne dabei den Heidenchristen zuviel aufzubürden (sie unter der Last zu zerbrechen) und andererseits auch dem Gewissen der Juden gerecht zu werden, die Furcht vor dem Blutgenuß haben, da sie Moses Gesetz kennen, das Blutgenuß sogar unter Todesstrafe stellt (3.Mo 7,27 etc.). Letztlich orientiert sich die Regelung dementsprechend an der Nächstenliebe, wie auch aus folgenden Worten deutlich wird:

"Nun denn, was versucht ihr Gott, ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten?"
(Aussage von Petrus, Apg 15,10)

"Deshalb urteile ich, man solle die, welche sich von den Nationen zu Gott bekehren, nicht beunruhigen,
20 sondern ihnen schreiben, daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut.
21 Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt <solche>, die ihn predigen, da er an jedem Sabbat in den Synagogen gelesen wird."
(Aussage von Jakobus, Apg 15,19-21)


Zu Vers 21: Mit anderen Worten: "Weil dieses konkrete (Gesetz Moses) allgemein (bei den Juden) bekannt, und sehr verinnerlicht ist."

Zu Vers 20: "Unzucht" meint hier wahrscheinlich verbotene Verwandtschaftsehen, denn sonstige Unzucht (etwa Ehebruch, Homosexualität, sonst. sexuelle Verirrungen etc.) ist an diversen anderen Stellen sowieso eindeutig ausgeschlossen, da es dem Gebot der Nächstenliebe und auch Heiligung des eigenen Körpers zuwiderläuft, und was eindeutig ist, bedarf keines separaten Apostelbeschlusses; "Blut" und "Ersticktes" bezieht sich auf den Genuss von Blut und nicht geschächteter, d. h. beim Schlachten nicht ausgebluteter Tiere. Z.B. erschlagene oder zu Tode gestürzte Tiere, heute überfahrene Tiere etc..


"Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke:
euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun. Lebt wohl!"
(Apg 15,28-29)

Also: Keine zu grosse Last (tragbar für die Heidenchristen), aber erforderliche Notwendigkeiten (tragbar für die Judenchristen).

Nun noch zu den "Verunreinigung der Götzen" oder: "...durch die Götzen" (andere Übersetzung). Daß dabei die Nächstenliebe im Zusammenleben von Juden und Nichtjuden, Starken und Schwachen,...etc. der ausschlaggebende Faktor ist, das geht auch aus folgenden Stellen hervor:


"Was nun das Essen von Götzenopferfleisch betrifft, so wissen wir, daß es keinen Götzen in der Welt gibt und daß kein Gott ist als nur einer....
7...Die Erkenntnis aber ist nicht in allen,sondern manche essen es, da sie bis jetzt an den Götzen gewöhnt waren, als Götzenopferfleisch,und ihr Gewissen, da es schwach ist, wird befleckt.
8 Speise aber macht uns nicht angenehm vor Gott; weder sind wir, wenn wir nicht essen, geringer, noch sind wir, wenn wir essen, besserA.
A) w. überreich (d.h. an göttlicher Anerkennung)
9 Seht aber zu, daß nicht etwa diese eure FreiheitA den Schwachen zum Anstoß werde!
A) o. Macht, Vollmacht
10 Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch liegen sieht, wird nicht sein Gewissen, da er schwach ist, bestärkt werden, die Götzenopfer zu essen?
11 Und durch deine Erkenntnis kommt der Schwache um, der Bruder, um dessentwillen Christus gestorben ist.
12 Wenn ihr aber so gegen die Brüder sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, so sündigt ihr gegen Christus.
13 Darum, wenn eine Speise meinem Bruder Ärgernis gibt, so will ich nie und nimmermehr Fleisch essen, damit ich meinem Bruder kein Ärgernis gebe."
(1.Kor 8,4.7-13)

Diese Erklärung verdeutlicht auch folgende Aussage von Jesus:

"Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt.
16 A)
A) Spätere Handschr. fügen hinzu: Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre!
17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis.
18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, daß alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann?
19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. <Damit> erklärte er alle Speisen für rein.
20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen.
21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervora: Unzucht, Dieberei, Mord,
22 Ehebruch, Habsucht, BosheitA, Arglist, Ausschweifung, NeidB, Lästerung, Hochmut, Torheit;
A) Im Griech. stehen die Wörter »Unzucht« bis »Bosheit« in der Mehrzahl. B) w. böses Auge; Ausdruck aus dem Hebräischen (Semitismus)
23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.
(Mk 7,15-23)


Zur Bestätigung kann man auch noch folgendes aufführen:


"Ich weiß und bin überzeugt in dem Herrn Jesus, daß nichts an sich unreinA ist; nur dem, der etwas als gemein ansieht, dem ist es unreinA.
A) o. gemein, d.h. kultisch unrein
15 Denn wenn dein Bruder wegen einer Speise betrübt wird, so wandelst du nicht mehr nach der Liebe.
Verdirb nicht mit deiner Speise den, für den Christus gestorben ist!....

19 ....So laßt uns nun dem nachstreben, was dem Frieden, und dem, was der gegenseitigen Erbauung <dient>.
20 Zerstöre nicht einer Speise wegen das Werk Gottes! Alles zwar ist rein, aber es ist böse für den Menschen, der mit Anstoß ißt.
21 Es ist gut, kein Fleisch zu essen, noch Wein zu trinken, noch etwas <zu tun>, woran dein Bruder sich stößtA.
A) einige Handschr. fügen hinzu: oder sich ärgert oder schwach ist
22 Hast du Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott! Glückselig, wer sich selbst nicht richtet in dem, was er gutheißt!
23 Wer aber zweifelt, wenn er ißt, der ist verurteilt, weil <er es> nicht aus Glauben <tut>. Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde."
(Römer 14,14-15.19-23)


Am besten mal den ganzen Text lesen: Römer 14,1-15,3

Vers 23:Mit anderen Worten: Derjenige handelt gegen sein Gewissen!, vgl. 1.Tim 1,19

Wir können also festhalten: Es geht immer um das höchste Gebot Gottes, das alle anderen Gebote zusammenfasst:

"Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
(Galater 5,14)

Wer das tut, der wird auch nicht fremdgehen, nicht stehlen, nicht böses reden, nicht durch seinen Blutkonsum das Gewissen seines Bruders belasten, und erfüllt also alle Gebote in diesem einen Gebot.
Er liebt nicht nur seinen Nächsten, also auch seine Feinde, er heiligt auch seinen Körper (der der Tempel für Gottes Geist ist) und liebt Gott, weil er sein Gebot erfüllt. Damit behandelt er auch Gott liebevoll.

..."Darum, wenn eine Speise meinem Bruder Ärgernis gibt, so will ich nie und nimmermehr Fleisch essen, damit ich meinem Bruder kein Ärgernis gebe."
(Paulus in 1.Kor 8,13)

Fleisch, und Blut, und alles andere, was das Gewissen des Bruders oder der Schwester belastet und ihn damit zu Fall bringen kann. (vgl. 1.Tim 1,19 s.o.)

Damit befinden wir uns wieder in einer scheinbar schwierigen Situation:

Heisst das nun wir sollen kein Blut spenden oder erhalten, weil es das Gewissen der Zeugen Jehovas (z.B.) belasten könnte, wenn wir es tun ???
(Blut essen = Blutinfusion? Wäre die Infusion zum Genuß und nicht zur Lebensrettung, dann würde ich das auch so sehen, das würde aber die Motivation für die Infusion nicht beachten)

Eine Gegenfrage:

Sollen wir nun Blut spenden oder erhalten, weil es das Gewissen der anderen Menschen (auch Christen!) belasten könnte, wenn wir es nicht tun???

Beim "Blut essen" war die Frage noch sehr einfach, denn darauf kann man ohne Frage einfach verzichten, weil es reichlich Alternativen gibt.
Man könnte auch sehr einfach auf eine Blutinfusion verzichten, wenn sie nur zum Zwecke der Ernährung erfolgen würde (der Zeugenvergleich: Alkoholiker, der es sich infundiert)
Sollte man aber auch auf eine Bluttransfusion verzichten, wenn sie einem Menschen ernsthaft helfen kann, ohne daß es erkennbare Alternativen gibt?

Gegenargumente:
1. sie hilft nicht immer (aber nichts hilft immer) 2. sie beinhaltet geringe Risiken (hat fast alles) 3. es gibt teilweise Alternativen 4. Gott kann auch ohne Blutinfusion heilen.
Das stimmt alles. Aber, vielleicht helfen einige Gegenfragen:

- Sollten wir irgendetwas das wir an menschlichen Möglichkeiten haben, einem Menschen vorenthalten, wenn wir wissen, es wird ihm nach bestem Wissen und Gewissen helfen, und nicht schaden? Es gibt nämlich durchaus Situationen, in denen alternativen Präparate nicht helfen können.

- Soll ein Arzt eine Blinddarmentfernung kurz vor dem Durchbruch nicht vornehmen, weil er seinen Patienten dabei Risiken aussetzt, obwohl er Ahnung von der Sache hat und sonst ein Blinddarmdurchbruch und damit eine generalisierte Infektion, sprich Sepsis (Blutvergiftung) mit septischem Schock und medizinisch gesehen ziemlich sicherem Tod droht?

- Sollte der barmherzige Samariter dem zusammengeschlagenen Juden nicht helfen, weil es sein könnte, daß er ihn durch seine (möglicherweise)laienhafte Behandlung gefährdet? (ein Gedanke mancher Laienhelfer auch heute)

Ich sehe keine Bibelstellen, die aussagen, daß die Bluttransfusion falsch ist, weil sie sich alle am Gebot der Nächstenliebe orientieren, das alles zusammenfasst.
Der Textzusammenhang sagt klar aus, daß die Nächstenliebe übergeordnet ist, und alles zusammenfasst. Siehe auch im AT: Hosea 6,6; vgl Mt 9,13

Wer dagegen spricht, könnte es nur mit dem zu begründen versuchen, was die Ursache für die Gesetzgebung Gottes (durch Mose) im Alten Testament war:

Bei einigen antiken Völkern war es üblich, das Blut von Tieren und Menschen (z.B. Feinden) zu trinken.
Es waren zahlreiche magisch- abergläubische Ansichten damit verbunden. Z.B. glaubte man, dadurch Macht über deren Seele oder Unsterblichkeit zu erlangen, die Lebenskraft des Tieres oder Menschen in sich aufzunehmen u.s.w..
Siehe z.B. auch bei den Azteken, dort ist es mittlerweile durch entsprechende Funde nachgewiesen worden. Sie rissen lebendigen Menschen das Herz heraus und bespritzten sich mit dem Blut. Danach wurde der Körper verzehrt. Ich bin mir sicher, daß Gott wegen ihrer Greueltaten ihre Hochkultur (wie auch andere vorher) völlig auslöschte. Man wies nach, daß um 1445 diverse biblische Plagen stattfanden (hier), auf die vermutlich (wie auch bei den Inka und Maya, auch ihre Kulturen wurden ausgelöscht) mit vermehrten Menschenopfern reagiert wurde, um die "Götter" gnädig zu stimmen.
Bis 1525 war die Vernichtung abgeschlossen. Heutige Vergleiche: In Asien werden noch heute getrocknete Tigerpenisse und dergleichen zur Potenzsteigerung gegessen, wie man Blut trank, auch noch lebendes aß, um sich scheinbare Vorteile zu sichern.

Mit solchen Bräuchen, die auch die damaligen Völker (siehe auch: Menschenopfer) praktizierten, sollte Gottes Volk (Israel, alter Bund) nichts zu tun haben, vielmehr sollte die Heiligkeit des Lebens und Achtung vor dem Leben beachtet werden, die mit dem Blut in Verbindung steht. (ohne Blut und Herzschlag ist kein Leben möglich). Gleichzeitig war durch das vollständige Ausfließen des Blutes sichergestellt, daß kein Leben mehr in dem Körper des getöteten Tieres ist, denn lebendes soll (im Gegensatz zu den Praktiken heidnischer Völker) nicht verzehrt werden.
Das ist die Erklärung. Wäre das Blut ernsthaft ein Problem für den Menschen, dann hätte er mit jedem Fleischgenuss ein Problem, den in den Adern, auch den Kapillaren (feinste Äderchen) befinden sich immer noch Blutreste, was ja auch der Grund für die rote Färbung des Fleisches ist. Selbst dann, wenn das Tier bestmöglich ausgeblutet wurde. Erst recht hätte der Mensch ein Problem, wenn er tut, was Paulus schreibt:

"Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, eßt, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen!"
Denn »die Erde ist des Herrn und ihre Fülle.«
Wenn jemand von den Ungläubigen euch einlädt, und ihr wollt hingehen, so eßt alles, was euch vorgesetzt wird, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen.
Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies ist Opferfleisch, so eßt nicht, um jenes willen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen!"
(1.Kor 10,25-28)


Eine Transfusion hat aber nichts mit abergläubischen Bräuchen zu tun. Gerade wenn das Blut Leben symbolisiert und in Gottes Augen kostbar ist, sollten Christen alles tun, um ein Menschenleben zu retten.

Die Bluttransfusion kann also nach Gottes Wort klar befürwortet werden. Was den sonstigen Blutgenuss (das essen, in Blutwurst etc.) betrifft, so gelten die klaren Worte der Apostel. Sofern es irgendjemanden beeinträchtigt, der davon erfährt, d.h. ihm oder ihr Gewissensprobleme verursacht, verstösst das Essen desselben gegen das Gebot der Nächstenliebe. Genauso soll unser eigenes Gewissen beachtet werden. Deshalb esse ich persönlich als Christ grundsätzlich keine Blutprodukte, auch wenn in meiner direkten Umgebung aktuell kein solcher ist, den es belasten würde. Es ist kaum etwas einfacher, als auf Blutwurst und Co. zu verzichten.

Edit: Meines Wissens haben auch die orthodoxen Juden (die ja auch das mosaische Gesetz des alten Testaments als Grundlage haben) ebenfalls kein Problem mit Blutspenden und -Übertragungen. Aus zuvor genannten Gründen.

Ein Tipp: Wenn mal ein Zeuge bei dir klingelt, bekunde doch einfach Interesse an der Frage und sag ihm, er soll dir eine Broschüre oder Video oder oder beschaffen, was vor allem den Standpunkt der Bibel deutlich macht. Ich denke schon, dass du das ohne Probleme bekommst. Darin wird das ganze sachlich abgehandelt, versprochen. Ich hab sowas auch schon gelesen.

Bei mir kommen aber keine Zeugen vorbei. Ich warte schon seit Jahren darauf, um mit denen mal zu diskutieren, aber die klingeln nicht bei mir. Mein Vater erzählte mir, daß sie öfters bei ihm klingeln. Dort hören sie nur, daß mein Vater Christ sei (was er nicht ist, er ist nur in der lutherischen Kirche) und werden wiederholt weggeschickt.
Aber wahrscheinlich war es Gottes Wille, daß ich mich selbst erstmal ausreichend mit Gottes Wort auseinandersetze, bevor ich solche Diskussionen führe.

So jetzt nochmal danke für deine zum Denken anregenden Fragen.
Pit

Bitte, gerne! Das was ich oben schrieb ist also im Zusammenhang mit diesem zu sehen, womit ich mich jetzt näher auseinandergesetzt habe. Danke Dir auch! Ich habe nochwas nachgetragen und ein paar Änderungen vorgenommen. Axel
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu Soundso:

In Verbindung mit seinem Vorsatz hat Gott vorherbestimmt, er kann es und er tut es, wenn es ihm recht erscheint, aber er tut es nicht allgemein. So gebe ich dir teilweise recht, aus meinem Verständnis der Dinge. Aber das sind ja alles Themen, die hier nicht reingehören und die wir eigentlich privat besprechen müssten/sollten/könnten. ?

Was die Blutfrage betrifft, hast du dir ja reichlich Mühe gemacht.
Soviel ich weiß, haben die Zeugen hier auch wieder ein paar Argumente, die ihre Ansicht stützen. Das Blutverbot war ja schon gegeben worden, bevor die ganzen jüdischen Gesetze in Kraft traten, also schon als nach der biblischen Sintflut eine neue Welt begann und noch kein Volk Israel gegründet war und kein Gesetz. Aber ich kann nicht alles wissen, darum der Hinweis, auf die Zeugen selbst. Mich besucht nebenbeigesagt auch keiner 😉, da haben wir ja was gemeinsames.
Ach, da fällt mir ein, man sagt, dass gemäß einem Text in 1.Mo. 9:4 das Blut für das Leben steht und dass hinter dem Gebot somit ein sittliches Gebot des Respekts steht und nicht nur eine Ernährungsvorschrift der Israeliten, darum wurde es zu Beginn der neuen Menschheitsgeschichte gegeben (Noah) und nicht erst mit den vielen Geboten des spätern Gesetzesbundes. Aber auch das ist wohl ein Thema, was diesen Thread überfordert.

Fakt ist, es gibt ein biblisches Gebot, die Zeugen verstehen es wohl so und halten sich daran, aber nicht blindlings alles medizinische ablehnend. Diese Art der Argumentation ist polemisch, wenn sie jemand fortführt.
Ihr Verständnis ist nun mal so und sie nehmen das nicht leicht und lassen auch nicht gewissenlos ihre Kinder sterben. Ich möchte wissen, wieviele Bevölkerungskreise sich bei weitem nicht soviel Gedanken um ihre Kinder machen als die Zeugen. Über all das spricht aber keiner. Wenn es ein Falschverständnis ist, muss ich den Zeugen diesen Fehler zugestehen, bei soviel Gewissenhaftigkeit in der Kindererziehung an anderen Stellen. Kein Zeuge hat nebenbeigesagt, irgendeinen Toten der letzten Kriege einschl. des 2. Weltkrieges zu verantworten. Das sind die Dinge, die mich ärgern, die man nicht sieht, wenn man die Zeugen als menschenverachtende Monster hinstellt, weil es mal einen Fall gibt, wo viell. ein Transfusion wirklich mehr geholfen als geschadet hat und wo alternative Methoden nicht möglich gewesen wären.
Den Katholiken wird ja der Fehler, sich in Kriegen gegenseitig hingeschlachtet zu haben auch vergeben, von solchen Anklägern, weil die haben ja auch genügned Argumente, warum das alles völlig normal gewesen sein soll.

Soundso, das letztre sage ich allgemein, es ist nicht auf dich gemünzt, der wohl, nicht so eingestellt, ist, loszuschlagen, nur weil es sich so schön schlägt.

Über deine Argumentation wegen des Götzenfleisches, werde ich mir mal Gedanken machen, trotzdem ist das Blutgesetz unabhängig davon und auf anderen Füßen.

Also bis dann mal.

Sigi
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber soundso, ich habe deine Beweisführung nochmal gelesen.
Sie hat den schon vorhin erwähnten Haken. Das Blutverbot ist nicht ein Teil des Gesetzes Israels, auch wenn es es dann auch wurde, sondern ein Gebot für die ganze Menschheit, was Noah gegeben wurde, der lange vor Israel lebte und der Stammvater der Menschheit wurde (1. Mose 9🤐,3,4).
Es geht hier auch nicht um das Gebot der Nächstenliebe. Nein, es gibt zwei Gebote:
Das erste: Gott mit ganzer Seele.... zu lieben und zweitens, den Nächsten ......
Es gibt Gebote Gottes, die vor dem der Nächstenliebe stehen, wozu das Gebot des Blutverbotes zählt, was den Respekt vor dem Blut zur Grundlage hat, was einzig im Falle des vergossenen Blutes Jesu Wert erhält und als Symbol, dass das Leben in ihm ruht (Eph. 1:7; und Texte, die zeigen, dass die Seele (das Leben) im Blut ist). Auch das Verbot von der Frucht im Garten Eden nicht zu essen, könnte einem sinnlos erscheinen, es war ein Respektsgebot Gott gegenüber, und welche Konsequenzen für die ganze Menschheit zog dessen Missachtung nach sich, genauso ist es mit dem Blut.
Die Apostel wussten, dass die ganzen Essensvorschriften, die im Gesetz der Juden waren, nicht den Heidenchristen übergestülpt werden sollten/dürfen. Aber gerade deshalb wählten sie einiges daraus aus, was über dem stand. Sie bezogen sich auf Kenntnis der Schriften, z. B. auf 4. Mose 25: 2, wo ein ganzes Volk wegen dieser zwei Übertretungen zu Fall kam (Unsittlichkeit und Götzendienst). Mit dem Meiden von Götzenfleisch ist offensichtlich nicht das Fleisch gemeint, was Paulus später als Gewissensache ausführte. Es ist damit rituell Götzen geweihtes Fleisch im Akt des Götzendienstes gemeint (1. Kor. 8:7) bezogen auf z. b. obigen Text aus Mose. Wäre es anders, würde Paulus dem eindeutigen Konzilgesetz widersprechen mit seiner Auslegung von Gewissensache. Pauli Ansicht bezog sich nur auf das Fleisch auf dem Fleischmarkt, die Apostel meinten offenbar, das Fleisch in Verbindung mit dem Ritus des Götzendienstes, der auch bei Christen verboten war und keine Gewissensache. Alles, was du danach aufführst, geht um Speisevorschriften, die die Juden kannten, und gerade um davon abzustechen, kam Apg. 15🤐4. Wäre es plötzlich frei, laut Paulus alles am Markt zu essen und wäre damit auch Fleisch mit Blut gemeint, würde sich die Bibel widersprechen. Nein, Paulus meinte alles Fleisch, was ausgeblutet war, darum wurde ja sogar Erwürgtes in Apg. Verboten, weil noch Blut drin sein könnte (das was vermeidbar gewesen wäre).
So hielten sich die Apostel und auch später die ersten Christen, späterer nachbiblischer Zeit, dafür gibt es viele Quellen, an dieses Gebot und zwar strikt auch unter Androhung von Gewalt, weil es um die Gebote Gottes ging, die mehr zu achten sind, als die der Menschen und auch mehr als das der Nächstenliebe. Als Jesus Freunde ihn vor einem gewaltsamen Tod bewahren wollten, sagte er „tritt hinter mich Satan“, wenn ich mich recht erinnere. Auch in diesem wichtigsten aller Fälle, stand das Gebot Gottes über dem der Liebe des Freundes Jesu, der sein Leben schützen wollte.
So verstehen es die Zeugen wohl und diese Erklärung steht nun parallel zu deiner mit gleicher Tiefe, zumindest.
Somit kann man meines Verständnisses nach nicht sagen, die Bibel befürwortet Bluttransfusionen, wie du es schließlich tatest.

Sigi
 
Zu Soundso:

In Verbindung mit seinem Vorsatz hat Gott vorherbestimmt, er kann es und er tut es, wenn es ihm recht erscheint, aber er tut es nicht allgemein. So gebe ich dir teilweise recht, aus meinem Verständnis der Dinge. Aber das sind ja alles Themen, die hier nicht reingehören und die wir eigentlich privat besprechen müssten/sollten/könnten. ?

Was die Blutfrage betrifft, hast du dir ja reichlich Mühe gemacht.
Soviel ich weiß, haben die Zeugen hier auch wieder ein paar Argumente, die ihre Ansicht stützen. Das Blutverbot war ja schon gegeben worden, bevor die ganzen jüdischen Gesetze in Kraft traten, also schon als nach der biblischen Sintflut eine neue Welt begann und noch kein Volk Israel gegründet war und kein Gesetz. Aber ich kann nicht alles wissen, darum der Hinweis, auf die Zeugen selbst. Mich besucht nebenbeigesagt auch keiner 😉, da haben wir ja was gemeinsames.
Ach, da fällt mir ein, man sagt, dass gemäß einem Text in 1.Mo. 9:4 das Blut für das Leben steht und dass hinter dem Gebot somit ein sittliches Gebot des Respekts steht und nicht nur eine Ernährungsvorschrift der Israeliten, darum wurde es zu Beginn der neuen Menschheitsgeschichte gegeben (Noah) und nicht erst mit den vielen Geboten des spätern Gesetzesbundes. Aber auch das ist wohl ein Thema, was diesen Thread überfordert.

Zu Deiner Aussage: "man sagt, dass gemäß einem Text in 1.Mo. 9:4 das Blut für das Leben steht und dass hinter dem Gebot somit ein sittliches Gebot des Respekts steht"

Ich hatte das aber auch so erklärt, als ich u.a. schrieb:
"...vielmehr sollte die Heiligkeit des Lebens und Achtung vor dem Leben beachtet werden, die mit dem Blut in Verbindung steht."
Genau das war ja -wie ich auch geschrieben hatte - bei den heidnischen Völkern um Israel nicht gegeben. Du hast 1.Mo 9,4 genannt:

"Nur Fleisch, das noch seine Seele (oder: Lebenskraft), nämlich sein Blut, in sich hat, dürft ihr nicht essen."

Daß Seele dabei nicht die Bedeutung von Geist hat (also nach dem Tod des Körpers lebendig bleibt), sondern die Einheit zwischen Körper und Geist, also das lebendige Wesen/Person darstellt, das ist ja einige Beiträge vorher schon besprochen und erklärt worden (vor allem für die anderen, die das jetzt lesen).
Wie Du siehst, deckt sich die Aussage aus 1.Mo 9,4 mit dem bereits von mir erwähnten.
Du schreibst wie erwähnt: "man sagt, dass gemäß einem Text in 1.Mo. 9:4 das Blut für das Leben steht und dass hinter dem Gebot somit ein sittliches Gebot des Respekts steht"
Ein Gebot des Respekts vor dem Leben also! Das ist korrekt!

Wenn Blut Leben darstellt (und wir Respekt/Achtung vor dem Leben haben sollen), weshalb soll es dann verboten sein, mit einer Bluttransfusion Leben zu retten, bzw. alles dafür zu tun, daß dies geschieht?????

Zeugt es nicht vielmehr von fehlendem Respekt vor dem Leben, wenn dies nicht geschieht? Ich sage nicht: Fehlendem Respekt des einzelnen Zeugen, sondern fehlendem Respekt der (offenbar irreführenden) Argumentation der Zeugen(-führung), die von anderen leichtgläubig übernommen wurde, und vor deren Missachtung sie sich nun offenbar unbegründet fürchten.
Wir wissen schließlich, daß Gott es uns nicht verboten hat, die uns zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, wenn sie nicht anderes Leben dafür aufs Spiel setzen oder missachten.

Soweit ich weiß haben die Zeugen keine weiteren Argumente. Das dürfte auch schwer fallen, weil sich alles in das Gebot integriert: "Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
Würden sie sagen es sei trotzdem gültig, dann würden sie behaupten, daß Jesus (und damit Gott, der ihm alles zu Reden aufgetragen hat) ein Lügner sei. Denn dieser hat dies verkündigt.
Wenn Gebote Noah gegeben wurden, dann sind sie in der Bibel zu finden. Alles was dort steht, wird aber (wie erwähnt) im Gebot der Nächstenliebe zusammengefasst. Das gilt für alles, was Gott an Geboten gab. Ob zu Mose, zu Noah oder irgendwem sonst.
Es ist klar von Jesus selbst als eines der beiden höchsten Gebote definiert (Mt 22,35-40) und auch klar so definiert, daß alles darin zusammenläuft (Mt 7,12). Wie gesagt ist auch das Gebot Gott zu lieben mit diesem Gebot erfüllt. Denn wer den Nächsten liebt, der liebt Gott, denn er ehrt ihn und erfüllt seinen Willen, behandelt Gott liebevoll.

"Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
(Galater 5,14)

"Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.
Denn das: »Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren«, und wenn es ein anderes Gebot <gibt>, ist in diesem Wort zusammengefaßt: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«
Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe."
(Römer 13,8-10)

Stützen die Zeugen sich auf ausserbiblische Argumente, so handelt es sich nicht um biblische Argumente (logisch) und sind deshalb für Christen ungültig und wertlos.

Wir sollten das aber hier argumentieren, denn es gehört ja explizit in die Kategorie "Zeugen Jehovas". Wenn sie Argumente hätten (die gegen die genannten bestehen können) dann wäre es angebracht, die auch vorzutragen. Ansonsten muß ich annehmen, daß sie keine haben. Bitte erwecke auch Du nicht den Anschein sie hätten welche, wenn Du sie nicht vortragen kannst oder willst. Dann sage lieber: "Mir sind keine bekannt, die dagegen bestehen können."

Du schreibst: "In Verbindung mit seinem Vorsatz hat Gott vorherbestimmt, er kann es und er tut es, wenn es ihm recht erscheint, aber er tut es nicht allgemein."
Das müsstest Du aber besser auch mal hier aus der Bibel begründen, wenn Du die Behauptung hier aufstellst. Ansonsten führt das naturgemäß beim Leser zu Irritationen. Er weiß ja gar nicht, ob es nun stimmt oder nicht.

Ansonsten habe ich aber gar nichts dagegen, daß wir uns mal privat unterhalten. Gerne. 🙂 Nur wie gesagt: Behauptungen die hier aufgestellt werden, müssten bitte auch hier begründet werden.

Noch etwas: Du hattest ja meine Anfrage, ob Du Zeuge bist, nicht verneint....wollte ich nur nochmal erwähnen....deshalb bist Du für mich persönlich auch Zeuge. Aber ich habe nichts gegen Zeugen (wie Du vielleicht schon gemerkt hast) denn sonst hätte ich auch was gegen (andersdenkende) Menschen. Was mich immer beeindruckt ist, wenn Menschen sich gut in der Bibel auskennen und auch danach handeln. Wer mich nach der Bibel überzeugen kann, hat klar gewonnen.
Leider musste ich feststellen, daß die Zeugen doch manchen Irrtümern aufgesessen sind. Ich nennen mal welche, die mir offensichtlich erscheinen: Name Gottes, Ewige Strafe (nach den Zeugen ja nicht, womit sie nicht Gott glauben, sondern Charles Taze Russel, ihrem Mitbegründer); Irrlehre zur Blutübertragung; falsche Prophetien; etc..

Es wäre für einen aufrichtigen Zeugen an der Zeit, solche Lehren entweder klar als korrekt nachzuweisen (eben auch bei solchen, die sich zur Abwechslung mal etwas in der Bibel auskennen), oder sie sich selbst als Irrlehre, der man (oftmals aus Unwissenheit!) nachgefolgt ist, einzugestehen. Gott ist barmherzig mit jedem, der aus Unwissenheit gehandelt hat!
Gott ist Wahrheit. Und wer Gott treu sein will, der muß sich 100%ig nach der Wahrheit ausstrecken, d.h. nach ihr forschen (in der Bibel) und sie tun wollen. Dazu gehört auch selbstkritisches Hinterfragen und (wenn erforderlich) Eingeständnisse, und die entsprechende Verkündigung. Wer das nicht tut, darf sich nicht als Christ bezeichnen. Das gilt für alle und jeden, ob Zeuge oder nicht.
Die Rettung des einzelnen erfolgt nicht, wenn er seiner (menschlichen) Führung treu ist, sondern wenn er Gott treu ist. Denn dieser trifft die Entscheidung, richtet, und gibt Segen. Und was Gottes Wille ist, das lässt sich zweifelsfrei nachlesen. Dazu ist es sicher hilfreich, auch andere Übersetzungen zum Vergleich zu nutzen, was ja auch die Zeugen tun, wenn ihre interne Spezialübersetzung "neue Welt" nicht vorliegt.

Fakt ist, es gibt ein biblisches Gebot, die Zeugen verstehen es wohl so und halten sich daran, aber nicht blindlings alles medizinische ablehnend. Diese Art der Argumentation ist polemisch, wenn sie jemand fortführt.
Ihr Verständnis ist nun mal so und sie nehmen das nicht leicht und lassen auch nicht gewissenlos ihre Kinder sterben. Ich möchte wissen, wieviele Bevölkerungskreise sich bei weitem nicht soviel Gedanken um ihre Kinder machen als die Zeugen. Über all das spricht aber keiner. Wenn es ein Falschverständnis ist, muss ich den Zeugen diesen Fehler zugestehen, bei soviel Gewissenhaftigkeit in der Kindererziehung an anderen Stellen.

Ja, es gibt viele, sehr viele, die Irrtümern aufsitzen, das bekannteste Beispiel ist wohl der Apostel Paulus, der die Christen erst gnadenlos verfolgte, und Gefallen an der Steinigung eines solchen hatte. Wie wir wissen hat Gott auch ihm vergeben und ihn stattdessen mit Erkenntnis und Weisheit beschenkt.
Ein anderes Beispiel ist zum Beispiel dieser, ein ehemaliger katholischer Pfarrer der kath. Kirche, Balthasar Hubmaier. Siehe sein Zeugnis.
In dieser Zeit gab es auch andere Pfarrer, etwa Jörg Blaurock. Beide haben dafür ihr Leben gelassen.
Gottes Wort sagt uns deutlich, daß wir nicht den Irrlehren glauben müssen, sondern die Wahrheit erkennen können, wenn die Liebe zur Wahrheit in uns ist. Denn das bedeutet wie erwähnt, daß wir mit ganzem Herzen nach ihr suchen. Tun wir das, so wird Gott diese Suche segnen, mit Erfolg krönen und uns Verständnis schenken.

Kein Zeuge hat nebenbeigesagt, irgendeinen Toten der letzten Kriege einschl. des 2. Weltkrieges zu verantworten. Das sind die Dinge, die mich ärgern, die man nicht sieht, wenn man die Zeugen als menschenverachtende Monster hinstellt, weil es mal einen Fall gibt, wo viell. ein Transfusion wirklich mehr geholfen als geschadet hat und wo alternative Methoden nicht möglich gewesen wären.
Den Katholiken wird ja der Fehler, sich in Kriegen gegenseitig hingeschlachtet zu haben auch vergeben, von solchen Anklägern, weil die haben ja auch genügned Argumente, warum das alles völlig normal gewesen sein soll.

Du hast recht damit, daß z.B. die katholische Kirche, die ganz sicher den negativen Sinn (verführend, irreführend) des Begriffs "Sekte" erfüllt, als "Volkskirche" und "Kirche Jesu" dargestellt wird (und sich selbst darstellt), während man den Zeugen ihre Fehler (und auch manches ungerechtfertigte) offen und deutlich zur Last legt und anprangert.
Auch die lutherische Kirche erfüllt den negativen Sinn des Begriffs Sekte, und sie verhält sich ebenso, sonnt sich im schönen Schein einer angeblich "christlichen" Kirche. Davon gibt es viele Beispiele.

Alle gegenüber den grossen Kirchen geübte Rechtfertigung und Beschwichtigung bedeutet aber nicht, daß diese korrekt ist. Sie ist grundfalsch, da Gottes Wort dazu auffordert, Missstände aufzudecken (Eph 5,11-13) und sich als Christ von Irrlehrern (und ihnen anhängenden Menschen) klar zu distanzieren. (Apg 19,8-9; 5.Mo 13,6; Mt 18,17; 1.Kor 5,13 etc.)
Da die Beschwichtigung für die grossen Kirchen falsch ist, ist sie ebenso für die Zeugen falsch. Auch hier ist es angebracht, Irrlehren aufzudecken, ihre Änderung einzufordern, und wenn dies nicht erfolgt, sich klar von den daran festhaltenden Mitgliedern zu distanzieren. Nur so können wir Gott treu bleiben, denn Gott ist rein und heilig und vollkommen.
Bei ihm gibt es keine Unwahrheit, jegliche Irrlehre stammt nicht von ihm , genausowenig von seinem Sohn, und hat in seiner Nähe nichts zu suchen. Das wäre, als wollten wir im Wasser etwas Feuer einschmuggeln oder beibehalten.

Soundso, das letztre sage ich allgemein, es ist nicht auf dich gemünzt, der wohl, nicht so eingestellt, ist, loszuschlagen, nur weil es sich so schön schlägt.

Das bin ich tatsächlich nicht, habe ich auch nicht so von Dir verstanden. Es ist nett, daß Du das auch erwähnst.
Ich bin nur für Wahrheit und Direktheit. Nichts anderes hat Jesus ja auch getan. Er hat nichts "hinterm Berg" gelassen oder nicht "auf den Punkt gebracht." Zu den Pharisäern und Schriftgelehrten hat er klar gesagt, was sie überwiegend waren: Heuchler.
Aber nicht um sie abzuschrecken, sondern um einige doch noch zur Umkehr zu bewegen. Aus Liebe hat er das getan. Ein ganzes Kapitel hat er ihnen gewidmet (Mt 23). Demzufolge bin ich für Offenheit gegenüber den Grosskirchen, genauso wie gegenüber den Zeugen.

Über deine Argumentation wegen des Götzenfleisches, werde ich mir mal Gedanken machen, trotzdem ist das Blutgesetz unabhängig davon und auf anderen Füßen.

Es ist zusammengefasst im Gebot der Nächstenliebe, das Blutgesetz. Bitte verstehe das, bitte forsche nach.

Gruetzi Soundso🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber soundso, ich habe deine Beweisführung nochmal gelesen.
Sie hat den schon vorhin erwähnten Haken. Das Blutverbot ist nicht ein Teil des Gesetzes Israels, auch wenn es es dann auch wurde, sondern ein Gebot für die ganze Menschheit, was Noah gegeben wurde, der lange vor Israel lebte und der Stammvater der Menschheit wurde (1. Mose 9🤐,3,4).

Dazu siehe mein vorheriger Beitrag. Es ist in das Gebot "Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst" eingeschlossen, das für die ganze Menschheit gilt. Siehe Römer 13, 8-10; Mt 7,12 etc. Das gilt für jedes Gebot, was klar und deutlich gesagt ist. Jede andere Behauptung hat kein Fundament in der Bibel, denn dann müsste man diese Aussagen leugnen.

Es geht hier auch nicht um das Gebot der Nächstenliebe. Nein, es gibt zwei Gebote:
Das erste: Gott mit ganzer Seele.... zu lieben und zweitens, den Nächsten ......

Richtig ist, daß es zwei Gebote gibt. Richtig ist aber auch folgendes:
"Das zweite aber ist ihm gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«
(Mt 22,39)

Wie aber schon im vorherigen Beitrag erwähnt: Wenn Du Deinen Nächsten liebst, dann liebst Du auch Gott (d.h. behandelst ihn liebevoll). Das ist auch der Grund für die Aussage in Röm 13 und Galater 5, Mt 7,12, alles eindeutige Aussagen, letztere von Jesus (siehe vorheriger Beitrag).

Es gibt Gebote Gottes, die vor dem der Nächstenliebe stehen, wozu das Gebot des Blutverbotes zählt, was den Respekt vor dem Blut zur Grundlage hat, was einzig im Falle des vergossenen Blutes Jesu Wert erhält und als Symbol, dass das Leben in ihm ruht (Eph. 1:7; und Texte, die zeigen, dass die Seele (das Leben) im Blut ist).

Gibt es nicht, Sigi. Vor dem Gebot der Nächstenliebe kann nichts stehen, weil es dem Gebot der Liebe Gottes gleichgestellt, und nicht etwa geringerist.
Damit würdest Du folgendes tun, was Jesus klar als falsch herausgestellt hat:

"Jesus lehrte einst in einer der Synagogen am Sabbat.
11 Da war gerade eine Frau anwesend, die schon seit achtzehn Jahren einen Geist der Schwäche hatte; sie war zusammengekrümmt und unfähig, sich ordentlich aufzurichten.
12 Als Jesus sie erblickte, rief er sie herbei und sagte zu ihr: »Frau, du bist von deiner Schwäche befreit!«
13 Dann legte er ihr die Hände auf, und sie richtete sich augenblicklich gerade empor und pries Gott.
14 Weil nun der Vorsteher der Synagoge unwillig darüber war, daß Jesus am Sabbat eine Heilung vollzogen hatte, sagte er zu der (versammelten) Menge: »Sechs Tage sind da, an denen man arbeiten soll; an diesen also kommt und laßt euch heilen, aber nicht (gerade) am Sabbattage!«
15 Der Herr aber antwortete ihm mit den Worten: »Ihr Heuchler (= Scheinheiligen)! Bindet nicht ein jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
16 Diese Frau aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan nun schon achtzehn Jahre lang in Fesseln gehalten hat, die sollte von dieser Fessel am Sabbattage nicht befreit werden dürfen?«
17 Durch diese seine Worte wurden alle seine Gegner beschämt; die ganze Volksmenge aber freute sich über alle die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen."
(Lk 13,10-17)

An anderer Stelle sagte er in diesem Zusammenhang, als man seine Jünger für ihr Handeln verurteilte (sie pflückten am Sabbat Ähren):

"Wenn ihr aber erkannt hättet, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer«, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben."

(Mt 12,7; Zitat nach Hosea 6,6)

Genauso werden von den Zeugen Jehovas die verurteilt (und sie verurteilen sich aus fälschlichem Glauben selbst), die ihren Kindern Bluttransfusionen zukommen lassen, ohne den angeblichen "Willen Gottes" zu beachten. Der Wille Gottes steht aber hier vor uns, klar und deutlich:

»Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer« , auch keine sonstigen Gesetze, sondern die Barmherzigkeit ist ihm wichtiger! Generell, nicht nur auf den Sabbat bezogen, das Zitat stammt aus Hosea 6,6. Ausgedrückt ist dies auch in Jesus Worten in Mt 7,12 etc. siehe oben.

Noch etwas:

Daß das Leben nur solange im Blut ist, wie es im Körper fließt und nicht zersetzt ist, das dürfte auch klar sein, oder?

"Nach dem Tod eines Organismus und dem Zusammenbruch der Immunabwehr beginnen Fäulnisbakterien, die ansonsten im lebenden Organismus nicht vermehrungsfähig sind, am deutlichsten erkennbar zunächst das Blut unter Freisetzung von biogenen Aminen wie Cadaverin und Putrescin zu verstoffwechseln, und führen damit zum sicheren Todeszeichen des durchschlagenden Venennetzes, also zur Verfärbung des oberflächlichen Venensystems in ein dunkles Grün."

Blut - Wikipedia

Wenn Gott also davon spricht, keinen Körper zu essen, in dem sein Blut ist, dann geht es ihm klar um die Achtung vor dem Leben, nichts anderes. Denn die heidnischen Völker (fr)aßen Tiere und z.T. Menschen (z.B. das Herz) bei lebendigem Leibe!
Wie ich schon erwähnte sind im Körper immer noch Blutreste (Fleischrotfärbung), und das "Kaufen von allem auf dem Fleischmarkt, ohne das Gewissen zu belasten" von dem Paulus spricht (1.Kor 10,25) belegt, daß es nicht auf das Blut an sich wirklich ankommt, sondern auf das Leben und die Achtung davor, und das ist eben bei den (toten) Tieren auf dem Fleischmarkt ganz sicher nicht mehr in den Tieren, auch wenn sie nicht ordnungsgemäß ausgeblutet wurden.

Wurde das Gebot Moses übrigens nicht befolgt, und jemand aß ein Aas oder zerrissenes Tier (in dem das Blut noch war, aber eben kein Leben mehr), dann erhielt er folgende Möglichkeit:

"Das Blut irgendwelches Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die SeeleA alles Fleisches ist sein Blut; jeder, der es ißt, soll ausgerottet werden. -
A) d.h. die Person; o. das Leben. - Für »Seele«, »Leben«, »Person« steht im Hebr. dasselbe Wort. B) w. sein Blut - in seiner Seele ist es
15 Jeder, der ein AasA oder Zerrissenes ißt, er sei Einheimischer oder Fremder, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein; dann wird er rein sein.
A) o. Die Seele (o. Person), die irgendein Aas
16 Und wenn er sie nicht wäscht und sein Fleisch nicht badet, so wird er seine Schuld tragen."
(3.Mo 17,14-16)

Das bestätigt das oben genannte: Es geht Gott vor allem darum, das Leben zu schützen und zu bewahren, daß ihm kein unnötiges Leid zugefügt wird. Letzlich um Liebe und Achtung gegenüber allen Geschöpfen und erst recht zu den Menschen. Jeder der Aas oder Zerrissenes aß, (ich wiederhole: Wo durchaus noch Blut drin war, aber kein Leben mehr) der brauchte sich nach dem Gesetz Moses (wie nachzulesen)nur zu waschen, dann war er rein.


Auch das Verbot von der Frucht im Garten Eden nicht zu essen, könnte einem sinnlos erscheinen, es war ein Respektsgebot Gott gegenüber, und welche Konsequenzen für die ganze Menschheit zog dessen Missachtung nach sich, genauso ist es mit dem Blut.

Du hast es selbst gesagt: "...und welche Konsequenzen für die ganze Menschheit zog dessen Missachtung nach sich"
Es war kein Gebot nur aus Respekt, denn in dem Augenblick, wo die Menschen zwischen gut und böse unterscheiden konnten (erinnere Dich, der Name des Baumes!, das Verhalten der beiden danach), wurden sie auch schuldfähig und damit für ihre Taten verantwortlich. Kein Sünder kann aber in der Heiligkeit Gottes bestehen, Gott wusste das. Unsere Sünde ist es, die uns von ihm trennt. (bedenke, Gott zeigt sich deshalb keinem Menschen, bedenke was er zu Mose sagte, als er am Berg die Gebote erhielt)
Ein Tier ist nicht schuldfähig, weil es nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Ebenso ein Kind bis zu einem gewissen Alter nicht. Was daraus folgte, wissen wir, die Menschen mussten die Konsequenzen tragen, und wurden von Gott getrennt. Sein Wille ist aber, daß wir bei ihm sein können, wozu er die Menschen geschaffen hat, und wo es uns zweifellos auch viel viel besser geht.

Wem diente also das o.g. Gebot Gottes wirklich, dem Respekt vor Gott, oder den Menschen? Was ist mit folgendem Gebot, wem dient es?:

"Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du."
(5.Mo 5,13-14)

Die Antwort ist wieder: Es dient dem Menschen! Es dient dem Menschen, wie Jesus sagte:

Mk 2,27
"Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen;"

Genauso, lieber Sigi, dient auch das o.g. Gebot aus 1.Mo 3 (Garten Eden) dem Menschen. Dir selbst als Mensch und deinen Nächsten, den anderen Menschen. Denn Gott weiß, daß die Sünde ansteckend ist, wie der Sauerteig, erinnerst Du Dich?Was geschah, nachdem Eva von der Frucht gegessen hatte? Richtig, sie gab Adam (ihrem Nächsten!) davon, beschwatzte ihn, und er aß auch davon...so infiziert die Sünde die ganze Welt, und es bliebt nicht gleich, sondern wird schlimmer damit. Entsprechend sprach Gott:

"Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst." (Mt 22,39)

Halten wir Gottes Gebote, so tun wir primär uns Menschen gutes, denn dazu dienen sie. Letzlich aber auch Gott, denn Gott liebt die Menschen. So schrieb Paulus den Christen in Korinth:

"Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr."
(1.Kor 3,16-17)

Wenn wir jemandem die Möglichkeit zur Hilfe verwehren, dann riskieren wir das Verderben dieses Tempels! Wir sollen Gott aber auch nicht versuchen (Mt 4,7; 5.Mo 6,16). Genau das tun wir dann aber!

Auch Sünde verdirbt diesen Tempel! Er macht ihn für Gott untauglich, denn Gott ist heilig. Gott geht es darum, daß wir uns nach Umkehr und Glaubenstaufe heiligen, ohne willentliche/bewusste Sünde sind, damit er bei uns wohnen kann (Joh 14,23) und wir am Ende, nachdem wir treu geblieben sind (wobei er uns durch seinen Geist hilft, aus eigener Kraft ist es unmöglich!), wieder zu ihm kommen können, dorthin, wo die Menschen schon einmal waren, in seine direkte Gegenwart. (Offb 21,1-8) Dort hat alles Leid ein Ende, dem ein Nachfolger von Jesus (und nicht nur er) durch die Bosheit vieler Menschen ausgesetzt ist. Der Gehorsam dient also auch wieder den Menschen selbst.

"Ihr sollt heilig sein; denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig."
(3.Mo 19,2; 1.Petr 1,16)

Verstehe doch bitte: Du siehst Gott als strafenden Gott, der Respekt einfordert, versuche bitte zu verstehen, daß er das alles für die Menschen selbst fordert, für ihr eigenes Wohlergehen, nicht aber für sich! Gott kann sich aus Steinen jederzeit neue Menschen erwecken, wenn er das wollte. Jesus war nie selbstsüchtig, eigennützig, er war selbstlos. Es ist aber deutlich gesagt, daß wir in ihm auch den Vater erkennen können (siehe hier). Er war eins mit dem Vater, sein ganzes Wesen, sein Handeln, sein Charakter, seine Liebe, Barmherzigkeit, Gnade, war so, wie die Gottes. An ihm können wir sehen: So ist der Vater, nicht anders. Gar nicht anders, genau so.
Er liebt Dich, er liebt uns Menschen, verstehst Du? Deshalb sind alle seine Gebote, nur deshalb. Gott ist Liebe! (1.Joh 4,7-12)

So hielten sich die Apostel und auch später die ersten Christen, späterer nachbiblischer Zeit, dafür gibt es viele Quellen, an dieses Gebot und zwar strikt auch unter Androhung von Gewalt, weil es um die Gebote Gottes ging, die mehr zu achten sind, als die der Menschen und auch mehr als das der Nächstenliebe.

Da möchte ich dann aber doch mal um die Quellen bitten.

Als Jesus Freunde ihn vor einem gewaltsamen Tod bewahren wollten, sagte er „tritt hinter mich Satan“, wenn ich mich recht erinnere. Auch in diesem wichtigsten aller Fälle, stand das Gebot Gottes über dem der Liebe des Freundes Jesu, der sein Leben schützen wollte.

Sigi, Du solltest doch wissen, weshalb Jesus den Weg ans Kreuz, den Weg des Leides und des schmachvollen Todes gegangen ist:
Er ist ihn freiwillig für uns Menschen gegangen! Damit wir Menschen die Chance haben, Vergebung von Gott zu erhalten! Er war das unschuldige makellose Opfer, das "Lamm Gottes" das für die Sünden der Menschen starb, das vollkommene, einmalige Opfer des neuen Bundes, das alle vorherigen (unvollkommenen und wiederholten) Opfer unter dem Gesetz (alter Bund) ablöste.

Jedem der seine Schuld einsieht und bereut, um Vergebung bittet und ein neues Leben führen möchte, der kann sich taufen lassen und von Gott ein neues Leben erhalten. Gott reinigt dann das Gewissen von aller Schuld und schenkt seinen heiligen Geist, und wird somit den Menschen helfen, ein Leben ohne willentliche/bewusste Sünde zu führen. Damit sie eines Tages wieder zu ihm kommen können.

Was nun hätte es bewirkt, wenn Petrus (auf dessen Gedanken Satan Einfluß nahm, der also durch Petrus sprach) Jesus überzeugt hätte, nicht Gottes Willen zu tun? Er hätte dieses Opfer nicht gebracht, das aber zur Erlösung der Menschen , auch von Petrus, dient! Deshalb die Aussage Jesu.


"Da nahm Petrus ihn beiseite und begann auf ihn einzureden mit den Worten: »Herr, das verhüte Gott! Nimmermehr darf dir das widerfahren!«
Er aber wandte sich um und sagte zu Petrus: »Mir aus den Augen, Satan! (Tritt) hinter mich! Ein Fallstrick (oder: Anstoß, Ärgernis) bist du für mich, denn deine Gedanken sind nicht auf Gott, sondern auf die Menschen gerichtet.«A
A) A.Ü.: du hegst nicht göttliche, sondern menschliche Gedanken.
(Mt 16,22-23)


Satan nutzt es aus, daß die Menschen sich fürchten, daß die Menschen schwach sind, daß die Menschen oftmals kein ausreichendes Vertrauen zu Gott haben. Auch Jesus ist in der Situation menschlichen Versuchungen unterworfen, was ja auch durch sein Gebet im Garten Gethsemane deutlich wird.
Genau deshalb sagt aber Jesus, der die Versuchung überwindet: "Mir aus den Augen, Satan!....deine Gedanken sind nicht auf Gott, sondern auf die Menschen gerichtet."
Hätte Satan auf diese Weise Jesus dazu gebracht, menschliches Verhalten zu zeigen, also davonzulaufen etc. (was klar seine Absicht war), dann hätten die Menschen keine Vergebung erhalten können, und er hätte Jesus zu Fall gebracht.

Verstehst Du? Es war nicht die Liebe des Freundes, keine Nächstenliebe, die durch Petrus sprach, sondern Satan (Deshalb auch Jesu Aussage "Satan") Echte Nächstenliebe bezieht nicht nur eigene Freunde mit ein vgl Mt 5,44-48. Satan wollte Jesus von dieser Tat, die die Rettung der Menschen ermöglichte, abbringen. Wäre es echte Liebe von Petrus gewesen, dann hätte er seinen geliebten Herrn für das Leben der Menschen hingegeben, der dies ja freiwillig für die Menschen tun wollte. So wie Gott seinen geliebten Sohn gegeben hat. (Joh 3,16)
Jesus hatte seinen Jüngern wiederholt gesagt, daß es deshalb geschehen muß.
 
Zuletzt bearbeitet:
Religionen sind nie harmlos. Denn sie wollen ja ein bestimmtes Verhalten vom Menschen - das der nicht hätte, wenn es keine Religionen gäbe.



auch politiker, pädagogen oder philosophen etc. erwarten ein bestimmtes verhalten vom menschen 😉

oder gewisse verfechter der öko-planwirtschaft - deren grundlagen auch nicht vollständig bewiesen sind....

allgemein erwarten leute, die sich mit gesellschaftlichen belangen beschäftigen, auch ein bestimmtes verhalten der gesellschaft bzw. von teilen davon..... das kann gut sein - kann, muss aber nicht, schlecht sein....
 
Und was soll das miteinander zu tun haben?
Und wer will Öko-Planwirtschaft?

Ich habe lediglich draufhingewiesen das Religionen schon so einiges auf der Welt verschuldet haben - und sind wir mal froh, das hier - vielleicht bis auf eine oder zwei Ausnahmen - die Menschen ihre Religion nicht gar so todernst nehmen und sie nach eigenem Gutdünken leben.
 
mir ging es nur darum, deine äußerung "religionen sind nie harmlos" zu relativieren - weil ja letztendlich alle leitbilder, ob religiös oder politisch motiviert, gefährlich sein können.....

wobei es selbstverständlich gut ist, dass fast jeder religion nach eigenem ermessen lebt - da gebe ich dir recht.....
aber das gleiche darf sicherlich auch für politik und andere 'weltliche' belange gelten..... gäbe es da nur eine meinung bzw. würde eine doktrin immer wörtlich genommen, naja, nicht auszudenken......
 

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